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Die neue Erfahrung in der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts, die Goethes Roman "Die Leiden des jungen Werther" als Briefroman brachte

Title: Die neue Erfahrung in der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts, die Goethes Roman "Die Leiden des jungen Werther" als Briefroman brachte

Term Paper , 1994 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dr. Mariana Parvanova (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit untersucht den Roman "Die Leiden des jungen Werther" als eine neue Art des Briefromans des 18. Jahrhunderts. Es wird aufgezeigt, daß die Form des Briefes, die Goethe für seinen Roman auswählt, ein Mittel ist, um die Leser in die Handlung einzubeziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Entwicklung des Romans und des Briefromans

2. Was ist ein Brief? Welche Möglichkeiten der Selbstäußerung kann ein Brief dem Schreiber anbieten.

3. Werther und die gesellschaftlichen Verhältnisse und Normen

4. Der Blickpunkt, den uns die Briefe schaffen.

5. Die Veränderungen in Werther und in seinen Briefen

6. Werthers Freund Wilhelm, der uns durch die Briefe von Werther bekannt wird. Wilhelm als Träger der bürgerlichen Moral und die Einstellung Werthers zu dieser Moral

7. Die Briefe von Werther als einen Rückzug in der Welt des eigenen Ichs

8. Warum konnte Werther am Ende nicht mehr Briefe schreiben?

9. Werther und seine Zeitgenossen

10. Werthers Briefstiel

11. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die literarische Neuerung von Goethes Briefroman "Die Leiden des jungen Werther" und dessen Wirkung auf die zeitgenössische Literatur des 18. Jahrhunderts. Dabei steht die Analyse von Werthers subjektiver Perspektive, seiner Identifikation mit der Natur und seinem Konflikt mit bürgerlichen Normen im Fokus.

  • Die Entwicklung und Form des Briefromans im 18. Jahrhundert
  • Die monologische Struktur der Briefe und ihre psychologische Wirkung
  • Der Konflikt zwischen individuellem Freiheitsstreben und bürgerlichem Pflichtgefühl
  • Die gesellschaftliche Wahrnehmung und Rezeption des Werther-Romans

Auszug aus dem Buch

3. Werther und die gesellschaftlichen Verhältnisse und Normen

Im Brief vom 4. Mai werden wir in die Erlebensweise Werthers eingeführt. Er erfahrt die Welt in Gegensätzen, die er immer reflektieren muß. Der erste Brief hat auch eine einführende Funktion in die Personenkreise, die vor dem Beginn des Romans eine Rolle spielten und im weiteren Verlauf von Bedeutung sein werden. Dieser Brief von Werther beginnt mit den Worten: Wie froh bin ich, daß ich weg bin". Werther konnte nicht mehr in den bürgerlichen Verhältnissen bleiben. Diese Verhältnisse waren eine Einschränkung seiner Freiheit, für die Freiheit seines Individuums. Werther sucht einen Neuanfang und deshalb trennt er sich von dem Mensch, den er liebt - Wilhelm. Dabei fühlt er sich froh, weil er sich von seiner Mutter und von seinem Freund trennt, die Vertreter der bürgerlichen Welt sind. Werther leidet unter Eingeschränktheit der bürgerlichen Konventionen. Er erfährt diese an seiner eigenen Person.

Er hat verstanden, daß sein Fühlen- und Erlebenkönnen Einschränkungen unterworfen sind. Der gesuchte Neuanfang glaubt Werther, beim einfachen Volk, in der Natur und in der Ausübung von Kunst zu finden. Werther sucht neue Gestaltung und neuen Sinn für sein Leben, ohne daß er jedoch konkrete Pläne zu haben. Die Einsamkeit macht ihn glücklich und er erlebt die Natur um sich. Das Gefühl für Freiheit bringt ihm solche Freude, daß er "zum Marienkäfer" werden will. "Die Einsamkeit ist meinem Herzen köstlicher Balsam in dieser paradiesischen Gegend, und diese Jahrszeit der Jugend wärmt mit aller Fülle mein oft schauderndes Herz. Jeder Baum, jede Hecke ist ein Strauß von Blüten, und man möchte zum Marienkäfer werden..."

Zusammenfassung der Kapitel

1. Entwicklung des Romans und des Briefromans: Das Kapitel skizziert die literarische Landschaft des 18. Jahrhunderts, von Utopien und Robinsonaden bis hin zum bürgerlichen Roman.

2. Was ist ein Brief? Welche Möglichkeiten der Selbstäußerung kann ein Brief dem Schreiber anbieten.: Hier wird der Brief als subjektives Instrument zur intimen Selbstreflexion und monologischen Selbstdarstellung definiert.

3. Werther und die gesellschaftlichen Verhältnisse und Normen: Das Kapitel analysiert Werthers Flucht aus bürgerlichen Konventionen und seine Suche nach Freiheit in der Natur.

4. Der Blickpunkt, den uns die Briefe schaffen.: Es wird untersucht, wie der Briefwechsel Wilhelm zum Zeugen von Werthers Innenwelt macht und Charakterzüge des Helden offenbart.

5. Die Veränderungen in Werther und in seinen Briefen: Die zunehmende Emotionalität und die Fixierung auf Lotte markieren Werthers inneren Wandel.

6. Werthers Freund Wilhelm, der uns durch die Briefe von Werther bekannt wird. Wilhelm als Träger der bürgerlichen Moral und die Einstellung Werthers zu dieser Moral: Der Kontrast zwischen Wilhelms normativem Denken und Werthers subjektivem Freiheitsdrang wird beleuchtet.

7. Die Briefe von Werther als einen Rückzug in der Welt des eigenen Ichs: Werthers zunehmende Isolation und seine Weltflucht werden als Reaktion auf Enttäuschungen dargestellt.

8. Warum konnte Werther am Ende nicht mehr Briefe schreiben?: Das Ende der Korrespondenz wird als Folge von Werthers psychischer Ausweglosigkeit und gesellschaftlichem Scheitern interpretiert.

9. Werther und seine Zeitgenossen: Dieses Kapitel betrachtet die ambivalente Rezeption des Werks und die Entstehung der sogenannten "Wertherkrankheit".

10. Werthers Briefstiel: Der Fokus liegt auf der suggestiven, unmittelbaren Wirkung von Werthers Sprache und der damit verbundenen Identifikationsgefahr für den Leser.

11. Zusammenfassung: Abschließend wird die Bedeutung der monologischen Brief-Form für die Aktualität und Unsterblichkeit des Romans hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Werther, Johann Wolfgang von Goethe, Briefroman, Aufklärung, Sturm und Drang, Subjektivismus, bürgerliche Moral, Gesellschaftskritik, Individuum, Lotte, Wilhelm, Selbstmord, Rezeption, Literatur, Naturerfahrung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit analysiert die erzählerischen und inhaltlichen Besonderheiten von Goethes Roman "Die Leiden des jungen Werther" und wie diese das Genre des Briefromans des 18. Jahrhunderts nachhaltig geprägt haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen der Subjektivismus des Helden, die Konfrontation mit der bürgerlichen Moral, die Bedeutung der Natur und die Rolle der Briefe als Form der Selbstbehauptung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Goethe durch die monologische Briefstruktur die Perspektive des Helden absolutiert und damit eine neue, unmittelbare Identifikationsmöglichkeit für den Leser schafft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, um Werthers Entwicklung, seine gesellschaftliche Umgebung und die Rezeptionsgeschichte des Werkes zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Romanform, eine Analyse der sozialen Konflikte Werthers und eine Betrachtung des psychologischen Wandels, der zum tragischen Ende des Helden führt.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Die Analyse wird durch Begriffe wie Subjektivismus, Gesellschaftskritik, Briefroman und Aufklärung charakterisiert.

Warum spielt die monologische Form der Briefe eine so zentrale Rolle?

Die monologische Form unterbindet einen realen Dialog, verstärkt die Selbstreflexion des Helden und zwingt den Leser in eine engere, fast voyeuristische Bindung an Werthers Innenleben.

Welche Rolle spielt die Natur für die Figur des Werther?

Die Natur dient Werther zunächst als Zufluchtsort und Ausdruck seiner Freiheit, wandelt sich aber im Verlauf seines Scheiterns in seiner Wahrnehmung zu einer destruktiven, feindseligen Kraft.

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Details

Title
Die neue Erfahrung in der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts, die Goethes Roman "Die Leiden des jungen Werther" als Briefroman brachte
College
Humboldt-University of Berlin  (Germanistik)
Course
Der junge Goethe
Grade
2,3
Author
Dr. Mariana Parvanova (Author)
Publication Year
1994
Pages
15
Catalog Number
V123201
ISBN (eBook)
9783640276189
ISBN (Book)
9783640393664
Language
German
Tags
Erfahrung Literatur Jahrhunderts Goethes Roman Leiden Werther Briefroman Goethe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Mariana Parvanova (Author), 1994, Die neue Erfahrung in der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts, die Goethes Roman "Die Leiden des jungen Werther" als Briefroman brachte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123201
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