Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Sport - Sportmedizin, Therapie, Ernährung

Mensch, Hund, Pferd? Einflüsse von Co-Therapeuten auf das störungsspezifische Verhalten von Kindern mit ADHS

Ein Verhaltensexperiment im bewegungstherapeutischen Setting

Titel: Mensch, Hund, Pferd? Einflüsse von Co-Therapeuten auf das störungsspezifische Verhalten von Kindern mit ADHS

Bachelorarbeit , 2021 , 65 Seiten , Note: 1,1

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sport - Sportmedizin, Therapie, Ernährung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die durch ein entwicklungsbedingt unangemessenes Maß an Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität gekennzeichnet ist, gilt als eine der häufigsten psychischen Störungen des Kindesalters. Nachweislich wirkt sich körperliche Aktivität in mehrfacher Hinsicht positiv auf die Verbesserung der exekutiven Funktionen, des Selbstvertrauens und der sozialen Fähigkeiten aus, wodurch auch andere Lebensbereiche positiv beeinflusst werden können. Die tiergestützte Therapie erfährt aufgrund der in zahlreichen Studien untersuchten positiven Effekte eine zunehmende Beliebtheit. Ziel dieser Studie war es, die Auswirkungen von Hunden, Menschen und Pferden als Co-Therapeuten in der bewegungsgestützten Verhaltenstherapie für Kinder mit ADHS zu untersuchen und zu vergleichen.

Im Rahmen dieser Studie nahmen vier Kinder im Schulalter (Durchschnittsalter 9,25 Jahre ± 1,78) mit der Diagnose ADHS/ADS an einem Verhaltensexperiment teil. Alle Probanden nahmen, entsprechend eines Dreigruppenvergleichs, an einer bewegungstherapeutischen Einheit mit kontrollierter Hinzunahme eines Hundes, eines Pferdes und einer Einheit ohne Hinzunahme eines Tieres, teil. Untersucht wurden die Auswirkungen der unterschiedlichen Co-Therapeuten auf die störungsspezifischen Symptome. Als Messinstrumente wurden die Conners-Skala zur Untersuchung des Verhaltens und ein Beschleunigungsmesser zur Messung des Aktivitätsniveaus verwendet.

Bezogen auf die Gesamtstichprobe ergaben sich weder bei der Verhaltensuntersuchung noch bei der Aktivitätsmessung signifikante Ergebnisse. Die Ergebnisse der Einzelfallanalysen waren heterogen, zeigten jedoch Tendenzen, dass sowohl der Einsatz von Hunden als auch von Pferden einen Mehrwert in der Bewegungstherapie bieten könnte.

Die Studie bestärkt die Annahme, dass sowohl der Einsatz eines Hundes als auch eines Pferdes einen Beitrag zur Behandlung von ADHS in der bewegungsgestützten Verhaltenstherapie beitragen kann. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass das Pferd dem Hund in der Therapie überlegen sein könnte, insbesondere bei der Reduzierung von Impulsivität und Hyperaktivität. Die Ergebnisse machen ferner darauf aufmerksam, welche Bedeutung die Individualisierung für eine wirksame Behandlung von ADHS hat. Die Durchführung weiterer Untersuchungen mit einer größeren Stichprobe und weniger störenden Variablen wird empfohlen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung

2.1.1 Definition

2.1.2 Prävalenz

2.1.3 Symptome und Komorbiditäten

2.1.4 Therapiemöglichkeiten

2.2 Beziehung zwischen Mensch und Tier

2.2.1 Grundlagen der Tier-Mensch-Interaktion

2.2.2 Effekte der Tier-Mensch-Interaktion

2.2.3 Die therapeutische Wirkung des Hundes

2.2.4 Hunde in der Therapie von ADHS

2.2.5 Die therapeutische Wirkung des Pferdes

2.2.6 Pferde in der Therapie von ADHS bei Kindern

2.3 Bewegungstherapie

2.3.1 Grundlagen der Bewegungstherapie

2.3.2 Grundlagen und Ziele der Bewegungstherapie bei ADHS

2.3.3 Die Bedeutung der exekutiven Funktionen bei ADHS

2.3.4 Aufbau einer bewegungstherapeutischen Einheit bei ADHS

3 Zielsetzung, Fragestellung, Hypothesen

4 Methode

4.1 Stichprobe

4.2 Design

4.3 Messinstrumente

4.3.1 Connors Skalen

4.3.2 Akzelerometer

4.4 Durchführung

4.5 Auswertung

5 Ergebnisse

5.1 Akzelerometrie

5.2 Conners Skalen

5.3 Zusammenhang zwischen der Akzelerometrie und den Conners Skalen

5.4 Erwartungshaltung und Eigenreflexion

6 Diskussion

6.1 Interpretation der Ergebnisse

6.2 Kritische Reflexion

6.3 Ausblick für die Forschung

6.4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Co-Therapeuten Hund, Mensch und Pferd auf das störungsspezifische Verhalten von Kindern mit ADHS innerhalb einer bewegungstherapeutischen Intervention. Ziel ist es, in einem standardisierten, experimentellen Setting zu prüfen, welche Tierart oder menschliche Präsenz eine stärkere Reduktion von hyperaktivem und impulsiven Verhalten bewirken kann, um fundierte Hinweise für die therapeutische Praxis zu gewinnen.

  • Vergleich der therapeutischen Wirkung von Hund, Pferd und Mensch auf ADHS-Symptome.
  • Einsatz von Inhibitionstraining innerhalb der Bewegungstherapie zur Impulskontrolle.
  • Objektive Messung von Bewegungsaktivität mittels Akzelerometrie.
  • Psychometrische Erfassung des störungsspezifischen Verhaltens über Conners Skalen.
  • Analyse der Bedeutung exekutiver Funktionen und der Rolle von Co-Therapeuten im ADHS-Setting.

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Die therapeutische Wirkung des Hundes

Seit mehr als 30 000 Jahren leben die Menschen im Kontakt zu Hunden (Kotrschal, 2020). Der Hund gilt als das erste Haustier und wird heute, je nach den Bedürfnissen der Menschen, in verschiedensten Bereichen eingesetzt. Dazu zählen neben dem Heimtier unter anderem Jagd- und Wachhunde, Rettungshunde, Servicehunde für behinderte Menschen und Therapiehunde (Prothmann, 2008). Hunde sind, durch die lange Zeit der gemeinsamen Evolution und der Domestizierung, in der Lage, die menschliche Gestik und Mimik zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren (Wohlfarth & Mutschler, 2017). Hunde und Menschen weisen vergleichbare Sozialstrukturen sowie ein ähnliches Sozialverhalten auf. Miklósi (2011) beschreibt als Basis für die soziale Ähnlichkeit Fähigkeitsbereiche, die Hund und Mensch teilen. Diese sind der Wunsch nach sozialer Interaktion und die Fähigkeit individuelle Bindungen zu schließen; das Potential, sich auf das Gegenüber einzustellen und sich anzupassen sowie die Fähigkeit, Regeln zu befolgen und soziales Lernen zu beherrschen und die Fähigkeit zu einer komplexen, analogen Kommunikation, welche einen aktiven Austausch von Informationen und Gemeinsamkeiten ermöglicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der ADHS-Thematik und den Bedarf an ergänzenden, tiergestützten bewegungstherapeutischen Ansätzen zur Symptomlinderung.

2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert das Störungsbild ADHS, die biopsychosozialen Grundlagen des Tier-Mensch-Kontakts und die methodischen Prinzipien der Bewegungstherapie bei Kindern.

3 Zielsetzung, Fragestellung, Hypothesen: Hier wird der experimentelle Fokus auf den Vergleich verschiedener tiergestützter Settings sowie die daraus abgeleiteten Hypothesen formuliert.

4 Methode: Das Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Stichprobenauswahl, die eingesetzten Messinstrumente wie Akzelerometer und Conners Skalen sowie den Ablauf des Experiments.

5 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Daten der Akzelerometrie und der Conners Skalen, inklusive Einzel- und Gruppenanalysen zur Wirksamkeit der jeweiligen Co-Therapeuten.

6 Diskussion: Der Diskussionsteil reflektiert die heterogenen Ergebnisse, weist auf Limitationen der geringen Stichprobengröße hin und gibt Ausblicke für zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

ADHS, Bewegungstherapie, tiergestützte Therapie, Hund, Pferd, Co-Therapeut, Inhibitionstraining, exekutive Funktionen, Akzelerometrie, Conners Skalen, Impulskontrolle, Kindesalter, Verhaltensexperiment, therapeutische Triade, Selbstregulation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit untersucht den Einfluss von Tieren, namentlich Hund und Pferd, als Co-Therapeuten in einem bewegungstherapeutischen Setting zur Behandlung von ADHS-Symptomen bei Kindern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Bereiche der ADHS-Symptomatik, die Wirkung von Tier-Mensch-Interaktionen auf die menschliche Psyche und Motorik sowie die Strukturierung bewegungstherapeutischer Interventionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, durch ein standardisiertes Verhaltensexperiment zu vergleichen, ob die Anwesenheit eines Hundes oder Pferdes im Vergleich zur Interaktion mit einem Menschen einen messbaren positiven Effekt auf das störungsspezifische Verhalten der Probanden hat.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Es wurde ein experimentelles Within-Subject-Design mit vier Probanden gewählt, wobei die Verhaltensdaten über standardisierte Conners Skalen und die Bewegungsaktivität mittels eines Akzelerometers erfasst und ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des ADHS-Störungsbildes, die therapeutischen Potenziale von Hunden und Pferden sowie die detaillierte Beschreibung der durchgeführten Bewegungsinterventionen und deren Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind ADHS, tiergestützte Bewegungstherapie, Co-Therapeut, Inhibitionstraining und Verhaltensexperiment.

Warum wurde ein Within-Subject-Design gewählt?

Da die Stichprobengröße sehr gering war, diente dieses Design dazu, dass jeder Proband als seine eigene Kontrollgruppe fungierte, um individuelle Unterschiede in der Symptomatik zu minimieren.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich des Einsatzes von Pferden?

Die deskriptive Analyse deutet darauf hin, dass die Arbeit mit dem Pferd tendenziell zu einer stärkeren Reduktion von Impulsivität und Hyperaktivität führen könnte als die Arbeit mit dem Hund oder dem Menschen.

Ende der Leseprobe aus 65 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mensch, Hund, Pferd? Einflüsse von Co-Therapeuten auf das störungsspezifische Verhalten von Kindern mit ADHS
Untertitel
Ein Verhaltensexperiment im bewegungstherapeutischen Setting
Hochschule
Deutsche Sporthochschule Köln
Note
1,1
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
65
Katalognummer
V1226138
ISBN (PDF)
9783346656087
ISBN (Buch)
9783346656094
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ADHS Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung Hundgestützte Therapie Hippotherapie pferdgestützte Therapie Hundetherapie Sporttherapie Bewegungstherapie Verhaltenstherapie tiergestützt Experiment Verhaltensexperiment
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Mensch, Hund, Pferd? Einflüsse von Co-Therapeuten auf das störungsspezifische Verhalten von Kindern mit ADHS, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1226138
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  65  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum