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Das Nichts bei Sartre

Title: Das Nichts bei Sartre

Term Paper , 2008 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Markus Garth (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit behandelt das Thema „Das Nichts bei Sartre“ und stützt sich vorwiegend auf sein Hauptwerk Das Sein und das Nichts .
Um eines der Hauptanliegen Sartres, eine Bestimmung des Seins vorzunehmen, zu untersuchen, bemerkt Sartre, dass es zunächst einer Abgrenzung des Seins zum Nicht-Sein bedarf. „Das Sein ist dies und außerhalb dessen nichts“ , schreibt Sartre gleich zu Beginn. Um seinen Standpunkt klarer zu skizzieren, nimmt er andere Definitionen des Nichts zu Hilfe, um sie nacheinander abzulehnen und auf diese Weise zu seiner Sichtweise des Nichts zu gelangen. Dies führe ich im ‚ersten Versuch einer Bestimmung des Nichts‘ aus. Ich werde ebenfalls kurz auf die Vorgänger Sartres wie Hegel und Heidegger eingehen.
Zunächst gehe ich auf die Verschränkung der Frage mit der Negation ein. Sartre untersucht, woher die Negation stammt. Er kommt zu dem Ergebnis, dass der Ursprung der Negation das Nichts sein muss. Folglich muss das Nichts in irgendeiner Weise existieren. Er merkt weiter an, dass das Nichts das Sein voraussetzt und stellt sich gegen Hegel, der das Sein und das Nicht-Sein auf dieselbe (abstrakte) Stufe hebt.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Erster Versuch einer Bestimmung des Nichts

2.2. Zweiter Versuch einer Bestimmung des Nichts

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die philosophische Konzeption des Nichts in Jean-Paul Sartres Hauptwerk "Das Sein und das Nichts". Dabei liegt der Fokus darauf, wie Sartre das Nichts als notwendige Bedingung für die menschliche Freiheit und als Vermittlungsinstanz zwischen dem an-sich-Sein und dem für-sich-Sein herleitet.

  • Die ontologische Abgrenzung von Sein und Nicht-Sein
  • Die Rolle der Negation als Ursprung des Nichts
  • Der Zusammenhang zwischen dem für-sich-Sein und der menschlichen Freiheit
  • Die kritische Auseinandersetzung mit Hegels und Heideggers Verständnis des Nichts

Auszug aus dem Buch

2.1 Erster Versuch einer Bestimmung des Nichts

Sartre unternimmt einen Dualismus des Seins. Er spaltet das Sein in ein an-sich-Sein und ein für-sich-Sein. Das an-sich-Sein kann als „als reine Positivität, reines Sein, als Synthese seiner Selbst mit sich selbst, identisch mit sich selbst, nicht zeitlich“ charakterisiert werden.

Das an-sich-Sein ist, was es ist.

Das für-sich-Sein hingegen hat zu sein, was es ist und wird von Sartre als ein Sein des Bewusstseins angesehen. Das für-sich-Sein hat dabei andere Qualitäten als das bloße an-sich-Sein. Das für-sich-Sein hat eine große Schnittmenge mit dem Nichts.

Es gibt eine Auffassung, die u.a. die Stoiker und Husserl vertreten, wonach die Negation sich bloß in der ‚Qualität des Urteils‘ manifestiert. Das bedeutet, dass nur Urteile negiert werden können. Das Nichts wird lediglich als ein Begriff angesehen und existiert nicht in der Realität. Sartre sieht den Ursprung der Negation im Nichts. Daher könne die Negation sich nicht vollständig auf die Subjektivität eines Urteils richten. „Die Frage wird durch ein fragendes Urteil formuliert, aber sie ist nicht Urteil.“ Die Frage im Kern ist der Träger. Das Urteil ist die Ausformung des Trägers bzw. dessen „beliebiger Ausdruck.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie Sartre das Nichts bestimmt und grenzt sein Vorhaben gegen Positionen von Hegel und Heidegger ab.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert Sartres ontologische Unterscheidung zwischen dem an-sich-Sein und dem für-sich-Sein sowie die Rolle des Nichts im menschlichen Bewusstsein.

2.1 Erster Versuch einer Bestimmung des Nichts: Dieses Kapitel erläutert Sartres Dualismus des Seins und untersucht die Negation als Ausgangspunkt, um das Nichts als eine reale Komponente im menschlichen Erleben zu verorten.

2.2. Zweiter Versuch einer Bestimmung des Nichts: Hier wird vertieft, dass das Nichts durch das für-sich-Sein vermittelt wird und eine notwendige Voraussetzung für die menschliche Freiheit darstellt.

3. Schluss: Das Schlusskapitel fasst zusammen, dass das Nichts erst durch den Menschen in die Welt kommt und die Kausalität der physikalischen Welt zugunsten der menschlichen Freiheit unterbricht.

Schlüsselwörter

Sartre, Das Sein und das Nichts, Ontologie, Negation, Nichts, an-sich-Sein, für-sich-Sein, Bewusstsein, Freiheit, Phänomenologie, Hegel, Heidegger, Seinsenthüllung, Nichtung, Kausalordnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ontologische Bedeutung des Begriffs "Nichts" in der Philosophie von Jean-Paul Sartre, basierend auf seinem Hauptwerk "Das Sein und das Nichts".

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Beziehung zwischen Sein und Nicht-Sein, die Natur der Negation, die Struktur des Bewusstseins und die Verbindung des Nichts zur menschlichen Freiheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Sartres Bestimmung des Nichts nachzuvollziehen und zu erklären, warum das Nichts laut Sartre keine bloße Abstraktion ist, sondern eine reale Bedingung für das menschliche Dasein.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine phänomenologisch-analytische Textarbeit, die sich primär auf die Interpretation des Sartreschen Hauptwerks stützt und philosophische Konzepte kritisch vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird Sartres Unterscheidung zwischen an-sich-Sein und für-sich-Sein erörtert, die Rolle der Negation als "ursprüngliches Ereignis" diskutiert und der Weg aufgezeigt, wie der Mensch durch das Nichts Freiheit erlangt.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Analyse?

Wichtige Begriffe sind das an-sich-Sein, das für-sich-Sein, Negation, Seinsenthüllung, Freiheit, das Nichten und die Unterbrechung der Kausalordnung.

Wie grenzt Sartre seine Theorie von Hegel ab?

Sartre kritisiert, dass Hegel das Sein und das Nichts auf eine logische, abstrakte Stufe hebt, während für Sartre das Nichts nur existieren kann, wenn es vom Sein getragen wird und eine aktive Rolle im menschlichen Bewusstsein spielt.

Warum spielt die Freiheit bei Sartres Bestimmung des Nichts eine zentrale Rolle?

Da das Nichts den Menschen in die Lage versetzt, sich von seiner Vergangenheit und der physikalischen Kausalität zu lösen ("Losreißen"), ist es laut Sartre die fundamentale Voraussetzung für die Freiheit des menschlichen Willens.

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Details

Title
Das Nichts bei Sartre
College
Ruhr-University of Bochum  (Philosophie)
Course
Platons Sprachphilosophie
Grade
1,3
Author
Markus Garth (Author)
Publication Year
2008
Pages
12
Catalog Number
V122859
ISBN (eBook)
9783640270019
ISBN (Book)
9783640268610
Language
German
Tags
Nichts Sartre Platons Sprachphilosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Garth (Author), 2008, Das Nichts bei Sartre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122859
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