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Der Begriff der Evolution bei Emile Durkheim und Niklas Luhmann

Titel: Der Begriff der Evolution bei Emile Durkheim und Niklas Luhmann

Hausarbeit , 2005 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: M. A. Alexander Stoll (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Theorierichtungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit widmet sich zden Überlegungen Durkheims und Luhmanns zur Evolution von Gesellschaften.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Evolution in der Soziologie

2. Evolution bei Durkheim

2.1 Integration, Arbeitsteilung und Moral

3. Von Durkheim zu Luhmann

4. Evolution in Luhmanns Systemtheorie

4.1 Variation, Selektion und Restabilisierung in der Zeit

4.2 Stabilität

4.3 Variation von Kommunikation

5. Integration und Konflikt bei Durkheim und Luhmann

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die evolutionstheoretischen Konzepte von Emile Durkheim und Niklas Luhmann, um ihre unterschiedlichen Ansätze zur Erklärung gesellschaftlichen Wandels und Zusammenhalts darzustellen.

  • Evolutionäre Perspektiven in der Soziologie
  • Durkheims Modell der sozialen Arbeitsteilung und Solidarität
  • Systemtheoretische Grundlagen der Evolution bei Luhmann
  • Die Rolle von Variation, Selektion und Restabilisierung
  • Vergleich von Moral versus funktionaler Differenzierung bei gesellschaftlicher Integration

Auszug aus dem Buch

4.1 Variation, Selektion und Restabilisierung in der Zeit

Die Frage, wie Niklas Luhmann einem Phänomen wie der Evolution zu begegnen sucht, ist schnell beantwortet: Natürlich, indem er Evolution als Funktion autopoietisch operierender Systeme behandelt.

Was Evolution im Luhmannschen Verständnis ausmacht ist, dass sie eben nicht auf einen zeitlich bestimmbaren Anfang rekurrieren kann. Wenn Evolution beschrieben wird als Funktion autopoietisch operierender Systeme, dann wird allein aus den systemtheoretischen Grundlagen klar, dass ein Prinzip des Vorher und Nachher hier nicht greifen kann:

1. Systeme rekurrieren immer nur auf systeminterne Zustände und Operationen.

2. Wenn dies der Fall ist, muss es immer etwas geben, was schon vorher gewesen ist, damit das System darauf zugreifen kann.

3. Es kann kein Ende geben, da jede Operation im Hinblick auf weitere Operationen vollzogen wird. Und,…

4. Nur ein Beobachter kann – ein Konstrukt von Vorher/Nachher zugrundelegend – einen Anfang und ein Ende feststellen, d.h. nur wenn das System hinreichend komplex ist, um „sich selbst in der Zeitdimension beschreiben zu können“, kann es nachträglich einen Anfang bestimmen – und dies nur als systeminternes Konstrukt. (vgl. hierzu ebd.: 440f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Evolution in der Soziologie: Einführung in soziologische Konzepte des gesellschaftlichen Wandels und Vorstellung der beiden Hauptakteure Durkheim und Luhmann.

2. Evolution bei Durkheim: Analyse von Durkheims Verständnis gesellschaftlicher Evolution als Übergang von segmentärer zu funktionaler Differenzierung durch Arbeitsteilung.

2.1 Integration, Arbeitsteilung und Moral: Erörterung, wie mechanische und organische Solidarität den Zusammenhalt in unterschiedlichen Gesellschaftstypen sichern.

3. Von Durkheim zu Luhmann: Darstellung von Luhmanns Kritik und Würdigung der Durkheimschen Theorie im wissenschaftshistorischen Kontext.

4. Evolution in Luhmanns Systemtheorie: Erläuterung, wie Luhmann Evolution als Funktion autopoietisch geschlossener Systeme begreift.

4.1 Variation, Selektion und Restabilisierung in der Zeit: Detaillierte Untersuchung der drei grundlegenden Mechanismen der systemtheoretischen Evolution.

4.2 Stabilität: Erörterung der Bedeutung von Strukturstabilität als dynamischem Prinzip innerhalb der Systemtheorie.

4.3 Variation von Kommunikation: Untersuchung, wie Kommunikation durch Sprache, Schrift und Buchdruck variiert und evolutionäres Potenzial entfaltet.

5. Integration und Konflikt bei Durkheim und Luhmann: Vergleich der Rolle von Konflikten und Integration als evolutionsfördernde Faktoren in beiden Theorien.

6. Schlussbemerkung: Zusammenfassender Vergleich der zentralen Unterschiede, insbesondere hinsichtlich des Fortschrittsgedankens, der Rolle des Zufalls und des Fokus auf Moral versus System.

Schlüsselwörter

Soziologie, Evolution, Emile Durkheim, Niklas Luhmann, Soziale Differenzierung, Arbeitsteilung, Mechanische Solidarität, Organische Solidarität, Systemtheorie, Autopoiese, Variation, Selektion, Restabilisierung, Kommunikation, Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit vergleicht die unterschiedlichen soziologischen Erklärungsmodelle von Emile Durkheim und Niklas Luhmann zur Evolution von Gesellschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind soziale Differenzierung, Solidaritätsformen, Systemtheorie sowie die Mechanismen des gesellschaftlichen Wandels.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein systematischer Vergleich der evolutionstheoretischen Ansätze beider Autoren, um Gemeinsamkeiten und fundamentale Unterschiede in ihren Denkweisen herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische vergleichende Analyse soziologischer Fachliteratur und Theoriegebäude.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert Durkheims Arbeitsteilungskonzept und Luhmanns systemtheoretische Evolution, inklusive der Konzepte von Variation, Selektion und Kommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Evolution, Differenzierung, Solidarität, Systemtheorie, Autopoiese und soziale Arbeitsteilung.

Worin liegt der Hauptunterschied in der Evolutionstheorie von Durkheim und Luhmann?

Durkheim sieht Evolution als geradlinigen Prozess zu einem "Höheren" mit Fokus auf Moral, während Luhmann Evolution als zieloffenen Prozess ohne Anfang und Ende, getrieben durch Zufall und Kommunikation, versteht.

Wie unterscheidet sich die Rolle der "Moral" bei den beiden Autoren?

Für Durkheim ist Moral ein zentrales, integratives Element der Gesellschaft, während Luhmann sie eher als Hemmnis für Variation und damit als potenzielles Hindernis für Evolution betrachtet.

Warum spielt die Kommunikation bei Luhmann eine so zentrale Rolle?

Da Luhmann Gesellschaft als autopoietisches System definiert, das aus Kommunikationen besteht, ist die Variation der Kommunikation der Motor für gesellschaftliche Evolution.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Begriff der Evolution bei Emile Durkheim und Niklas Luhmann
Hochschule
Technische Universität Berlin  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
„Fortschritt, Wandel, Evolution"
Note
1,7
Autor
M. A. Alexander Stoll (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
20
Katalognummer
V122722
ISBN (eBook)
9783640271658
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Begriff Evolution Emile Durkheim Niklas Luhmann Wandel Evolution
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. A. Alexander Stoll (Autor:in), 2005, Der Begriff der Evolution bei Emile Durkheim und Niklas Luhmann, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122722
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Leseprobe aus  20  Seiten
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