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Begründet John Locke den liberalen Rechtsstaat oder eine ökonomistische Freiheitslehre

Title: Begründet John Locke den liberalen Rechtsstaat oder eine ökonomistische Freiheitslehre

Term Paper , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Larsen Prange (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Summary Excerpt Details

Im folgenden Text setze ich mich mit der Frage auseinander, ob John Locke in seinen
staatstheoretischen Schriften einen liberalen Rechtsstaat oder eine ökonomistische
Freiheitslehre begründet. Hierfür verwende ich die hermeneutische Methode auf Basis eines
historisch-analytischen Erkenntnisinteresses. Zu Lockes staatstheoretischen Schriften gab es
bis heute schon verschiedene kritische Interpretationen, die voneinander unterschiedlicher
nicht sein können. Zum Beispiel einerseits C.B. Macpherson mit seiner marxistisch
orientierten Locke-Kritik, die dem Philosophen unterstellt, die Interessen der Unterschicht zu
missachten. Andererseits Leo Strauss, welcher mit einer konservativen Locke-Interpretation,
dessen utilitaristischen Individualismus, als Grund für die Zerstörung einer
menschenwürdigen Ordnung bezeichnet. Diese Arbeit wird daher nicht den Charakter einer
eindeutigen der Einordnung Lockes staatstheoretischer Schriften aufzeigen, sondern eine von
vielen möglichen Einordnungen der politische Theorie dieses großen Philosophen darstellen.
Hierfür ist es wichtig, das zuerst die Begriffe „liberaler Rechtsstaat“ und „ökonomistische
Freiheitslehre“, wie sie in dieser Arbeit Anwendung finden sollen, definiert werden. Im
Kapitel 3 erläutere ich die für diese Arbeit notwendigen Punkte der staatstheoretischen Lehre
John Lockes. Zuerst wird John Lockes Auffassung vom Naturzustand beschrieben, welcher in
zwei Phasen zu unterteilen ist. Zum Einen in den Naturzustand vor der Einführung des Geldes
und zum Anderen in den Naturzustand nach der Einführung des Geldes. Hiernach wird der
Begriff des Eigentums bei Locke dargelegt. Im dritten Unterpunkt findet das Kapitel 3 seinen
Abschluss mit der Beschreibung der Staatsgründung aus dem Naturzustand. Die
vergleichende Einordnung der im Kapitel 3 erarbeiteten staatstheoretischen Lehre Lockes in
die Definition des liberalen Rechtsstaates folgt in Kapitel 4. Ebenso verfahre ich mit der
Definition der ökonomistischen Freiheitslehre in Kapitel 5. Das Kapitel 6 dient der
Ergebniszusammenfassung aus den Kapiteln 3 bis 5. Das Ende meiner Arbeit stellt mein
persönliches Fazit aus diesen erkenntnisorientierten Vergleichen dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinition

2.1 Liberaler Rechtsstaat

2.2 Ökonomistische Freiheitslehre

3 John Lockes Staatslehre

3.1 Der Naturzustand

3.1.1 Vor der Einführung des Geldes

3.1.2 Nach der Einführung des Geldes

3.2 Das Eigentum

3.3 Der Staat

4 John Lockes Theorie als liberaler Rechtsstaat

5 John Lockes Theorie als ökonomistische Freiheitslehre

6 Zusammenfassung

7 Persönliches Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die staatstheoretischen Schriften von John Locke mit dem Ziel, kritisch zu bewerten, ob diese eher als Begründung für einen liberalen Rechtsstaat oder als ökonomistische Freiheitslehre zu interpretieren sind. Dabei wird die Rolle des Privateigentums und dessen Einfluss auf die politische Organisation der Gesellschaft analysiert.

  • Staatstheorie und Naturzustand bei John Locke
  • Definition von liberalem Rechtsstaat und ökonomistischer Freiheitslehre
  • Die zentrale Bedeutung des Eigentumsbegriffs
  • Soziale Ungleichheit und Klassenwahlrecht
  • Staatliche Legitimationsgrundlagen und Widerstandsrecht

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Vor der Einführung des Geldes

In der ersten Phase des Naturzustandes existiert ein Zustand der vollkommenen Freiheit und Gleichheit der Menschen. Das Gesetz der Natur bestimmt das Töten und Gefährden anderer Menschen, sowie des eigenen Lebens, als unrecht.

Das Leben, die Freiheit und das Eigentum eines jeden sind gemäß natürlichem Gesetz unantastbar und somit ist jeder Mensch zum Erhalt derer verpflichtet.

Das natürliche Gesetz des Selbsterhalts begründet Locke damit, dass das menschliche Leben als Eigentum Gottes diese Pflicht impliziert. Neben diesem theologisch begründeten Recht der Selbsterhaltung steht dem Menschen das Recht des Richters in eigener Sache zu, um entstandene Unrechtmäßigkeiten zu ahnden. Da der Mensch jedoch kein perfektes Wesen ist resultiert aus dieser Richterposition jedes Einzelnen ein kriegsähnlicher Zustand, welcher die Herrschaftslosigkeit im Naturzustand destabilisert.

Das Aneignen von Eigentum im Naturzustand entsteht durch eigene Arbeit. Ein Gegenstand des Gemeinschaftsbesitzes, in welches ein Mensch eigene Arbeit investiert geht in dessen Privatbesitz über, genau so wie die daraus resultierende Produkte, zum Beispiel die Früchte eines gepflanzten Baumes.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Forschungsfrage, ob Lockes Schriften als liberaler Rechtsstaat oder ökonomistische Freiheitslehre zu klassifizieren sind, unter Verwendung der hermeneutischen Methode.

2 Begriffsdefinition: Klärung der theoretischen Grundlagen für die Begriffe liberaler Rechtsstaat und ökonomistische Freiheitslehre als Basis für die weitere Untersuchung.

3 John Lockes Staatslehre: Detaillierte Betrachtung des Naturzustands, unterteilt in die Phasen vor und nach Einführung des Geldes, sowie die Analyse der Eigentumstheorie und der Staatsgründung.

4 John Lockes Theorie als liberaler Rechtsstaat: Anwendung der erarbeiteten Kriterien auf Lockes Staatstheorie, um die Erfüllung der Anforderungen eines liberalen Rechtsstaats zu prüfen.

5 John Lockes Theorie als ökonomistische Freiheitslehre: Untersuchung der ökonomischen Dimensionen, insbesondere der sozialen Ungleichheit und der Rolle des Eigentums in Lockes Modell.

6 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, die eine Tendenz Lockes zur ökonomistischen Freiheitslehre nahelegt, trotz der formalen Elemente eines liberalen Rechtsstaats.

7 Persönliches Fazit: Abschließende Einordnung von Lockes Philosophie als liberale Rechtsstaatstheorie mit integrierten Elementen einer ökonomistischen Freiheitslehre.

Schlüsselwörter

John Locke, Staatstheorie, Liberaler Rechtsstaat, Ökonomistische Freiheitslehre, Naturzustand, Eigentum, Privateigentum, Gesellschaftsvertrag, Selbsterhaltung, Klassenwahlrecht, Besitzbürgertum, Politische Philosophie, Legislative, Exekutive, Rechtsordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die politische Philosophie von John Locke und prüft, ob seine Theorien eher einen liberalen Rechtsstaat oder eine ökonomistische Freiheitslehre konstituieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen Lockes Naturzustandslehre, das Konzept des Privateigentums, die Staatsgründung und die Rolle des Bürgertums innerhalb seines Staatsmodells.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist eine erkenntnisorientierte Einordnung von Lockes Lehren in den Kontext der liberalen Rechtsstaats-Definition sowie der ökonomistischen Freiheitstheorien.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor verwendet die hermeneutische Methode auf Basis eines historisch-analytischen Erkenntnisinteresses.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Staatslehre, die Prüfung der Kriterien für den liberalen Rechtsstaat und die Analyse als ökonomistische Freiheitslehre.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben dem zentralen Fokus auf Eigentum und Staat sind Begriffe wie Naturzustand, soziale Ungleichheit und Klassenwahlrecht essenziell.

Wie definiert Locke den Übergang vom Naturzustand zum Staat?

Der Übergang erfolgt durch einen Gesellschaftsvertrag, um die Gefahren der Selbstjustiz im Naturzustand zu vermeiden und das Privateigentum rechtlich abzusichern.

Warum ordnet der Autor Locke als "ökonomistisch" ein?

Die Einordnung resultiert aus der Feststellung, dass Locke das politische System primär als Schutzinstrument für Besitzende entwirft und soziale Ungleichheit als naturgegeben akzeptiert.

Welche Rolle spielt die Einführung des Geldes bei Locke?

Die Einführung des Geldes hebt die natürlichen Schranken der Aneignung auf, ermöglicht Kapitalakkumulation und schafft die Grundlage für soziale Differenzierung.

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Details

Title
Begründet John Locke den liberalen Rechtsstaat oder eine ökonomistische Freiheitslehre
College
University of Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Course
Philosophische Reflexion von Staat und Politik
Grade
1,7
Author
Larsen Prange (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V122540
ISBN (eBook)
9783640278930
ISBN (Book)
9783640282913
Language
German
Tags
Begründet John Rechtsstaat Freiheitslehre Philosophische Reflexion Staat Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Larsen Prange (Author), 2008, Begründet John Locke den liberalen Rechtsstaat oder eine ökonomistische Freiheitslehre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122540
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