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Qualitative Auswertungsmethoden in der Sozialforschung

Titel: Qualitative Auswertungsmethoden in der Sozialforschung

Ausarbeitung , 2021 , 9 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: M. Bernt (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Ausarbeitung beschäftigt sich mit zwei qualitativen Auswertungsmethoden der Sozialforschung.

Die Narrationsanalyse nach Schütze und die Dokumentarische Methode nach Bohnsack werden in Form von Zusammenfassungen dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Zusammenfassende Methodendarstellung: Narrationsanalyse nach Schütze

2 Zusammenfassende Methodendarstellung: Dokumentarische Methode nach Bohnsack

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der systematischen Gegenüberstellung und Darstellung zweier zentraler qualitativer Auswertungsmethoden in der Sozialforschung, um deren theoretische Grundlagen, Anwendungsbereiche und methodische Analyseschritte präzise aufzuarbeiten.

  • Methodologie der Narrationsanalyse nach Fritz Schütze
  • Biographieforschung als Erkenntniskontext
  • Dokumentarische Methode nach Ralf Bohnsack
  • Analyse von Alltagswissen und sozialen Orientierungsmustern
  • Vergleichende Systematik qualitativer Auswertungsverfahren

Auszug aus dem Buch

1 Zusammenfassende Methodendarstellung: Narrationsanalyse nach Schütze

Die Narrationsanalyse nach Schütze ist ein Analyseverfahren, das „spontane Erzählungen (‚Narrationen‘) von Personen über selbst erlebte Ereignisse oder Prozesse“ als Datengrundlage für die Interpretation verwendet. Das Verfahren wird insbesondere in der Biographieforschung genutzt, um Lebensgeschichten und Lebensverläufe soziologisch zu erforschen (Kleemann/Krähnke/Matuschek 2013, S. 64 f.) Die Narrationsanalyse nach Schütze wurde für solche Erzählungen konzipiert, die „den sozialen Prozeß der Entwicklung und Wandlung einer biographischen Identität kontinuierlich“ abbilden (Schütze 1983, S. 286). Jedoch kann die Methode auch für „nichtbiographische narrative Interviews“ benutzt werden (Küsters 2009, S. 77 f.). Wichtig ist: Um mit dieser Methode eine sinnvolle Analyse durchführen zu können, muss der Untersuchungsgegenstand einen Prozess- oder Ereignischarakter aufweisen und die Interviewten müssen an dem untersuchten Prozess oder Ereignis beteiligt gewesen sein, da die Erzählungen „aus dem subjektiven Erleben (…) heraus geschildert“ sein müssen. Nicht geeignet ist die Methode für „sich wiederholende Interaktionsmuster, soziale Praktiken oder Alltagsroutinen“ (Kleemann/Krähnke/Matuschek 2013, S. 105).

Als Datenerhebungsmethode dient das Narrative Interview nach Vorgabe von Schütze (ebd., S. 64). Dieses Interviewverfahren gibt ein dreiteiliges Interview vor (1. Erzählaufforderung, 2. erzählgenerierende Nachfragen der Interviewenden zu einzelnen Aspekten der Erzählung, 3. Nachfragen, die auf Abstraktionen und Stellungnahmen der Interviewten abzielen) und soll die Interviewten dazu anregen, die benötigten spontanen Erzählungen, die Stegreiferzählungen, zu generieren (ebd., S. 73 f.). Die Interviewten werden also mit einer vergleichsweise schwach strukturierten Methode, aber „auf systematische Weise zum Reden gebracht“ (ebd., S. 64). Die Eignung einer Auswertungsmethode für ein Forschungsprojekt hängt jedoch nicht nur von der Art der vorliegenden Daten ab, sondern auch vom Erkenntnisinteresse. Für die Narrationsanalyse nach Schütze sollte es zum Beispiel darum gehen, „Handlungskonstellationen und -abläufe(n) in ihrer sozialstrukturellen Kontextuierung und Bedingtheit“ rekonstruieren zu wollen (Kleemann/Krähnke/Matuschek 2013, S. 105). Die Methode eignet sich dafür, die individuell wahrgenommene soziale Wirklichkeit zu erfassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zusammenfassende Methodendarstellung: Narrationsanalyse nach Schütze: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen und den theoretischen Hintergrund der Narrationsanalyse, welche primär in der Biographieforschung zur Rekonstruktion von Lebensprozessen eingesetzt wird. Dabei werden das Narrative Interview als Datenerhebung sowie die sechs Schritte der Datenanalyse detailliert beschrieben.

2 Zusammenfassende Methodendarstellung: Dokumentarische Methode nach Bohnsack: Dieses Kapitel stellt die Dokumentarische Methode nach Ralf Bohnsack vor, die besonders für Gruppendiskussionen und die Erschließung kollektiver Orientierungsmuster geeignet ist. Es werden die wissenssoziologischen Wurzeln nach Karl Mannheim sowie die spezifischen Analyseschritte der dokumentarischen Interpretation dargelegt.

Schlüsselwörter

Qualitative Sozialforschung, Narrationsanalyse, Schütze, Dokumentarische Methode, Bohnsack, Biographieforschung, Narrative Interviews, Gruppendiskussionen, Alltagswissen, Orientierungsmuster, Interpretative Sozialforschung, Fallanalyse, Typenbildung, Rekonstruktive Forschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Zusammenfassung und Gegenüberstellung von zwei prominenten qualitativen Auswertungsmethoden, der Narrationsanalyse nach Schütze und der Dokumentarischen Methode nach Bohnsack.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen die interpretative Sozialforschung, die spezifischen Erhebungsformen (narratives Interview vs. Gruppendiskussion) sowie die theoretischen Ansätze der Biographieforschung und Wissenssoziologie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die methodische Darstellung und Erläuterung der beiden Ansätze, um deren Eignung für verschiedene Forschungsfragen und Datenarten im sozialwissenschaftlichen Kontext aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden behandelt?

Behandelt werden die Narrationsanalyse (nach Schütze) sowie die Dokumentarische Methode (nach Bohnsack) inklusive ihrer jeweiligen analytischen Arbeitsschritte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei Kapitel, die das theoretische Fundament, die methodische Einordnung und das konkrete sechsstufige Vorgehen bei der Datenauswertung für beide Methoden detailliert beschreiben.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Rekonstruktion, Orientierungsrahmen, kollektives Alltagswissen, narrative Stegreiferzählungen und interpretative Auswertungsverfahren.

Was unterscheidet das Narrationsinterview von der Dokumentarischen Methode bei der Datenauswertung?

Während die Narrationsanalyse nach Schütze stark auf die individuelle biographische Identitätsentwicklung und prozesshafte Erzählstrukturen fokussiert, zielt die Dokumentarische Methode auf die Erfassung kollektiver, meist unbewusster Orientierungsmuster und Routinen innerhalb sozialer Gruppen ab.

Warum spielt die Wissenssoziologie nach Karl Mannheim für die Dokumentarische Methode eine zentrale Rolle?

Sie bildet die theoretische Basis, da sie davon ausgeht, dass menschliches Denken und Wissen „seinsverbunden“ sind und durch soziale Erfahrungen sowie Milieuzugehörigkeiten geformt werden, was die Methode über den „Umweg“ der dokumentarischen Interpretation zu erfassen sucht.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Qualitative Auswertungsmethoden in der Sozialforschung
Hochschule
Hochschule Darmstadt
Note
1,3
Autor
M. Bernt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
9
Katalognummer
V1227400
ISBN (PDF)
9783346656193
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Qualitative Auswertungsmethoden Sozialforschung qualitative Forschung Auswertungsmethoden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. Bernt (Autor:in), 2021, Qualitative Auswertungsmethoden in der Sozialforschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1227400
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Leseprobe aus  9  Seiten
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