Die vorliegende Arbeit widmet sich zden Überlegungen Durkheims und Luhmanns zur Evolution von Gesellschaften.
Inhaltsverzeichnis
- Evolution in der Soziologie
- Evolution bei Durkheim
- Integration, Arbeitsteilung und Moral
- Von Durkheim zu Luhmann
- Evolution in Luhmanns Systemtheorie
- Variation, Selektion und Restabilisierung in der Zeit
- Stabilität
- Variation von Kommunikation
- Integration und Konflikt bei Durkheim und Luhmann
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Konzepte der sozialen Evolution bei Emile Durkheim und Niklas Luhmann. Sie vergleicht deren Ansätze, die im Abstand von fast einem Jahrhundert entstanden sind, und beleuchtet die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihren jeweiligen Theorien zur gesellschaftlichen Entwicklung.
- Soziale Evolution und gesellschaftlicher Wandel
- Durkheims Theorie der Arbeitsteilung und gesellschaftliche Integration
- Luhmanns Systemtheorie und die Evolution sozialer Systeme
- Konzepte von Variation, Selektion und Stabilität
- Integration und Konflikt in modernen und vormodernen Gesellschaften
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 führt in die soziologischen Theorien des gesellschaftlichen Wandels ein und benennt Durkheim und Luhmann als zentrale Figuren der Untersuchung. Kapitel 2 widmet sich Durkheims Werk und seiner Analyse der Arbeitsteilung als Motor der gesellschaftlichen Entwicklung, wobei er zwischen segmentärer und funktionaler Differenzierung unterscheidet. Kapitel 2.1 beleuchtet Durkheims Konzepte von mechanischer und organischer Solidarität als Integrationsmechanismen in verschiedenen Gesellschaftstypen. Die folgenden Kapitel (3 und 4) befassen sich mit Luhmanns Systemtheorie und der Anwendung des Evolutionsbegriffs auf soziale Systeme, einschließlich der Prozesse von Variation, Selektion und Restabilisierung.
Schlüsselwörter
Soziale Evolution, Emile Durkheim, Niklas Luhmann, Arbeitsteilung, soziale Differenzierung, segmentäre Differenzierung, funktionale Differenzierung, mechanische Solidarität, organische Solidarität, Systemtheorie, Variation, Selektion, Restabilisierung, Integration, Konflikt, Gesellschaftstheorie.
Häufig gestellte Fragen
Wie erklärt Emile Durkheim die soziale Evolution?
Durkheim sieht den Motor der Evolution in der zunehmenden Arbeitsteilung. Er unterscheidet zwischen mechanischer Solidarität (in einfachen Gesellschaften) und organischer Solidarität (in komplexen, arbeitsteiligen Gesellschaften).
Was versteht Niklas Luhmann unter Evolution in der Systemtheorie?
Für Luhmann ist Evolution ein Prozess aus Variation, Selektion und Restabilisierung von Kommunikation. Soziale Systeme entwickeln sich durch funktionale Differenzierung immer weiter.
Was ist der Unterschied zwischen segmentärer und funktionaler Differenzierung?
Segmentäre Differenzierung bedeutet, dass die Gesellschaft aus gleichartigen Teilen (z.B. Clans) besteht. Funktionale Differenzierung (moderne Gesellschaft) bedeutet, dass spezialisierte Teilsysteme (Recht, Politik, Wirtschaft) unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
Wie sehen Durkheim und Luhmann das Thema „Integration“?
Durkheim betont die moralische Integration durch Solidarität. Luhmann hingegen sieht Integration eher als Problem der Systemkompatibilität und der Stabilisierung von Erwartungen durch Kommunikation.
Welche Rolle spielt der Konflikt in ihren Theorien?
Während Durkheim Konflikte oft als Zeichen mangelnder Integration oder „Anomie“ sieht, betrachtet Luhmann Konflikte als eine Form der Kommunikation, die zur Variation und damit zur weiteren Evolution des Systems beitragen kann.
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- M. A. Alexander Stoll (Author), 2005, Der Begriff der Evolution bei Emile Durkheim und Niklas Luhmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122722