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Rationalität als Element der Akteure in "Rational Choice" von James S. Coleman und Hartmut Esser sowie Kritik durch Ilja Srubar

Title: Rationalität als Element der Akteure in "Rational Choice" von James S. Coleman und Hartmut Esser sowie Kritik durch Ilja Srubar

Term Paper , 2003 , 10 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Markus Mayer (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Summary Excerpt Details

In den `Rational Choice´ - Ansätzen wird von einem Akteur ausgegangen, der rational handelt und der kontinuierlich versucht seine Interessen und damit seinen subjektiven Nutzen durch freie Wahlentscheidungen zu maximieren. Dabei wird die Frage nach Sinninterpretationen, Beeinflussung der Normen auf die Handlungsweise der Akteure und dem akteursspezifischen Handlungs- bzw. Wahlhintergrund vernachlässigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einführung in die Rational Choice Theorie von James S. Coleman

2.1 Die rationale Handlungsweise der Akteure am Beispiel des Ressourcenaustausches

2.2 Kritik am Rational Choice Ansatz von James S. Coleman

3 Einführung in die Rational Choice Theorie von Hartmut Esser

3.1 Essers Grundannahmen

3.2 Die Logik der Selektion

3.3 Kritik am Rational Choice Ansatz von Hartmut Esser durch Ilja Srubar

4 Gemeinsamkeiten der beiden Rational Choice Ansätze von Coleman und Esser

5 Unterschiede der beiden Rational Choice Ansätze von Coleman und Esser

6 Schluss

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Annahme der Rationalität als handlungsleitendes Element in den Rational-Choice-Ansätzen von James S. Coleman und Hartmut Esser und setzt diese in den Kontext der kritischen Auseinandersetzung durch Ilja Srubar.

  • Vergleichende Analyse der Rational-Choice-Modelle von Coleman und Esser.
  • Untersuchung der Nutzenmaximierung als zentrales Handlungskriterium.
  • Kritische Reflexion der Vernachlässigung von Sinninterpretationen und Normeinflüssen.
  • Diskussion der Grenzen des Modells wie "bounded rationality" und soziale Genese von Wissensvorräten.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die rationale Handlungsweise der Akteure am Beispiel des Ressourcenaustausches

Die Beziehungen zwischen Akteur und Ressourcen sind nach Coleman,: Kontrolle und Interesse. Die Handlungsweisen jedes Akteurs sind auf Verbrauch von Ressourcen und dem Austausch von Kontrolle (oder dem Recht auf Kontrolle) über Ressourcen und Rechte stark eingeschränkt(Coleman, 1991: S.46). Hierbei verfahren die Akteure rational, indem sie ihre Möglichkeiten kennen, mit persönlichen Nutzen und eintretender Wahrscheinlichkeit bewerten, so dass ihre Interessen maximiert werden.

„Bei einem Austausch wirtschaftlicher Güter kann jeder Akteur, der einen Tausch anbietet, die Situation des jeweils anderen nur verbessern, weswegen wir normalerweise davon ausgehen, daß solche Tauschgeschäfte sowohl freiwillig als auch von gegenseitigen Nutzen sind“(Coleman, 1991: S.47). „Aufgrund von Austauschhandlungen [...] reduziert sich die Diskrepanz zwischen Interesse und Kontrolle bis hin zu dem Punkt, an dem ein Gleichgewicht entsteht – d.h. wo kein Austausch mehr stattfinden kann, der die von beiden Akteuren erwartete Verwirklichung von Interessen noch verbessern könnte. An diesem Punkt hat jeder Akteur die Verwirklichung seiner Interessen in dem Maße maximiert, wie es seine ursprünglichen Ressourcen erlaubten“(Coleman, 1991: S. 48). Ein rational handelnder Akteur weis so mit nach Coleman, dass ein Austausch lohnend ist und erkennt bei diesem den Punkt des Maximums.

Geht es bei dem Austauschprozeß um relativ große Geldbeträge bzw. große Interessen wird, laut Coleman, ein rationaler Akteur vor der Entscheidung erst Informationen einholen(Coleman, 1991: S. 308) und somit seine Kompetenz und Perspektive erweitern, um sicher zu stellen, dass er wirklich sein Nutzenmaximum erreicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Rational-Choice-Ansatzes als individualistische Theorie und Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich der Rationalitätsannahme.

2 Einführung in die Rational Choice Theorie von James S. Coleman: Analyse von Colemans Fokus auf das individuelle, zielorientierte Handlungsprinzip und die Nutzung des Homo oeconomicus.

2.1 Die rationale Handlungsweise der Akteure am Beispiel des Ressourcenaustausches: Erläuterung, wie Akteure durch den Austausch von Kontrollrechten über Ressourcen ihren Nutzen maximieren.

2.2 Kritik am Rational Choice Ansatz von James S. Coleman: Darstellung der Kritikpunkte bezüglich der "bounded rationality", der Missachtung von Normen und der Unbeweisbarkeit der subjektiven Rationalität.

3 Einführung in die Rational Choice Theorie von Hartmut Esser: Erweiterung der RCT durch wahrnehmungstheoretische Inhalte und Einbettung in ein sozialstrukturelles Modell.

3.1 Essers Grundannahmen: Beschreibung des RREEMM-Modells, welches den Menschen als ressourcenbewussten, einschränkungs- und erwartungsgeleiteten Akteur definiert.

3.2 Die Logik der Selektion: Einführung des SEU-Modells zur Berechnung der subjektiven Nutzenerwartung bei der Handlungsentscheidung.

3.3 Kritik am Rational Choice Ansatz von Hartmut Esser durch Ilja Srubar: Einwand, dass die soziale Genese von Wissensvorräten und die Sinnorientierung im Modell nicht ausreichend erfasst werden.

4 Gemeinsamkeiten der beiden Rational Choice Ansätze von Coleman und Esser: Zusammenfassung der Notwendigkeit von Komplexitätsreduktionsprinzipien und der Bedeutung von Präferenzen.

5 Unterschiede der beiden Rational Choice Ansätze von Coleman und Esser: Gegenüberstellung der theoretischen Ansätze zum Homo oeconomicus und dessen Lernfähigkeit bzw. institutioneller Gebundenheit.

6 Schluss: Fazit über die Praktikabilität der RCT bei gleichzeitigem Verlust an Realitätsnähe durch die Vernachlässigung von Sinnstrukturen.

Schlüsselwörter

Rational Choice Theorie, James S. Coleman, Hartmut Esser, Ilja Srubar, Nutzenmaximierung, Homo oeconomicus, SEU-Modell, Ressourcenaustausch, Bounded Rationality, Methodischer Individualismus, Soziologische Theorie, Handlungsentscheidung, Subjektive Rationalität, RREEMM-Modell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Untersuchung der Rationalitätsannahme in soziologischen Rational-Choice-Ansätzen, speziell fokussiert auf die Werke von James S. Coleman und Hartmut Esser.

Welche Themenfelder werden primär behandelt?

Zentrale Themen sind die Logik der Nutzenmaximierung, die Modellierung des Akteurs, der Ressourcenaustausch sowie die Kritik an diesen Ansätzen durch Ilja Srubar hinsichtlich ihrer Vernachlässigung von Sinninterpretationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Konzepte der Rationalität in den Modellen von Coleman und Esser zu analysieren und den Einwänden, die speziell auf die Nutzenmaximierung und die Akteurskonzeption zielen, gegenüberzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der soziologische Fachliteratur und Theorieansätze systematisch verglichen und einer kritischen Prüfung unterzogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundannahmen von Coleman und Esser, die Erläuterung ihrer Selektionslogiken sowie die detaillierte Wiedergabe der Kritik von Ilja Srubar an diesen Konzepten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Rational Choice, Homo oeconomicus, Nutzenmaximierung, Subjektive Nutzenerwartung (SEU), methodischer Individualismus und das RREEMM-Modell.

Wie unterscheidet sich Essers Modell von dem Colemans?

Während Coleman primär den nutzenmaximierenden Homo oeconomicus nutzt, erweitert Esser diesen durch wahrnehmungstheoretische Aspekte (RREEMM-Modell) und integriert Konzepte wie Habits und Frames, um ein realistischeres Bild menschlichen Handelns zu zeichnen.

Welche Kritik übt Ilja Srubar konkret am Modell von Esser?

Srubar kritisiert, dass Essers Modell zwar subjektive Wissensvorräte zulässt, aber die soziale Genese dieser Vorräte theoretisch nicht erfassen kann und das Verhalten der Akteure in vielen Situationen fälschlicherweise als rein optimierungsgeleitet darstellt.

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Details

Title
Rationalität als Element der Akteure in "Rational Choice" von James S. Coleman und Hartmut Esser sowie Kritik durch Ilja Srubar
College
LMU Munich  (Soziologie)
Course
Theoriekurs
Grade
bestanden
Author
Markus Mayer (Author)
Publication Year
2003
Pages
10
Catalog Number
V12322
ISBN (eBook)
9783638182331
ISBN (Book)
9783656824749
Language
German
Tags
Rationalität Coleman Esser
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Mayer (Author), 2003, Rationalität als Element der Akteure in "Rational Choice" von James S. Coleman und Hartmut Esser sowie Kritik durch Ilja Srubar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12322
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