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Sklaverei und Sklavenhandel

Title: Sklaverei und Sklavenhandel

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sascha Engels (Author)

World History - General and Comparison
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Seit Kolumbus und dem „Zeitalter der Entdeckungen“ hat Europas eigene Entwicklung einen drastischen Einfluss auf die afrikanischen und amerikanischen Gesellschaften gehabt. Höhepunkte sind das Zerstören von Zivilisationen auf beiden Kontinenten und eine massive rassische Migration durch den transatlantischen Sklavenhandel, der zum Aufstieg rassischer Unterdrückung im Bewusstsein der Europäer führte. Die Auswirkungen des Kolonialismus und den damit verbundenen Handel der Ware „Mensch“ führte zu einer globalen Verbreitung der modernen Technologie, der Entwicklung von Kolonialnationalismus sowie zu langfristigen ökologischen Umwandlungs- und Bevölkerungsexplosionen in den europäischen Kolonien. Die vorliegende Arbeit soll untersuchen, wie die Entwicklung der Sklaverei im Zusammenhang mit dem Sklavenhandel innerhalb Europas und den beiden Kontinenten Afrika und Amerika stattgefunden hat. Sie soll zeigen, wie die Sklavenhändler mit Hilfe ihres jeweiligen Staates ältere Handels- und Sklavensysteme in afrikanischen oder indianischen Gesellschaften umformierten. Für die Begründung und Darstellung der oben genannten Thematik werden die folgenden Historiker gemäß ihrer Forschungsergebnisse herangezogen:
Susanne Everett zeigt, welche wichtige Rolle die Sklaverei im Verlauf der Menschheitsgeschichte spielte. Vom antiken Griechenland bis zu den amerikanischen Südstaaten des letzten Jahrhunderts zum alltäglichen Leben sind nur einzelne Auszüge daraus. Ihr Buch beschreibt, wie sich die Sklaverei im Laufe der Jahrhunderte entwickelte. Der Sklavenhandel, das Leben der Sklaven und ihre Ausbeutung werden von der Autorin besonders hervorgehoben.
Philip Curtins Veröffentlichung von 1969 über den Umfang des Transatlantischen Sklavenhandels nennt als erstes Werk die Zahl von etwa 11 Millionen Menschen, die nach Amerika verschleppt wurden. Spätere Untersuchungen anhand von Schiffsdokumenten, Steuerlisten oder Reiseberichten bestätigen diese Zahl. Er stützt sich bei seinen Untersuchungen auf Berichte von Sklaven, die in Amerika angekommen waren und Daten der Bevölkerungsstatistik der amerikanischen Kolonien.
Urs Höner gibt einen sehr guten Überblick über das System der Sklaverei in Europa zu Beginn der portugiesischen Expansion unter Berücksichtigung des Wirtschaftsfaktors Arbeitskraft. Dabei steht bei ihm die Versklavung der brasilianischen Indianer und ihrer Ausbeutung im 15./16. Jahrhundert im Mittelpunkt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sklaverei

2.1. Europa

2.2. Afrika

2.3. Amerika

3. Transatlantischer Sklavenhandel

4. Sklaverei und Sklavenhandel auf Kuba

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Entwicklungen der Sklaverei im Kontext des transatlantischen Sklavenhandels und beleuchtet dabei die wechselseitigen Auswirkungen auf die Gesellschaftsstrukturen in Europa, Afrika und Amerika mit einem spezifischen Fokus auf Kuba.

  • Ursprünge und Ausbreitung der Sklaverei in Europa und Afrika
  • Mechanismen und demografische Auswirkungen des transatlantischen Sklavenhandels
  • Die Etablierung der Plantagenwirtschaft als ökonomischer Motor
  • Spezifische Entwicklungen und Sklavenhaltung auf Kuba
  • Die Rolle von Abolitionsbewegungen und rechtlichen Veränderungen

Auszug aus dem Buch

3. Transatlantischer Sklavenhandel

Das Jahr 1441 kann als Beginn des transatlantischen Sklavenhandels betrachtet werden: Die Portugiesen entführten einige Menschen von der westafrikanischen Küste, die ein Geschenk für Heinrich den Seefahrer waren. Kurze Zeit später errichtete Portugal ein Fort auf Arguin als Handelsplatz für Sklaven mit dem Ziel hauptsächlich Gold daran zu verdienen.

Ein Handel mit Sklaven war von der Bereitschaft der Afrikaner abhängig. Viele afrikanische Völker arbeiteten mit den Europäern zusammen. Sie überfielen ihre Nachbarstaaten, um an den wertvolle „Ware“ zu gelangen. Kidnapping und Krieg wurden zur alltäglichen Praxis. Die Folge war insbesondere an der westafrikanischen Küste eine politische Umstrukturierung. Vom Landesinneren wurden die Gefangenen an die Küste zu den Stützpunkten der Europäer gebracht. Es wurde kein Unterschied hinsichtlich des Standes und Geschlechts gemacht. Die Menschen, die auf die Schiffe verladen wurden, stammten meist aus unterschiedlichen Regionen, Kulturkreisen und Völkern. Insbesondere die Herkunft (Region) der Menschen bestimmte ihren Wert. Die Europäer bezahlten mit Stoffen, Genussmitteln wie Tabak und Alkohol sowie später auch mit Werkzeugen und Waffen. Die afrikanischen Gewinne aus diesem Handel wurden ausschließlich von den Herrschenden oder von den reichen Eliten gemacht. Gewinne bedeuteten auch Machtzuwachs, der dann verteidigt werden musste. Viele Kriege, auch um neue Sklaven zu erbeuten, sind durch diesen Zuwachs an Machtpotential ausgelöst worden. Die Europäer unterstützten die kriegsführenden Staaten durch Waffen und teilweise auch durch politische Einflussnahme.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Einfluss des Kolonialismus und Sklavenhandels auf die globale Entwicklung und stellt die methodische Herangehensweise durch die Analyse bedeutender Historiker vor.

2. Sklaverei: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln der Sklaverei in Europa, Afrika und Amerika und arbeitet die jeweiligen sozioökonomischen Voraussetzungen heraus.

3. Transatlantischer Sklavenhandel: Hier wird der Beginn und der Ablauf des transatlantischen Menschenhandels sowie die Rolle lokaler afrikanischer Eliten und europäischer Mächte beschrieben.

4. Sklaverei und Sklavenhandel auf Kuba: Dieses Kapitel analysiert die spezifische Entwicklung Kubas von der Conquista bis zur Etablierung der Massensklaverei für die Zuckerproduktion und die darauf folgenden gesellschaftlichen Veränderungen.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die verheerenden Auswirkungen des Sklavenhandels auf Afrika sowie die Entstehung der heterogenen Mischgesellschaften in Amerika zusammen und bewertet dies als erste Form der Globalisierung.

Schlüsselwörter

Sklaverei, Sklavenhandel, Kolonialismus, Transatlantischer Sklavenhandel, Plantagenwirtschaft, Afrika, Amerika, Kuba, Zuckerproduktion, Asiento, Abolition, Globalisierung, Menschenrechte, Geschichte, Kolonialmächte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Genese der Sklaverei und der systematischen Ausbeutung im Rahmen des transatlantischen Sklavenhandels über mehrere Jahrhunderte hinweg.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den ökonomischen Hintergründen der Plantagenwirtschaft, der politischen Umstrukturierung afrikanischer Gesellschaften und der gesellschaftlichen Entwicklung in den europäischen Kolonien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Transformationsprozess afrikanischer Sklavensysteme durch europäische Einflüsse darzustellen und aufzuzeigen, wie dies zur globalen Verbreitung rassistischer Unterdrückung führte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literatur- und Quellenanalyse, wobei sie die Forschungsergebnisse renommierter Historiker zur atlantischen Sklaverei vergleichend heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Sklaverei in verschiedenen Kontinenten, die Mechanismen des transatlantischen Handels und ein vertiefendes Fallbeispiel zur Situation auf Kuba.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Sklavenhandel, Globalisierung, Plantagenwirtschaft, Kolonialismus und die spezifische wirtschaftliche Rolle von Kuba.

Welche Bedeutung hatten die Asiento-Verträge für den Handel?

Diese Verträge waren staatliche Lizenzen, die es Unternehmern ermöglichten, eine festgelegte Anzahl von Sklaven in die Kolonien zu liefern, was den Handel institutionalisierte und regulierte.

Warum spielt Kuba eine besondere Rolle in dieser Untersuchung?

Kuba dient als Beispiel für den massiven Anstieg der Sklavenhaltung im 18. und 19. Jahrhundert, bedingt durch den globalen Zuckerboom und die daraus resultierende kapitalistische Produktionsweise.

Wann und warum endete die Sklaverei auf Kuba?

Die Sklaverei auf Kuba endete aufgrund eines wachsenden internationalen Drucks und wirtschaftlicher Reformen im Jahr 1886, wobei die offizielle rechtliche Gleichstellung erst 1893 folgte.

Wie unterschied sich die Sklaverei in Afrika von der in den Kolonien?

In Afrika war Sklaverei oft zeitlich begrenzt und stärker in soziale Familienstrukturen integriert, während sie in den Kolonien primär als entmenschlichtes, rein wirtschaftliches Produktionsmittel fungierte.

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Details

Title
Sklaverei und Sklavenhandel
College
University of Cologne  (Iberische und Lateinamerikanische Abteilung des Historischen Seminars)
Course
Das Recht in Sklaverei und Freiheit
Grade
1,7
Author
Sascha Engels (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V122905
ISBN (eBook)
9783640285167
ISBN (Book)
9783640862627
Language
German
Tags
Sklaverei Sklavenhandel Recht Sklaverei Freiheit Thema Sklaverei in Amerika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Engels (Author), 2004, Sklaverei und Sklavenhandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122905
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