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Inklusionspädagogische Lerninhalte aus Sicht der Lehrkräfte in Beispielhausen. Forschungsdesign einer qualitativen Forschungsmethode

Titel: Inklusionspädagogische Lerninhalte aus Sicht der Lehrkräfte in Beispielhausen. Forschungsdesign einer qualitativen Forschungsmethode

Hausarbeit , 2022 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Michel Schmidt (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit Deutschland im Jahr 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet hat, ist die Inklusion ein häufig
diskutiertes Thema in der Gesellschaft und es wird seitdem stetig an der Umsetzung der Inklusion an deutschen Schulen gearbeitet, um Kindern und Jugendlichen ein gemeinsames Lernen zu ermöglichen. Auch in der Stadt Beispielhausen, mit etwa 500 000 Einwohnerinnen und Einwohnern, wird an der Inklusion in den insgesamt 75 Grundschulen gearbeitet. In Gesprächsrunden zu dem Thema Inklusion in Beispielhausen wird deutlich, dass zu dieser Thematik ein heterogenes Bild besteht. Einige Lehrkräfte berichten von erstaunlichen Leistungsentwicklungen seitens der Kinder mit Behinderung, andere Lehrkräfte kritisieren jedoch die erhöhte Belastung im Arbeitsalltag. Dabei kritisieren einige Lehrkräfte besonders, dass sie im Rahmen ihrer Ausbildung nicht auf diese Form von Unterricht vorbereitet wurden. Das heterogene Bild zeigt sich jedoch nicht nur bei den Aussagen der Lehrkräfte, auch zwischen den einzelnen Schulen in Beispielhausen gibt es deutliche Unterschiede.

Aufgrund der unterschiedlichen Ausprägungen der Inklusion an den Schulen in Beispielhausen und den unterschiedlichen Empfindungen der Lehrkräfte, soll in der folgenden Fallstudie das Forschungskonzept zu der Fragestellung wie Inklusion an Grundschulen in Beispielhausen aus Sicht der Lehrer gelingen kann und welche zusätzlichen Inhalte während des Studiums oder durch Weiterbildungen sie dabei unterstützen könnten, erarbeitet werden.

An die Kritik der Lehrkräfte anknüpfend, während ihrer Ausbildung nicht auf diese Form des Unterrichts vorbereitet worden zu sein, wird in der folgenden Arbeit das Design für das Forschungsvorhaben zur Beantwortung der Frage erstellt. Hierzu wird zunächst eine methodische Positionierung vorgenommen, um die Wahl der Forschungsart zu begründen, auf der Fragestellung aufbauend wird anschließend das Forschungsfeld bestimmt. Darauf aufbauend wird die Wahl des Erhebungs- und Auswertungsverfahrens erläutert und die Entscheidung über das Sampling getroffen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wird ein entsprechendes Erhebungsinstrument erstellt und erläutert. Abschließend werden die Ergebnisse der Fallstudie in einer Abschlussbetrachtung zusammengefasst und reflektiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodische Positionierung

3. Bestimmung des Forschungsfeldes

4. Auswahl des Erhebungsverfahrens

5. Auswahl des Auswertungsverfahrens

6. Wahl des Sampling

7. Grundlagentheoretische Einbettung in die Forschung

8. Beispielhaftes Leitfadeninterview als Erhebungsinstrument

9. Abschlussbetrachtung

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Gelingen von Inklusion an Grundschulen in Beispielhausen aus der Perspektive der Lehrkräfte, um Bedarfe für zusätzliche Studieninhalte oder Weiterbildungen zu identifizieren, die eine bessere Vorbereitung auf inklusiven Unterricht ermöglichen könnten.

  • Analyse der Erfahrungen und Bewertungen von Lehrkräften zur Inklusion.
  • Identifikation von Defiziten in der Lehrerausbildung hinsichtlich inklusiver Didaktik.
  • Entwicklung eines qualitativen Forschungsdesigns (Leitfadeninterviews).
  • Erfassung notwendiger Kompetenzen und Methoden für adaptiven Unterricht.
  • Reflexion des Forschungsstandes zur Inklusion an Schulen in Beispielhausen.

Auszug aus dem Buch

2. Methodische Positionierung

Bei der Auswahl der Forschungsmethode lässt sich zwischen der quantitativen und der qualitativen Ausrichtung einer Studie unterscheiden. Die beiden unterschiedlichen methodischen Paradigmen haben das Ziel soziales Handeln zu verstehen, nutzen jedoch unterschiedliche Vorgehensweisen.

Die qualitative Ausrichtung einer Studie hingegen hat nicht das Ziel bestehende Theorien und Hypothesen zu überprüfen, sondern ein weitgehend unbekanntes Feld systematisch zu explorieren und zu erschließen. Dabei kann auch aus den Beobachtungen der Realität eine Theorie oder Hypothese abgeleitet werden (vgl. Schaffer/Schaffer 2019, S.47). Die qualitative Forschung zielt anders als die quantitative Forschung nicht darauf ab, einen Beweis durch eine große Anzahl an Stichproben zu erbringen, sondern die fallbasierten Erklärungen für das soziale Handeln einer bestimmten Gruppe durch die Handlungen weniger Einzelfälle zu erforschen und zu verstehen. Da das Verstehen des Einzelfalls im Vordergrund steht, sind die Stichproben verglichen mit der quantitativen Forschung, klein und die Forschungslogik deduktiv (vgl. Schaffer 2014, S.64).

Durch die unterschiedlichen Herangehensweisen von quantitativer und qualitativer Forschung, bestimmt die Wahl der Ausrichtung der Studie das weitere Vorgehen. Aus diesem Grund muss nach der Wahl der Ausrichtung, diese auch beibehalten werden (vgl. Przyborski / Wohlrab-Sahr 2014, S.6). Bezogen auf die Forschungsfrage zum Gelingen der Inklusion in Beispielhausen und den Inhalten während der Ausbildung und durch Weiterbildungen, die die Lehrkräfte besser auf den inklusiven Unterricht hätten vorbereiten können, zeigt sich nach der Erläuterung der quantitativen und qualitativen Methode, dass sich die qualitative Methode besser für die Erforschung der Fragestellung eignet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Inklusion und stellt die heterogene Situation an den Grundschulen in Beispielhausen sowie das Ziel der Untersuchung dar.

2. Methodische Positionierung: In diesem Kapitel wird begründet, warum ein qualitativer Forschungsansatz zur Erforschung der individuellen Erfahrungen von Lehrkräften geeigneter ist als ein quantitativer Ansatz.

3. Bestimmung des Forschungsfeldes: Hier wird der Fokus auf Lehrkräfte mit Grundschullehramt und mehrjähriger Erfahrung in inklusiven Klassen als Zielgruppe der Untersuchung festgelegt.

4. Auswahl des Erhebungsverfahrens: Es wird dargelegt, warum das Leitfadeninterview die optimale Methode ist, um den Gesprächsfluss zu steuern und detaillierte Einblicke in die Lehrperspektive zu gewinnen.

5. Auswahl des Auswertungsverfahrens: Dieses Kapitel erläutert die Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur systematischen Kategorisierung und Auswertung der Interviewdaten.

6. Wahl des Sampling: Es werden die Kriterien für das selektive Sampling diskutiert, um eine repräsentative und zielführende Teilnehmergruppe zu identifizieren.

7. Grundlagentheoretische Einbettung in die Forschung: Das Kapitel verknüpft die Problematik der unzureichenden Ausbildung mit der Notwendigkeit einer praxisnahen empirischen Forschung.

8. Beispielhaftes Leitfadeninterview als Erhebungsinstrument: Hier wird das konkrete Instrumentarium präsentiert, unterteilt in die drei Phasen: Kennenlernen, gelenktes Expertengespräch und gezielte Nachfragen.

9. Abschlussbetrachtung: Die Arbeit fasst das gewählte Forschungsdesign zusammen und diskutiert Implikationen für zukünftige Studien und die Weiterentwicklung der Lehrerausbildung.

10. Literaturverzeichnis: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendeten akademischen Quellen und Werke zur Fundierung des Forschungsdesigns auf.

Schlüsselwörter

Inklusion, Grundschule, Lehrkräfte, Qualitative Forschung, Leitfadeninterview, Inklusive Pädagogik, Lehrerausbildung, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Berufsalltag, Lehrmethoden, Schulentwicklung, Beispielhausen, Empirische Sozialforschung, Bildungspraxis, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation der Inklusion an Grundschulen der Stadt Beispielhausen und der Frage, wie Lehrkräfte ihre Ausbildung und Vorbereitung auf diesen pädagogischen Auftrag bewerten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Der Fokus liegt auf den Erfahrungen der Lehrkräfte mit behinderten Schülerinnen und Schülern, den Herausforderungen im Arbeitsalltag sowie dem Bedarf an spezifischen Lehrinhalten für das Studium.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu erarbeiten, wie Inklusion an Grundschulen aus Sicht der Lehrkräfte besser gelingen kann und welche zusätzlichen Kompetenzen bzw. Ausbildungsinhalte dafür notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?

Es wird ein qualitatives Forschungsdesign genutzt. Konkret kommen Leitfadeninterviews zur Datenerhebung und die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung zum Einsatz.

Welche Inhalte werden in den Hauptkapiteln behandelt?

Die Arbeit behandelt die methodische Begründung, die Definition des Forschungsfeldes, das Auswahlverfahren der Probanden, die Gestaltung des Interviewleitfadens und die Auswertungsmethodik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den prägenden Begriffen zählen Inklusion, qualitative Forschung, didaktische Vorbereitung, Lehrkräfteperspektive, Grundschulpädagogik und Beispielhausen als Fallbeispiel.

Warum wurde das Leitfadeninterview als Erhebungsmethode gewählt?

Das Instrument erlaubt es, den Lehrkräften Raum für individuelle Erfahrungen zu lassen, während durch Steuerungsfragen gleichzeitig eine Vergleichbarkeit der Daten und die Bearbeitung relevanter Zielthemen sichergestellt wird.

Welche Rolle spielt die "induktive Kategorienbildung" in der Auswertung?

Diese Methode erlaubt es, Kategorien direkt aus dem gewonnenen Interviewmaterial zu entwickeln, anstatt sie starr vorzugeben, was der Offenheit des qualitativen Forschungsansatzes entspricht.

Gibt es spezifische Auswahlkriterien für die Lehrkräfte im Sample?

Ja, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, sollen bevorzugt Lehrkräfte mit Grundschullehramts-Studium und einer Berufserfahrung zwischen drei und fünf Jahren befragt werden.

Was erhofft sich der Autor von der Abschlussbetrachtung?

Der Autor möchte durch die Reflexion des Forschungsdesigns aufzeigen, wie die Ergebnisse zur langfristigen Verbesserung der Inklusion an deutschen Schulen beitragen und als Basis für künftige Forschung dienen können.

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Details

Titel
Inklusionspädagogische Lerninhalte aus Sicht der Lehrkräfte in Beispielhausen. Forschungsdesign einer qualitativen Forschungsmethode
Hochschule
(IU Internationale Hochschule)
Veranstaltung
Qualitative Forschungsmethoden
Note
1,3
Autor
Michel Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
11
Katalognummer
V1231133
ISBN (PDF)
9783346655158
ISBN (Buch)
9783346655165
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Qualitative Forschungsmethoden Forschungsmethoden Soziale Arbeit Fallstudie Pädagogik Inklusion IUBH IU Inklusion Beispielhausen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michel Schmidt (Autor:in), 2022, Inklusionspädagogische Lerninhalte aus Sicht der Lehrkräfte in Beispielhausen. Forschungsdesign einer qualitativen Forschungsmethode, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1231133
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