Das Jahr 1945 als Neubeginn der schwedischen Kinderliteratur


Magisterarbeit, 2006
94 Seiten, Note: 3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG
1.1 Kinderliteratur in Schweden
1.1.1 Zum Thema
1.1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.1.3 Aufbau der Arbeit
1.2 Das schwedische Kinderbuch bis 1945
1.3 Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen und reformpädagogischen Konzepten als Voraussetzung für die Entstehung des neuen Kinderbuches
1.3.1 Die Reformpädagogik der 30er und der 40er Jahre
1.3.2 Zur Verbindung von Pädagogik, Literatur und Politik
1.4 Die neue Schriftstellergeneration der 40er Jahre: Astrid Lindgren, Lennart Hellsing, Tove Jansson
1.4.1 Astrid Lindgren und das moderne schwedische Kinderbuch
1.4.2 Lennart Hellsings Debütbuch und das moderne schwedische Kinderbuch
1.4.3 Tove Janssons Debütbuch und das moderne schwedische Kinderbuch
1.4.4 Weitere Autoren

2. PIPPI LÅNGSTRUMP
2.1 Geschichte des Buches: wie es dazu kam
2.2 Pippi Långstrump, ein Mädchenbuch? Das Problem der geschlechtspezifischen Erziehungsmuster
2.3 Pippis Eigenwelt
2.3.1 Das Chaos
2.3.2. Verkehrte Werte
2.4 Antiautoritäre Züge in „Pippi Långstrump“: Pippis Souveränität
2.4.1 Der Bruch mit den Erziehungsnormen der Zeit
2.4.2 Die Souveränität der Figur
2.4.2.1 Die körperliche Souveränität
2.4.2.2 Die sprachliche Souveränität
2.4.2.3 Die finanzielle Souveränität
2.4.3 Das freie Spiel
2.5 Pippi Långstrump als komische Figur
2.6 Intertextuelle Andeutungen in „Pippi Långstrump“
2.7 Stilistische Innovation
2.8 Politische Anspielungen bei „Pippi Långstrump“

3. BRÖDERNA LEJONHJÄRTA
3.1 Geschichte des Buches: wie es dazu kam
3.2 Der Erzähler
3.3 Das Motiv des Phantastischen
3.4 Das Thema der Angst
3.5 Das Problem des Bösen
3.6 Todesmärchen oder Trostbuch?

4. SCHLUSSFOLGERUNGEN

APPENDIX

Literaturliste

Internetquellen, ausgewählte Medienberichte und Dokumentenverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 Kinderliteratur in Schweden

Seit den 40er Jahren hat das schwedische Kinderbuch in einem Maße Bedeutung erlangt, dass es gegenüber der Literatur für Erwachsene als gleichwertig einzuschätzen ist. Dafür spricht sowohl die Vielfalt der Titel als auch ihre künstlerische Qualität. Auf internationalem Niveau weist man der Kinderliteratur des Landes nach schwedischer Meinung sogar eine größere Bedeutung zu, als der Erwachsenliteratur. Heute stellt sich das schwedische Kinderbuch als eine Literatur dar, die gewissermaßen enttabuisiert ist: Nichts, was Menschen berührt, bleibt ihr verschlossen. Weder für Inhalte noch für Darstellungsweisen scheint es Grenzen zu geben. Vielmehr strebt die Literatur für die Jungen und Jüngsten danach, die Selbständigkeit, Hilfsbereitschaft, Solidarität und gegenseitige Achtung der Kinder zu fördern, aber auch ihr kritisches Denkvermögen in Bezug auf die gesellschaftlichen, sozialen und zwischenmenschlichen Verhälntise der Erwachsenwelt zu entwickeln. Letzteres führte in der zweiten Hälfte der vierziger Jahre im Zusammenhang mit der so genannten „antiautoritären“ Erziehung zu Extremen, die infolge der Experimentierfreudigkeit jüngerer Autoren verhältnismäßig breiten Raum einnahmen. Wo Erziehungsfragen im positiven wie im negativen Sinne des Wortes „fragwürdig“ geworden sind, ist auch ein Sturm der Entrüstung über ein Buch, das die Erziehungsnormen bricht, nur noch schwer vorstellbar. Allgemein kann man sagen, dass sich die schwedische Kinderliteratur durch ein frühes Aufgreifen gesellschaftlich und individuell relevanter Themen, durch einen fast vollständigen Verzicht auf die Idylle und durch eine realistische Darstellungsweise der Verhaltensnormen von Kindern in einem problembehafteten Alltagsleben charakterisiert.

Die facettenreiche - und immer reicher werdende - Themenpalette aus allen Lebensbereichen der Gegenwart hat dazu geführt, dass das Verhältnis von erzieherischer Funktion und künstlerischer Wirkung des Kinderbuchs sowie von Phantasie und Realität bei der Gestaltung von Stoffen für das junge Lesepublikum andere Dimensionen erreicht hat. Dazu spielte auch die immer stärker in den Vordergrund tretende Doppelfunktion des Kinderbuches eine enorme Rolle, das sich nicht nur an die kindlichen Leser wandte, sondern auch an die Erwachsenen. Schließlich sollte das Kinderbuch auch Anregungen für den Umgang mit Kindern und

Verständnis für deren Reaktionen vermitteln. Das alles hat Thematik und Stil der Kinderliteratur des Landes bemerkenswert vervollkommt und zum Bruch von fest etablierten literarischen Konventionen geführt.

1.1.1 Zum Thema

Mitte der 40er Jahre beginnt die zweite Blütezeit der schwedischen Kinderliteratur. Wie schon um die Jahrhundertwende, wird Schweden diesmal in noch größerem Umfang zu einem international führenden Land auf dem Gebiet der Kinderliteratur. Nun wurden Kinder- und Jugendbücher preisgekrönt, die sich nicht durch Wissensvermittlung oder moralische Tendenzen auszeichneten, sondern durch echtes Leben und dichterische Erzählkraft. Anregungen aus ausländischen Kinderbuchklassikern wurden ausgetauscht und weitergegeben, die Grenzen im Reich der Kinder- und Jugendlektüre waren gefallen.

Dies führt uns zur historischen Leistung der schwedischen Kinderbuchautoren Astrid Lindgren, Tove Jansson und Lennart Hellsing und zu deren Bedeutung für die Geschichte der Kinderliteratur ihres Landes. Ihre bahnbrechenden Werke – Astrid Lindgrens "Pippi Långstrump", Tove Janssons "Småtrollen och den stora översämningen" und Lennart Hellsings "Katten blåser i silverhorn" – betraten die kinderliterarische Szene Schwedens im Jahr 1945, erlangten schnell große Beliebtheit und sind bis heute aus der Kultur des Landes nicht mehr wegzudenken. Sie bezeichnen den Beginn des neuen schwedischen Kinderbuchs und sorgten dafür, dass in den Kinderzimmern eine Revolution Einzug gehalten hat.

Den literarischen Innovationen des Kindheitsbildes der Autoren dieser Generation lagen die reformpädagogischen Tendenzen der 30er und der 40er Jahre zugrunde, die im Geiste des „antiautoritären Erziehungsprinzips“ die starken, selbstbewussten Kindern ausriefen, die tun, was ihnen gefällt und keine Anweisungen durch Erwachsene benötigen. Neben Pippi, die „en barnens egen projektion av åtråvärda egenskaper, alla välartade Annikos och Tommiers säkerhetsventil“1 wurde, sind die kleine My aus Tove Janssons Miminbüchern sowie Krakel Spektakel und sein Cousin Vitamin von Lennart Hellsing als Vertreter des starken, selbständigen, freien Individuums anerkannt, das sich über die geltenden Normen und Regeln der

Erwachsenwelt hinwegsetzt und nach dem Lustprinzip lebt. So kam ein neues Kinderbild zustande, das die Festung der konventionellen Kinderliteratur im Sturm nahm, seinen Eigenwert betonte und zum Aufbruch des neuen Kinderbuches Schwedens führte.

So entstand in den 40er Jahren eine ganz neue Dimension der schwedischen Kinderliteratur, die einen neuen Kindheitsentwurft zustande brachte und Innovationen im Hinblick auf die ästhetische, die inhaltliche und die formale Ebene des Kinderbuches forderten. Phantasie, experimentelle Subjektposition, Bruch mit konventionellen Kinderbuchschilderungen, Neubewertungen der Kinder- wie der Mädchenrolle, komische Elemente, stilistische Innovation, Verbindung verschiedener Gattungen und die doppelte Adressiertheit an ein sowohl erwachsenes als auch kindliches Lesepublikum führten zu einer neuen Form der Kinderliteratur.

1.1.2 Fragestellung und Zielsetzung

Ausgangspunkt der Untersuchung der vorliegenden Arbeit ist der Aufbruch des neuen Kinderbuches, der mit dem Dreifachdebüt von Astrid Lindgren, Tove Jansson und Lennart Hellsing im Jahr 1945 in Schweden entsteht. Dadurch wird ein neues selbständiges Kindheitsbild vermittelt, das die fest etablierten literarischen Normen und Regeln der Kinderliteratur attackiert. Gleichzeitig kommt es zu Grenzüberschreitungen und Normenbrüchen auf dem ästhetischen, inhaltlichen und formalen Niveau der Kinderliteratur.

Bei der Analyse dieses literarischen Phänomens sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Aufschlussreich ist die Tatsache, dass es in den 30er und 40er Jahren in den skandinavischen Ländern nach den wechselseitigen Beeinflussungen von Gesellschaftsentwürfen und reformpädagogischen Strömungen von Ellen Keys "Erziehung vom Kinde aus" bis zur anitautoritären Erziehung im Sinne von Bertrand Russel und Alexander Neills zu der Erschaffung eines spezifisch skandinavischen Kindheitsverständnisses kommt.

Vor diesem Hintergrund ist der Schwerpunkt der vorliegenden Magisterarbeit zu sehen, der bei den Innovationsleistungen der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren liegt. Im Hinblick darauf werden ihre Kinderbuchklassiker "Pippi

Långstrump" und "Bröderna Lejonhjärta" unter die Lupe genommen: Lindgrens zwei Meisterwerke, die in der damaligen Zeit für kontroverse Debatten gesorgt haben.

Hier werden die zentralen Leitfragen der Magisterarbeit entwickelt, nämlich jene, inwieweit die Kinderbuchautorin die Grenzen der traditionellen konventionellen Kinderliteratur sprengt, um das Kind als Ausdrucksform darzustellen. Gleichzeitig sollen dem Leser ihre innovativen Leistungen im Hinblick auf die Thematik, die Struktur und Ästhetik des Kinderbuches vor Augen geführt werden.

Dabei geht die Arbeit von der Prämisse aus, dass das Bilderbuch und dessen Entwicklung innerhalb des schwedischen Kinderliteratursystems nicht der Fragestellung der Magisterarbeit entsprechen, da beim Bilderbuch semantische Text–Bild–Bezüge mitprägend sind.

1.1.3 Aufbau der Arbeit

Im 1. Teil der vorliegenden Arbeit wird der Leser im Allgemeinen in die Thematik und Problematik der Magisterarbeit eingeführt. In Kapitel 1 werden die schwedische Kinderliteratur und deren spezifische Normen vor Augen geführt, damit vor diesem Hintergrund im weiteren Verlauf des Kapitels die Bedeutung der neuen kinderliterarischen Normen beleuchtet werden kann. Dabei wird orientiert vorgegangen, um die Zusammenhänge zwischen den gesellschaftlichen Normen und der Funktion und Gestaltung des Kinderbuches darzustellen. Als Ergebnis daraus werden das Thema und die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit aufgezeigt.

In Kapitel 2 werden zuallererst die unterschiedlichen Komponenten und die zentralen Prämissen der schwedischen Kinderliteratur von ihrer Entstehung bis zum Wendejahr 1945 komprimiert skizziert, um einen kurzen Überblick über das facettenreiche Wesen des Kinderbuches zu verschaffen. Dabei werden auch die Probleme und die Herausforderungen angedeutet, mit denen die Gestaltung des Kinderbuches zu tun haben und an denen das neue Kindheitsverständnis gemessen wird.

Im Hinblick darauf wird in Kapitel 3 auf die gesellschaftlichen und reformpädagogischen Konzepte der 30er und der 40er Jahre eingegangen, die den Aufbruch des neuen skandinavischen Kinderbuches begründet haben. Anschließend wird in diesem Kapitel die Verbindung von Pädagogik, Literatur und Politik beleuchtet.

Im Weitern werden die Innovationsleistungen der neuen Schriftstellergeneration der 40er Jahre in Kapitel 4 des ersten Teils der Magisterarbeit skizziert. Dabei wird die Aufmerksamkeit besonders auf die drei wichtigsten Erneuerer der schwedischen Kinderliteratur – Astrid Lindgren, Tove Jansson und Lennart Hellsing – gelenkt, um sich später mit der Sonderrolle der schwedischen Småländerin auseinanderzusetzen, vor allem aufgrund von deren spezifischer schriftstellerischer Komplexität. Im Verlauf des Kapitels wird kurz auch auf den Beitrag anderer Autoren dieser Generation zum Neubeginn der Kinderliteratur eingegangen.

Im 2. Teil der vorliegenden Hausarbeit wird der Leser in ihren Schwerpunkt eingeführt. Hier wird Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker „Pippi Långstrump“ in Bezug auf dessen Innovation auf dem Gebiet der Kinderliteratur analytisch präsentiert.

In Kapitel 1 dieses Abschnitts wird auf Lindgrens Debütkinderbuch „Pippi Långstrump“ und dessen Entstehungsgeschichte eingegangen.

Die emanzipatorische Wirkung des Buches im Hinblick auf die damalige literarische Grenze von Mädchen- und Jugendbüchern, die durch die festgeschriebenen Geschlechterrollen bedingt war, wird in Kapitel 2 untersucht. So ist das Ziel dieses Kapitels, die Gestalt Pippi Långstrump als einen Normenbruch auf dem Gebiet der geschlechtsspezifischen Erziehungsmuster zu präsentieren.

Pippis Eigenwelt, der das Schema von Chaos und „veralteten“ Tugenden zugrunde liegt, wird im darauf folgenden Kapitel 3 zum Gegenstand. Hier wird Pippis kindliche

„mundus inversus“ dargestellt, in der zum einen der Eigenwert der Kindheit betont wird, die zum anderen aber auch als Sprachrohr für Lindgrens Angriff auf die veralteten gesellschaftlichen und moralischen Prinzipien der 40er Jahre aufgefasst werden kann.

Der Bruch mit der übergeordneten pädagogischen und erzieherischen Funktion von Kinderliteratur jener Zeit, die Lindgren mit ihrer neunjährigen Protagonistin zum Ausdruck bringt, ist Gegenstand des Kapitels 4. Der Zweck dieses Teils ist also, die Figur der kleinen rothaarigen sommersprossigen Protagonistin als Verkörperung aller Kinderbedürfnisse im Geiste der antiautoritären pädagogischen Impulse darzulegen, die im Sinne des kindlichen Rechts auf Freiheit, auf Selbstbestimmung und

Selbstentfaltung, auf kindliche Souveränität und die Verwirklichung der Sehnsüchte von Machtausübung und Spiellust zu verstehen sind.

In Kapitel 5 wird dem Leser das Komische bei Lindgrens Supermädchen analytisch vor Augen geführt, das sich zum einen durch das heitere Dasein als eine autonom aufgefasste Kindheit von der damaligen ernsten Kinderliteratur absetzt und zum anderen die spießigen Gesellschaftsnormen jener Zeiten attackiert und bloßstellt.

Astrid Lindgrens Kreativität auf dem Gebiet des Umgangs mit Vorlagen, Intertexten und Motiven wird in Kapitel 6 vor Augen geführt. Hier sollen Lindgrens Anregungen aus anderer Kinderliteratur sichtbar gemacht werden, ein literarisches Verfahren, das sie als Vertreterin einer literarischen Moderne kennzeichnet.

In Kapitel 7 wird auf Lindgrens stilistische Innovationen eingegangen, mit denen sie sich vom alten Kinderbuch absetzt: Kinderbücher jener Zeit sollten eine klare, grammatikalisch richtige Sprache aufweisen, um ihre pädagogische und ihr Vorbildfunktion erfüllen zu können.

Kapitel 8 verfolgt die politischen Anspielungen in der Pippi–Trilogie, ein zusätzlicher Aspekt in Lindgrens Buch, der sich von den traditionellen literarischen Konventionen der Kinderliteratur absetzt. Dieses Verfahren bezeugt die Hinwendung Lindgrens sowohl an das erwachsene, wie auch das kindliche Leserpublikum.

Im 3. Teil der vorliegenden Magisterarbeit richte ich meine Aufmerksamkeit auf das

32. Buch der schwedischen Kinderbuchautorin „Bröderna Lejonhjärta“, das im Dezember 1973 die gesamte Kinderbuchszene Schwedens in Aufruhr versetzte und über das Astrid Lindgren äußerte: „Noch nie ist die Reaktion auf eins meiner Bücher so schnell erfolgt.“2 Hier beweist die Schwedin erneut, dass nicht nur die Erwachsenliteratur, sondern auch die Kinderliteratur die höchsten moralischen und tugendhaften Kriterien verteidigen muss, und dass die Kinder in der Lage sind, sich durchaus auch Problemen zu stellen und die harte Wirklichkeit anzunehmen.

In Kapitel 1 wird der Entstehungsgeschichte des Buches nachgegangen, das erneut beweist, dass Lindgren gegen den Strom schwimmt: In einer Zeit, in der die Literaturschaffenden nach möglichst realistischen Wirklichkeitsdarstellungen in ihren Werken strebten, schreibt die Kinderbuchautorin ein Märchen von Widrigkeiten und Magie.

Der Gegenstand des Kapitels 2 ist die analytische Darstellung der Erzähltechnik des Buches. Hier geht es also darum, Lindgrens ganz eigenes Einfühlvermögen, ihre Fähigkeit, in das Kind hineinzuschlüpfen, zu präsentieren.

Als Ergebnis daraus soll in Kapitel 3 der völlige Bruch mit den realistischen Strukturen bei „Bröderna Lejonhjärta“ vermittelt werden. Das Ziel dieses Kapitels ist also, Lindgrens zentrales Motiv der Phantastik zu analysieren, das dazu dient, die Erlebnisse des verzweifelten Kindes im Land der Lagerfeuer und Sagen als Folge eines psychischen Traumas zu verarbeiten.

Als Ergebnis daraus, wird in Kapitel 4 das Thema der Angst am Beispiel von Karl Löwenherz analytisch dargestellt. Hier wird der Frage nachgegangen, inwieweit

„Bröderna Lejonhjärta“ als psychologischer Roman aufzufassen ist, in dem ein gekränktes Kind über seine innersten Traumata hinwegkommt.

In Kapitel 5 wird das Problem von Gut und Böse dargestellt. Auf diesen zwei gegensätzlichen ethischen Kategorien baut Lindgren ein zentrales Thema der Erzählung auf, nämlich die Frage nach dem Freiheitskampf. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob das Politische das Hauptmotiv von „Bröderna Lejonhjärta“ ist, ein Thema also, das die Grenzen der Kinderliteratur jener Zeit sprengt.

Darüber hinaus wird im Verlauf des darauf folgenden Kapitels 6 das Thema des Todes erörtert, der durch das Schicksal der beiden Hauptprotagonisten – Karl und Jonatan Löwenherz - nicht das Ende eines Lebens beinhaltet, sondern eine ganz neue Dimension bekommt, nämlich die Hoffnung eines neuen glücklichen Lebens. Hier wird auch auf die Frage eingegangen, ob dieses Buch als Todesmärchen oder als Trostbuch aufzufassen ist.

Am Ende der vorliegenden Magisterarbeit, im abschließenden 4. Teil (Fazit) soll ein Bogen zwischen dem Kindheitsentwurf vor und nach 1945 gespannt werden und damit auf das facettenreiche Wesen der Kinderliteratur unserer Zeit hingewiesen werden. Obwohl diese Arbeit nur ein beschränktes Forum zur Verfügung stellt, um den Neubeginn der schwedischen Kinderliteratur im Jahre 1945 zu verstehen, soll sie dennoch aufzeigen, dass die Innovationsleistungen der Schriftsteller jener Zeit, besonders die von Astrid Lindgren, einen neuen Kosmos geschaffen haben, in der jedes Kind seinen Platz findet. Dadurch wird auch veranschaulicht, dass die Kinderliteratur ein neues Ausmaß bekommen hat, nach dem das Kind als Ausdruckform aufgefasst wird und dessen Bedürfnisse und Rechte von der

Erwachsenenwelt anerkannt werden. Die Schlussbetrachtung greift die in der Einleitung formulierte und im weiteren Verlauf der vorliegenden Arbeit erhärtete Hauptthese auf, um sie zusammenfassend zu werten. Hier soll noch einmal geschildert werden, dass die gesellschaftlichen und pädagogischen Verhältnisse der 30er und der 40er Jahre die Grundlage für das neue Kindheitsverständnis gelegt haben, sodass ein neues literarisches Klima entstand, das Raum für Experimente auf dem Gebiet der Kinderliteratur geschaffen hat. Diese Impulse wurden in höchstem Maße von der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren aufgenommen, die am meisten zur Revolution im Kinderzimmer beigetragen hat.

Anschließend werden im Anhang die entsprechenden Literaturangaben und Internetquellen angeführt, die für die Vorbereitung und spätere Abfassung der vorliegenden Hausarbeit relevant waren.

1.2 Das schwedische Kinderbuch bis 1945

Das Kinderbuch hat immer eine wichtige Rolle bei der Erziehung des Kindes gespielt und die Erwachsenen haben immer Normen und Regeln für die Kinder aufgestellt, die sich den wechselnden sozialen und gesellschaftlichen Verhältnissen angepasst haben. Sogar das Kinderbild an sich hat sich mehrmals gewandelt und tut es immer noch. Das Kinderbuch spiegelt viele dieser Neuigkeiten in den sozialen Umständen einer Nation wider.

Aus jedem Kind einen guten Christen zu machen, war lange Zeit die fundamentale Aufgabe des Kinderbuches. Der Glaube an die religiöse Kindererziehung war der Grund dafür, dass die ersten Kinderbücher entstanden. Noch im 15. Jahrhundert gab Martin Luther Predigtbücher speziell für Kinder heraus. Die Geschichte der schwedischen Kinderliteratur beginnt im 16. Jahrhundert ebenfalls mit einer Bearbeitung des Moral und Sittlichkeit lehrenden Buches über die Jungfräulichkeit. Die meisten Kinderbücher waren Übersetzungen religiöser Texte, Fabeln und Belehrungen für eine gute Lebensart.

Mit der Aufklärung setzt ein steigendes Interesse an der ästhetischen Erziehung der Kinder ein. Dem Geist der Zeit entsprechend sollte Nutzen mit Vergnügen verbunden werden. Das Kind sollte sich seiner praktischen Intuition bedienen und sie für seinen Verstand ausnutzen. Somit wurde es zum guten Menschen in einer guten

Gesellschaft. Bücher, die beispielhaft wirken und Verhaltensweisen einprägen sollten, überwiegen auch weiterhin.

Ein komplett neues Verständnis für das Kind und die Funktion der Kinderliteratur hielt Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts mit der Romantik Einzug. Nun wurden Phantasie und Gefühle gepriesen. Das Kind wurde als phantasiebegabtes Wesen angesehen, das unverdorben und näher an der Natur als die Erwachsenen war. Es war demnach nicht mehr der Erwachsene, der dem Kind etwas beibringen, sollte, sondern umgekehrt: Der Erwachsene sollte die frische, naive, phantasievolle und kreative Weltsicht des Kindes einnehmen - Qualitäten, die er längst verloren hat. Phantasieanregende Genres wie das Märchen, der Vers und die Nonsensliteratur fanden Eingang in die Kinderliteratur der Romantiker. Auch nutzte man Themen, Motive und Muster der Volksdichtung.

Der erste bedeutende Literat, der in schwedischer Sprache Märchen für Kinder schrieb, war der finnlandschwedische Autor Zacharias Topelius (1818-98), der mit seinem Werk "Läsning för barn" (1865-96) einen großen Einfluss auf die schwedische Kinderliteratur ausübte. "Mit seinen Märchen stellte er zeitweise sogar

H.C. Andersen in den Schatten."3 Seine Texte stellen das Kind immer in den

Mittelpunkt, was in jener Zeit ganz erstaunlich war.

Ein anderer wichtiger Name in diesem Zusammenhang ist Elsa Beskow (1874-1953). Das Buch mit dem sie ihren Durchbruch erzielte, "Puttes äfventyr i blåbärsskogen", (1901) vermischt Traum und Wirklichkeit, deckt ein ebenso starkes Gefühl für das Kind wie für die Natur auf und mischt wahre Naturschilderungen mit viel Phantasie, um die Wirklichkeit des Kindes idyllisch zu beschreiben.

Die mit der Reformation einsetzende Verbreitung des Katechismus um die Jahrhundertwende brachte in Schweden neue Impulse für die Alphabetisierung relativ breiter Schichten. Die 1842 eingeführte sechsjährige Schulpflicht, die Erweiterung der Sonntagsschulen und die Gründung der religiösen Bewegungen trugen dazu bei, dass das Interesse für das Lesen immer mehr gesteigert wurde. Doch noch Ende des 19. Jahrhunderts war das Kinderbuch nur den oberen Gesellschaftsschichten zugänglich. Erst als sich der literarische Markt um die Jahrhundertwende auszudehnen begann und die Volksschullehrer verschiedene

Projekte zur Förderung des Lesens entwickelten, hatten die Kinder des einfachen Volkes die Möglichkeit, mit der Kinderliteratur in Berührung zu kommen.

Die Jahrhundertwende

Die Zeit um die Jahrhundertwende stellt einen Wendepunkt in der schwedischen Kinderliteratur dar. Im Ausland hatten mehrere Theoretiker die Bedeutung der ästhetischen Erziehung des Kindes zur Debatte gestellt, und in Schweden waren diese neuen Impulse von der Reformpädagogin und Frauenrechtlerin Ellen Key (1849-1926) eingeführt worden. Mit ihrem Hauptwerk "Barnens Århundrade" (1900) rief sie das Jahrhundert des Kindes aus. Grundlegend für ihre Theorie waren die neue Auffassung vom Kind an sich und das Recht des Kindes, Kultur zu erleben. Kinder bedürfen des Lernens, müssen ihre Gefühle ausdrücken und ernst genommen werden. Dabei sollten sie ihre Kreativität entfalten und von schönen

Dingen umgeben sein. Sie versteht Erziehung ganz im Sinne Rousseaus4 als einen natürlichen Vorgang, in dem es darum geht, jedes Kind als Individuum aus sich selbst heraus wachsen zu lassen und es nicht in die gesellschaftliche Ordnung hineinzuzwängen. Kinder seien nicht bösartig, ganz im Gegenteil: Das Kind trage eine innere Majestät in sich, die mit einem Wunsch nach Macht verbunden sei. Sie kritisiert die Kindergärten und das damalige Schulsystem und lehnt die Prügelstrafe ab, ein Standpunkt, der später von Astrid Lindgren übernommen wird. Bis zum 10. Lebensjahr sollten die Kinder ihrer Meinung nach bei ihren Eltern in häuslicher Umgebung erzogen werden.

In dieser Zeit bekam die Schule neue Funktionen und wurde zum neuen wichtigen Literaturvermittler: Es wurden viele Lesebuchprojekte für die Schule veranlasst. Schwedens Geographie, Natur und Geschichte sollten von den größten Schriftstellern dieser Epoche literarisch dargestellt werden. Das Meisterwerk in diesem Zusammenhang ist Selma Lagerlöfs Kinderbuch "Nils Holgersson underbara resa genom Sverige" (1906-07): Zum einen ein Roman über die moralische

Entwicklung des Jungen Nils und zum anderen eine perspektivische und erfindungsreiche Darstellung Schwedens und seines Volkes.

Zwischen 1910 und 1945: Auf dem Weg in die neue Zeit

Die Zeit von der Jahrhundertwende bis zum Debüt von Astrid Lindgren, Lennart Hellsing und Tove Jansson um die Mitte der 40er Jahre wird oft als eine Periode der Rückschau bezeichnet5. In diesem Zeitraum gibt es in der Kinderliteraturszene vor allem Märchensammlungen und Erzählungen aus harmlosen bürgerlichen Idyllen. Da wurde zum Beispiel erzählt, was Kinder aus der Oberschicht während der Sommerferien erlebt haben. Was fehlt, ist ein frischer Wind in Bezug auf die Ideologie und auf den künstlerischen Aufbau. Gleichgültig ob in der Mädchen- oder

Jugendliteratur: Es wird eine moralisierende Tendenz offensichtlich, die für die traditionelle Rollenverteilung plädiert. Die erzieherische Funktion der Bücher verlangt eine vorbildliche, korrekte Schriftsprache, die das kindliche Vergnügen kaum zu wecken vermag.

In diesem Zeitabschnitt wurde der Einfluss anglosächsischer Kinderbücher für Schweden bedeutend. In den 20er und 30er Jahren wurden viele phantastische Kinderbücher übersetzt: zu diesen gehörten "Peter Pan" (1911, Schwedisch 1921) von J. M. Barrie, Kenneth Grahames "The Wind in the Willows" (1908, Schwedisch 1932), Pamela Travers "Mary Poppins" (1934, Schwedisch 1935), A. A. Milnes "Winnie the Pooh" (1908, Schwedisch 1932) usw. Diese neuen ausländischen Antriebe wurden in Schweden direkt rezipiert und verliehen dem literarischen System rund um das Kind neue Impulse.

1.3 Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen und reformpädagogischen Konzepten als Voraussetzung für die Entstehung des neuen Kinderbuches

1.3.1 Die Reformpädagogik der 30er und der 40er Jahre

Die Situation der Kinderliteratur Anfang der 30er und der 40er Jahre ist durch das Aufkommen eines neuen pädagogischen Bewusstseins und eines aufkeimenden gesellschaftlichen Interesses für das Kind gekennzeichnet, das eine innovative einheimische Kinderliteratur bedingte. Um 1900 begann dank Ellen Key eine öffentliche Diskussion um Erziehungsprinzipien und Lektüre für Kinder. Verschiedene Impulse, die in den 20er und 30er Jahren gegeben wurden, trugen dazu bei, diese Diskussion zu verstärken.

„Eine Schar von bahnbrechenden Kinderpsychologen begann sich für das Recht des Kindes auf Eigenwert und Achtung einzusetzen, Begriffe wie ‚den Trotz brechen’ oder ‚den Willen zügeln’ waren nicht mehr selbstverständlich. Man hatte begonnen, Freiheit statt Zwang zu empfehlen, Nachsicht statt Strafe. Man hatte ganz einfach entdeckt, dass es möglich ist, auf der Seite des Kindes zu stehen.“6

In diesem Zusammenhang ist der Hamburger Lehrer Heinrich Wolgast zu benennen, der sich in seinen Schriften "Das Elend unserer Jugendliteratur. Ein Beitrag zur künstlerischen Erziehung der Jugend" (1986) für einen hohen künstlerischen und literarischen Anspruch an die Lektüre für Kinder einsetzte und wesentlich zur Erweiterung der Kunsterziehungsbewegung auf die Kinderliteratur beitrug. Eine kritische Haltung nahm er auch gegen die Unterteilung in Mädchen- und Jungenbücher und die Bearbeitung von Klassikern für kindliche Leser ein. Seine Ideen wurden in Schweden von der Rezensentin und Bibliothekarin Gurli Kinder stark aufgenommen, die sich durch ihre zwei Hauptwerke "Våra barns nöjeläsning" (1902) und "Våra barns fria läsning" (1916) sich Nachfolgerin von Ellen Key durchsetzte.

Auch aus Österreich kamen neue Theorien, die große Wirkung auf Schwedens kinderliterarische und pädagogische Diskussion hatten. Zum einen ist die Psychologin Charlotte Bühler zu nennen, die die Theorie über die verschiedenen Lesealter bei Kindern entwickelte und zum anderen Sigmund Freud und Albert Adler. Mit der Übersetzung von Sigmund Freuds psychoanalytischen Studien "Zur Psychopathologie des Alltagslebens" (1904) und "Traumdeutung" (1900) wurde der psychologisch-pädagogische Durchbruch Mitte der 20er Jahre in Schweden angestoßen. Nun rückte der Selbstbehauptungswillen des Kindes in den Mittelpunkt. Die Kindheit wurde nicht mehr als romantische Metapher aufgefasst, sondern als eigenständige, für die Entwicklung des Charakters bedeutsame Bewusstseinphase. Auch der Wiener Psychologe Adler analysiert in seiner Studie "Über den nervösen

Charakter" (1912) das Streben der Kinder nach von den Eltern unabhängiger Macht, eine Einsicht, die in Schweden stark rezipiert wurde.

Neben diesen Impulsen aus dem deutschsprachigen Raum, waren vor allem englische Ideen einschneidend. Wichtig für das Aufkommen des modernen schwedischen Kinderbuches waren vor allem Bertrand Russell (1872-1970) und Alexander Sutherland Neil (1883-1973), die als Väter der anitautoritären Erziehung gelten und die eine neue kinderfreundliche Psychologie und eine freiere Pädagogik forderten. Neill mit seinem Internat "Summerhillmodell" und seinen in Schweden 1931 und 1933 erschienen Monographien "Problembarnet" und "Problemföräldrar", sowie Russels Diskussionsbeiträge zur Entwicklung des Kindes (1933 ins Schwedische übersetzt) wurden enthusiastisch aufgenommen und bewirkten zum einen heftige Diskussionen und zum anderen einen Umschwung in der Einstellung zum Kind:

"Ett hämmat begär upphov till fantasier. Alla barn vilja vara stora; allt omkring dem framhäver deras litenhet. (...). Att behärskra ett tåg som rusar framåt med hög fart, det är ett av de bästa exemplen på, vad det vill säga att ha makt. Barn tycka så mycket om Peter Pan, inte för att han aldrig växer upp, utan darför att han kan flyga och sloss med sjörövare. Han är omtykt av de vuxna, därför att de vilja vara barn och slippa ifrån allt ansvar och knog."7

Das Kind sehnt sich nach Macht und Größe und dieses Bedürfnis äußert sich in Träumen und bestimmter phantastischer Kinderliteratur. Kinder sollten frei erzogen werden und Recht auf Selbstbestätigung haben. Das Spiel und der Spaß erhalten einen neuen Stellenwert in der Erziehung, sie sind notwendige Voraussetzungen für eine harmonische Entwicklung des Kindes. An dieser pädagogischen Diskussion nimmt auch Astrid Lindgren teil und setzt sich für eine neue Kindererziehung ein:

"Ungdomens revolt.

Det är inte lätt att vara barn, läste jag i en tidning häromdagen, och jag häpnade, för det är ju inte varja dag man läser någonting i tidningarna som verkligen är sant. Det är en revolutionär som talar.

Det är inte lätt att vara barn, nej" Det är svårt, väldigt svårt. Vad innebär det do - att vara barn. Det innebär att man måste lägga sig, stiga upp, klä på sig, äta mat, borsta tänder och snyta sig, när det passar dom stora, inte när det passar en själv, (...)

Jag har ofta undrat vad som skulle hända om man böjrade behandla dom stora på samma sätt. Stora människor har en otrevlig benägenhet att komma med jämförelser. De tala gärna om sin egen barndom. Efter vad jag kan försto har det i hela mänslighetens histora inte funnits en sån samlig begovande och välupppfostrade ungar som deras mamma och papa växte upp (...) Kort sagt - deras barndom var en enda lång söndagsskoleberättelse (...)

Mina barn, om jag for några, kommmer i alla fall inte att få höra några söndagsskoleberättelser. När dom kommer hem på darrande ben med sina första varningar så skall jag säga: "Varen icke förfärade! Mellansvenskt rekord i fråga om varningar det har i alla fall fortfarande eran pappa."8

Mit dieser Aussage hat sie bereits ihren Standpunkt gewählt und sich für die Kinder und für eine freiheitliche Erziehung eingesetzt. Sie spricht für die neue Generation als eine aus deren Reihen und kündigt somit die Botschaft an, die einige Jahre später in „Pippi Långstrump“ zum Tragen kommt. Noch deutlicher Bezug auf pädagogische Diskussionen nimmt Astrid Lindgren in dem Begleitbrief, den sie mit der ersten Abschrift von Pippi an den Bonnier Verlag schickte:

"Pippi Långstrump är, son Ni kommer att finna, om Ni gör er besvär att läsa manuset, en liten Uebermensch i ett barns gestalt, inflyttad i en helt vanlig miljö. Tack vare sina övernaturliga kroppskrafter och andra omständigheter är hon helt oberoende av alla vuxna och lever sitt liv ackurat som det roar henne. I sinna sammandrabbningar med stora människor behåller hon alltid sista ordet. Hos Bertrand Russelll (Upffostran för livet, sid. 85) läser jag, att de förnämsta instiktiva draget i barndomen är begäret att bli vuxen eller kanske rättare viljan till

makt, och att det normala barnet i fantasien hänger sig åt föreställningar,som innebära vilja till makt. Jag vet inte, om Bertnard Russel har rätt, men jag är böjd för att tro det, att döma av den rent sjukliga popuaritetet, som Pippi Långstrump under en följd av år otnjutit hos mina egna barn och deras jämnåriga vänner. Nur är jag naturligtvis inte så förmäten, att jag inbillar mig, att därför att ett antal barn älskat att höra berättas om Pippis bedrifter, det nödvändigtvisf behöver bli en tryck- och läsbar bok, när jag skriver ner det på papperet."9

Auch hier fällt die Schlüsselpassage auf: die Figur macht genau das, wonach sie Lust hat – eine Aussage, deren Grundton in der Hypothese der freien Erziehung zu verstehen ist. Wenn Kinder schon nicht so leben können, wie sie wollen, dann sollen sie wenigstens darüber lesen dürfen, so die Autorin. Sie belegt ihre

Verteidigungsstrategien mit den pädagogischen und philosophischen Konzepten von Bertrand Russel.10

Einen weiteren wichtigen Impuls brachte die Pädagogin und Psychologin Stina Palmberg, deren pädagogischen Ideen in den 30er Jahren zu heftigen Diskussionen führten. Mit ihren Hauptwerken "Svårhanterliga barn" (1935) "Välsignade ungar" (1938) und "Syndabockar" (1942) setzt sie sich für die kindergerechte Erziehung ein. Auch der Wiener Psychoanalytiker Wilhelm Stekel beeinflusste die schwedische Diskussion, in dem er sich für die Erziehung der Eltern vor der Erziehung der Kinder einsetzte. Eine Auffassung, die vom schwedischen Pädagogen und Literaturkritiker

John Landquist der Öffentlichkeit nahe gebracht wurde.11

Der nächste Impuls mit Bedeutung für die Kindererziehung des Landes kam vom Amerikaner Homer Lane, der die These vertrat, dass Kindern nichts grundsätzlich Böses anhafte, eine Auffassung, die später Astrid Lindgren in ihrem Gesamtwerk aufgegriffen hat. "Mit diesen Thesen wurde ein neues Kindheitsbild propagiert, das sich schon früh in der Kinderliteratur spiegelte und auch von ihr geprägt wurde."12

1.3.2 Zur Verbindung von Pädagogik, Literatur und Politik

Die neuen reformpädagogischen Impulse in Schweden, die die kindliche Psyche zur Debatte gestellt haben, führten dazu, dass eine Reihe progressiver Erziehungsprogramme stattgefunden haben, die die freiheitliche Kindererziehung in den Mittelpunkt gestellt haben. Anfang der 30er Jahre besuchen Neill, Russel und Adler Schweden im Rahmen einer Vortragsreise und versuchen das breite Publikum für ihre pädagogischen Ideale zu gewinnen. Die Erziehungsfrage erhielt durch die Einbindung in das sozialdemokratische Modell des schwedischen Folkhem eine weitere politische Dimension. „Barnen kom att betraktas som nationens framtid, och det betonades hur väsentligt det var att tidigt väl vårda denna återväxt.“13 Im Hinblick darauf ist Alva Mydral als Pionierin der neuen Kleinkindpädagogik zu nennen. In ihrer Schrift "Kris i befolkningsfrågan" greift sie ein neues sozialpolitisches

Grundsatzprogramm zur Bekämpfung des drastischen Geburtenrückgangs in Schweden als Grundthema auf. Sie betont die Bedeutung des Kindes als Reichtum und Zukunft der Nation; die Situation für Kinder und Eltern wird erleichtert. Kinderreiche Familien erhalten staatliche Unterstützungen und Wohnrecht in den neuen funktionalistischen Siedlungen der jungen Sozialdemokratie. Das glückliche Heim entwickelt sich zu einer gesellschaftspolitischen und wohlfahrtsstaalichen Einheit.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nahm der Wohlstand in Schweden schnell zu und die Geburtenraten stiegen deutlich an. Nun wurde die Nachfrage nach Kinderbüchern entsprechend größer, die Verlage verdoppelten ihre Produktion und veranstalteten Literaturwettbewerbe, um neue Autoren im Kinderliteraturbereich anzuziehen. Die Verlage orientierten sich bewusst hin zum Kinderbuch, der Literaturmarkt expandierte beträchtlich und die Bibliotheken wurden ausgebaut. Nach Kriegsende erhöhte sich die Anzahl der Titel auf mindestens 500 im Jahr. Kritik und Literaturdiskussion wurden fundierter und mehrere Schriften über das Kinderbuch wurden verfasst. Eine der wichtigeren war "Barn och böcker" (1945) herausgegeben von den einflussreichsten Kinderbuchkritikerinnen der Nachkriegszeit, Greta Bolin und Eva von Zweigberk. Gleichzeitig stieg auch das Interesse an Kinderkultur und Erziehungsfragen.

Die Bedeutung dieser neuen pädagogischen Konzepte war für den literarischen Kreis der 30er und 40er Jahre ausschlaggebend und könnte als Voraussetzung für die Veränderungen in der kinderliterarischen Szene, die zu Beginn der 40er Jahre einsetzen, interpretiert werden.

„Es ist sicherlich kein Zufall, dass das Jahr 1945 zur "Wende" in der schwedischen Kinderliteratur wurde. In Schweden war man zwar nicht direkt vom Krieg betroffen gewesen [...], doch wurde

vermieden, allzu deutlich Stellung gegen Deutschland zu beziehen. In diesem Sinne war die Literatur ebenfalls beeinträchtigt, etwa im Sinne einer indirekten Selbstzensur“14:

"Det är naturligt att efter perioder avkriser och krig i barnet se ett hopp för framtiden. Så gjorde också barnboksförfattarna, när de betonade barnets vitalitet, okuvlighet och styrka”15

Im Jahr 1945 mit dem Ende des Krieges öffnetes sich neue künstlerische Möglichkeiten auf dem Gebiet der Literatur. Und diese Möglichkeiten nutzten die drei wichtigsten Erneuerer der modernen schwedischen Kinderliteratur, Astrid Lindgren, Tove Jansson und Lennart Hellsing, um den Startschuss für die Revolution im Kinderzimmer zu geben.

1.4 Die neue Schriftstellergeneration der 40er Jahre: Astrid Lindgren, Lennart Hellsing, Tove Jansson

Mitte der 40er Jahre fasste in der schwedischen Literaturszene eine neue Schriftstellergeneration Fuß, mit der der zweite Höhepunkt des Kinderbuches sowohl auf nationalem als auch auf internationalem Niveau erreicht wurde. Im Folgenden sollen dem Leser die wichtigsten Merkmale dieses literarischen Aufbruchs und die Innovationsleistungen der Autoren vor Augen geführt werden.

1.4.1 Astrid Lindgren und das moderne schwedische Kinderbuch

„Der große Aufbruch der schwedischen Kinderliteratur beginnt vor fünfzig Jahren mit Astrid Lindgrens

„Pippi Langstrumpf“ [...]’Ihre Bücher werden in aller Welt gelesen. Die Lappenkinder in ihren Zelten im Norden, die Kinder im indischen Dschungel, in den israelischen Kibbuzen, in amerikanischen Luxusvillen sowie in japanischen Bambushäusern, ja, Kinder aus aller Welt könnten zusammensitzen und sich über den ‚Sachensucher’, über ihr Spiel mit der Polizei, über die Pfiffigkeiten von

‚Meisterdetektiv Blomquist’, über ’Karlsson vom Dach’ und sein Frikadellenessen oder über ‚Michael in der Suppenschüssel’ und seine Streiche amüsieren’, schreibt ihre Freundin, die Bibliothekarin Elsa Olenius.“16

Astrid Anna Emilia Ericsson wurde am 14.November 1907 auf Näs, einem Hof in der Nähe der kleinen småländischen Stadt Vimmerby geboren. Da hatte sie

„eine solch unvergessliche Kindheit, Jahre, die so reich an glücklichen Erlebnissen waren, dass alle ihre Bücher wie eine Niederschrift der Erinnerungen zustande kamen, wie ein Gang durch das schmale Tor der Kindheit.“17

So wird bei Lindgren öfters eine direkte Verbindung zwischen Leben und Werk gezogen. Ihre eigenen Erlebnisse auf dem Hof Näs werden von der Kinderbuchautorin so präsentiert, dass man einen Eindruck davon bekommt, wie ungewöhnlich neugierig, aktiv und spielversessen Lindgren und ihre drei Geschwister waren: "Und wir spielten und spielten und spielten, so dass es das reine Wunder war, dass wir uns nicht totgespielt haben."18 So schafft die Schwedin eine idyllische, mythische Kinderwelt, deren Nährboden auf diese Erlebnisse des Kindes - Spiel und Freunde, Erstaunen und Belastungen, Lachen und Weinen - beruhen, die nicht nur in ihrer Heimat Schweden nachgefühlt werden können, sondern in der ganzen Welt. Lindgrens Kindheitsidylle ist inzwischen von unseren modernen Mythenbildungen der Kinderliteratur kaum wegzudenken. Mittlerweile sind ihre Bücher in mehr als 60 Sprachen übersetzt und die Kinderbuchautorin wird treffend als „Volvo der Kinderindustrie“19 bezeichnet.

Astrid Lindgren hat in ihrem Gesamtwerk eine große Bandbreite entwickelt, deren Hauptforderung war, dass auch junge Leser sich unterhalten, lachen und sich aufregen sollten. So schlüpft sie in das kindliche Wesen hinein und zeigt mit den Augen eines Kindes die Welt aufs Neue, da in der Kindheit das Leben noch voll von Erwartungen und Möglichkeiten ist. In der Hinwendung an das Kind als zentrale, eigenwillige Figur bringt sie die großen wie die kleinen Rätsel des Lebens zum Ausdruck.

„Det är som om hon hela sitt liv hade fortsatt att leva i sin barndom. Där rör hon sig lätt och obehindrat, kliver över alla staket, känner igen känslorna, tar upp fantasierna, gestalter drömmarna – också förbjudna.”20

So geht sie in ihrem literarischen Schaffen vom Kinde aus, was auf das offenere Dasein ihrer Erzählkunst verweist: Die Erinnerung daran, wie es ist, ein Kind zu sein, wird mit dem Erfahrungsbereich des Erwachsenen vermischt. Für die Autorin verfügen die Kinder über dieselben Mittel wie das kreative Kind in ihrer dichterischen Welt, die Fähigkeit, spielerisch die Grenzen der Wirklichkeit zu unterscheiden. In Astrid Lindgrens Werk dürfen die ans Bett gefesselten Kinder sich die größten Wunder ausdenken und alle Träume verwirklichen, damit auch das kranke Kind seinen Weg zur Identität und Lebensweisheit findet.

Allen Werken Astrid Lindgrens ist das starke Engagement für die eigene Welt des Kindes, für sein Recht auf Eigenbestimmung und freie Entfaltung, auf das kreative Spielen, das Engagement gegen Gewalt und Kindesmisshandlungen und gegen alte Erziehungsnormen und leere gesellschaftliche Gepflogenheiten gemeinsam. Bei ihr schwanken die Werke zwischen Tradition und Anpassung auf der einen sowie Konventionsbruch und Modernität auf der anderen Seite. Sie bricht die Rahmen der Geschlechterrollen, in dem sie neben der männlichen Hauptfigur ein selbständiges Mädchengebilde schafft, das in der Lage ist allein auszukommen und sich sprachlich zur Wehr zu setzen. So kommt Lindgrens starker Einsatz für die Rollen von Männern und Frauen sowie die Überschreitungen derselben auf der Ebene der Kinderliteratur zum Einsatz. Grund dafür mag wohl ihr eigner Lebensweg gewesen sein, da sie die traditionelle Rolle der Mutter aufgeben musste, um damals eine traditionell männliche Rolle zu übernehmen und selbst für die Erhaltung ihres unehelichen ersten Kindes zu sorgen.

Die Debatten über die antiautoritäre Erziehung der 30er und 40er Jahre, die die Schriften von Ellen Key auslösten und die die Autorin in vieler Hinsicht befürwortet, stellen ein weiteres Novum auf dem Gebiet der Kinderliteratur dar. Mit der Schöpfung des starken und unabhängigen Mädchens attackiert Lindgren das Kinderbuch jener Zeit mit seiner didaktischen Auffassung vom Kind als Ausdrucksmittel und formbarem Material. So schafft sie eine kindliche Traumfigur – Pippi -, die alle kindlichen Sehnsüchte verkörpert und deren Autonomie, eine Verknüpfung des Traumes von Freiheit und des Wunsches nach Macht und Rebellion ist: Auf diese Weise wendet die Autorin die Methoden des Erwachsenen gegen sich selbst. So stellt das Pippi- Buch die Gesellschaft und ihre Normen in Frage und kann als eine Kritik gelesen werden.

Wider die literarische Tradition der gut erzogenen kindlichen Gestalten einer ganz gewöhnlichen Umgebung setzt Astrid Lindgren ihren Innovationstrieb fort, in dem sie in der kinderliterarischen Realität ein von der Phantasie beherrschtes Weltbild schafft. Der fest etablierten Kinderbuchfigur, die von aufdringlicher Moral und platter Nützlichkeit bestimmt wurde, setzt sie den Konventionsbrecher Pippi mit unbegrenzter Phantasie, mit Vorstellungen und unabhängiger Lebenskraft entgegen, die der kindlichen Wesensart eigen waren. So wird eine Welt nach kindlicher Logik und nach kindlichem Wunsch geschaffen, in der fest etablierte gesellschaftliche Konventionen gebrochen werden, in der die Welt auf den Kopf gestellt wird und Partei für die Schwächeren ergriffen wird.

Eine andere Art Verschachtelung zwischen realer und phantastischer Ebene als bei Pippi, die aber genauso die konventionellen Normen der Kinderliteratur von damals in Frage stellt, ist Lindgrens Märchenwelt, die von Idylle und Gewalt geprägt ist. Dem miserablen und ärmlichen Alltag der kindlichen Figuren ist eine idyllische Traumwelt gegenübergestellt, in der die kranken, die ängstlichen und einsamen Kinder ihre innersten Sehnsüchte und Wünsche erfüllen können und fähig sind, sich Problemen zu stellen und mit Tabuthemen klarzukommen. So kommt es in Lindgrens Werk zu einer poetischen Erneuerung der psychologischen Funktion des Kinderbuches. Die Befreiung der innersten Ängste, die Umsetzung von Angst und Tod, die Ausgestaltung der Idylle, der Wechsel von Melancholie und Phantasie beweisen die Innovationsleistung der Autorin. Daher sind ihre Bücher nicht nur Kinderbücher, sie sind auch Bücher für Erwachsene. Dies gilt in ganz besonderer Maße für die eindruckvollste Geschichte "Bröderna Lejonhjärta". In diesem Märchen vom Kampf zwischen Gut und Böse hat Astrid Lindgren das Thema des Todes und des Freiheitskampfes in einer unheilen Welt aufgegriffen.

Lindgrens freier Umgang mit Vorlagen, Intertexten und Anspielungen auf andere literarische Werke macht sie auch zur Vertreterin der Moderne. Absurde Details, Nonsensverse und sprachliche Akrobatik, abgründiger Humor und eine bewusste Erzählweise sprengen die Grenzen der Kinderliteratur und machen ihre Werke für Kinder wie für Erwachsene lesenswert.

Die stilistische Innovation, die poetischen Beschreibungen, die aufrüttelnden Schilderungen von Gewalt, die erschütternden Darstellungen von Leid und Hoffnung, Alltag und Phantasie, die grotesken und schlagfertigen Elemente, lebendige Dialoge und Sätze gehören auch zu Lindgrens besonderer literarischer Welt, die das Kinderbuch entscheidend ändern.

[...]


1 Orvig, Mary / Eriksson, Marianne / Sjöquist, Birgitta: Duvdrottningen. En bok till Astrid Lindgren. Stockholm 1987. S. 29.

2 Schönfeldt, Sybil Gräfin: Astrid Lindgren. Reinbek bei Hamburg 1997.S.119.

3 Schönborn, Felizitas von: Astrid Lindgren - Das Paradies der Kinder. Freiburg im Breisgau 1995. S. 137.

4 Erst Rousseau öffnet den Blick für die Bedeutung der einzelnen Lebensphasen, er entdeckt das Kind als Kind. Er beschreibt die Erziehung als behutsames Freilegen natürlicher Anlagen, dessen Ziel das harmonisch gebildete, selbstbewusste Individuum ist. Voraussetzung dieser Erziehung ist die Annerkennung der Kindheit als eigene, in sich sinnvolle Lebensform. Vgl. Rousseau, Jean-Jacques: Emil oder die Erziehung. Paderborn/München/Wien/Zürich 1995. S. 69.

5 Westin, Boel: Das schwedische Kinderbuch. Uddevalla 1991. S.20.

6 Lindgren, Astrid: Astrid Lindgren und die Kindererziehung (Zwei Stellungnahmen zu Diskussionsbeiträgen). In: Gebt uns Bücher, gebt uns Flügel. Hamburg 15. Jahrgang 1977.S.82.

7 Lundqvist, Ulla: Århundradets barn. Fenomenet Pippi Långstrump och dess förutsättningar. Malmö 1979. S.24.

8 Ebd. S. 34.

9 Ebd. S.16.

10 Sumatz, Astrid: Pippi Langstrupmf als Paradigma. Tübingen 2005. S.76.

11 Vgl. Lundqvist, Ulla: Århundradets barn. Fenomenet Pippi Långstrump och dess förutsättningar. Malmö 1979. S.22-26.

12 Sumatz, Astrid: Pippi Langstrupmf als Paradigma. Tübingen 2005. S.77-78.

13 Lundqvist, Ulla: Århundradets barn. Fenomenet Pippi Långstrump och dess förutsättningar. Malmö 1979. S. 47.

14 Surmatz, Astrid: Pippi Langstrumpf als Paradigma. Tübingen 2005.S.79.

15 Kåreland, Lena. Modernismen i barnkammaren. Barnlitteraturens 40-tal. Stockholm 1999. S.25.

16 Olenius, Elsa: Das Bild einer Freundin. Astrid Lindgren 60 Jahre am 14.11.1967.Manuskript im Schwedischen Institut für Kinderliteratur. Zitiert in: Astrid Lindgren – Das Paradies der Kinder. Hrsg. Schönborn, Felizitas von. Freiburg am Breisgau 1995.S. 135.

17 Scherf, Walter: Hommage an Astrid Lindgren. Auf der Pressekonferenz aus Anlass der Verleihung des Raiffeisen–Kulturpreises 1978 in München an Astrid Lindgren. In: Gebt uns Bücher, gebt uns Flügel. Halmburg 16. Jahrgang 1978. S. 52.

18 Schönfeldt, Sybil Gräfin: Astrid Lindgren. Reinbek bei Hamburg 1987.S.17.

19 Schönborn, Felizitas von: Astrid Lindgren – Das Paradies der Kinder. Freiburg im Breisgau 1995.S.135.

20 Strömstedt, Margareta. Astrid Lindgren. En levnadsteckning. Kristianstadt 1977. S.195.

Ende der Leseprobe aus 94 Seiten

Details

Titel
Das Jahr 1945 als Neubeginn der schwedischen Kinderliteratur
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Scandinavian Languages)
Veranstaltung
Schriftliche Hausarbeit zum Erwerb des akademischen Grades
Note
3
Autor
Jahr
2006
Seiten
94
Katalognummer
V123169
ISBN (eBook)
9783640273065
ISBN (Buch)
9783640273270
Dateigröße
802 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jahr, Neubeginn, Kinderliteratur, Schriftliche, Hausarbeit, Erwerb, Grades
Arbeit zitieren
Zlatka Loukarsky (Autor), 2006, Das Jahr 1945 als Neubeginn der schwedischen Kinderliteratur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123169

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