Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den zur Zeit der Rheinromantik von Clemens Brentano verfassten Rheinmärchen. Die Rheinmärchen waren wie die Italienischen Märchen als zyklische Werke geplant. Bei denen handelt es sich um vier motivisch miteinander verbundene Texte bzw. um eine anspruchsvolle Gesamtkonstruktion, die inhaltlich als Einheit zu betrachten sind, jedoch unterscheiden sich die einzelnen Märchen in der Wahl der Quellen. Es wurden in ihnen klassische Mythen, Sagen vom Rhein und eigene Erfindungen vermischt. Zunächst wird der Inhalt und die innere Gliederung der Rheinmärchen kurz vorgestellt. Dabei werden auch die Hauptpersonen und deren Rolle in den Einzelmärchen beschrieben. Daran anschließend wird die literarische Gattung „Märchen“ und der Platz der Rheinmärchen innerhalb dieser Gattung behandelt. Nachdem die sprachliche Gestaltung der Texte und Stileigentümlichkeiten Brentanos ausführlich zur Diskussion gestellt werden, folgt abschließend eine breite Erläuterung der von Brentano verwendeten Motive.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die „Rheinmärchen“: Inhaltsangabe
- Zur Begriffsbestimmung: Märchen
- Brentanos Rheinmärchen: Kunst- oder Volksmärchen?
- Entstehungsgeschichte und Quellen
- Die sprachliche Gestaltung der Rheinmärchen
- Zu der Motivwahl in den Rheinmärchen
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht Clemens Brentanos „Rheinmärchen“ im Kontext der Rheinromantik. Ziel ist es, die „Rheinmärchen“ als zyklisches Werk zu analysieren, ihre literarische Einordnung zu diskutieren und die sprachliche Gestaltung sowie die Motivwahl zu beleuchten.
- Analyse der „Rheinmärchen“ als zyklisches Werk
- Einordnung der „Rheinmärchen“ in die Gattung Märchen
- Untersuchung der sprachlichen Gestaltung
- Analyse der Motivwahl
- Behandlung der Entstehungsgeschichte und Quellen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und beschreibt den Ansatz der Arbeit. Das Kapitel „Die „Rheinmärchen“: Inhaltsangabe“ bietet eine kurze Zusammenfassung der Handlung, wobei der Rahmenhandlung um Müller Radlauf und Prinzessin Ameleya im Mittelpunkt steht. Es wird die wichtige Rolle des Erzählens von Märchen für die Erlösung hervorgehoben. Das Kapitel „Zur Begriffsbestimmung: Märchen“ befasst sich mit der literarischen Gattung „Märchen“ und dem Platz der „Rheinmärchen“ darin. Die folgenden Kapitel befassen sich mit der Entstehungsgeschichte, der sprachlichen Gestaltung und der Motivwahl in Brentanos Werk.
Schlüsselwörter
Clemens Brentano, Rheinmärchen, Rheinromantik, Märchen, zyklisches Werk, sprachliche Gestaltung, Motivwahl, Volksmärchen, Kunstmärchen, Entstehungsgeschichte, Quellen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Clemens Brentanos "Rheinmärchen"?
Es handelt sich um ein zyklisches Werk der Rheinromantik, bestehend aus vier motivisch verbundenen Märchen, die Mythen, Sagen und eigene Erfindungen mischen.
Sind die Rheinmärchen Volksmärchen oder Kunstmärchen?
Die Arbeit diskutiert diese Einordnung und kommt zu dem Schluss, dass es sich aufgrund der komplexen literarischen Gestaltung um anspruchsvolle Kunstmärchen handelt.
Welche Rolle spielt die Rahmenhandlung in dem Werk?
Die Rahmenhandlung um Müller Radlauf und Prinzessin Ameleya verbindet die Einzelmärchen und betont das Erzählen als Mittel zur Erlösung.
Welche Quellen nutzte Brentano für seine Märchen?
Er griff auf klassische Mythen, lokale Sagen vom Rhein sowie auf seine eigene dichterische Fantasie zurück.
Was zeichnet die sprachliche Gestaltung Brentanos aus?
Typisch sind Stileigentümlichkeiten der Romantik, eine reiche Bildsprache und die Verwendung spezifischer Motive, die das Werk inhaltlich als Einheit erscheinen lassen.
Warum sind die Rheinmärchen ein Beispiel für die Rheinromantik?
Durch die Verklärung der Rheinlandschaft, den Rückgriff auf mittelalterliche Sagen und die Betonung des Mystischen verkörpern sie die Ideale dieser Epoche.
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- MA Elmira Nedelcheva (Author), 2008, Clemens Brentano und seine „Rheinmärchen“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122982