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Rechtsliteratur im Ostmitteldeutschen Sprachraum: Der Prolog und die Vorrede des Meißener Rechtsbuches

Titel: Rechtsliteratur im Ostmitteldeutschen Sprachraum: Der Prolog und die Vorrede des Meißener Rechtsbuches

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 18 Seiten

Autor:in: Genka Yankova-Brust (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

[...] Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen der Prolog und die Vorrede des Meißener Rechtsbuches. Auf Grund des Primärtextes soll es nachgewiesen werden, dass der Rechtsliteratur in Ostmitteldeutschensprachraum sowohl typische Merkmale der mittelalterlichen deutschsprachigen Rechtsliteratur zuzuschreiben sind als auch eine neue Tendenz feststellbar ist und nämlich die Entwicklung der Rechtsliteratur in Richtung Fachliteratur.
Im ersten Kapitel möchte ich einen kurzen historisch – sprachlichen Überblick über die deutsche Mittelalterliche Rechtsliteratur darstellen, so dass man den Primärtext aus dieser Sicht kommentieren kann. Anschließend werde ich kurz über den Forschungsstand referieren. Hier muss man erwähnen, dass die bisherigen sprachwissenschaftlichen Untersuchungen über den in der Arbeit behandelten Text und das gesammelte Material äußerst unzureichend sind. „Kein anderes Gebiet ist von der Literaturgeschichte so sehr vernachlässigt worden, obwohl die Rechtsliteratur große Bedeutung für die Ausbildung der deutschen Prosa besitzt.“ (Bumke, S. 357). Deswegen stehen am Anfang viele Fragen offen. Sie alle zu beantworten würde aber den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Um dies zu vermeiden, sollen bestimmte Grenzen, sowohl historisch - chronologische als auch räumliche, gesetzt werden.
Im zweiten Kapitel möchte ich über die Primärquelle berichten - ihre Überlieferung, Editionsgeschichte und Stellenwert. Als Grundlage der Arbeit hatte das von Gunhild Roth bearbeitete und von Winfried Irgang (Marburg, 2006) herausgegebene Werk gedient - eine Herausgabe, die, nach der Kritik, vorbildliche Editionsarbeit darstellt. Es folgt eine kurze Darstellung über die Funktion von Prologen und Vorreden in Rechtsbücher. Im Anschluss daran, im dritten Kapitel, möchte ich den Primärtext analysieren und kommentieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kapitel

1.1. Deutschsprachige Rechtsbücher im Mittelalter

1.2 Recht und Schriftsprache

1.3 Prologe und Vorreden

2. Kapitel: Die Primärquelle

2.1 Das „Leobschützer Rechtsbuch“

2.2 Das Meißener Rechtsbuch

2.3. Das Vorwort des Meißener Rechtsbuchs

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Prolog und das Vorwort des Meißener Rechtsbuchs, um nachzuweisen, dass dieses Werk einerseits typische Merkmale mittelalterlicher deutschsprachiger Rechtsliteratur aufweist und andererseits eine Entwicklung hin zur Fachliteratur andeutet.

  • Historisch-sprachlicher Kontext mittelalterlicher Rechtsliteratur
  • Funktion und Topoi von Prologen und Vorreden
  • Analyse der Überlieferung und Editionsgeschichte des Meißener Rechtsbuchs
  • Theologische und rechtliche Weltordnung im Spiegel der Primärquelle

Auszug aus dem Buch

2.3. Das Vorwort des Meißener Rechtsbuchs

„Dys buch ist eyn buch dez rechten yn wicbilde sech(s)ischer arth, als yz Meydeburg vnd dy hallyschen, dy ere volbort dez rechten do nehmen, vnd dy von Lipczig czu Halle.“ Gleich mit dem ersten Satz des Prologs wird das Rechtsbuch vorgestellt. Zielsetzung des Rechtsbuchs ist, das Landrecht, Stadtrecht und Kaiserrecht in ihrer Verschiedenheit und Übereinstimmung darzustellen. Die Markgrafschaft Meißen, das Pleißner Land und das Vogtland, Sachsen, Thüringen, Westfalen, die Mark Brandenburg, Polen und Böhmen werden als Geltungsbereich für dieses Recht genannt (Lieberwirth, S. 26)

Das Wichtigste aus dem Buch wird fast wie in Stichwörter bekannt gegeben. Der Verfasser umschreibt die ihm vorliegende Quellen: „Nv wysse eyn iczlich weyze man, das dyz buch ist geczogen vnd gesichert vs keysirlichen buchern, vs dem lantrechte spygils der Sachsen vnd wicbilde buchern vnd lehenrecht, vnd vs geistlichin buchern, dy vnstreflich zint, vnd eyn iczlich man mag wol dorof buhen.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des geschriebenen Wortes im Rechtsleben des Mittelalters ein und definiert die Untersuchung der Prologe und Vorreden als zentralen Gegenstand.

1. Kapitel: Dieses Kapitel bietet einen historisch-sprachlichen Überblick über die deutsche Rechtsliteratur, die Funktion von Einleitungstexten und die Problematik des Übergangs von Mündlichkeit zur Schriftlichkeit.

2. Kapitel: Die Primärquelle: Hier werden das „Leobschützer Rechtsbuch“ und das „Meißener Rechtsbuch“ in ihrer Überlieferung, Entstehung und inhaltlichen Struktur detailliert vorgestellt.

Schlusswort: Das Schlusswort resümiert, dass mittelalterliche Rechtsbücher als Instrumente zur Herrschaftssicherung dienten und eine wichtige Quelle für die Kultur- und Rechtsgeschichte darstellen.

Schlüsselwörter

Meißener Rechtsbuch, Leobschützer Rechtsbuch, Mittelalter, Rechtsliteratur, Vorwort, Prolog, Landrecht, Stadtrecht, Kaiserrecht, Rechtsgeschichte, Schriftlichkeit, Mündlichkeit, Ostmitteldeutschland, Rechtsordnung, Fachliteratur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Einleitungstexte, namentlich Prolog und Vorrede, des Meißener Rechtsbuchs im Kontext der mittelalterlichen Rechtsgeschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des Rechts zur Fachliteratur, die Funktion von Rechtsbüchern im Mittelalter sowie die Bedeutung der Sprache und der Überlieferung von Rechtstexten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand des Primärtextes nachzuweisen, dass das Meißener Rechtsbuch sowohl traditionelle Merkmale mittelalterlicher Rechtsliteratur besitzt als auch moderne fachliterarische Tendenzen zeigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine literatur- und rechtshistorische Analyse, die auf der Interpretation von Primärquellen und dem Abgleich mit dem aktuellen Forschungsstand basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen allgemeinen historisch-sprachlichen Überblick über die mittelalterliche Rechtsliteratur und eine spezifische Untersuchung des Meißener sowie des Leobschützer Rechtsbuchs.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie mittelalterliches Recht, Rechtsbücher, Stadtrecht, Geltungsbereich, juristisches Schrifttum und ostmitteldeutscher Sprachraum geprägt.

Warum ist das Meißener Rechtsbuch für die Forschung interessant?

Es gilt als eines der verbreitetsten Stadtrechtsbücher des 14. Jahrhunderts und gewährt laut der zitierten Forschung einen tiefen Einblick in die Kulturgeschichte und Lebensverhältnisse der damaligen Zeit.

Welche Rolle spielt die Sprache im Meißener Rechtsbuch?

Die zunehmende Verwendung der Volkssprache (statt Latein) und die Verschriftlichung rechtlicher Regelungen verdeutlichen den Übergang zur systematischen Fachliteratur im Spätmittelalter.

Wie unterscheidet sich das Vorwort des Meißener Rechtsbuchs von anderen Werken?

Es verzichtet auf klassische Elemente wie den Bescheidenheitstopos oder Bitten um Inspiration und betont stattdessen die klare Verantwortung des Verfassers sowie den Nutzen des Buches.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rechtsliteratur im Ostmitteldeutschen Sprachraum: Der Prolog und die Vorrede des Meißener Rechtsbuches
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Ältere Deutsche Literatur)
Veranstaltung
Poesie und Recht
Autor
Genka Yankova-Brust (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
18
Katalognummer
V122988
ISBN (eBook)
9783640274710
ISBN (Buch)
9783640274765
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rechtsliteratur Ostmitteldeutschen Sprachraum Prolog Vorrede Meißener Rechtsbuches Poesie Recht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Genka Yankova-Brust (Autor:in), 2008, Rechtsliteratur im Ostmitteldeutschen Sprachraum: Der Prolog und die Vorrede des Meißener Rechtsbuches, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122988
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Leseprobe aus  18  Seiten
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