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Gewalt in den Medien. Zur Wirkungsforschung der Mediengewalt

Title: Gewalt in den Medien. Zur Wirkungsforschung der Mediengewalt

Term Paper , 2000 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Magister Artium Jennifer Moos (Author)

Communications - Mass Media
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Um über Gewalt in den Medien zu sprechen, ist es vorab erforderlich den Gewaltbegriff zu definieren. Dabei gehen wir von zwei Fragen aus:

1. Welcher Typus von Gewalt wird in den Medien dargestellt?
2. Mit welchem Typus von Gewalt hat sich die Medienwirkungsforschung in ihren Untersuchungen befaßt?

In erster Linie handelt es sich bei der in den Medien gezeigten um personale Gewalt. Unter dieser wird die beabsichtigte physische und / oder psychische Schädigung einer Person, von Lebewesen und Sachen durch eine andere Person verstanden.
Außerdem muß zwischen realer und fiktiver Gewaltdarstellung unterschieden werden. Während bei der Darstellung realer Gewalt tatsächlich physisch und psychisch schädigende Verhaltensweisen präsentiert werden, ist dies bei der fiktiven Gewaltdarstellung nicht der Fall, Gewalt wird hierbei nur "vorgespielt", entsprechende Verhaltensweisen imitiert.
Weiterhin gibt es sowohl künstliche wie auch natürliche Darstellungen von Gewalt. Unter der ersten wird die lebensechte Präsentation , zum Beispiel mit Schauspielern, unter der zweiten die artifizielle Präsentation, zum Beispiel im Zeichentrickfilm, verstanden.

Die bisher durchgeführten Inhaltsanalysen und Studien zur Untersuchung der Auswirkungen von Mediengewalt haben sich zumeist mit dem Typus natürlicher, fiktiver Gewalt befaßt. Die Darstellung anderer Gewalt und deren Wirkung sind in der Forschung bislang demgegenüber vergleichsweise vernachlässigt worden.

Gewaltdarstellungen findet man in jedem Massenmedium der heutigen Zeit, im Fernsehen, Film, Radio, in den Printmedien und auch im Internet. Da sich die Medienwirkungsforschung am intensivsten mit Gewalt in Film und Fernsehen beschäftigt hat, können nur wenig Aussagen über die anderen Medien gemacht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Definition des Gewaltbegriffes

II. Zur Faszination von Gewalt

III. Gewaltdarstellungen in den Massenmedien von heute

III.1 Fernsehen

III.2 Horror-Filme

III.3 Zeichentrick

III.4 Computerspiele

III.5 Internet

III.6 Zusammenfassende Beurteilung

IV. Wirkungsforschung der Mediengewalt

IV.1 Wirkungsforschungsgeschichte

IV.2 Katharsisthese

IV.3 Inhibitionsthese

IV.4 Stimulationsthese

IV.5 Habitualisierungsthese

IV.6 These von der Wirkungslosigkeit der Medien

V. Medienpädagogische und rechtliche Maßnahmen

V.1 Gesetzgebung

V.2 Medienpädagogik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexe Thematik der Gewaltdarstellung in modernen Massenmedien und deren Auswirkungen auf die Rezipienten. Dabei steht die kritische Analyse bestehender wirkungspsychologischer Thesen sowie der gesellschaftliche Diskurs über Kontrollmechanismen und medienpädagogische Ansätze im Vordergrund.

  • Definition und historische Faszination von Gewalt
  • Inhaltsanalytische Betrachtung medialer Gewaltdarstellungen (TV, Games, Internet)
  • Kritische Diskussion der Wirkungsforschung (Katharsis, Stimulation, Habitualisierung)
  • Evaluation rechtlicher und pädagogischer Maßnahmen zum Jugendschutz

Auszug aus dem Buch

II. Zur Faszination von Gewalt

Auf der einen Seite wird Gewalt, nicht nur in den Medien, gesellschaftlich abgelehnt und als etwas Negatives empfunden. Hieraus begründet sich auch die Forderung nach gewaltfreien Medien. Auf der anderen Seite übt Gewalt eine Faszination auf Menschen aus. Die Horrorfilm-Produktion erlebte grade in den letzten Jahren durch Produktionen wie Scream einen neuen Aufschwung.

Woran liegt es nun, daß wir gewaltfreie Medien fordern und gleichzeitig Freude am Gewaltkonsum haben?

Der Mensch ist genetisch mit Aggression verbunden. In Tierexperimenten wurden sogar extrem aggressive und extrem zahme Mäuserassen gezüchtet. Das Gen für Aggression ist jedem Lebewesen angeboren und kann sich unterschiedlich stark auf das Verhalten auswirken.

In vielen Epochen der Menschheitsgeschichte gehörten gewalttätige Handlungen zum Leben dazu wie Essen und Trinken.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Definition des Gewaltbegriffes: Dieses Kapitel erarbeitet ein Verständnis von personaler Gewalt und unterscheidet zwischen realen und fiktiven sowie natürlichen und künstlichen Darstellungen.

II. Zur Faszination von Gewalt: Hier wird der Mensch als biologisch mit Aggression verbundenes Wesen betrachtet und die historische Entwicklung der Gewaltinszenierung von der Antike bis zum Mittelalter analysiert.

III. Gewaltdarstellungen in den Massenmedien von heute: Dieses Kapitel untersucht die Präsenz von Gewalt in Fernsehen, Film, Internet und Computerspielen sowie die Bedeutung von Nachrichtenfaktoren für die Berichterstattung.

IV. Wirkungsforschung der Mediengewalt: Eine umfassende Analyse der wissenschaftlichen Debatte, die von der Katharsis- über die Stimulations- bis zur Habitualisierungsthese reicht.

V. Medienpädagogische und rechtliche Maßnahmen: Abschließend werden die gesetzlichen Möglichkeiten des Jugendschutzes, wie das StGB oder die FSK, sowie erziehungswissenschaftliche Gegenpositionen kritisch erörtert.

Schlüsselwörter

Mediengewalt, Wirkungsforschung, Katharsisthese, Stimulationsthese, Habitualisierung, Medienpädagogik, Jugendschutz, Gewaltdefinition, Aggression, Massenmedien, Fernsehen, Horrorfilm, Computerspiele, Medienberichterstattung, Sozialwissenschaften.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Wirkung von Gewalt in verschiedenen Massenmedien und den damit verbundenen gesellschaftlichen und psychologischen Debatten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Gewalt, die historischen Hintergründe der Gewaltfaszination, mediale Darstellungsformen und die Wirkungsforschung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine kritische Bestandsaufnahme des aktuellen Forschungsstandes zur Medienwirkung bei Gewaltinhalten sowie die Reflexion über notwendige oder bereits existierende Gegenmaßnahmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und theoriebasierte Analyse, die auf bestehenden Inhaltsanalysen, Experimenten und sozialwissenschaftlichen Diskursen aufbaut.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltsanalytische Betrachtung verschiedener Medientypen und eine detaillierte Diskussion der wirkungspsychologischen Thesen (u.a. Katharsis, Inhibition, Stimulation).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Mediengewalt, Habitualisierung, Wirkungsforschung, Jugendschutz und mediale Sozialisation.

Wie unterscheidet sich die Wirkung von Videospielen von der Wirkung klassischer Filme?

Der Hauptunterschied liegt laut Autor in der aktiven Komponente des Videospiels, bei der der Nutzer durch sein Handeln Kontrolle über den Spielverlauf ausübt, was die psychologische Verarbeitung beeinflusst.

Wie bewertet die Arbeit die Forderung nach pauschalen Medienverboten?

Die Arbeit zeigt sich skeptisch gegenüber pauschalen Verboten und betont, dass gesellschaftliche Wertmaßstäbe im Wandel sind und rein medienfixierte Ansätze oft zu kurz greifen.

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Details

Title
Gewalt in den Medien. Zur Wirkungsforschung der Mediengewalt
College
University of Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften)
Course
Seminar: Einführung in die Kommunikationswissenschaften
Grade
1,0
Author
Magister Artium Jennifer Moos (Author)
Publication Year
2000
Pages
26
Catalog Number
V122582
ISBN (eBook)
9783668711075
ISBN (Book)
9783668711082
Language
German
Tags
gewalt medien wirkungsforschung mediengewalt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Jennifer Moos (Author), 2000, Gewalt in den Medien. Zur Wirkungsforschung der Mediengewalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122582
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