Unter einer wissenschaftlichen Arbeit versteht man die systematische Untersuchung und Bearbeitung einer Fragestellung, die aus Informationsrecherche und dem daraus resultierenden Meinungsbildung entsteht.
Um darzustellen, welche Bestandteile der wissenschaftlichen Arbeit von Ihnen selbst stammen und welche Textpassagen übernommene Erkenntnisse und Ergebnisse darstellen, sind Zitate und Paraphrasen unerlässlich. Aber auch um in einer wissenschaftlichen Arbeit belegen zu können, dass Sie sich mit der aktuellen Fachliteratur zu dem Thema auseinander gesetzt haben, den jeweiligen Forschungs- und Diskussionsstand kennen und einordnen können, und Zahlen- und Faktenmaterial aus seriösen Quellen Ihrer Arbeit zu Grunde gelegt haben, verwenden Sie Zitate und Paraphrasen. Dabei können Sie einzelne Sätze, Nebensätze aber auch ganze Passagen zitieren, bzw. das Gelesene in eigene Worte fassen.
Um sich jedoch nicht des Plagiats schuldig zu machen, also geistiges Eigentum anderer als Ihre eigenen Ideen auszugeben, muss für jedes Zitat die entsprechende Fundstelle nachgewiesen werden. Wie genau man das macht, wird in der folgenden Hausarbeit umfassend erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das direkte Zitat
2.1 Definition
2.2 Beispiele
2.3 Problemfälle beim Zitieren
3. Das indirekte Zitat
3.1 Definition
3.2 Beispiel
3.3 Problemfälle beim Zitieren
4. Letzte Hinweise
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit vermittelt grundlegende Techniken des korrekten Zitierens und Paraphrasierens in wissenschaftlichen Arbeiten, um die eigenständige Leistung von übernommenen Erkenntnissen abzugrenzen und Plagiate zu vermeiden.
- Grundlagen des direkten Zitierens und methodische Vorgehensweisen.
- Anwendung des indirekten Zitats als Paraphrase.
- Umgang mit komplexen Zitierfällen und Formalien.
- Kriterien für eine seriöse Quellenarbeit und Nachvollziehbarkeit.
Auszug aus dem Buch
2.3 Problemfälle beim Zitieren
Anhand der oben zitierten Textpassage lassen sich einige Problemfälle demonstrieren:
• Doppelte Anführungsstriche im zitierten Text werden zu einfachen Anführungsstrichen.
Beispiel:
„Ohne im Detail Überprüfungen vorzunehmen, sprechen Existenz, Umfang und Form der Anmerkungen und Zitate ‚Bände’!“
• Hervorhebungen im Original werden als solche gekennzeichnet, damit niemand überlegen muss, ob diese von Ihnen stammen, weil Sie das Augenmerk des Lesers auf einen bestimmten Umstand, ein Wort o.ä. lenken möchten. Hinweise für den Leser setzt man in eckige Klammern und fügt nach einem Komma die eigenen Initialen an.
Beispiel:
„Der wissenschaftliche Anspruch [Hervorgehoben im Original, S.B.] und das Selbstverständnis eines Verfassers lassen sich auf einen Blick erfassen (…).“
• Auslassungen werden durch runde Klammern mit drei Punkten gekennzeichnet.
• Bemerken Sie einen Tippfehler oder eine andere Besonderheit im Original korrigieren Sie diese nicht! Mit einem [sic!] zeigen Sie dem Leser, dass Sie diese Besonderheit bemerkt haben und sie nicht von Ihnen stammt.
Beispiel:
„‚Texte ohne Fußnoten sind für den Leser heimatlose Ufos. Man kann Ihre [sic!, S.B.] geistige Qualität nicht recht zuordnen: Sind sie Geniestreiche oder bloß Plagiate oder von beiden etwas?’ (Behrens 1989, S. 96)“
• Veränderungen im Zitat werden ebenfalls durch eckige Klammern kenntlich gemacht. Diese Veränderungen werden nötig, wenn Sie die grammatikalische Struktur des Originals an die Ihres Textes anpassen müssen.
Beispiel:
Nach Theisen lassen sich anhand der Anmerkungen und Zitate Rückschlüsse auf „de[n] wissenschaftliche[n] Anspruch und das Selbstverständnis eines Verfassers“8) ziehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der wissenschaftlichen Arbeit und erläutert die Notwendigkeit von Zitaten zur Belegung von Fachkenntnissen und zur Vermeidung von Plagiaten.
2. Das direkte Zitat: Dieses Kapitel definiert das wörtliche Zitat, zeigt Beispiele für verschiedene Zitierstile und behandelt formale Besonderheiten sowie Fehlerquellen.
3. Das indirekte Zitat: Hier wird die Paraphrasierung als Wiedergabe fremder Gedanken in eigenen Worten erklärt, inklusive der korrekten Quellenkennzeichnung und der Ausnahme beim Zitat im Zitat.
4. Letzte Hinweise: Abschließend werden allgemeine formale Richtlinien für Literaturangaben, die Prüfung der Quellenqualität und der Umgang mit Zweifelsfällen zusammengefasst.
Schlüsselwörter
Wissenschaftliches Arbeiten, Zitieren, Paraphrasieren, Plagiat, Fußnoten, Literaturverzeichnis, direkte Zitate, indirekte Zitate, Quellenangaben, Belegtechnik, Wissenschaftlichkeit, Forschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die korrekte methodische Anwendung von Zitierweisen in wissenschaftlichen Texten.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Unterscheidung zwischen direkten und indirekten Zitaten sowie den formalen Anforderungen an die Quellenarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Studierenden eine Anleitung zu geben, wie sie eigenes Wissen von fremdem geistigen Eigentum abgrenzen und korrekt belegen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen leitfadenorientierten Überblick, der auf gängiger Fachliteratur zum wissenschaftlichen Arbeiten basiert.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die korrekte Definition und Anwendung von wörtlichen Zitaten sowie indirekten Paraphrasen, ergänzt durch Fallbeispiele.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zitiertechnik, Plagiatsvermeidung, Quellenarbeit und wissenschaftliche Standards.
Wie gehe ich mit Fehlern im Originaltext um?
Diese sollten nicht korrigiert werden, sondern mit dem Hinweis [sic!] als vom Autor übernommen markiert werden.
Was ist bei der Verwendung von Literaturquellen zu beachten?
Die Quellen müssen auf ihre Wissenschaftlichkeit und Seriosität geprüft werden; zudem entfallen akademische Grade in den Angaben.
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- Sebastian Budde (Author), 2008, Das korrekte Zitieren und Paraphrasieren in wissenschaftlichen Arbeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123243