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Politikgestaltung in der Mediendemokratie

Titel: Politikgestaltung in der Mediendemokratie

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2007 , 18 Seiten , Note: "-"

Autor:in: Birgit Schröer (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die rasante Entwicklung neuer Informations- und Medientechnologien hat erhebliche Auswirkungen auf die Öffentlichkeitsarbeit der Politik. So ist es möglich, dass die breite Öffentlichkeit in politische Entscheidungsprozesse miteinbezogen wird, indem politische Diskussionen und Kommentare von ihrer Bindung an vorgegebene räumlich-zeitliche Strukturen gelöst werden und von beliebigen Orten und Zeiten mitverfolgt werden können. Der öffentlichen politischen Kommunikation kommt als medialer Darstellungspolitik in der Gesellschaft besondere Aufmerksamkeit zu. Durch Diskussionen, Kommentierung oder Gesprächsrunden positionieren sich Politiker und politische Parteien auf dem Meinungsmarkt und grenzen sich von anderen gesellschaftlichen Interessensgruppen ab. Die vorliegende Arbeit untersucht die öffentliche politische Kommunikation, die Struktur der Kommunikationsformen, neue Verhaltensstandards in der medialen Darstellung und politische Entscheidungen in der als vernetzt geltenden Gesellschaft. Zum einen werden die charakteristischen Merkmale der öffentlichen politischen Kommunikation herausgestellt, zum anderen wird das Zusammenspiel zwischen den Kommunikationsmedien, den politischen Akteuren und der medialen Öffentlichkeit analysiert und reflektiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politikgestaltung in der modernen Demokratie

2.1 Interessensgruppen und deren Verhältnis zur Politik

2.2 Politische Interessen und Politikfelder

3. Der politische Entscheidungsprozess

3.1 Das Mehrheitsprinzip

3.2 Politische und marktliche Problembearbeitung

4. Politik und Öffentlichkeit

4.1 Die Teilnahme der politischen Akteure in der öffentlichen Kommunikation

4.2 Das Politikfeld Medienpolitik

4.3 Die Legitimität der politischen Entscheidungen zwischen medialer Öffentlichkeit und politischen Entscheidungsprozess

5. Politische Kommunikation in den Medien

5.1 Intimisierung der politischen Entscheidungen

5.2 Situative Steuerungsmöglichkeiten als Merkmal der politischen Kommunikation

5.3 Prozesse neuer Verhaltensstandards in der Kommunikation

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die öffentliche politische Kommunikation, die Struktur der Kommunikationsformen sowie die Entscheidungsfindung innerhalb einer vernetzten Gesellschaft und analysiert das komplexe Zusammenspiel zwischen Medien, politischen Akteuren und der Öffentlichkeit.

  • Strukturwandel der Öffentlichkeit durch Massenmedien
  • Interessensgruppen und deren Einfluss auf politische Prozesse
  • Politische Kommunikation als Darstellungspolitik
  • Medialisierung und Legitimität politischer Entscheidungen
  • Verhältnis zwischen Politik, Wirtschaft und öffentlicher Aufmerksamkeit

Auszug aus dem Buch

2. Politikgestaltung in der modernen Demokratie

Die Politikgestaltung in der modernen Demokratie unterscheidet sich von früheren Formen hinsichtlich der Politikzugangswege, der Politikfelder und der Mittel der Gestaltung von politischen Entscheidungen und deren Interdependenzen mit gesellschaftlichen Organisationen. Die moderne Demokratie kann von früheren Formen der Demokratie insofern abgegrenzt werden, als dass sich die Struktur der Interessensbeziehungen zwischen der Politik und der Gesellschaft zunehmend differenzieren. Die Abgrenzung zwischen Politik und gesellschaftlichen Organisationen ist unschärfer und problematischer als in früheren Epochen: „Wichtig ist die Feststellung, dass der moderne Staat gleichsam eine ausgefranste Struktur aufweist. Eine klare Trennung von Staat und Gesellschaft ist nicht möglich, soweit sie die Organisationsstrukturen, die Zurechnung von Akteuren betrifft…sie ist notwendig, allerdings als normative Festlegung, welche die Staatsgewalt begrenzt.“1

Politik findet in weniger Politikbereichen statt. Viele gesellschaftliche Bereiche sind aus der Politik ausgeklammert und werden von nicht staatlichen oder lediglich staatsnahen Interessensgruppen übernommen. Fragen der kommunikativen Steuerung im Kontext der modernen Gesellschaft rücken ins Zentrum des modernen Politikmanagements: „Im Verlaufe dieser Prozesse wachsen auch ehemals klarer getrennte gesellschaftliche Sphären wie Politik, Kultur und Wirtschaft enger zusammen und durchdringen sich immer unentwirrbarer, und die geschichtliche Expansion von Öffentlichkeitsarbeit als charakteristische Strategie demokratischer Informationsgesellschaften überhaupt ist hierfür Ausdruck wie Motor.“2. Durch diese Prozesse der Deparlamentisierung verändert sich nicht nur die Politikgestaltung, sondern auch die politischer Legitimität von Entscheidungen in der Öffentlichkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Einfluss neuer Technologien auf die Öffentlichkeitsarbeit und definiert das Untersuchungsziel: die Analyse öffentlicher politischer Kommunikation in einer vernetzten Gesellschaft.

2. Politikgestaltung in der modernen Demokratie: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Differenzierung von Interessensbeziehungen und die Unschärfe der Trennung zwischen staatlichen und gesellschaftlichen Akteuren.

3. Der politische Entscheidungsprozess: Hier wird die Rolle des Mehrheitsprinzips sowie das Zusammenspiel zwischen politischer und marktlicher Problembearbeitung im demokratischen Kontext diskutiert.

4. Politik und Öffentlichkeit: Dieses Kapitel untersucht die Teilnahme politischer Akteure an der Kommunikation, die Funktion der Medienpolitik sowie die Legitimationsbedingungen von Entscheidungen.

5. Politische Kommunikation in den Medien: Dieses Kapitel analysiert, wie Massenmedien als Instrumente der Einflussnahme dienen und welche Auswirkungen die Medialisierung auf politische Verhaltensstandards hat.

6. Fazit: Das Fazit fasst die zentrale Erkenntnis zusammen, dass die mediale Darstellungspolitik zur Auflösung traditioneller Grenzen zwischen öffentlicher Information und privatem Entscheidungsprozess führt.

Schlüsselwörter

Mediendemokratie, Politikgestaltung, Öffentlichkeit, Politische Kommunikation, Massenmedien, Interessensgruppen, Legitimität, Entscheidungsprozess, Darstellungspolitik, Deparlamentisierung, Medialisierung, Partizipation, Politikmanagement, Informationsgesellschaft, politische Willensbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der veränderten Form der Politikgestaltung im Zeitalter der Mediendemokratie und dem Einfluss, den Massenmedien auf politische Kommunikationsprozesse ausüben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen der Strukturwandel der Öffentlichkeit, die Rolle von Interessensgruppen, der politische Entscheidungsprozess und die Herausforderung der Legitimation in mediengeprägten Gesellschaften.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Analyse und Reflexion der öffentlichen politischen Kommunikation sowie des Zusammenspiels zwischen Kommunikationsmedien, politischen Akteuren und der medialen Öffentlichkeit.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse politikwissenschaftlicher Fachliteratur zur Untersuchung von Kommunikationsstrukturen und Entscheidungsprozessen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die moderne Politikgestaltung, den Einfluss von Mehrheitsentscheidungen, die Rolle der Medien bei der Legitimation politischen Handelns und die Auswirkungen der Medialisierung auf politisches Verhalten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Mediendemokratie, Darstellungspolitik, Medialisierung und politische Partizipation beschreiben den Kern der theoretischen Diskussion.

Wie verändert sich die Abgrenzung zwischen Staat und Gesellschaft?

Der Autor argumentiert, dass diese Grenze in der modernen Demokratie zunehmend "ausgefranster" wird und eine klare Trennung zugunsten von Verflechtungen zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren weicht.

Warum ist die Medialisierung für politische Akteure so wichtig?

Politische Akteure sind auf die Medien angewiesen, um öffentliche Aufmerksamkeit zu generieren, da diese als entscheidende Instanz für die politische Willensbildung fungieren.

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Details

Titel
Politikgestaltung in der Mediendemokratie
Note
"-"
Autor
Birgit Schröer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
18
Katalognummer
V123228
ISBN (eBook)
9783640280193
ISBN (Buch)
9783640283705
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politikgestaltung Mediendemokratie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Birgit Schröer (Autor:in), 2007, Politikgestaltung in der Mediendemokratie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123228
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Leseprobe aus  18  Seiten
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