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Die Rolle des ANC im Systemwechsel Südafrikas - Vom Ende des autokratischen Systems bis zur Frage der Konsolidierung in der nahen Zukunft

Título: Die Rolle des ANC im Systemwechsel Südafrikas - Vom Ende des autokratischen Systems bis zur Frage der Konsolidierung in der nahen Zukunft

Trabajo Escrito , 2001 , 27 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Philip Baum (Autor)

Política - Región: África
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Ziel der Arbeit soll es sein, den Systemwechsel in Südafrika im Hinblick auf die Rolle des ANC zu analysieren. Als wissenschaftliche Grundlage dient der akteurstheoretische Ansatz; die Gliederung der Arbeit richtet sich folglich im wesentlichen nach den Phasen des Systemwechsels dieser Theorie.
Punkt 2 geht konkret auf wichtige Etappen der Geschichte des ANC seit der Gründung 1912 ein, die zum weiteren Verständnis der Zusammenhänge erforderlich sind.
Punkt 3 beschreibt die Rolle des ANC während dem Ende des autokratischen Systems und wie er dazu beigetragen hat. In vier Unterpunkten werden interne und externe Ursachen, die Verhandlungen zum Ende SüdAs, die Probleme des ANC und schließlich das endgültige Ende der autoritären Herrschaft skizziert. Der vierte Gliederungspunkt greift die zweite Phase des akteurstheoretischen Ansatzes auf und analysiert die Entwicklung der Demokratisierung, d.h. den Übergang von der Herrschaft einer Gruppe, im Falle SüdAs der NP, zu der Herrschaft von instituonalisierten Regeln. Näher betrachtet werden die Transformation des ANC von einer Untergrundorganisation in einen politische Partei, die Gespräche über das neue politische System und die Übergangsinstitutionen. Punkt 5 beschäftigt sich mit der Problematik der Konsolidierung demokratischer Verhältnisse; hier stellt sich die Frage ob der neue Staat mit seiner Verfassung und seinem Rechtsstaat von Politik, Gesellschaft, den Medien, sowie auch vom Ausland akzeptiert wird. Der Fokus fällt dabei auf die ersten demokratischen Wahlen, die Regierung der nationalen Einheit und die Arbeit an der Verfassung, die ersten fünf Jahre ANC-Regierung und die Leistung der Minister. In Punkt 6 wird die Frage gestellt, ob der ANC eine demokratische Organisation ist. Die Bezeichnungen „Schwarz“ und „Coloured“ werden Wertungsfrei als Literaturvorgabe benutzt: Als „Schwarz“ wird die ethnische Majorität der einheimischen Schwarzhäutigen, die im ersten Jahrtausend nach Christus ins Gebiet des heutigen SüdA vordrang bezeichnet und als „Coloured“ die Mischlinge aus Schwarzen und anderen Ethnien.
Zum besseren Nachweis der Quellen, habe ich bei den Zeitungsinformationen, die entsprechende Seite bei Kulzer mit angegeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Akronyme

2 Die Geschichte des ANC

3 Das Ende des autokratischen Systems in Südafrika

3.1 Interne und externe Ursachen

3.2 Die Verhandlungen zum Ende des südafrikanischen Unrechtssystems

3.3 Schwierigkeiten des ANC

3.4 Das Ende der Südafrikanischen Union

4 Die Demokratisierung Südafrikas

4.1 Die Herausforderung für den ANC – der interne Strukturwandel

4.2 Gespräche und Verhandlungen über die Zukunft Südafrikas

4.3 Die Übergangsinstitutionen

5 Die Konsolidierung schwarzer Herrschaft

5.1 Die Wahlen 1994

5.2 Die Regierung der nationalen Einheit und die Arbeit an der Interimsverfassung

5.3 Die ersten 5 Jahre Politik des neuen Südafrika

5.4 Die einzelnen Minister – Licht und Schatten

6. Ein Resümee – wie demokratisch ist der ANC?

6.1 Der ANC und die Medien

7 Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert den Systemwechsel in Südafrika unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des African National Congress (ANC). Basierend auf einem akteurstheoretischen Ansatz wird der Übergang von einem autokratischen Apartheid-Regime zu einer konsolidierten Demokratie untersucht, wobei die Transformationsleistung des ANC als zentrale politische Akteurin im Fokus steht.

  • Historische Entwicklung und Wurzeln des ANC seit 1912
  • Die Rolle des ANC während der Erosion des autokratischen Systems
  • Der Transformationsprozess vom Widerstandsbewegung zur Regierungspartei
  • Herausforderungen der politischen Konsolidierung und interne demokratische Diskurse
  • Umgang des ANC mit Medien, Opposition und parteiinternen Strukturen

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Verhandlungen zum Ende des südafrikanischen Unrechtssystems

Das Ende der Apartheid wurde zwischen den Reformern und Softlinern der Eliten, v.a. durch ANC und NP, ausgehandelt und nicht selten fanden diese Verhandlungen in direkten Geheimgesprächen statt. Zu diesen Gesprächen kam es jedoch oftmals erst durch internationale Vermittlung.

Nachdem Anfang der 80er die Angst Großbritanniens und der USA erloschen war, dass die Sowjetunion Satellitenstaaten in der Region errichten würden, begannen alle Beteiligten auf eine politische Lösung zu drängen.

Es versuchte nun auch die Sowjetunion als Mittler zu wirken: „In Angola und Namibia wurde [der Gedanke] [..] erfolgreich verwirklicht, der ANC bedrängt, in Südafrika nach einer politischen Lösung zu suchen.“ Ende 1987 wurde Franz Josef Strauß von Generalsekretär Michail Gorbatschow und Außenminister Eduart Schewardnadse, als der ideale Vermittler für die neue SüdA-Politik ausgewählt. Denn „[z]u Recht gingen sie davon aus, daß er mehr als jeder andere ausländische Politiker geeignet sei, die weißen Afrikaner, und hier insbesondere das „Afrikanerdom“, von der neuen Haltung Moskaus gegenüber den Problemen Südafrikas zu überzeugen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit definiert das Ziel, den südafrikanischen Systemwechsel unter akteurstheoretischer Perspektive im Hinblick auf den ANC zu analysieren.

2 Die Geschichte des ANC: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung des ANC von der gemäßigten Gründungselite 1912 bis zur Radikalisierung unter dem Druck des Apartheid-Systems nach.

3 Das Ende des autokratischen Systems in Südafrika: Es werden die internen und externen Faktoren sowie die geheimen Verhandlungsprozesse analysiert, die zum Zusammenbruch der weißen Herrschaft führten.

4 Die Demokratisierung Südafrikas: Der Fokus liegt auf der Transformation des ANC in eine legale Partei und der Etablierung von Übergangsinstitutionen zur Vorbereitung der ersten freien Wahlen.

5 Die Konsolidierung schwarzer Herrschaft: Das Kapitel behandelt die Wahlergebnisse von 1994, die Arbeit der Regierung der nationalen Einheit und die Herausforderungen der ersten fünf Regierungsjahre.

6. Ein Resümee – wie demokratisch ist der ANC?: Eine kritische Bestandsaufnahme der demokratischen Qualität innerhalb des ANC, inklusive der Problematik von Korruption und dem Umgang mit freien Medien.

7 Schluss: Die Arbeit fasst zusammen, dass der ANC der entscheidende Akteur beim friedlichen Systemwechsel war, betont jedoch die zukünftige Notwendigkeit, demokratische Standards weiter zu festigen.

Schlüsselwörter

ANC, Südafrika, Apartheid, Systemwechsel, Demokratisierung, Nelson Mandela, Regierungsverantwortung, Transformationsprozess, Verfassungsgebung, Transformation, Politische Kultur, Konsolidierung, Medienfreiheit, Parteiendemokratie, Befreiungsbewegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem politischen Systemwechsel in Südafrika und untersucht dabei die zentrale Rolle, die der African National Congress (ANC) bei diesem Transformationsprozess eingenommen hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben der historischen Genese des ANC stehen die Verhandlungsprozesse zur Beendigung der Apartheid, der institutionelle Umbau Südafrikas sowie die Herausforderungen der Konsolidierung der jungen Demokratie im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, wie der ANC den Übergang von einer Untergrundorganisation zu einer staatstragenden Regierungspartei vollzogen hat und ob dabei demokratische Standards gewahrt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt als theoretische Grundlage den akteurstheoretischen Ansatz, um den Systemwechsel entlang der verschiedenen Phasen der demokratischen Transformation nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen der Systemkrise des Apartheid-Regimes, die Verhandlungen zwischen den politischen Eliten, die institutionelle Neugestaltung und eine kritische Leistungsbilanz der Regierungszeit des ANC unter Mandela und Mbeki.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Systemwechsel, ANC, Apartheid, Demokratisierung, Transformation und politische Konsolidierung in Südafrika beschreiben.

Wie bewertet der Autor den Umgang des ANC mit der Presse?

Der Autor stellt fest, dass der ANC zwar die Bedeutung der Pressefreiheit betont, aber gleichzeitig versucht hat, durch die Konzentration von Medienbesitz bei ANC-nahen Akteuren Einfluss auf die Berichterstattung zu nehmen, was kritisch hinterfragt wird.

Warum war der Zusammenhalt der Dreierallianz (ANC, SACP, COSATU) für die Stabilität so wichtig?

Diese Allianz war entscheidend für die Mobilisierung der Basis. Die Arbeit zeigt jedoch auf, dass der zunehmende neo-liberale Kurs der Regierung zu internen Spannungen führt, die den Zusammenhalt gefährden.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Rolle des ANC im Systemwechsel Südafrikas - Vom Ende des autokratischen Systems bis zur Frage der Konsolidierung in der nahen Zukunft
Universidad
University of Freiburg  (Philosophische Fakultät)
Curso
Grundkurs 3: Systemwechsel
Calificación
2,0
Autor
Philip Baum (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
27
No. de catálogo
V12299
ISBN (Ebook)
9783638182201
Idioma
Alemán
Etiqueta
ANC Systemwechsel Südafrika Mandela Afrika Systemtransformation Transition
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Philip Baum (Autor), 2001, Die Rolle des ANC im Systemwechsel Südafrikas - Vom Ende des autokratischen Systems bis zur Frage der Konsolidierung in der nahen Zukunft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12299
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