In meiner Arbeit werde ich die Einflussfaktoren auf die kindliche Sozialisation vom Ende des 2. Weltkrieges beschreiben, um dabei auf die Bedeutung der Veränderung der Einflussfaktoren der kindlichen Sozialisation heute einzugehen.
Dabei werde ich zunächst den Begriff „Sozialisation“ genauer definieren, damit klar wird, was Sozialisation eigentlich bedeutet.
Als nächstes werde ich auf die Familie eingehen, da sie die größte Sozialisationsagentur der Gesellschaft ist.
Danach werde ich auf den Wandel in der Familienstruktur eingehen um daran anschließend die neuen familiären Lebensformen und deren Folgen für die kindliche Sozialisation zu erläutern.
Außer der Familie gibt es natürlich noch andere Faktoren, die sich automatisch aus dem Wandel der Familienstruktur und familiären Lebensformen ergeben:
- Erziehung, die zum einen die familiäre Erziehung beinhaltet, aber auch die institutionelle Erziehung, die durch den Wandel der schon erwähnten Punkte immer mehr wichtig wird.
- Wohnsituation allgemein und die Bedeutung der Wohnsituation für das Spiel der Kinder
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition Sozialisation
3. Definition Familie
4. Wandel der Familienstruktur
5. Änderung der familiären Lebensformen und ihre Folgen für die Sozialisation der Kinder
6. Erziehung
7. Institutionelle Erziehung
8. Wohnsituation und Spiel
9. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die kindliche Sozialisation im Wandel seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Ziel ist es, die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen, insbesondere in Bezug auf Familienstrukturen, Erziehungspraktiken und das Wohnumfeld, auf die kindliche Entwicklung aufzuzeigen und deren Bedeutung für die heutige Zeit kritisch zu hinterfragen.
- Wandel der Familienstrukturen und Entstehung neuer Lebensformen
- Die Rolle der Familie als primäre Sozialisationsinstanz
- Veränderungen in der familiären und institutionellen Erziehung
- Einfluss der Wohnsituation auf die kindliche Spiel- und Sozialisationswelt
- Herausforderungen durch gesellschaftliche Modernisierungsprozesse
Auszug aus dem Buch
8. Wohnsituation und Spiel:
Außer den familiären Einflüssen sind natürlich auch noch andere Punkte relevant. Dazu gehört auch die Wohnsituation. In der Nachkriegszeit waren sehr viele Wohnungen zerstört, so dass die vorher vorhandenen Funktionstrennungen (wie z.B. Trennung von Küche und Handwerksarbeiten) und Spezialisierungen (wie Kinderzimmer, Schlafzimmer) plötzlich wegfielen. Auch die beruflichen Tätigkeiten wurden nicht mehr an der Arbeitsstelle verrichtet, sondern mussten zu Hause getan werden. So schneiderten Frauen z.B. zu Hause in der Küche, weil sonst einfach kein Platz war. Es herrschte große Wohnungsnot, so dass viele Menschen auf kleinstem Raum zusammenwohnten. Auch waren es nicht nur Familien die zusammenlebten, sondern auch fremde Menschen.
Es gab keine Kinderzimmer und Schlafzimmer, viele Menschen schliefen in einem Zimmer und teilweise gab es auch keine Betten. Dadurch, dass auch fremde Menschen in den Wohnungen aufgenommen wurden, hatten die Kinder auch viele Kontakte zu Nicht – Familienmitgliedern. Durch den wenigen Platz und die Überfüllung waren die Kinder kaum in den Wohnungen, denn sie konnten auch kaum noch Freunde mitbringen, da es einfach zu eng war. Die Kinder hielten sich bei Wind und Wetter draußen auf, wo sie dann, dadurch, dass die Eltern einfach keine Zeit hatten, auch nicht beaufsichtigt wurden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der kindlichen Sozialisation im Wandel und Vorstellung der relevanten Einflussfaktoren.
2. Definition Sozialisation: Theoretische Herleitung des Sozialisationsbegriffs als Prozess der sozialen Einbindung.
3. Definition Familie: Analyse des modernen Familienbegriffs und der Bedeutung der Kernfamilie als zentrale Sozialisationsagentur.
4. Wandel der Familienstruktur: Historischer Rückblick auf die Entwicklung der Familienstrukturen seit dem Zweiten Weltkrieg.
5. Änderung der familiären Lebensformen und ihre Folgen für die Sozialisation der Kinder: Untersuchung der Auswirkungen von Individualisierung und Pluralität auf die Entwicklung von Kindern.
6. Erziehung: Darstellung der historischen Entwicklung von Erziehungsstilen und deren Auswirkungen auf heutige Eltern und Kinder.
7. Institutionelle Erziehung: Diskussion über die wachsende Bedeutung und die Ambivalenz von außerfamiliären Erziehungseinrichtungen.
8. Wohnsituation und Spiel: Betrachtung des Wandels der Lebensräume und dessen Einfluss auf die kindliche Phantasie und Spielweise.
9. Fazit: Persönliche Reflexion der Autorin über den Wandel der Sozialisationsbedingungen und den konstruktiven Umgang damit.
Schlüsselwörter
Kindliche Sozialisation, Familienstruktur, Erziehung, Sozialisationsagentur, Kernfamilie, Wohnsituation, Kinderspiel, Institutionelle Erziehung, Sozialer Wandel, Lebensformen, Familienwandel, Kindheitsforschung, Entwicklungspsychologie, Individualisierung, Pädagogik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Wandel der kindlichen Sozialisationsbedingungen in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Wandel der Familienstrukturen, die Rolle der Erziehung (familiär und institutionell) sowie die Bedeutung des Wohnumfelds für das Spiel von Kindern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Einflussfaktoren auf die kindliche Entwicklung zu beschreiben und die Bedeutung gesellschaftlicher Veränderungen für die heutige Sozialisation zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine soziologische Auseinandersetzung mit dem Thema unter Einbeziehung entwicklungspsychologischer Erkenntnisse und theoretischer Grundlagen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu Familienstrukturen, verschiedenen Erziehungskontexten und den räumlichen Bedingungen, die das Aufwachsen von Kindern prägen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sozialisation, Familienwandel, Erziehungsstile und Wohnumwelt definiert.
Wie hat sich die Rolle des Spiels laut der Arbeit verändert?
Während Kinder früher draußen freier spielen konnten, ist das Spiel heute oft stärker kontrolliert, in Institutionen organisiert oder durch den Verlust öffentlicher Spielräume eingeschränkt.
Warum wird die Institutionelle Erziehung heute als wichtiger erachtet?
Aufgrund veränderter Familienformen, Zeitnot der Eltern und der zunehmenden Komplexität der Anforderungen an die Kindererziehung gewinnen Kitas und Schulen als Unterstützungsinstanzen an Bedeutung.
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- Sabine Neumann (Author), 2002, Kindliche Sozialisation im Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12304