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Sensibilisierung für geschlechtstypische Verhaltensweisen im Sportunterricht

Lehrversuch zum Thema "Geschlecht"

Title: Sensibilisierung für geschlechtstypische Verhaltensweisen im Sportunterricht

Lesson Plan , 2008 , 13 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Sven Schulze (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Koedukation (lat.con=zusammen + educere=erziehen) bedeutet die gemeinsame Bildung von Mädchen und Jungen. Das Gegenteil davon wäre Seedukation.
Koedukation im Sportunterricht ist ein Thema, welches in der Sportpädagogik immer noch kontrovers diskutiert wird. In den 60er Jahren kam das Thema ‚‚dem politischen Willen nach einem gleichberechtigten Zusammenleben der Geschlechter näher zu kommen’’(Kugelmann, o.J. S.298) in Form einer Bildungsreform zum ersten Mal auf. Die Bildungsreform hatte sich zum Ziel gesetzt, das Bildungsdefizit der Mädchen zu beheben und tradierte Geschlechterrollen aufzubrechen. Das bedeutet, das ungleiche Verhältnis der Geschlechter im Sportunterricht auszugleichen und geschlechtsbezogene Vorurteile zu beseitigen. Versucht wurde dieses durch typische Bewegungsangebote für das jeweils andere Geschlecht. Mädchen wurde das Sportspielen näher gebracht während die Jungen gestalterische Bewegungen wie das Tanzen ausüben sollten...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Thema

2 Bedingungsanalyse

2.1 Analyse der Lerngruppe

2.2 Analyse des Lerngegenstandes

3 Methodisch-didaktische Strukturierung der Stunde

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, Konzepte für einen reflexiven koedukativen Sportunterricht zu entwickeln, um geschlechtstypische Verhaltensweisen zu sensibilisieren und ein gleichberechtigtes Miteinander von Mädchen und Jungen zu fördern.

  • Definition und historischer Kontext der Koedukation im Sportunterricht
  • Bedingungsanalyse der Zielgruppe und des Lerngegenstandes
  • Methodisch-didaktische Gestaltung einer Unterrichtsstunde
  • Einsatz kooperativer Spiele zur Förderung der sozialen Interaktion
  • Integration geschlechtsspezifischer Bewegungsformen zur Empathieförderung
  • Erprobung von Tschoukball als inklusive Sportart

Auszug aus dem Buch

3 Methodisch-didaktische Strukturierung der Stunde

Die methodisch-didaktische Strukturierung ist auf der Grundlage der Bedingungsanalyse ein begründeter, zusammenhängender Text. Dabei wollen wir den Lernenden den Inhalt unseres Lehrversuchs vorstellen und den Grund unserer Wahl verdeutlichen. Im weitern Verlauf beschreiben wir, was wir mit diesem Thema erreichen wollen( Zielentscheidung). Zur Abrundung der Strukturierung stellen wir die Methodenentscheidung dar, indem wir erklären, wie wir unseren Inhalt anbieten und warum.

Teil 1: koedukative Aufwärmphase

Wir möchten unseren Lehrversuch mit dem kleinen Aufwärmspiel „Schiffe versenken“ beginnen. Das Spiel sieht folgendermaßen aus: Es werden zwei Fänger bestimmt. Alle übrigen Spieler erhalten einen Gymnastikreifen(ihr Schiff). Sie halten den Reifen parallel zum Boden um ihre Hüfte. Wirft ein Fänger den Ball durch einen Reifen, so ist das Schiff versenkt. Der Spieler bleibt stehen, legt seinen Reifen auf den Boden. Er kann durch Mitspieler erlöst werden, die ihn in ihrem Reifen aufnehmen, So können bis zu 2-3(?) Spieler in einem Schiff fahren. Das Spiel endet, wenn alle Schiffe versenkt sind.

Wir haben uns für dieses Spiel zum Aufwärmen entschieden, da es ein kooperatives Spiel ist. Kooperative Spiele eignen sich für unsere Zielsetzung des Miteinander-Spielens der Geschlechter am besten, weil solche Qualifikation wie Kooperationsfähigkeit, Empathie, Spielüberblick und Spielverständnis für einen koedukativen Sportunterricht von Bedeutung sind. Die Zusammenarbeit der Geschlechter wird ebenfalls durch die kommunikative Ebene bei diesem Aufwärmspiel gestärkt. Zum Vorschein kommt die kommunikative Ebene durch die Besetzung eines Schiffes von mehreren Personen. Die Kommunikation ist an diesem Punkt unumgänglich. Hierbei bitten wir um eine heterogene Besatzungsstruktur der Schiffe, damit das Thema mit seiner Intention möglichst weitgehend zur Geltung kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Thema: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Koedukation und diskutiert die bildungspolitische Notwendigkeit einer reflexiven Geschlechterarbeit im Sportunterricht.

2 Bedingungsanalyse: Hier werden die Voraussetzungen der Lerngruppe (Studierende) sowie die inhaltlichen Schwerpunkte des Lerngegenstandes analysiert, um den Sportunterricht zielgerichtet zu planen.

3 Methodisch-didaktische Strukturierung der Stunde: Dieses Kapitel beschreibt den konkreten Aufbau der Unterrichtsstunde in drei Phasen, von einem kooperativen Aufwärmspiel über eine geschlechtsspezifische Hauptphase bis hin zum integrativen Abschlussspiel.

Schlüsselwörter

Koedukation, Sportunterricht, Geschlechterrollen, Bedingungsanalyse, reflexive Koedukation, Mädchen, Jungen, Tschoukball, Bewegungsangebote, Geschlechtergerechtigkeit, Kooperationsfähigkeit, Sportdidaktik, soziale Interaktion, Sportpädagogik, geschlechtshomogene Gruppen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Planung eines Sportunterrichts, der das Ziel verfolgt, Jungen und Mädchen für geschlechtstypische Verhaltensweisen zu sensibilisieren und ein gleichberechtigtes Miteinander zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die reflexive Koedukation, die Analyse von Lernvoraussetzungen und die Auswahl von Spielformen, die traditionelle Geschlechterrollen aufbrechen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die gleichwertige Entwicklung der Geschlechter durch eine kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Rollenbildern und die Schaffung von Verständnis für die jeweils andere Geschlechtskultur.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine methodisch-didaktische Strukturierung auf Basis einer Bedingungsanalyse gewählt, die pädagogische Theorien mit praxisnahen Spielformen verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der Unterrichtsentwurf in eine Aufwärm-, Haupt- und Abschlussphase unterteilt, wobei spezifische Spiele wie „Schiffe versenken“ und Tschoukball zur Erreichung der Lernziele eingesetzt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Koedukation, Geschlechterrollen, Tschoukball, Reflexion, Sportdidaktik und soziale Interaktion charakterisiert.

Warum wird im Hauptteil eine geschlechtsspezifische Aufteilung vorgenommen?

Die Aufteilung dient dazu, dass die Lernenden zunächst ihre eigenen, für ihr Geschlecht typischen Bewegungsformen (z.B. Fußball für Jungen, Tanzen für Mädchen) erleben und anschließend die „fremde“ Kultur erproben, um Empathie und gegenseitige Anerkennung zu entwickeln.

Welche Funktion hat das Abschlussspiel Tschoukball?

Tschoukball fungiert als Integrationsinstrument, da es eine unbekannte Sportart ist, in der alle Teilnehmer Anfänger sind, und zudem den sozialen Charakter der Kooperation in den Vordergrund stellt.

Inwiefern beeinflusst die „verbotene Zone“ das Tschoukball-Spiel?

Die „verbotene Zone“ vor dem Trampolin soll physische Zweikämpfe und aggressives Abdecken der Gegner verhindern, um ein respektvolles Miteinander zu gewährleisten.

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Details

Title
Sensibilisierung für geschlechtstypische Verhaltensweisen im Sportunterricht
Subtitle
Lehrversuch zum Thema "Geschlecht"
College
University of Bremen
Course
Bewegen und Spielen
Grade
sehr gut
Author
Sven Schulze (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V123225
ISBN (eBook)
9783640291311
Language
German
Tags
Lehrversuch Geschlecht Bewegen Spielen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Schulze (Author), 2008, Sensibilisierung für geschlechtstypische Verhaltensweisen im Sportunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123225
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