Über die Problematik des Lügens in Jurek Beckers „Jakob der Lügner“

Dichtung und Wahrheit in der Holocaust-Literatur


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008

30 Seiten, Note: 2,0


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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Verkehrte Welt
2.1 Krieg und Wahrheit
2.2 Lügengeschichten aus dem Tausendjährigen Reich
2.2.1 »Ganz Deutschland hört den Führer«
2.3 Der Jude als Sündenbock

3 Jakob der Lügner
3.1 Der Dichter lügt
3.2 Widerstand durch Worte
3.3 Die neue Ordnung
3.4 Der Dichter Jakob Heym
3.5 Konsequenzen
3.5.1 Alles hat ein Ende

4 Schluss

5 Bibliographie

1 Einleitung

Augustinus nennt den Teufel den „Vater der Lüge.“[1] Seit dem Sündenfall im Paradies gehört sie zum menschlichen Zusammenleben, doch ihr Ursprung liegt noch wesentlich weiter zurück. Sie ist nicht nur Bestandteil des menschlichen Verhaltens, sondern zeigt sich auch in der Tierwelt.[2] Im täglichen Kampf ums Überleben ist Tarnen und Täuschen ein unverzichtbares Mittel[3] oder wie Nietzsche es formulierte: „Verstellung […] ist das Mittel, durch das die schwächeren, weniger robusten Individuen sich erhalten […].“[4] Nun ist aber eine Täuschung noch keine Lüge, denn hierfür braucht es „Verstand und Wille, Fähigkeiten, die dem Menschen zugeordnet werden […].“[5]

Hier kommt nun der zweifelhafte Held aus Jurek Beckers Roman Jakob der Lügner ins Spiel. Der polnische Jude verstößt mit seinen Lügengeschichten gegen das in Stein gemeißelte achte Gebot, welches einst Moses auf dem Berg Sinai von Gott persönlich empfing – also von dem Mann, der, wie Johannes im Neuen Testament sagt, die Wahrheit ist.[6] Damit stellt der ehemalige Kartoffelpufferbäcker die Ordnung auf den Kopf. Doch in welcher Ordnung lebt Jakob? Seit Ausbruch des Krieges steht die Welt Kopf. Juden sind laut Verordnung keine Menschen mehr, sondern „Wanzen“ (21), die in einem Ghetto vor sich hinvegetieren. Ihr Schicksal lautet Vernichtung. Diese Bedrohung bringt Jakob dazu, ein einfaches aber folgenreiches Mittel zu benutzen, um in dieser unfreien Welt zu Freiheit zu gelangen: die Lüge.[7] „Was immer er sagt, ist nicht ein Sagen, sondern ein Handeln; denn er sagt, was nicht ist, weil er das, was ist, zu ändern wünscht.“[8]

Die Umstände scheinen demnach einen Pakt mit dem Teufel zu rechtfertigen. Doch die Frage wird sein, ob es sich tatsächlich um dreiste Lügen handelt und auf welche grundlegenden Probleme der fiktionalen Literatur der Text mit ihnen verweist.

2 Verkehrte Welt

2.1 Krieg und Wahrheit

Heraklit sagte einst: Der Krieg ist der Vater aller Dinge.[9] Er scheint zum Alltag auf Mutter Erde zu gehören, denn die „Natur hat alle[n] Lebewesen den Krieg gelehrt.“[10] „Wo der Krieg beginnt, sind die Menschen ‚nicht viel besser als losgelassne Raubtiere‘ […].“[11] Er macht aus einfachen Menschen Soldaten, die im Staatsauftrag morden. Dies ist die traurige Wahrheit. Allerdings gerade in Bezug auf die Wahrheit erscheint der Krieg als etwas mehr oder minder Positives.

Schon Sigmund Freud ging in Warum Krieg? (1932) auf die angenehmen Nebenwirkungen ein. So kann ein Krieg u.a. dazuführen, dass sich mehrere schwache Parteien vereinigen, um ein großen stärkeren Gegner zu schlagen.[12] Durch den errungenen Sieg kann sich anschließend eine starke Einheit ergeben, welche weitere kriegerische Auseinandersetzungen unmöglich machen könnte.[13] Freud hofft dabei sogar auf den „‚ewigen‘ Frieden[…].“[14]

Der Krieg kann somit auch zu einem Neubeginn führen oder wie Cicero es ausmachte, ein „Verfahren [sein], die Wahrheit in Erfahrung zu bringen.“[15] Zusätzlich wird ihm eine geradezu kathartische Wirkung nachgesagt[16], denn „[d]er Sieger setzt die Gesetze in Kraft und hilft der Moral auf die Füße.“[17]

Der Zweite Weltkrieg ist für diese Aussagen eine deutliche Bestätigung. Das deutsche Volk wurde gerade bei seinen antisemitischen Vorurteilen Lügen gestraft. So wurden aus ehemaligen Wahrheiten Unwahrheiten, was beweist, dass „Wahrheiten […] Illusionen [sind], von denen man vergessen hat, dass sie welche sind.“[18]

2.2 Lügengeschichten aus dem Tausendjährigen Reich

Der Zweite Weltkrieg begann und endete mit einer Lüge. Am Abend des 31. August 1939 überfielen sieben Angehörige der SS den polnischen Sender Gleiwitz nahe der deutsch-polnischen Grenze. Nach Ausschaltung des Senderpersonals sendeten sie eine Mitteilung, die der Auslöser für den wenige Stunden später beginnenden Krieg wurde. Sie gaben sich als angebliche polnische Aufständische aus, die die Freiheit Polens herbeiführen wöllten.[19] Damit hatte das Dritte Reich das passende Alibi um Europa in den nächsten Weltkrieg zu stürzen. Hitler reagierte prompt. In seiner Reichstagsrede vom 1. September sagte er:

Polen hat heute nacht zum erstenmal auf unserem eigenen Territorium auch bereits durch reguläre Soldaten geschossen. Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen! […] Wer selbst sich von den Regeln einer humanen Kriegsführung entfernt, kann von uns nichts anderes erwarten, als daß wir den gleichen Schritt tun […].[20]

Ähnlich mörderisch euphorisch zeigte sich Reichspropagandaminister Joseph Goebbels in seinem Tagebucheintrag vom gleichen Tag: „Polnischer Angriff auf den Sender Gleiwitz. Das bringen wir ganz groß heraus.“[21] Diese Sichtweise war typisch für ihn, sah er doch die Propaganda als etwas an, das „darauf hinzielt, Menschen zu gewinnen.“[22]

Diese Wortwahl ist allzu verräterisch, bedenkt man die Herkunft des Wortes Lüge. Im Lateinischen heißt sie lucrum, der Gewinn und im Altslawischen lovu, die Beute.[23] Natürlich war der Überfall auf den Radiosender nicht der Ausgangspunkt der Misere. Schon 1936 schrieb Heinrich Mann in einem Essay mit dem Titel Diese Deutschen von der „Ausrottung des Wissens und der Erkenntnis“[24] und von der „Volksverbundenheit in der Lüge.“[25] Nochmals drei Jahre zuvor schrieb Karl Kraus als Reaktion auf die Machtergreifung der Nazis folgende Verse nieder: „Das Wort entschlief, als jene Welt erwachte.“[26]

Die Nationalsozialisten und ihre „Gefälligkeitsdiktatur“[27], wie Götz Aly sie nennt, hatte seit 1933 ganze Arbeit geleistet. Man schuf für das geschundene Deutschland eine „konkrete Utopie für jedermann“[28], die das Land, trotz Beginn des Krieges, in ein ungeahntes „Hochgefühl“[29] versetzte. Dank zahlreicher sozialer und wirtschaftlicher Verbesserungen für das Volk verstummte schnell jegliche Kritik. U.a. führte man 1941 die verpflichtende Krankenversicherung ein.[30] Im selben Jahr wurden die Renten um durchschnittlich 15 Prozent erhöht.[31] Man verdoppelte außerdem die Anzahl der Urlaubstage[32], senkte die Zahl der Arbeitslosen von sechs (1933) auf rund 1,6 Millionen (1937)[33] und unterstützte massiv die deutschen Familien.[34] Dies alles trug zur „gute[n] Laune der Deutschen“[35] bei, von der Joseph Goebbels sagte, sie sei „ein Kriegsartikel, [der] unter Umständen […] nicht nur kriegswichtig, sondern kriegsentscheidend sein [kann].“[36]

Dabei unterschlug man dem Volk bewusst die finanziellen Probleme, die aus solchen Geschenken für den Fiskus entstanden.

Schon 1935 verbot Hitler die Bekanntgabe des Staatsetats, eben weil seine Politik ständig und seit 1936 zunehmend vom Vorgriff auf die Zukunft lebte. Daraus ergab sich der immanente Zwang zu Krieg und Raub.[37]

Die Beute aus den eroberten Gebieten trug demnach zum Aufrechterhalten des Scheins in der Heimat bei. Gerade in Bezug auf die Judenverfolgung ist diese Finanzierungsstrategie als äußerst pervers anzusehen. So wurden deutsche Soldaten zu einem Anteil „mit den Hinterlassenschaften der enteigneten und ermordeten Juden bezahlt.“[38] Doch es ging auch legaler. Die Treuhand-Verwertungs-GmbH hatte im Generalgouvernement in Polen u.a. die Aufgabe, „durch den Krieg herrenlos gewordenes Vermögen zu beschlagnahmen.“[39] Vorteilhaft erwies sich bei dieser Methode die systematische Deportation und Vernichtung von Millionen Juden.[40]

1945 endete schließlich dieser Alptraum. Doch selbst am Ende war man auf Seite der NS-Führung nicht bereit wahre Worte an das deutsche Volk zu richten, sondern man zog es vor, abzutreten wie man angefangen hat – mit einer Lüge. Am 1. April 1945 ließ man der Bevölkerung über das Radio die Botschaft zukommen, dass der Führer „‚in seinem Befehlstand in der Reichskanzlei, bis zum letzten Atemzug gegen den Bolschewismus kämpfend‘, den Tod im Kampf gefunden habe.“[41] „Im Wehrmachtsbericht hieß es, er sei ‚an der Spitze der heldenmütigen Verteidiger der Reichshauptstadt‘ gefallen.“[42]

2.2.1 »Ganz Deutschland hört den Führer«

Ohne einen umfassenden Medieneinsatz hätte das Dritte Reich wohl kaum in relativ kurzer Zeit zu einem solchen Monstrum wachsen können. Propaganda war, wie oben beschrieben, ein entscheidendes Kriterium, um die Masse zu lenken. Besonders wichtig war hierfür ein Gerät, welches dieses Jahr 75 Jahre alt wird – der Volksempfänger.

Am 18. August 1933 wurde der VE 301 auf der Berliner Funkausstellung vorgestellt.[43] Durch seinen niedrigen Preis von anfänglich 76 Reichsmark (ab 1937: 59 RM) war er auch für Geringverdiener erschwinglich.[44] 1938 erschien dann der nochmals günstigere DKE 38 zum Preis von 35 RM.[45] Ungünstiger Weise hatten Radios aus dem Dritten Reich den Nachteil, dass nur offizielle Sender gehört werden konnten. Dieses Manko ließ sich zwar mit einigem technischen Geschick außer Kraft setzen,[46] trotzdem konnte der Volksempfänger nur Mittel- und Langwelle empfangen. Damit war es größtenteils unmöglich ausländische Sender einzustellen, da diese meist über Kurzwelle sendeten.[47] Zusätzlich stand dieses „Verbrechen gegen die nationale Sicherheit unseres Volkes“[48] seit dem Ausbruch des Krieges unter Strafe.[49] Um solchen Verstößen vorzubeugen, fügte man dem Programm neben den „ermüdende[n] politische[n] Propagandareden“[50] auch unterhaltende und kulturelle Sendungen hinzu. Allerdings waren diese ebenfalls indirekt Propaganda, wurden sie doch „nach den Vorstellungen der Nazis ‚gereinigt‘.“[51]

Somit ließ sich ein Großteil des eigenen Volkes durch ein kleines Gerät im quadratischen Bakelit-Gehäuse täuschen und in einen Krieg führen. Dieser Umstand war natürlich nur ein Faktor, der die Einstellung der Deutschen beeinflusste, doch in Bezug auf Jurek Beckers Jakob der Lügner ergibt sich eine kuriose Parallele.

Ein Radio, das Lügen sendet, verleitet eine Volksgemeinschaft dazu, ganz Europa in den zweiten großen Krieg nacheinander zu stürzen und dabei rund sechs Millionen Juden zu vernichten; und ein anderes Radio hilft den jüdischen Opfern um Jakob Heym gerade jener Auslöschung zu entgehen. Ein wahrlich paradoxer Zufall, der in den späteren Kapiteln noch genauer zu betrachten sein wird.

2.3 Der Jude als Sündenbock

Bereits vor dem ersten Lesen stößt Jurek Becker mit dem Titel seines Erstlingswerkes die Leser vor den Kopf. Jakob der Lügner – hier wird bewusst mit den tradierten Vorurteilen gegenüber der jüdischen Gemeinschaft gespielt. Der Jude als Lügner[52], als Weltverschwörer, der insgeheim nach der Weltherrschaft strebt,[53] und Jakob, dessen Name im Hebräischen u.a. für Betrug steht.[54] Dass der Text letztlich diese Klischees auflöst und sogar umdreht, zeigt sich erst nach dem Lesen.[55] Nichtsdestoweniger sind diese Anspielungen Verweise auf den immer noch aktuellen Antisemitismus in der Welt.

Ein exakter Beginn des Judenhasses ist schwer auszumachen. Der Auszug der Israeliten aus Ägypten wäre ein möglicher. Die Versklavten entkamen mit Hilfe ihres Erlösers Moses und den von Gott gesandten Plagen, ihren Unterdrückern. Auch der Vorwurf, den Sohn Gottes mit ermordet zu haben, wirkt bis heute bei vielen strengen Christen noch nach. Speziell im Mittelalter war es üblich „die Juden als Sündenböcke für alle möglichen Übel anzuprangern.“[56] Dieser traurige Umstand beschäftigte auch Heinrich Heine in seinem Novellenfragment Der Rabbi von Bacherach, wo es u.a. heißt:

Die große Judenverfolgung begann mit den Kreuzzügen und wütete am grimmigsten um die Mitte des vierzehnten Jahrhunderts, am Ende der großen Pest, die, wie jedes andre öffentliche Unglück, durch die Juden entstanden sein sollte [...].[57]

Jene stets negative Einstellung hielt sich über Jahrhunderte und das, obwohl z.B. im 19. Jahrhundert viele deutsche Juden sich zu Deutschland bekannten, indem „Familien ihre jüdischen Vornamen ablegten und dafür deutsche annahmen.“[58] Selbst die Tatsache, dass 100.000 Juden, von denen rund 12.000 fielen, im Ersten Weltkrieg für ihre Heimat kämpften[59], änderte wenig, da nur die wenigsten Deutschen solchen Gedanken nachgingen.[60] Für sie blieben die Juden „Fremdkörper“[61], die eine Teilschuld am Verlieren des Krieges hatten. Man empfand einen tiefen „Neid auf den Erfolg der Juden im Wirtschaftsleben“[62], vergaß dabei aber allzu gerne, dass den Juden per Gesetz schon vor der Machtergreifung der Nazis viele Berufe nicht zugänglich waren.[63] Somit blieb ihnen häufig nur der Weg durch freie, künstlerische bzw. akademische Tätigkeiten in Lohn und Brot zu kommen.[64] Und tatsächlich litten sie z.B. unter der sich 1929 ereignenden Wirtschaftskrise nicht minder schwer als Deutsche.[65]

All diese vernünftigen Fakten blieben unbeachtet. Die Menschen gaben sich einfacheren Lösungen hin und die Nazis schafften es in wenigen Jahren jenen Antisemitismus in mörderischen Rassenwahn zu verwandeln. Dabei ist allein der Versuch die Menschheit in Rassen aufzuteilen äußerst zweifelhaft. Denn kann man eine Glaubensgemeinschaft wie die Juden, ein Wandervolk, das zum großen Teil in der Diaspora lebt, überhaupt als Rasse bezeichnen? Und waren die Germanen wirklich die „nordische Rasse[, welche] in einem eiszeitlichen ‚Isolat‘ entstanden [sein soll]?“[66] Im Gegenteil:

Fremde wurden gastfreundlich aufgenommen, streng nationale Trennungen waren unbekannt, und Ehen mit Menschen aus anderen Sippen, Stämmen und Völkern galten nicht als ungewöhnlich.[67]

Doch man muss nicht zwangsläufig auf die Erkenntnisse der Historiker zurückgreifen, um das Lügenkonstrukt zu entlarven. Dies schaffte schon die NS-Führung höchstpersönlich. Stellvertretend soll nur ein Beispiel genannt werden:

Zum großen Erstaunen hatte nämlich ausgerechnet Adolf Hitlers Mutter Klara einen Juden als Hausarzt.[68] Dr. Eduard Bloch (1872-1945), „ein hervorragender Fachmann und ein herzensguter Mensch“[69], umsorgte Hitlers Mutter bis zu ihrem Tod am 21. Dezember 1907.[70] Während dieser Zeit „entwickelte sich eine herzliche Beziehung zwischen dem frommen Juden und dem 18-jährigen Adolf Hitler.“[71] Der spätere Diktator „sorgte dafür, dass Bloch von der Linzer Gestapo ‚geschützt‘ wurde und 1940 mit seiner Frau in die USA emigrieren konnte.“[72] Für Hitler war er der „Edeljude[…] Dr. Bloch.“[73]

[...]


[1] Baruzzi, Arno: Philosophie der Lüge. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1996. S. 49.

[2] Vgl. Ebd. S. 3.

[3] Vgl. Ebd. S. 10.

[4] Friedrich Nietzsche. Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe in 15 Einzelbänden. Hrsg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari. 2., durchgesehene Aufl. Bd. I: Die Geburt der Tragödie. Unzeitgemäße Betrachtungen I-IV. Nachgelassene Schriften 1870-1873. München: dtv 1988. S. 876.

[5] Baruzzi 1996: 10.

[6] Vgl. Ebd. S. 48.

[7] Vgl. Arendt, Hannah: Wahrheit und Lüge in der Politik. Zwei Essays. München: Piper 1972. S. 74.

[8] Ebd.

[9] Vgl. Held, Klaus: Heraklit, Parmenides und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft. Eine phänomenologische Besinnung. Berlin: De Gruyter 1980. S. 449f.

[10] Schneider, Manfred: Die Gabe des Krieges. Eine melliologische Studie. In: Kursbuch 147 (2002).

S. 14.

[11] Ebd. S. 15.

[12] Vgl. Sigmund Freud. Das Lesebuch. Schriften aus vier Jahrzehnten. Hrsg. von Cordelia Schmidt-Hellerau. FaM: S. Fischer 2006. S. 440.

[13] Vgl. Ebd. S. 443.

[14] Ebd. S. 443.

[15] Schneider 2002: 13.

[16] Vgl. Ebd. S. 11.

[17] Ebd. S. 17.

[18] Nietzsche 1988: 880f.

[19] Vgl. Runzheimer, Jürgen: Überfall auf den Sender Gleiwitz. In: Legenden, Lügen, Vorurteile. Ein Wörterbuch zur Zeitgeschichte. Hrsg. von Wolfgang Benz. 8. Aufl. München: dtv 1996. S. 190f.

[20] Hein-Mooren, Klaus Dieter, Heinrich Hirschfelder u.a.: Von der Französischen Revolution bis zum Nationalsozialismus. Bamberg: C.C. Buchners Verlag 1996. S. 449.

[21] Die Tagebücher von Joseph Goebbels. Hrsg. von Elke Fröhlich. Teil I: Aufzeichnungen 1923-1941. Bd. 7: Juli 1939-März 1940. München: Saur 1998. S. 88.

[22] Hein-Mooren 1996: 415.

[23] Vgl. Baruzzi 1996: 6.

[24] Deutschland! Deutschland? Hrsg. von Heinz Ludwig Arnold. FaM: Fischer Taschenbuch Verlag 2002. S. 353.

[25] Ebd. S. 354.

[26] Schneider 2002: 22.

[27] Aly, Götz: Hitlers Volksstaat. Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus. FaM: S. Fischer 2006.

S. 36.

[28] Ebd. S. 30.

[29] Ebd. S. 26.

[30] Vgl. Ebd. S. 72.

[31] Vgl. Ebd. S. 71.

[32] Vgl. Ebd. S. 19.

[33] Vgl. Ebd. S. 49.

[34] Vgl. Ebd. S. 20.

[35] Ebd. S. 360.

[36] Ebd.

[37] Aly 2006: 353.

[38] Ebd. S. 317.

[39] Ebd. S. 210.

[40] Vgl. Ebd. S. 211.

[41] Kershaw, Ian: Hitler. 1936-1945. Stuttgart: DVA 2000. S. 1070.

[42] Ebd.

[43] Vgl. Jonischkies, Andrea: 75 Jahre Volksempfänger. Hört, hört! http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/2546/hoert_hoert.html (30.10.2008).

[44] Vgl. Keidel, Hannemor: Volksempfänger. In: Legenden, Lügen, Vorurteile. Ein Wörterbuch zur Zeitgeschichte. Hrsg. von Wolfgang Benz. 8. Aufl. München: dtv 1996. S. 203.

[45] Vgl. Jonischkies 2008.

[46] Vgl. Ebd.

[47] Vgl. Keidel 1996: 203.

[48] Ebd. S. 205.

[49] Vgl. Ebd. S. 203, 205.

[50] Ebd. S. 204.

[51] Ebd.

[52] Vgl. Wiese, Lothar: Jurek Becker. Jakob der Lügner. Interpretation. München: Oldenbourg 1998. S. 29.

[53] Vgl. Auerbach, Hellmuth: ‚Weltjudentum‘ und ‚jüdische Weltverschwörung‘. In: Legenden, Lügen, Vorurteile. Ein Wörterbuch zur Zeitgeschichte. Hrsg. von Wolfgang Benz. 8. Aufl. München: dtv 1996b. S. 218.

[54] Vgl. Lukens, Nancy: Schelm im Ghetto – Jurek Beckers Roman Jakob der Lügner. In: Der moderne deutsche Schelmenroman. Interpretationen. Hrsg. von Gerhart Hoffmeister. Amsterdam: Rodopi 1986.

S. 201.

[55] Vgl. Schmidt, Thomas: ‚Unsere Geschichte’? Probleme der Holocaust-Darstellung unter DDR-Bedingungen: Peter Edel, Fred Wander, Jurek Becker (Teil I). In: Monatshefte 1 (2006). S. 100.

[56] Vgl. Auerbach, Hellmuth: ‚Die Juden sind unser Unglück!‘. In: Legenden, Lügen, Vorurteile. Ein Wörterbuch zur Zeitgeschichte. Hrsg. von Wolfgang Benz. 8. Aufl. München: dtv 1996a. S. 107.

[57] Heinrich Heine. Sämtliche Werke. Hrsg. von Hans Kaufmann. Bd. VII: Der Rabbi von Bacherach. Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski. Florentinische Nächte. Kleine Schriften (1820-1831). München: Kindler 1964. S. 8.

[58] Schoeps, Julius H.: Zur Geschichte des deutsch-jüdischen Verhältnisses. In: Neues Lexikon des Judentums. Hrsg. von Julius H. Schoeps. Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag 1998. S. 203.

[59] Vgl. Ebd..

[60] Der Roman geht auf diesen wenig beachteten historischen Fakt anhand der Figur Leonard Schmidts kurz ein. (128f.)

[61] Kißener, Michael: Das Dritte Reich. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2005. S. 40.

[62] Schoeps 1998: 203.

[63] Vgl. Selig, Wolfram: Juden in der deutschen Kultur und Gesellschaft. In: Legenden, Lügen, Vorurteile. Ein Wörterbuch zur Zeitgeschichte. Hrsg. von Wolfgang Benz. 8. Aufl. München: dtv 1996. S. 101.

[64] Vgl. Ebd. S. 100f.

[65] Vgl. Ebd. S. 103.

[66] Laerum, Sabine: Der Wahn vom reinen Blut. In: P.M. Perspektive 4 (2005). S. 81.

[67] Ebd. S. 83.

[68] Vgl. Kubizek, August: Adolf Hitler. Mein Jugendfreund. Ungekürzte Sonderausgabe. Graz: Leopold Stocker Verlag 2002. S. 136.

[69] Ebd. S. 136.

[70] Vgl. Ebd. S. 141.

[71] Hamann, Brigitte: Hitlers Edeljude. Das Leben des Armenarztes Eduard Bloch. http://www.piper-verlag.de/sachbuch/buch.php?id=12963&page=suche&auswahl=a&pagenum=1&page=buchaz (20.11.2008).

[72] Ebd.

[73] Ebd.

30 von 30 Seiten

Details

Titel
Über die Problematik des Lügens in Jurek Beckers „Jakob der Lügner“
Untertitel
Dichtung und Wahrheit in der Holocaust-Literatur
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Germanistische Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Deutsch-jüdische Schriftsteller nach 1945
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
30
Katalognummer
V123193
ISBN (Buch)
9783640451968
Dateigröße
554 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
KRITIK der Dozentin: - zu essayistische Einleitung - Kapitel 2.1, 2.2, 2.2.1 und 2.3 sind zu weit vom eigentlichen Thema entfernt bzw. zu detailliert - in Kapitel 3.3 wird zu ungenau beschrieben, weshalb das Lügen den Ghettobewohnern ihre Freiheit zurückgibt, wo doch am Ende fast alle ermordet werden GESAMTURTEIL der Dozentin: - gut recherchierte Arbeit - der erste Teil der Arbeit ist zu breit angelegt und verliert sich gelegentlich im Detail HINWEIS des Verfassers: Alle angestrichenen Rechtschreib- und Grammatikfehler wurden korrigiert.
Schlagworte
Jurek Becker, Jakob der Lügner, NS-Zeit, Lügen, Ghetto Lodz, Volksempfänger, Jakob Heym, Holocaust, Judenverfolgung
Arbeit zitieren
Karsten Tischer (Autor), 2008, Über die Problematik des Lügens in Jurek Beckers „Jakob der Lügner“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123193

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