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Die Selektivität der Rezipienten

Methode und Ergebnisse einer Studie zur Selektivität von Zeitungslesern von Wolfgang Donsbach

Title: Die Selektivität der Rezipienten

Term Paper , 2008 , 42 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jan Kietzmann et al. (Author)

Communications - Research, Studies, Enquiries
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Basis der Arbeit bildet die von Wolfgang Donsbach 1985 durchgeführte Studie zur Selektivität der Rezipienten.
Die Autoren der Arbeit erläutern den wissenschaflichen Hintergrund der Donsbach-Studie, vermitteln das komplexe Mehrmethodendesign anschaulich und gut verständlich und stellen im Anschluß die Ergebnisse der Studie zusammenfassend dar. Abschließend werden diese diskutiert und in den wissenschaftlichen Gesamtzusammenhang eingeordnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ein wählerisches Publikum

1.2 Selektion bei Massenmedien

1.3 Kognitive Dissonanz und ihre Wirkung auf die Informationsselektion

1.4 Forschungsfrage

2 Methode

2.1 Das Studiendesign

2.1.1 Anforderungen

2.1.2 Umsetzung

2.2 Die Zusammensetzung der Methoden

2.2.1 Quantitative Inhaltsanalyse

2.2.2 Befragung

2.2.3 Copy-Test

2.3 Die Stichprobenbildung

2.4 Die Feldarbeit

2.5 Die Datenaufbereitung

2.6 Die Operationalisierung von Konsonanz und Dissonanz

2.7 Abhängige, unabhängige und intervenierende Variablen

3 Ergebnisse

3.1 Artikel über Politiker

3.1.1 Genereller Einfluss von Konsonanz und Dissonanz

3.1.2 Intervenierender Einfluss von Lesermerkmalen

3.1.3 Intervenierender Einfluss von Artikelmerkmalen

3.1.4 Intervenierender Einfluss der Leser-Blatt-Beziehung

3.1.5 Konkurrierender Einfluss von Informations- und Leservariablen

3.2 Artikel über die Konfliktthemen

3.2.1 Genereller Einfluss von Konsonanz und Dissonanz

3.2.2 Einfluss der Leser-Blatt-Beziehung

3.2.3 Einfluss der Leser-Themen-Beziehungen

3.3 Bewusste und unbewusste Selektionsentscheidungen

3.3.1 Traktionseffekte durch die Überschrift

3.3.2 Motivationseffekte durch die Überschrift

3.4 Das Problem von Suchen und Vermeiden

4 Zusammenfassung der Ergebnisse

5 Reflexion und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Selektionsprozesse von Zeitungslesern im Kontext von kognitiver Dissonanz und der persönlichen Einstellung zu behandelten Themen und Personen. Ziel ist es, auf Basis einer empirischen Feldstudie zu klären, unter welchen Bedingungen Leser Medieninhalte wahrnehmen oder meiden und wie journalistische Darstellungsformen diese Selektionsentscheidungen beeinflussen.

  • Analyse der Selektionsentscheidungen bei der Zeitungslektüre.
  • Prüfung der Theorie der kognitiven Dissonanz im Medienkontext.
  • Einfluss von Konsonanz und Dissonanz auf die Informationsaufnahme.
  • Bedeutung von journalistischen Merkmalen (Betonung, Nachrichtenfaktoren) für die selektive Zuwendung.
  • Rolle von individuellen Lesermerkmalen (politische Einstellung, Interesse, Zeitbudget).

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Anforderungen

Mit Blick auf die unzureichenden Ergebnisse der meisten vorab durchgeführten Studien entwarf Donsbach ein Studiendesign, welches dank einer im Bereich der publizistikwissenschaftlichen Massenkommunikationsforschung bis dahin noch nie angewendeten Art der Datenverknüpfung viel aussagekräftigere Ergebnisse als bislang hervorbringen sollte. Er bediente sich eines Mehr- bzw. Multimethodenansatzes. um folgenden, von ihm formulierten Anforderungen an die Studie gerecht zu werden:

Erstens sollte sie mit einem Medium durchgeführt werden, welches den Rezipienten die Selektion von Informationen erleichtert und Zweitens deren möglichst exakte Messung erlaubt. Medien mit „flüchtigen“ Inhalten, wie das Fernsehen oder das Radio, schienen damit vollends ungeeignet für die Untersuchung, da die Inhalte hier parallel und, wie es Donsbach ausdrückt, „in der Zeit“ organisiert sind und damit dem Rezipienten von vornherein eine dem Inhalt geschuldete Selektionsentscheidung praktisch nicht ermöglichen (vgl. Donsbach 1992, S. 34). Schließlich kann man nicht alles gleichzeitig rezipieren und sich dann bewusst einem Angebot zuwenden. Man möge sich einmal vorstellen, mit einem Haufen Radios alle Sender gleichzeitig zu hören und dann auch noch den momentan interessantesten zu identifizieren, um ihm seine ganze Aufmerksamkeit zu widmen, ohne jedoch den Sendungen aller anderen in dieser Zeit keine Beachtung zu schenken, damit man gegebenenfalls dort auftauchende interessante Inhalte nicht verpasst. Das ist schlichtweg unmöglich.

Drittens sollte die Studie einen starken Feldcharakter aufweisen, um der tatsächlichen Rezeptionssituation in der Massenkommunikation bestmöglich gerecht zu werden. Diese Überlegung entstand aus dem Umstand heraus, dass vorab durchgeführte Laborexperimente zu wenig brauchbaren Ergebnissen geführt hatten. Die Erkenntnisse aus solchen Experimenten in vermutlich meist unrealistischen Situationen lassen eine Übertragung auf natürliche Situationen meist nur sehr eingeschränkt oder gar nicht zu. Außerdem wurden den Versuchspersonen in Vorgängerstudien teilweise „künstliche“ Medieninhalte präsentiert, wodurch die Selektionsentscheidungen ebenfalls nur bedingt auf die Realität übertragbar waren. Der Feldversuch schien also hier die eindeutig sinnvollere Wahl zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die theoretische Einbettung der Selektionsforschung sowie die Forschungsfrage bezüglich der Kriterien, nach denen Rezipienten ihre Medieninhalte auswählen.

2 Methode: Erläutert das Studiendesign, den Mehrmethodenansatz inklusive Inhaltsanalyse und Befragung, sowie die Datenverknüpfung mittels des Individualdatenmodells.

3 Ergebnisse: Präsentiert die Analyse der Selektionsentscheidungen bei Artikeln über Politiker und Konfliktthemen unter Berücksichtigung von Konsonanz, Dissonanz und intervenierenden Variablen.

4 Zusammenfassung der Ergebnisse: Fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, insbesondere dass Selektivität kein absoluter Schutzschild gegen Beeinflussung ist und journalistische Betonung eine entscheidende Rolle spielt.

5 Reflexion und Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit der Methodik, der Auswahl der Zeitungen und dem Fortschritt, den diese Studie für die Selektionsforschung darstellt.

Schlüsselwörter

Selektivität, Massenmedien, Kognitive Dissonanz, Informationsselektion, Rezipienten, Medienwirkungsforschung, Feldstudie, Konsonanz, Artikelnutzung, Journalistische Betonung, Nachrichtenfaktoren, Politische Einstellung, Copy-Test, Inhaltsanalyse, Selektionsentscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Rezipienten innerhalb von Tageszeitungen Informationen selektieren, insbesondere unter dem Aspekt, ob sie bevorzugt konsonante (bestätigende) oder dissonante (widersprechende) Inhalte lesen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Selektionsforschung in der Massenkommunikation, die Theorie der kognitiven Dissonanz von Leon Festinger und die praktische Anwendung von Mehrmethodenansätzen bei der Analyse von Zeitungslektüre.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage ist, nach welchen Kriterien das Publikum der Massenmedien Inhalte auswählt und welche Rolle dabei bestehende Einstellungen und Beziehungen der Rezipienten zu den Themen und Personen in den Artikeln spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein quantitativer Mehrmethodenansatz verfolgt, bestehend aus einer quantitativen Inhaltsanalyse der Zeitungen sowie einer Befragung der Leser kombiniert mit einem Copy-Test zur Rekonstruktion der tatsächlichen Artikelnutzung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ergebnisse in Bezug auf Politiker und Konfliktthemen, untersucht den Einfluss von Lesermerkmalen, Artikelmerkmalen (z.B. Betonungsgrad) und der Leser-Blatt-Beziehung auf das Selektionsverhalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Selektivität, Massenmedien, Kognitive Dissonanz, Informationsselektion, Rezipienten, Medienwirkung, Feldstudie, Konsonanz, Artikelnutzung, journalistische Betonung.

Warum spielt die "journalistische Betonung" eine wichtige Rolle in der Analyse?

Donsbach stellt fest, dass Journalisten durch die formale Gestaltung (Platzierung, Größe der Überschrift) die Aufmerksamkeit der Leser lenken können, wodurch sie die Barriere der selektiven Zuwendung bei negativen Inhalten teilweise überwinden können.

Was ist das Ergebnis bezüglich des "Schutzschildes" der selektiven Zuwendung?

Die Arbeit zeigt, dass Selektivität keinen absolut wirksamen Schutzschild gegen Beeinflussung darstellt. Insbesondere bei negativen Nachrichten verhalten sich Vertreter gegensätzlicher Meinungen oft ähnlich, da der Nachrichtenwert als zu wichtig erachtet wird, um ihn zu ignorieren.

Warum wurde ein Feldversuch gegenüber Laborexperimenten bevorzugt?

Um die tatsächliche Rezeptionssituation in der Massenkommunikation abzubilden, da vorangegangene Laborexperimente oft unrealistisch waren und die Selektionsentscheidungen nur bedingt auf die Alltagssituation der Leser übertragbar waren.

Welchen Einfluss hat die "politische Distanz" zwischen Leser und Zeitung?

Leser mit mittlerer Distanz zur Zeitung sind am wenigsten selektiv. Bei hoher Nähe zur Zeitung entsteht ein "Vertrauensvorschuss", der die Aufnahme dissonanter Informationen erleichtert, während bei hoher Distanz eher selektives Vermeiden auftritt.

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Details

Title
Die Selektivität der Rezipienten
Subtitle
Methode und Ergebnisse einer Studie zur Selektivität von Zeitungslesern von Wolfgang Donsbach
College
Free University of Berlin  (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Course
Proseminar: Einführung in die empirische Kommunikationsforschung
Grade
1,3
Author
Jan Kietzmann et al. (Author)
Publication Year
2008
Pages
42
Catalog Number
V122598
ISBN (eBook)
9783640290390
ISBN (Book)
9783640290611
Language
German
Tags
Selektionsforschung Selektion Wolfgang Donsbach Mediennutzungsforschung Mediennutzung Rezeption Rezipienten Tageszeitungen Presse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Kietzmann et al. (Author), 2008, Die Selektivität der Rezipienten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122598
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