Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Pedagogic Psychology

Beratung und soziale Netzwerke

Title: Beratung und soziale Netzwerke

Seminar Paper , 2001 , 32 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Sabine Neumann (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Soziale Unterstützung bezieht sich auf die Ressourcen, die von anderen Personen bereitgestellt werden [...] wie z.B. Liebe, Fürsorge, Wertschätzung, Sympathie, Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe und Hilfe durch Informationen wie Ratschläge, persönliches Feedback.
Die Personen, die einem Individuum diese Ressourcen bieten können, sind diejenigen, zu denen er oder sie wichtige soziale Beziehungen unterhält, wie Familienmitglieder, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn.“

1965 wurde eine Umfrage durchgeführt, an der 7.000 Erwachsene teilnahmen.
Sie wurden über ihren Gesundheitszustand, ihre Verhaltensweisen im Bezug zur Gesundheit, einigen Hintergrundfaktoren und zur Anzahl und dem Ausmaß ihrer sozialen Beziehungen befragt.
Auf der Grundlage dieser Informationen wurde für jede Person ein Sozialer Netzwerk - Index errechnet, der gestützt wurde auf die Anzahl und Bedeutung der sozialen Kontakte im Leben der jeweiligen Person.
Danach wurden über 9 Jahre hinweg Sterblichkeitsraten an dieser Stichprobe gesammelt.
Man stellte fest, dass es in jeder Altersgruppe und bei beiden Geschlechtern mehr Todesfälle bei denen gab, die wenig soziale Kontakte hatten.
Dieser Effekt war unabhängig vom Gesundheitszustand zum ersten Erhebungszeitpunkt und auch unabhängig vom sozioökonomischen Status.
Zudem waren die, die sozial isoliert waren eher anfällig für gesundheitsschädliche Gewohnheiten wie rauchen, trinken, zu viel essen, unregelmäßige Mahlzeiten, zu wenig Schlaf,...
Es ist klar, dass das Fehlen eines Systems sozialer Unterstützung Menschen anfälliger für Tod und Krankheiten macht.
An dieser Studie kann man sehr gut sehen, dass das Fehlen sozialer Kontakte Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Soziale Netzwerke/ Definition

2. Fallstudie

3. Schilderung der Probleme, wenn soziale Netzwerke fehlen (Fallbeispiel)

4. Barrieren der Klienten, die die Bereitschaft Unterstützung zu leisten verringern

4.1.1 Ermittlung sozialer Unterstützungsressourcen

4.1.2 Strukturierte und unstrukturierte Ermittlung von Ressourcen

4.1.3 Ermittlung von Unterstützungsressourcen

4.2 Klientenabhängige Unterstützungsbarrieren

4.2.1 Barrieren für den Erhalt von sozialer Unterstützung

5. Beratungsstrategien und Interventionen, die zur Beseitigung der Effekte solcher Barrieren genutzt werden können. (Klientenbezogene Intervention)

5.1 Intervention bezogen auf die Einstellungsbarrieren

5.2 Strategien und Interventionen, sie sich auf Verhaltensbarrieren richten

6. Kontextbezogene Barrieren (z. B. soziale Trennung, begrenzte Ressourcen), die die Verfügbarkeit sozialer Unterstützung reduzieren können.

6.1 Barrieren sozialer Unterstützung, die in anderen Personen liegen

6.1.1 Räumliche Trennung

6.1.2 Trennung von wichtigen anderen Menschen

6.1.3 Trennung vom informellen Netzwerk

6.1.4 Trennung vom weiteren sozialen Kontext

6.2 Begrenzte Ressourcen

6.2.1 Begrenzte Ressourcen wichtiger anderer Personen und des „natürlichen“ Systems

6.2.2 Begrenzte gesellschaftliche Ressourcen

6.3 Einstellungen und Verhalten anderer Personen als Unterstützungsbarrieren

6.3.1 Rückzug wichtiger anderer Personen

6.3.2 Rückzug des informellen Netzwerkes

6.4 Inkompetente UnterstützerInnen

6.4.1 Inkompetenz wichtiger anderer Personen und das informelle System

6.4.2 Inkompetenz der Gesellschaft

6.5 Andere Personen wenden sich gegen die KlientInnen

6.5.1 Ablehnung

6.5.2 Aggressionen anderer Personen

6.6 Die Interaktion innerer und äußerer Barrieren, die in den anderen Personen liegen

6.7 Unterstützungsbarrieren in der physikalischen Umwelt

7. Beratungsstrategien, die den Einfluss von Barrieren des sozialen und materiellen Kontext der Klienten eliminieren oder reduzieren. (Kontextbezogene Intervention)

7.1 Interventionen, die auf das informelle Netzwerk gerichtet sind

7.1.1 Die Unterstützung der KlientInnen erhöhen, indem die UnterstützerInnen als Individuen verändert werden

7.2 Netzwerkzentrierte Interventionen

7.2.1 Vorgehen bei einer Netzwerkintervention

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung sozialer Netzwerke für die individuelle Gesundheit und analysiert, welche Barrieren den Zugang zu unterstützenden sozialen Beziehungen verhindern. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der beratungswissenschaftlichen Auseinandersetzung mit klientenabhängigen, kontextuellen sowie netzwerkbezogenen Hürden und der Ableitung konkreter Interventionsstrategien zur Überwindung dieser Blockaden.

  • Definition und grundlegende Bedeutung sozialer Unterstützungsressourcen
  • Analyse von individuellen (klientenabhängigen) Barrieren, wie sozialem Rückzug oder narzisstischem Verhalten
  • Untersuchung kontextbezogener Barrieren durch räumliche Trennung oder gesellschaftliche Ressourcenknappheit
  • Erarbeitung beratungspraktischer Interventionsstrategien, einschließlich klassischer und operanter Konditionierung
  • Methodik der netzwerkzentrierten Beratung zur Mobilisierung informeller Unterstützungsquellen

Auszug aus dem Buch

3. Schilderung der Probleme, wenn soziale Netzwerke fehlen (Fallbeispiel)

„Erika, eine 61 jährige Witwe, kam zur Beratung, weil sie Unterstützung bei Problemen suchte, die in einem engen Zusammenhang mit ihrem aktuellen Lebensabschnitt standen: (....) Die folgenden Gesprächsausschnitte verdeutlichen verschiedene Facetten des Hauptthemas im Beratungsprozess – ein wachsendes Gefühl der Isolation von den Personen, von denen sie eigentlich erwartete, dass diese sich um sie kümmern würden.

„Meinen Sie nicht, er (ihr Bruder) müsste bemerken, dass ich es gerne hätte, wenn er mir mehr Aufmerksamkeit und Hilfe schenken würde? Er fuhr am nächsten Morgen wieder fort, als ich gerade Schnee schaufelte – hupte nur, winkte, und weg war er.“

„Bei der Entscheidung, ob ich mich frühzeitig pensionieren lassen soll, beschäftigte mich neben den finanziellen Aspekten vor allem die Angst, mich nicht mehr dazugehörig zu fühlen. Nun ist es nicht so, dass ich mich irgend jemandem auf der Arbeit besonders nahe fühle. Meine engste Freundin wurde vor zwei Jahren pensioniert und ist nach Süddeutschland gezogen. Trotzdem ist es irgendwie tröstlich, jeden Tag zur Arbeit zu gehen, dieselben vertrauten Gesichter zu sehen und zu wissen, dass es, falls ich einen Tag zu Hause bleibe, weil ich krank bin, wenigstens einige Leute gibt, die sich fragen, was mit mir los ist.“ „Ich bin mir nicht sicher, ob ich einen neuen Anfang machen könnte. Ich habe meinen Ehemann verloren, und nun schwinden auch Eugens Kräfte. Es tut sehr weh, allein gelassen zu werden.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Soziale Netzwerke/ Definition: Einführung in die Begrifflichkeit und Erläuterung der verschiedenen Ressourcenarten wie emotionale und materielle Unterstützung.

2. Fallstudie: Darstellung einer Langzeituntersuchung, die den signifikanten Zusammenhang zwischen sozialer Isolation und gesundheitlicher Anfälligkeit aufzeigt.

3. Schilderung der Probleme, wenn soziale Netzwerke fehlen (Fallbeispiel): Anhand eines Fallbeispiels wird das subjektive Erleben von Isolation und der Verlust sozialer Bindungen im Lebensverlauf illustriert.

4. Barrieren der Klienten, die die Bereitschaft Unterstützung zu leisten verringern: Analyse der Faktoren, die die Inanspruchnahme von Hilfe erschweren, einschließlich diagnostischer Ansätze zur Ressourcenerfassung.

5. Beratungsstrategien und Interventionen, die zur Beseitigung der Effekte solcher Barrieren genutzt werden können. (Klientenbezogene Intervention): Vorstellung spezifischer Methoden zur Überwindung von Einstellungs- und Verhaltensbarrieren beim Klienten.

6. Kontextbezogene Barrieren (z. B. soziale Trennung, begrenzte Ressourcen), die die Verfügbarkeit sozialer Unterstützung reduzieren können.: Untersuchung äußerer Umstände wie räumliche Distanz, gesellschaftliche Vorurteile oder Inkompetenz im Unterstützungssystem.

7. Beratungsstrategien, die den Einfluss von Barrieren des sozialen und materiellen Kontext der Klienten eliminieren oder reduzieren. (Kontextbezogene Intervention): Strategien zur direkten Arbeit mit sozialen Netzwerken, um deren Funktionsfähigkeit und Unterstützungskraft wiederherzustellen.

8. Fazit: Zusammenfassende Reflexion über die gesundheitliche Relevanz intakter sozialer Netzwerke und die Notwendigkeit professioneller Interventionsangebote.

Schlüsselwörter

Soziale Netzwerke, Soziale Unterstützung, Gesundheitsförderung, Beratungsstrategien, Interventionskonzepte, Soziale Isolation, Verhaltensbarrieren, Ressourcenermittlung, Netzwerkintervention, Psychosoziale Beratung, Einstellungsänderung, Soziale Kompetenz, Reziprozität, Prävention, Systemische Beratung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung sozialer Netzwerke für die Gesundheit von Individuen und untersucht, welche Barrieren den Zugang zu hilfreicher Unterstützung verhindern können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Definition sozialer Ressourcen, die Analyse individueller und kontextueller Barrieren sowie die Entwicklung professioneller Interventionsstrategien zur Verbesserung der Unterstützungssysteme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Gründe für den Mangel an sozialer Unterstützung aufzuzeigen und beratungswissenschaftliche Methoden vorzustellen, um Klienten beim Aufbau oder der Reaktivierung stabiler sozialer Beziehungen zu unterstützen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Darstellung beratungstheoretischer Konzepte, wie etwa Ansätze aus der Verhaltens- und Systemtherapie, um Interventionsstrategien wie das Rollenspiel oder die Netzwerkanalyse zu begründen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Identifikation verschiedener Barrieren (individuell, kontextuell, netzwerkbezogen) und die detaillierte Beschreibung der korrespondierenden Beratungs- und Interventionsmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind soziale Unterstützung, Netzwerkanalyse, Beratungsintervention, soziale Isolation und gesundheitliche Prävention.

Welchen Stellenwert nimmt die "Reziprozität" bei der Unterstützung ein?

Die Reziprozität ist ein zentraler Faktor; das Fehlen von Gegenseitigkeit in Beziehungen (z.B. durch „Schmarotzertum“ oder einseitige Forderungen) führt oft zur Erschöpfung des Unterstützers und damit zum Abbruch sozialer Kontakte.

Wie können Rollenspiele in der Beratung helfen?

Rollenspiele ermöglichen Klienten, Perspektiven zu wechseln und sich in die Lage ihrer Unterstützer zu versetzen, um so die eigenen Verhaltensmuster zu reflektieren und negative Dynamiken, die Unterstützung blockieren, besser zu verstehen.

Excerpt out of 32 pages  - scroll top

Details

Title
Beratung und soziale Netzwerke
College
University of Paderborn  (FB Pädagogik)
Course
Gesundheitsförderung und Prävention als pädagogisches Problem
Grade
sehr gut
Author
Sabine Neumann (Author)
Publication Year
2001
Pages
32
Catalog Number
V12301
ISBN (eBook)
9783638182218
Language
German
Tags
Soziale Netzwerke Barrieren Intervention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Neumann (Author), 2001, Beratung und soziale Netzwerke, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12301
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  32  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint