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Zum Anteil jugendgemäßer Inhalte und empfundener Selbstbestimmung in der HJ (bis 1939) und in der FDJ (1946-1970)

Die Feste

Titel: Zum Anteil jugendgemäßer Inhalte und empfundener Selbstbestimmung in der HJ (bis 1939) und in der FDJ (1946-1970)

Seminararbeit , 2005 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jessica Krüger (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

“Panem et circenses” wie es im alten Rom hieß - “Brot und Spiele” für die
Bevölkerung!
Schon damals war die große Wirkung von Spielen, bzw. Feiern und Festen auf das
Volk bekannt.
Dieses Vergnügen an Feierlichkeiten blieb durch die Jahrhunderte bestehen und fand
schließlich einen Höhepunkt in den ersten Regierungsjahren der Nationalsozialisten.
Ein wichtiger Teil von Feierlichkeiten der Nationalsozialisten waren die Aufmärsche
der NS - Jugend.
Aber was wurde gefeiert? Wie schaffte es die Regierung auf diesen Festen, die Jugend
in ihren Bann zu ziehen?
Die Freude an Festen und Feiern setzte sich nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso in
der neu entstandenen DDR durch. Auch die Sozialisten vollzogen verschiedene Feste,
an denen der neu gegründete Jugendverband, die FDJ, teilnahm.
An welchen Festen beteiligte sich die FDJ? Wie versuchte die Staatsleitung, die
Jugend für ihre Pläne zu begeistern?
Der Forschungsbericht zu dem Thema dieser Hausarbeit sieht folgendermaßen aus.
Eine gesamte Darstellung über die Beteiligung der Hitlerjugend und der FDJ an den
einzelnen Festen und Feiern gibt es nicht. Dagegen finden sich aber oft Hinweise in
verallgemeinernden Darstellungen, wie zum Beispiel in der von Winfried Gebhardt,
und in Einzelbeispielen, wie dem Aufsatz über die NS - Feiern in Leipzig und die
Darstellung von Wilfried Poßner über seine Tätigkeit in der FDJ.
In einigen weiteren Aufsätzen und Büchern stehen vereinzelt Sätze, die auf die Beteiligung der Jugend an bestimmten Festen hinweisen und die Teilnahme bezeugen
und die im Folgenden dieser Arbeit erwähnt werden. Daher kann die Beschreibung der
Feste nur allgemein gehalten werden und nicht genau auf die Jugend abgestimmt
werden.
Die Quellenlage zu den Festen der Hitlerjugend ist Dank des Heftes für den BDM,
Das Deutsche Mädel, gut und es lassen sich aus den einzelnen Erlebnisberichten
viele Bestandteile der Feiern erkennen.
Für die Feierlichkeiten der FDJ muss man hauptsächlich auf die Aussagen von
Zeitzeugen, wie den oben genannten Wilfried Poßner, zurückgreifen.

[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

II. 1. Die Feste der HJ

II.1.1. Der Maifeiertag

II.1.2. Die Sommersonnenwende

II.1.3. Der Reichsparteitag

II.1.4. Der 9. November

II. 2. Die Feste der FDJ

II.2.1. Die Jugendweihe

II.2.2. Der 7. Oktober

II.2.3. Die Weltjugendfestspiele

III. 1. Ergebnis

III. 2. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Funktion und den Anteil jugendgemäßer Inhalte sowie die empfundene Selbstbestimmung in den Feierlichkeiten der Hitlerjugend (HJ) und der Freien Deutschen Jugend (FDJ). Ziel ist es, aufzuzeigen, wie beide Organisationen mittels durchgeplanter Massenveranstaltungen, Gemeinschaftserlebnissen und ritueller Bindungen versuchten, die Jugend für die jeweiligen politischen Ziele der NS-Regierung bzw. der DDR-Staatsführung zu gewinnen.

  • Vergleich der Festkultur von HJ und FDJ
  • Instrumentalisierung der Jugend durch Massenveranstaltungen
  • Bedeutung von Gelöbnissen und rituellen Bindungen
  • Rolle der Propaganda und Ästhetik (Licht, Musik, Symbole)
  • Motive der jugendlichen Teilnahme (Zugehörigkeit, materielle Anreize)

Auszug aus dem Buch

II. 1. 2. Die Sommersonnenwende

Die Sommersonnenwende wurde auch lange Zeit Johannes Mittsommer genannt und bezeichnet den Zeitpunkt des Jahres, an dem die Sonne ihren höchsten Stand erreicht. Gleichzeitig ist es aber auch die Zeit, in der das Jahr seine Mitte und die Natur ihren Höhepunkt erreicht. Das bedeutet, dass die Sommersonnenwende, also der 21. Juni, die Kornreifezeit, den Sommer, einläutet. Seit jeher war es Brauch, die Häuser mit Blumenkränzen zu schmücken, um von einem Blitzeinschlag verschont zu bleiben. Im Rheinland herrschte im Mittelalter sogar die Sitte, sich am Vorabend des 21. Juni im Rheinwasser die Hände zu waschen, um sich von den ganzen Sorgen und Nöten der ersten Jahreshälfte reinzuwaschen.

Auch die Sonnenwendfeier im Dritten Reich knüpfte an “die Sitte unserer Ahnen” an. 1933 wurde der 21. Juni auch gleichzeitig zum “Tag der Deutschen Jugend”. Seit diesem Jahr ist rastlos “an der deutschen Befreiung gearbeitet worden“. Dieses Zitat von einem Kurmarkmädel stellt deutlich heraus, was zur Sonnenwende gefeiert wurde. Man wollte die Fesseln des Versailler Vertrages und die schlechten Erfahrungen der Weimarer Republik abschütteln. Mit den Sonnenwendfeuern, die im ganzen Reich aufloderten, schöpfte man neue Kraft für die zweite Jahreshälfte und verbrannte das Elend der ersten Hälfte des Jahres in den Flammen des 21. Juni.

Dadurch dass die Feuer überall brannten, wurde die Verbundenheit aller Deutschen deutlich, die sich gemeinsam dafür stark machten, ein neues, freies Deutschland aufzubauen. Der Ablauf war Jahr für Jahr gleich. Die Feuer wurden auf einem benachbarten Berg oder Hügel entzündet, so dass sie weit zu sehen waren, und Alt und Jung marschierten zum Klang der Jungvolktrommeln dorthin. Voran schritten Fahnenträger mit der Hakenkreuzfahne und dazu wurden Lieder gesungen und Sprechchöre gerufen. Ebenso wurden Kränze in die Feuer geworfen. Diese, so Hertha Kramer, zerstörten alles, was keine Zukunft hatte. Der “Feuersprung” wurde von den Jungen und Mädchen als ein Zeichen der Reinigung und Härtung vollzogen. Sobald die Flammen niedergebrannt waren, wurde ein Kreis um die Glutstelle gebildet und die Nationalhymne gesungen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung von Festen und Feiern als Mittel zur Beeinflussung der Bevölkerung und führt in die Fragestellung zur Mobilisierung von Jugendorganisationen ein.

II. 1. Die Feste der HJ: Dieses Kapitel analysiert das NS-Feierjahr und beschreibt exemplarisch den Maifeiertag, die Sommersonnenwende, den Reichsparteitag und den 9. November hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Hitlerjugend.

II. 2. Die Feste der FDJ: Der Abschnitt betrachtet die Rolle der FDJ bei staatlichen Feierlichkeiten in der DDR, insbesondere am Beispiel der Jugendweihe, des 7. Oktobers und der Weltjugendfestspiele.

III. 1. Ergebnis: Das Ergebnis zieht ein Resümee über die Ähnlichkeiten in der Instrumentalisierung der Jugend durch HJ und FDJ zur Festigung politischer Macht.

III. 2. Literatur: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und Darstellungen zur Untersuchung auf.

Schlüsselwörter

Hitlerjugend, FDJ, NS-Feierjahr, DDR, Jugendweihe, Reichsparteitag, Sommersonnenwende, Weltjugendfestspiele, Massenveranstaltung, politische Instrumentalisierung, Gemeinschaftsgefühl, Propaganda, Massenkultur, politische Erziehung, Totalitarismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie zwei gegensätzliche politische Systeme – der Nationalsozialismus und die DDR – jugendliche Massenorganisationen nutzten, um durch Feste und Feiern die Bindung der Jugend an den Staat zu festigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Bedeutung der Feiervorbereitungen, der rituellen Ablauf von Massenereignissen und die psychologische Wirkung auf die Jugendlichen, die sich als Teil einer Gemeinschaft fühlen sollten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Es soll analysiert werden, inwiefern jugendgemäße Inhalte und das Empfinden von Selbstbestimmung durch die Staatsführungen instrumentalisiert wurden, um die Jugend für politische Ziele zu begeistern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von historischen Quellen, Erlebnisberichten von Zeitzeugen sowie einer vergleichenden Literaturrecherche zu Festkulturen in Diktaturen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden spezifische Feiertage der HJ (z.B. Reichsparteitag) und der FDJ (z.B. Jugendweihe) detailliert beschrieben, um Ähnlichkeiten in der Inszenierung und Instrumentalisierung aufzuzeigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Instrumentalisierung, politische Erziehung, Masseninszenierung, Jugendverbände, HJ, FDJ und Feierkultur charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Vorbereitung der Jugendweihe von kirchlichen Riten?

Die Jugendweihe wurde als staatliches Gegenstück zur Konfirmation konzipiert. Sie beinhaltete zehn Vorbereitungsstunden, in denen weltanschauliche Erziehung vermittelt wurde, um die kirchliche Prägung zu brechen.

Warum war die Teilnahme an den Weltjugendfestspielen für viele Jugendliche attraktiv?

Neben dem politischen Rahmenprogramm waren die Weltjugendfestspiele für Jugendliche in der DDR vor allem aufgrund von materiellen Anreizen wie Verpflegungspaketen und der Gelegenheit für Begegnungen mit einer "größeren Welt" attraktiv.

Welche Rolle spielte der 9. November für die Hitlerjugend?

Der 9. November war nicht nur ein Gedenktag für die Gefallenen des Hitler-Ludendorff-Putsches, sondern diente der HJ zur Ablegung des feierlichen Treueschwurs gegenüber dem Führer.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zum Anteil jugendgemäßer Inhalte und empfundener Selbstbestimmung in der HJ (bis 1939) und in der FDJ (1946-1970)
Untertitel
Die Feste
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Proseminar Neuzeit
Note
1,3
Autor
Jessica Krüger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
26
Katalognummer
V122975
ISBN (eBook)
9783640279630
ISBN (Buch)
9783640283330
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anteil Inhalte Selbstbestimmung Proseminar Neuzeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Krüger (Autor:in), 2005, Zum Anteil jugendgemäßer Inhalte und empfundener Selbstbestimmung in der HJ (bis 1939) und in der FDJ (1946-1970), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122975
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Leseprobe aus  26  Seiten
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