Koordinative Fähigkeiten haben Einfluss auf die technisch – taktischen, aber auch auf die konditionellen Fähigkeiten. Sie sind das Fundament aller handballspezifischen Handlungen und grundlegend um eine Bewegung zu erlernen.
Die Gesamtheit der koordinativen Fähigkeiten ermöglicht die erfolgreiche Lösung einer situationsgebundenen Spielaufgabe. Sie werden durch eine zielgerichtete Schulung herausgebildet. Die Koordination beinhaltet zwei Beanspruchungsformen: einerseits die motorische und anderseits die kognitive. Bei der motorischen Beanspruchungsform kommt es zu einem gezielten Einsatz von Muskeln und Nerven, wobei die kognitive die Lernfähigkeit einsetzt.
Somit kann gesagt werden, dass die koordinativen Fähigkeiten, Fähigkeiten sind, die durch Prozesse der Bewegungssteuerung und –regelung bestimmt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Koordinative Fähigkeiten
2. Konditionelle Fähigkeiten
3. Stundengestaltung
4. Bildliche Darstellung: koordinative Fähigkeiten
5. Quelle
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Ausarbeitung zielt darauf ab, die theoretischen Grundlagen koordinativer und konditioneller Fähigkeiten im Kontext des Handballsports zu erläutern und durch eine praktische Stundengestaltung in Form eines Parcours-Trainings anwendbar zu machen.
- Definition und Bedeutung koordinativer Fähigkeiten im Handball
- Analyse der konditionellen Grundfähigkeiten Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer
- Methodische Gestaltung einer Trainingseinheit zur Förderung der Spielfähigkeit
- Umsetzung spielnaher Koordinationsübungen
- Strukturierung von konditionellen Parcours-Durchläufen
Auszug aus dem Buch
2. Konditionelle Fähigkeiten
Die Kondition drückt den Zustand der psychophysischen Leistungsfähigkeit aus, der momentan besteht. Man versteht unter ihr den Ausprägungsgrad der physischen Eigenschaften Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer. Fasst man den Begriff im weiteren Sinne wird er zusätzlich durch die motorischen Eigenschaften Beweglichkeit (Flexibilität) und Gewandtheit sowie durch die Koordination definiert. Diese Eigenschaften bilden die Grundlage für das Leistungsvermögen eines Handballspielers, welches durch die sporttaktischen und –technischen Fähigkeiten ergänzt wird. Die Koordination, welche auf dem Zusammenspiel energetischer Prozesse des Organismus und der Muskulatur basiert, zeigt sich somit nicht nur als Kraft-, Schnelligkeits-, Ausdauerfähigkeit und Beweglichkeit, sondern auch im Zusammenhang der psychischen Eigenschaften, die für diese Fertigkeiten nötig sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Koordinative Fähigkeiten: Beschreibt die grundlegende Bedeutung von Koordination als Basis für technisch-taktische handballspezifische Handlungen und die Einteilung in motorische und kognitive Beanspruchungsformen.
2. Konditionelle Fähigkeiten: Definiert die konditionellen Grundpfeiler wie Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer sowie deren Erweiterung durch Beweglichkeit und Koordination als Leistungsbasis.
3. Stundengestaltung: Bietet einen strukturierten Plan für eine Trainingseinheit, unterteilt in Einleitung, koordinative Spielformen und konditionelle Parcours-Übungen.
4. Bildliche Darstellung: koordinative Fähigkeiten: Visualisiert die beschriebenen Spiel- und Koordinationsübungen zur besseren praktischen Nachvollziehbarkeit.
5. Quelle: Listet die zugrundeliegende Literatur und das fachliche Referenzmaterial auf.
Schlüsselwörter
Handball, Koordination, Kondition, Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglichkeit, Trainingslehre, Spielfähigkeit, Parcours, Motorik, Kognition, Sporttraining, Bewegungssteuerung, Sportpraxis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und dem Training koordinativer und konditioneller Fähigkeiten im Handball, um die allgemeine sportliche Leistungsfähigkeit zu steigern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretische Definition der konditionellen sowie koordinativen Fähigkeiten und deren praktische Anwendung in einer strukturierten Trainingseinheit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, theoretisches Wissen in ein praxisnahes Konzept für das Handballtraining zu überführen, das sowohl koordinative Spielformen als auch konditionelle Belastungen enthält.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und methodische Ausarbeitung, die auf sportwissenschaftlicher Trainingslehre basiert und diese in ein schulpraktisches Stundendesign übersetzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Fähigkeiten und einen konkreten Übungskatalog mit Stundengestaltung, inklusive koordinativer Spiele und eines konditionellen Parcours.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Handball, Koordination, Kondition, motorisches Lernen und sportliches Training charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die motorische von der kognitiven Beanspruchung?
Die motorische Beanspruchung fokussiert den physischen Einsatz von Muskeln und Nerven, während die kognitive Beanspruchung vor allem die Lernfähigkeit und die bewusste Steuerung der Bewegungsabläufe einbezieht.
Warum ist ein Parcours für das Training der konditionellen Fähigkeiten geeignet?
Ein Parcours ermöglicht es, mehrere physische Anforderungen wie Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer unter Zeitdruck sowie in variierenden Belastungsfolgen zielgerichtet zu trainieren.
Welche Rolle spielt die Koordination in diesem Konzept?
Koordination wird als Fundament betrachtet, da sie alle handballspezifischen Handlungen erst ermöglicht und durch die Verknüpfung von kognitiven und motorischen Prozessen die Spielpraxis direkt verbessert.
Wie wird die Schrittregel in das Training integriert?
Die Einhaltung der Schrittregel wird in einem spezifischen Spiel ("3-5-Pass-Spiel") methodisch forciert, indem die Anforderungen zwischen den Durchgängen gesteigert werden.
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- Juliane Brose (Author), 2008, Unterrichtsskizze: Handball - Konditionelle und koordinative Fähigkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122851