Die hier dargestellten Themen sollen einen kurzen Überblick über die verbreitetsten Verfahren der Investitions- und Finanzierungsrechnung geben sowie anhand eines möglichst praxisnahen Beispiels die typischen Arbeitsschritte einer Fallbearbeitung verdeutlichen.
Das Finanzmanagement der öffentlichen (und auch privaten Hand) ist eines der interessantesten und vielfältigsten, zugleich aber auch kompliziertesten Themenfelder innerhalb der Wirtschaftswissenschaften. Erkenntnisse aus BWL, VWL, dem betrieblichen Rechnungswesen, aber auch Grundbegriffe des Controllings kommen hier zur Anwendung.
Inhaltsverzeichnis
1 LV 1 – Einführung: Definitionen und Grundlagen
1.1 Vorwort
1.2 Begriffe
1.3 Exkurs: BWL
2 LV 4 – Überblick statische Verfahren
2.1 Rentabilitätsrechnung
2.2 (statische) Amortisationsrechnung
3 LV 6 – Kapitalwertmethode
3.1 Grundlagen
3.2 Regeln
3.3 Formel
3.4 Sonderfall
3.5 Interpretation
4 LV 7 - Überblick weitere dynamische Verfahren
4.1 Annuitätenmethode
4.2 Interner Zinsfuß
5 LV 9 - Finanzierungsarten und Tilgungspläne
5.1 Formen Fremdfinanzierung und Begriffe
5.2 Tilgungsarten, -rechnungen und -pläne
5.2.1 Allgemeines
5.2.2 Abzahlungstilgung
5.2.3 Annuitätentilgung
6 Besondere Begrifflichkeiten
6.1 Dean-Modell
6.2 Kalkulatorische Abschreibungen und kalkulatorische Zinsen
6.3 LV 2 - Finanzmathematische Faktoren
7 Übungsaufgabe
7.1 Sachverhalt
7.2 Lösungshinweise
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die Vermittlung fundierter Kenntnisse im Finanzmanagement sowie die Anwendung verschiedener finanzmathematischer Verfahren zur Beurteilung der Vorteilhaftigkeit von Investitionen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch statische und dynamische Methoden sowie strukturierte Tilgungspläne eine optimale finanzwirtschaftliche Entscheidungsgrundlage geschaffen werden kann.
- Grundlagen des Finanzmanagements und betriebswirtschaftliche Bilanzierung
- Statische Investitionsrechnungsverfahren wie Rentabilitäts- und Amortisationsrechnung
- Dynamische Verfahren zur Investitionsbewertung (Kapitalwertmethode, Interner Zinsfuß)
- Finanzierungsarten und detaillierte Tilgungsmodalitäten (Abzahlungs- vs. Annuitätentilgung)
- Finanzmathematische Faktoren und deren Anwendung in der Praxis
Auszug aus dem Buch
1.2 Begriffe
Das Finanzmanagement unterteilt sich in zwei Bereiche, die Investition und die Finanzierung. Investition und Finanzierung (kurz: IuF) sind als spiegelbildliche Aktivitäten zu betrachten, die einander – sich gegenseitig – bedingen. Man könnte sagen, sie „gehören zusammen“.
Eine Investition ist dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer großen Auszahlung beginnt, der dann zu verschiedenen, periodisch anfallenden, kleinere Einzahlungen folgen. In Geschäftsalltag dient sie der Beschaffung von Produktionsfaktoren. Ziel ist es, in Zukunft höhere Einzahlungen bzw. zumindest geringere Auszahlungen zu generieren.
Eine Finanzierung zeichnet sich dadurch aus, dass sie zunächst mit einer größeren Einzahlung beginnt, auf die dann im weiteren Zeitverlauf mehrere kleinere Auszahlungen folgen. Kenntnisse der Finanzierung dienen der Beschaffung und Rückzahlung finanzieller Mittel bei der Durchführung von Investitionsmaßnahmen. Aus der Betriebswirtschaftslehre (BWL) ist bekannt, das eine Bilanz als Waage dargestellt werden kann. Auf der Seite der Aktiva findet sich die Mittelverwendung, also die Investition, wieder; auf der Seite der Passiva die Finanzierung im Sinne der Mittelherkunft. – Am Ende sollten beide Summen (Aktiva und Passiva) miteinander übereinstimmen.
Zusammenfassung der Kapitel
LV 1 – Einführung: Definitionen und Grundlagen: Einführung in die Kernbegriffe des Finanzmanagements und Abgrenzung von Investition und Finanzierung im unternehmerischen Kontext.
LV 4 – Überblick statische Verfahren: Erläuterung einfacher, auf Durchschnittswerten basierender Methoden zur Investitionsbewertung, fokussiert auf Rentabilitäts- und Amortisationsrechnung.
LV 6 – Kapitalwertmethode: Einführung in das erste dynamische Verfahren unter Berücksichtigung des Zeitfaktors und der Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme.
LV 7 - Überblick weitere dynamische Verfahren: Vertiefung in die Annuitätenmethode und die Bestimmung des internen Zinsfußes zur präzisen Investitionsbeurteilung.
LV 9 - Finanzierungsarten und Tilgungspläne: Systematik der Fremdfinanzierung und detaillierte Analyse verschiedener Tilgungsarten und deren Auswirkung auf den Kapitaldienst.
Besondere Begrifflichkeiten: Darstellung fortgeschrittener Konzepte wie das Dean-Modell und finanzmathematischer Faktoren zur Kalkulation fixer Kosten.
Übungsaufgabe: Praktische Anwendung der erlernten Methoden an einem komplexen Fallbeispiel zur Investitions- und Finanzierungsplanung.
Schlüsselwörter
Finanzmanagement, Investition, Finanzierung, Kapitalwertmethode, Rentabilitätsrechnung, Amortisationsrechnung, Tilgungsplan, Fremdkapital, Annuität, interner Zinsfuß, Diskontierung, kalkulatorische Zinsen, Finanzmathematik, Dean-Modell, Kapitalmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine strukturierte Mitschrift und Anleitung zu den zentralen Themen des Finanzmanagements, insbesondere der Investitions- und Finanzierungsrechnung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Den Schwerpunkt bilden statische und dynamische Investitionsrechnungsverfahren, Fremdfinanzierungsarten sowie die mathematische Modellierung von Tilgungsplänen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung der Fähigkeiten, Investitionsobjekte mittels finanzmathematischer Kennzahlen objektiv auf ihre Vorteilhaftigkeit hin zu prüfen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden klassische betriebswirtschaftliche Verfahren wie die Rentabilitätsrechnung, Kapitalwertmethode sowie Ansätze aus der Finanzmathematik genutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung von Definitionen, die Analyse statischer und dynamischer Rechenverfahren sowie die praktische Gestaltung von Finanzierungsentwürfen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Investition, Finanzierung, Kapitalwert, Tilgungsplan, Kalkulationszinssatz und Effektivzins.
Wie unterscheidet sich die statische von der dynamischen Amortisation?
Während die statische Amortisation eine einfache Durchschnittsbetrachtung vornimmt, bezieht die dynamische Amortisation den Zeitwert des Geldes durch Diskontierung mit ein.
Was besagt die Kapitalwertmethode über die Vorteilhaftigkeit?
Grundsätzlich ist eine Investition vorteilhaft, wenn der Kapitalwert positiv ist, da dies bedeutet, dass die Mindestverzinsung erreicht oder übertroffen wird.
Welchen Zweck hat das Dean-Modell in dieser Arbeit?
Das Dean-Modell dient dazu, ein unternehmerisches Finanzierungsmodell bei begrenzten Investitionskapazitäten mit volkswirtschaftlichen Angebots- und Nachfragekurven zu verknüpfen.
- Arbeit zitieren
- Oliver Sieweck (Autor:in), 2019, Grundlagen des Finanzmanagements. Statistische und dynamische Verfahren, Fremdfinanzierung und Tilgungspläne, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1225367