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Bericht zum Praxissemester im Aufgabenfeld Gesetzliche Betreuung

Titre: Bericht zum Praxissemester im Aufgabenfeld Gesetzliche Betreuung

Rapport de Stage , 2008 , 44 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Volker Harm (Auteur)

Sciences Sociales générales
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Résumé Extrait Résumé des informations

Bericht zum Praxissemester
I. Die Zielgruppe
1. Klientelbeschreibung aus Sicht der Einrichtung

In der Praktikumsstelle xx werden erwachsene Menschen betreut, die gemäß den §§ 1896ff BGB aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenhei-ten nicht mehr selbständig besorgen können und für die aus diesem Grund eine gesetzliche Betreuung eingerichtet worden ist.

2. Wen erreicht die Institution?
Die Praktikumsstelle xx betreut ca. 270 Menschen im Alter von 18 bis 97 Jahren, die ihre Angelegenheiten nicht mehr selbständig besorgen können.
Die Anzahl variiert ständig, da zum einen neue Betreuungen eingerichtet werden und zum anderen Betreuungen wieder aufgehoben werden.
Außerdem werden Betreute von anderen Betreuern, z.B. von ehrenamtlich tätigen Betreuern, übernommen oder gegebenenfalls abgegeben. Weitere Gründe für die Fluktuation sind Tod und Wegzug von Betreuten.
Der Personenkreis der betreuten Menschen ist so vielfältig, wie auch die Problemlagen in der heutigen Gesellschaft vielseitig sein können.
Diese Tatsache sowie die große Anzahl an Betreuungen macht eine detaillierte empirische Stichprobe, in der sämtliche Klienten der Praktikumsstelle xx aufgeführt sind, sehr kompli-ziert und umfangreich, so dass ich mich im Folgenden lediglich auf eine exemplarische Dar-stellung der fünf am häufigsten vorkommenden Personengruppen beschränken werde.
Zwar kann eine Betreuung aufgrund einer körperlichen, geistigen sowie seelischen Behinde-rung eingerichtet werden, jedoch finden sich unter den in der Praktikumsstelle xx betreuten Menschen keine Klienten, die an einer körperlichen Behinderung leiden. Der Anteil an Men-schen mit einer geistigen Behinderung ist ebenfalls so gering, dass diese nicht zu den fünf häufigsten Personengruppen zählen. Der Hauptanteil an Betreuten leidet an einer Suchter-krankung oder weist eine psychische Erkrankung auf.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Die Zielgruppe

1. Klientelbeschreibung aus Sicht der Einrichtung

2. Wen erreicht die Institution?

3. Beschreibung eines Klienten: Herr N.

3.1 Lebensgeschichte

3.2 Lebenssituation

3.3 Bildungsvorgeschichte

3.4 Krankheitsgeschichte

3.4.1 Krankheits- und Institutionsgeschichte

3.4.2 Erstes psychotisches Erleben

3.4.3 Auslöser aus Sicht von Herrn N.

3.5 Subjektive Eindrücke

3.6 Ansätze für professionelle Arbeit

II. Die Institution

1. Trägerschaft

2. Rechtliche Grundlagen

3. Finanzierung

4. Auftrag und allgemeine Zielsetzung

4.1 Voraussetzungen

4.2 Auswahl des Betreuers

4.3 Gerichtliches Verfahren

4.4 Ende der Betreuung

5. Aufgaben des Betreuers

5.1 Alle Angelegenheiten

5.2 Vermögenssorge

5.3 Wohnungsangelegenheiten

5.4 Gesundheitssorge

5.5 Aufenthalt und Umgang

5.6 Freiheitsentzug

6. Stellenwert innerhalb des städtischen Versorgungssystems

7. Lage im Ortsteil

III. Das Team

1. Zusammensetzung

2. Kompetenz- und Entscheidungsstruktur

3. Haltung und Einstellung des Teams zum Klientel

4. Konzeptionelle und methodische Schwerpunkte

5. Umgang mit Konflikten im Team

6. Aufgabenbereiche und typischer Arbeitstag eines Berufbetreuers

IV. Praktikumsverlauf

1. Einstiegsphase

2. Weiterer Verlauf

3. Abschließende Reflexion

4. Überlegungen für die Zukunft

Zielsetzung & Themen

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das Berufsfeld der gesetzlichen Betreuung anhand eines Praxissemesters in einer Betreuungsstelle fundiert zu erschließen und theoretisch zu reflektieren. Dabei liegt der Fokus auf der Rolle des Betreuers, den rechtlichen Rahmenbedingungen und der praktischen Anwendung von Methoden wie dem Case Management.

  • Rechtliche Grundlagen und Aufgabenfelder der gesetzlichen Betreuung
  • Strukturen und Arbeitsweisen in einer Berufsbetreuer-Praktikumsstelle
  • Exemplarische Fallbeschreibung und methodische Interventionsmöglichkeiten
  • Reflexion des professionellen Handelns in der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

3.4.2 Erstes Psychotisches Erleben

An das genaue Datum, an dem Herr N., 21jährig, zum ersten Mal psychotische Erfahrungen macht, kann der Klient sich nicht mehr erinnern, an die Geschehnisse zu dieser Zeit jedoch umso klarer. Er berichtet mir in unserem zweiten Gespräch ausführlich darüber:

Es ist ein ganz normaler Tag, an dem Herr N. seine Wohnung bei den Großeltern renoviert. Während des Streichens der Wände hört er plötzlich Stimmen, die von eins bis zehn zählten und von den gegenüber liegenden Häusern zu kommen scheinen.

Herr N. macht das Radio lauter und versucht erfolgreich die Stimmen zu ignorieren. Später am Tag hört er bei seinen Großeltern zu Hause erneut die Stimmen. Dieses Mal geben sie eine Telefonnummer an, über die „man günstig an Koks komme“. Während Herr N. die Zahlen aufschreibt, ändert sich die Telefonnummer wieder, so dass er stundenlang Nummern notiert, durchstreicht und neu aufschreibt.

Gegen Abend ertönt dann „Himmelsmusik“, bestehend aus Orgelklängen, Engelsgesang und Kirchenglockenläuten und die Stimmen teilen ihm mit „er habe es jetzt geschafft“ und sei von nun an „ein Telepath“. Es folgen drei Tage und Nächte nach Herrn N.’s Meinung lange und sehr tiefgehende Gespräche mit dem Papst. Zu dieser Zeit fragen die Großeltern nach, was mit ihrem Enkel los sei und mit wem er sich ständig unterhalte.

Nach einem Streit mit den Großeltern erzählt der Papst Herrn N. von einer globalen Verschwörung und dass alle aus Herrn N.’s Umfeld die Absicht haben, ihn zu töten. In der festen Überzeugung, dass der derzeitige Freund seiner Mutter mit einem Gewehr bewaffnet vor seiner Haustür stehe, bringt sich Herr N. mit einem Sprung vom Balkon „in Sicherheit“ und flüchtet – nur in Boxershorts bekleidet – in ein benachbartes Restaurant. Nachdem er in seinem Wahnerleben von den anwesenden Gästen mit den Worten „Da ist er ja, der kleine Wichser!“ begrüßt worden ist, verkriecht sich Herr N. unter einem Tisch, bis die zu Hilfe gerufene Polizei den vor Angst und Panik wild um sich schlagenden Herrn N. ergreift und der psychiatrischen Abteilung der Klinik A. übergibt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Die Zielgruppe: Dieser Teil beschreibt die Klientenstruktur der Einrichtung anhand exemplarischer Personengruppen und detailliert den Fall eines jungen Klienten mit Drogenproblematik.

II. Die Institution: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen der Berufsbetreuung sowie die spezifischen Aufgabenbereiche der Betreuer.

III. Das Team: Hier wird die Zusammensetzung der Bürogemeinschaft sowie deren methodische Arbeitsweise, insbesondere das Case Management, dargestellt.

IV. Praktikumsverlauf: Dieser Abschnitt reflektiert die Phasen des Praktikums, die bearbeiteten Projekte und die professionelle Entwicklung des Autors im Berufsfeld.

Schlüsselwörter

Gesetzliche Betreuung, Berufsbetreuer, Case Management, Sozialarbeit, Psychiatrie, Drogeninduzierte Psychose, Rechtsfürsorge, Betreuungsrecht, Hilfeplanung, Sozialgesetzbuch, Reflexion, Praxissemester, Klientenzentrierte Gesprächsführung, Unterstützung, Selbstbestimmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert und reflektiert das Praxissemester des Autors in einer Praktikumsstelle für Berufsbetreuer und beleuchtet die tägliche Arbeit in diesem Feld.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen rechtliche Rahmenbedingungen, die Einzelfallarbeit, methodische Ansätze wie Case Management und die Kooperation innerhalb des Unterstützungssystems.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erschließung des Arbeitsfeldes der gesetzlichen Betreuung sowie die kritische Reflexion des eigenen Lernprozesses und der professionellen Rolle.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus Klientenbeschreibung, Literaturanalyse zu rechtlichen Standards und die Anwendung des Case Managements zur methodischen Einordnung der Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Zielgruppe, die rechtlichen Strukturen der Betreuung, die Aufgaben des Betreuers und den konkreten Verlauf des Praktikums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind gesetzliche Betreuung, Case Management, Berufsbetreuer, Sozialarbeit und Fallreflektion.

Welche Bedeutung hat die symbiotische Beziehung zu den Großeltern im Fall Herr N.?

Die Beziehung wird als hinderlich für die Selbständigkeit des Klienten beschrieben, da die Großeltern durch materielle Unterstützung die notwendige Eigenverantwortung des Enkels untergraben.

Warum wird das Case Management als Methode für die Betreuungsstelle hervorgehoben?

Es dient als strategisches Konzept, um den Betreuungsprozess systematischer zu gestalten, Ressourcen besser zu nutzen und die Arbeit planbarer sowie transparenter zu machen.

Welche Rolle spielt die „materielle Überschüttung“ bei der Arbeit mit Klienten?

Der Autor identifiziert dies als Barriere für die Persönlichkeitsentwicklung, da der Klient so nicht lernt, Probleme durch eigenes Handeln und zielgerichtetes Verhalten zu lösen.

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Résumé des informations

Titre
Bericht zum Praxissemester im Aufgabenfeld Gesetzliche Betreuung
Université
Cologne University of Applied Sciences
Cours
Praxiszentrum Gesundheit und Krankheit 2 (Psychiatrie)
Note
1,0
Auteur
Volker Harm (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
44
N° de catalogue
V122967
ISBN (ebook)
9783640925063
ISBN (Livre)
9783640925018
Langue
allemand
mots-clé
bericht praxissemester aufgabenfeld gesetzliche betreuung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Volker Harm (Auteur), 2008, Bericht zum Praxissemester im Aufgabenfeld Gesetzliche Betreuung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122967
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Extrait de  44  pages
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