Eine gelingende Lebensführung und Lebensbewältigung kann aufgrund der immer größer werdenden Komplexität und Individualisierung für eine Vielzahl von Menschen zu einem großen Problem werden, welches Hilfe von Fachkräften notwendig werden lässt. Die Forschungsgruppe um G.G. Voss
beleuchtete den Alltag der Menschen unter vielen verschiedenen Gesichtspunkten. Der Aufgabenstellung folgend wird das entstandene Konzept der Alltäglichen Lebensführung zunächst in seinen Grundzügen dargestellt. Im Anschluss folgt die Eignungsprüfung dieses Konzeptes für die Soziale Arbeit anhand der Arbeit in der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, basierend auf persönlichen Erfahrungen, die während des Einführungspraktikums in der Diakonie am Thonberg in Leipzig gesammelt wurden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Lebensführung als Tätigkeitszusammenhang
- Alltägliche Lebensführung als aktive Konstruktion des Individuums
- Personale, soziale und strukturelle Eigenlogik der Alltäglichen Lebensführung
- Personale Eigenlogik und Verselbständigung des Alltags
- Soziale und strukturelle Eigenlogik
- Zusammenfassung wesentlicher Merkmale des Systems der Alltäglichen Lebensführung nach G. G. Voß
- Eignungsprüfung Alltäglicher Lebensführung als Gegenstand der Sozialen Arbeit mit behinderten Menschen
- Kurzdarstellung der Einrichtung und Tätigkeiten des begleitenden Sozialdienstes
- Grundlegende Fragestellungen zur Ausgangssituation
- Allgemeine Erkenntnisse bezüglich Alltäglicher Lebensführung behinderter Menschen in der Werkstatt
- Strukturdimensionen am Beispiel des Werkstattalltags und jeweilige Aufgaben des Sozialdienstes
- Sinnhafte Dimension
- Räumliche Dimension
- Zeitliche Dimension
- Soziale Dimension
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht das Konzept der Alltäglichen Lebensführung nach G.G. Voß und prüft dessen Eignung für die Soziale Arbeit mit behinderten Menschen. Die Arbeit basiert auf praktischen Erfahrungen in der Eingliederungshilfe.
- Das Konzept der Alltäglichen Lebensführung nach G.G. Voß
- Alltagsbewältigung und deren Herausforderungen
- Die Rolle der Sozialen Arbeit in der Unterstützung behinderter Menschen
- Analyse von Strukturdimensionen im Werkstattalltag
- Individuelle und soziale Faktoren der Alltagsgestaltung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beschreibt den Ausgangspunkt der Arbeit und die Relevanz des Themas. Kapitel 1 definiert die Begriffe „Alltag“ und „Lebensführung“ und stellt das Konzept der Alltäglichen Lebensführung vor. Kapitel 2 betont den aktiven Charakter der Lebensführung als individuelle Konstruktion. Kapitel 3 untersucht die personale, soziale und strukturelle Eigenlogik der Alltäglichen Lebensführung. Kapitel 5 analysiert die Anwendbarkeit des Konzepts auf die Soziale Arbeit mit behinderten Menschen, indem es die Situation in einer Werkstatt für behinderte Menschen beschreibt und die Aufgaben des Sozialdienstes in Bezug auf verschiedene Strukturdimensionen beleuchtet.
Schlüsselwörter
Alltägliche Lebensführung, G.G. Voß, Soziale Arbeit, Behinderte Menschen, Eingliederungshilfe, Werkstattalltag, Strukturdimensionen, Alltagsbewältigung, Individuelle Konstruktion, Soziale Integration.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht G.G. Voß unter „Alltäglicher Lebensführung“?
Es beschreibt die aktive und eigenständige Konstruktion des Alltags durch das Individuum, um die Anforderungen des modernen Lebens in Einklang zu bringen.
Wie lässt sich dieses Konzept auf Menschen mit Behinderungen anwenden?
In Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) hilft das Konzept, den Werkstattalltag entlang räumlicher, zeitlicher und sozialer Dimensionen zu strukturieren und die Selbstständigkeit der Klienten zu fördern.
Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit in diesem Prozess?
Der Sozialdienst unterstützt behinderte Menschen dabei, ihren Alltag trotz struktureller oder persönlicher Einschränkungen sinnvoll zu gestalten und soziale Integration zu erfahren.
Was sind die Strukturdimensionen des Alltags?
Voß unterscheidet wesentliche Dimensionen wie die sinnhafte, räumliche, zeitliche und soziale Dimension, die gemeinsam den Rahmen der Lebensführung bilden.
Warum ist Lebensführung heute komplexer geworden?
Durch zunehmende Individualisierung und den Wegfall traditioneller Strukturen müssen Menschen ihren Alltag immer öfter selbst organisieren und koordinieren.
- Quote paper
- Virginia Koch (Author), 2008, Theorie der Alltäglichen Lebensführung nach G.G.Voss am Beispiel eines behinderten Menschen in der WfbM, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123374