Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › English Language and Literature Studies - Linguistics

Englisch als dritte Sprache bei Lernern mit bilingualem arabisch-deutschem Hintergrund

Title: Englisch als dritte Sprache bei Lernern mit bilingualem arabisch-deutschem Hintergrund

Thesis (M.A.) , 2007 , 181 Pages

Autor:in: Sera Hamoussi (Author)

English Language and Literature Studies - Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Zeitalter der Globalisierung und der weltweiten Mobilität wachsen immer mehr Kinder - häufig sogar in einsprachigen Gebieten - mit zwei oder drei Sprachen auf.
Immer mehr Menschen finden entweder durch Tourismus oder Migration den Weg zu einander. Schließlich entstehen zweisprachige Familien und es stellen sich den Betroffenen eine Vielzahl von wichtigen Fragen bezüglich einer korrekten Erziehung ihrer Kinder, die in einem mehrsprachigen Umfeld aufwachsen:

Kann sich eine mehrsprachige Erziehung für das Kind möglicherweise nachteilig auswirken?
Wie genau müssen sich Eltern sprachlich verhalten?
Welche Konsequenz hat Mehrsprachigkeit für die Schulbildung der Kinder?
Wird sich die Mehrsprachigkeit der Kinder beim Erlernen von Fremdsprachen und besonders der Fremdsprache Englisch, die im Zeitalter der Globalisierung und wachsender interkultureller Kommunikation nicht wegzudenken ist, möglicherweise negativ auswirken?

All diese Fragen werden im Rahmen dieser Arbeit beantwortet
werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Beweggründe für die Themenauswahl

1. Einleitung

2. Spracherwerb

2.1 Erstspracherwerb

2.2 Zweitspracherwerb

2.3 Bilingualismus/ Additiver Bilingualismus

2.3.1 Der frühe Bilingualismus

2.3.2 Dominante Sprache, nichtdominante Sprache – starke Sprache, schwache Sprache

2.3.3 Sprachmischungen (Codeswitching)

2.3.4 Semilingualismus - doppelte Halbsprachigkeit

3. Interferenz

3.1 Interferenz auf phonologischer Basis

3.2 Grammatikalische Interferenzen

3.3 Lexikalische Interferenzen

4. Abriss der arabischen Linguistik

4.1. Warum wird die arabische Sprache als eine schwer zu erwerbende Sprache angesehen?

4.2 Die arabische Schrift

4.3 Zur Phonetik und Phonologie des Arabischen

4.4 Phonetischer Sprachvergleich zwischen artikulatorisch verwandten arabischen und englischen Phonemen

4.5. Zur Morphologie und Syntax des Arabischen

4.5.1 Das Nomen

4.5.2 Der bestimmte Artikel

4.5.3 Die Kopula „sein“

4.5.4 Das Verb

4.5.5 Das Pronomen

4.5.6 Die suffigierten Personalpronomen

4.5.7 Die feminine Endung „tå² marbýta“

4.5.8 Die Demonstrativpronomen

4.5.9 Die Relativpronomen

4.5.10 Die Präpositionen

4.5.11 Der Satz

5. Die Untersuchungen

5.1 Die Probanden des Aussprachetests

5.1.1 Auswertung der Aussprachetests mit den bilingualen Probanden

5.1.2 Auswertung der Aussprachetests mit den monolingualen Probanden

5.1.3 Zusammenfassung der Ergebnisse der Aussprachetests und Schlussfolgerungen

5.2 Einleitung und Vorgehensweise zum Morphologie- und Syntax-Test

5.2.1 Die Processability Theory

5.2.2 Die Probanden des Morphologie- und Syntax-Tests

5.3 Die Interviews

5.3.1 Die Situation der Familie

5.3.1.1 Die Mütter der Probanden des Morphologie- und Syntax-Tests

5.3.1.2 Die Väter der Probanden des Morphologie- und Syntax-Tests

6. Die Untersuchungsmethode

6.1 Zur Transkriptionsmethode

6.1.1 Das Testmaterial

6.1.2 Testvorbereitungen

6.2 Auswertung des Morphologie- und Syntax-Tests (Datenerhebungsverfahren) und Vorgehensweise

7. Ergebnisse der Untersuchung

7.1 Ergebnisse für Arabisch

7.1.1 Beispiele zu den einzelnen Stufen

7.1.2 Erläuterungen zu den Abkürzungen

7.1.3 Beispiele für das NP agreement der Stufe drei aus den Äußerungen der Probanden

7.1.4. Erläuterungen zu den Abkürzungen

7.2 Ergebnisse für Deutsch

7.2.1 Beispiele für die Verb-End-Stellung der Stufe sechs aus den Äußerungen der Probanden

7.3 Ergebnisse für Englisch

7.4 Beispiele aus den Äußerungen der Probanden zum Possessive Pronoun

7.5 Beispiele aus den Äußerungen der Probanden zur Satzstellung gemäß SVO im Englischen

7.6 Beispiele für die Anwendung der Plural-s Endung bei Nomen

7.7 Beispiele für die Anwendung der Endung –ing des Present Tense Continous

7.8 Erläuterungen der Ergebnisse

7.9 Schlussfolgerungen

7.9.1 Analysen und Kommentare zu einzelnen Äußerungen der Probanden im Morphologie- und Syntax-Test

7.9.2 Sprachmischungen/Kodewechsel (Codeswitching und Codemixing) in den Äußerungen der Probanden

7.9.3 Äußerungen mit dem Einsatz von Körpersprache

7.10 Interferenz

8. Der muttersprachliche Unterricht; eine Möglichkeit zur Erweiterung der Erstsprache/Muttersprache von Lernern mit Migrationshintergrund

8.1 Der muttersprachliche Hocharabisch Unterricht (Interviewergebnisse des Lehrers Herr D. und den Eltern der Probanden)

8.2 Der muttersprachliche Hocharabisch Unterricht aus Sicht der Eltern der Probanden der fünften Klasse

9. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Erwerb des Englischen als dritte Sprache bei Kindern mit einem bilingualen arabisch-deutschen Hintergrund. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob die Zweisprachigkeit und der Erwerb einer Erstsprache (Arabisch), die als schwierig gilt, den Lernprozess einer weiteren Fremdsprache (Englisch) behindern oder fördern. Dabei wird insbesondere der Einfluss von Sprachmischungen (Codeswitching) und Interferenzen sowie die Rolle des muttersprachlichen Unterrichts beleuchtet.

  • Bilingualismus und Sprachmischungsphänomene bei Migrantenkindern
  • Prozessualer Spracherwerb und die "Processability Theory"
  • Phonetischer und morpho-syntaktischer Vergleich von Arabisch, Deutsch und Englisch
  • Einfluss von sozio-kulturellen Faktoren auf den Spracherwerb
  • Bedeutung des muttersprachlichen Hocharabisch-Unterrichts

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Der frühe Bilingualismus

Die Formen des simultanen, sukzessiven und additiven Bilingualismus werden von den folgenden Faktoren gelenkt:

• einer vom Alter und der bzw. den bereits erworbenen Sprach(en) abhängigen neuronalen Vernetzung,

• den altersspezifischen kognitiven Fähigkeiten,

• dem entsprechenden Sprachtyp,

• umweltspezifischen Faktoren (Art, Intensität und Dauer des Kontakts) und schließlich

• persönlichen Eigenschaften wie Motivation und sozialer Integration des Lerners (vgl. Peltzer-Karpf A./Zangl R. 1998, S. 18).

Diese soeben genannten Faktoren treten entweder zeitgleich oder nebeneinander auf. Sie sind jedoch abhängig voneinander. Bilinguale Kinder verfügen über Sprachsysteme, die in verschiedenen und für jede Sprache einzeln, in unterschiedlichen Zeitspannen aufgebaut werden. Der Aufbau ist folglich sprachbedingt und das Erwerbstempo ist abhängig von der Komplexität der zu erwerbenden Sprache. Wichtig für den Aufbau der Sprachsysteme von bilingualen Kindern ist die Selektion von Daten und die Differenzierung der Sprachsysteme über die das bilinguale Kind verfügt. In Abhängigkeit jeder Erwerbssituation hat es dadurch seine zwei, drei oder manchmal auch mehr Sprachsysteme entweder simultan oder sukzessiv erworben. Folglich findet bei diesen Kindern im Gehirn das Selektieren, Differenzieren und Reorganisieren von Sprache nebeneinander und nacheinander statt (ebenda 1998, S. 19). Auf die spezielle Situation von bilingualen und multilingualen Kindern angewandt, sollte die Wechselwirkung zwischen Gehirn und der sprachlichen Umwelt die folgenden Prozesse beinhalten:

1. die Selektion von Inputdaten aus zwei oder mehreren Sprachsystemen, die in Abhängigkeit von der Ähnlichkeit und der Komplexität simultan oder sukzessiv erfolgen können und dementsprechend den zeitlichen Verlauf des Erwerbs bestimmen.

2. Die Differenzierung von Systemen, nicht nur innerhalb einer Sprache, sondern parallel dazu auch zwischen den Sprachen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen des Spracherwerbs in einer globalisierten Welt und definiert das Forschungsinteresse an bilingualen Kindern mit arabisch-deutschem Hintergrund.

2. Spracherwerb: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen zum Erst-, Zweit- und additiven Bilingualismus sowie Phänomene wie Semilingualismus und Codeswitching.

3. Interferenz: Hier wird der negative Transfer zwischen Sprachen erläutert, wobei phonologische, grammatikalische und lexikalische Ebenen unterschieden werden.

4. Abriss der arabischen Linguistik: Das Kapitel bietet einen linguistischen Überblick des Arabischen, einschließlich der Schrift, Phonetik, Morphologie und Syntax, um die Grundlage für die Fehleranalyse zu schaffen.

5. Die Untersuchungen: Detaillierte Vorstellung der Zielgruppe und der angewandten Testmethoden zur Überprüfung der Aussprache- sowie der morphologischen und syntaktischen Kompetenzen.

6. Die Untersuchungsmethode: Beschreibung des methodischen Vorgehens, einschließlich der Transkriptionsmethode und der Testmaterialien, die für die Datenerhebung genutzt wurden.

7. Ergebnisse der Untersuchung: Präsentation und detaillierte Auswertung der erhobenen Testergebnisse in den Sprachen Arabisch, Deutsch und Englisch.

8. Der muttersprachliche Unterricht; eine Möglichkeit zur Erweiterung der Erstsprache/Muttersprache von Lernern mit Migrationshintergrund: Untersuchung des Stellenwerts und der Organisation des muttersprachlichen Hocharabisch-Unterrichts in Deutschland.

9. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der Implikationen für den schulischen Sprachunterricht.

Schlüsselwörter

Bilingualismus, Spracherwerb, Interferenz, Arabisch, Deutsch, Englisch, Migration, Codeswitching, Processability Theory, Phonetik, Morphologie, Syntax, Muttersprachenunterricht, Semilingualismus, Fremdsprachenerwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit untersucht den Prozess des Englischerwerbs als dritte Sprache bei bilingualen Kindern, die mit Arabisch als Erstsprache und Deutsch als Zweitsprache aufwachsen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf Sprachmischungen, Interferenzphänomene zwischen den drei Sprachen sowie die kognitiven und sozialen Bedingungen des Spracherwerbs bei Kindern mit Migrationshintergrund.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Es soll geklärt werden, ob bilinguale Kinder durch ihre Mehrsprachigkeit Schwierigkeiten beim Erlernen einer dritten Sprache (Englisch) haben oder ob sie von ihren bereits vorhandenen Sprachkompetenzen profitieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert theoretische Analysen zur Sprachwissenschaft mit einer empirischen Studie, in der sie Aussprachetests sowie Morphologie- und Syntaxtests mit Probanden durchführt und die Ergebnisse mittels der "Processability Theory" auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung des Zweitspracherwerbs, einen linguistischen Abriss des Arabischen, die detaillierte Darstellung der empirischen Untersuchungen sowie die Analyse von Sprachproben der Probanden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Bilingualismus, Interferenz, Sprachmischung (Codeswitching), Spracherwerb, Erstsprache, Migrationshintergrund und die Processability Theory.

Wie unterscheidet sich der Spracherwerb bei den untersuchten Probanden?

Die Studie zeigt, dass trotz unterschiedlicher familiärer Hintergründe alle Kinder Schwierigkeiten bei der strikten Trennung der Sprachkodes aufweisen, aber grundsätzlich erfolgreich eine dritte Sprache in der Schule erwerben können.

Welche Rolle spielt der muttersprachliche Unterricht?

Die Arbeit argumentiert, dass der muttersprachliche Unterricht entscheidend zur Stärkung der Erstsprache beitragen kann, jedoch häufig unter mangelnder Akzeptanz oder organisatorischen Defiziten leidet.

Excerpt out of 181 pages  - scroll top

Details

Title
Englisch als dritte Sprache bei Lernern mit bilingualem arabisch-deutschem Hintergrund
College
Technical University of Braunschweig
Author
Sera Hamoussi (Author)
Publication Year
2007
Pages
181
Catalog Number
V122643
ISBN (eBook)
9783668077805
ISBN (Book)
9783668077812
Language
German
Tags
english sprache lernern hintergrund
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sera Hamoussi (Author), 2007, Englisch als dritte Sprache bei Lernern mit bilingualem arabisch-deutschem Hintergrund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122643
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  181  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint