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Too Big To Fail

Kritische Würdigung staatlich initiierter Rettungsaktionen betroffener Kreditinstitute

Title: Too Big To Fail

Term Paper , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christina Beier (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Im Februar 2007 fielen die ersten zweitklassigen US-Hypothekenkredite aus. Da-mit begann die hiernach benannte Subprime-Krise, die mit dem Konkurs der In-vestmentbank Lehman Brothers und dem darauf folgenden Beinahe-Zusammenbruch der Finanzmärkte ihren Höhepunkt erreicht haben sollte.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise gewinnt das Verhalten des Staates in der bereits seit langem geführten Diskussion an Bedeutung, ob bedrohte Ban-ken gerettet werden sollen. Der Staat versucht einerseits, durch Rettungen eine Ausbreitung der Krise auf andere Institute zu verhindern, andererseits jedoch wer-den durch das Einspringen als „Lender of Last Resort“ (= Kreditgeber letzter In-stanz) falsche Anreize gesetzt. Insbesondere große Institute werden vom Staat häufig als „too big to fail“ eingestuft.
Im Rahmen dieser Seminararbeit wird die Historie staatlicher Maßnahmen zur Rettung großer Banken kritisch beleuchtet und am Beispiel der großen US-Investmentbanken im Verlauf der Subprime-Krise analysiert. Die Investmentban-ken sind durch ihr Geschäftsmodell besonders stark von der Finanzkrise betroffen. Mit der Investmentbank Lehman Brothers spielt eine von ihnen eine zentrale Rolle in der Entwicklung der jetzigen Finanzkrise.
Die einzelnen Interventionsmöglichkeiten werden lediglich grob dargestellt, da eine ausführliche Betrachtung den Umfang dieser Arbeit überschreiten würde. Bei der Darstellung der Ergebnisse wissenschaftlicher Studien und der Meinungen führender Ökonomen wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, da dies ebenfalls über den Rahmen dieser Seminararbeit hinausgehen würde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 PROBLEMSTELLUNG

2 FINANZKRISEN UND INTERVENTIONSMÖGLICHKEITEN

3 TOO BIG TO FAIL

3.1 DEFINITION

3.2 ENTSTEHUNG

3.3 FOLGEN

3.4 MOTIVE

4 US-INVESTMENTBANKEN WÄHREND DER SUBPRIME-KRISE

4.1 RETTUNG VON BEAR STEARNS

4.2 INSOLVENZ VON LEHMAN BROTHERS

4.3 ÜBERNAHME VON MERRILL LYNCH SOWIE DIE REAKTION VON GOLDMAN SACHS UND MORGAN STANLEY

4.4 KRITISCHE WÜRDIGUNG DER VORGEHENSWEISEN

4.5 VOR- UND NACHTEILE STAATLICHER RETTUNGSAKTIONEN

5 THESENFÖRMIGE ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die staatlichen Interventionen zur Rettung von Kreditinstituten während der Subprime-Krise. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob und unter welchen Bedingungen die "Too big to fail"-Doktrin gerechtfertigt ist, um systemische Risiken zu verhindern, ohne dabei durch Moral-Hazard-Anreize die Stabilität des Finanzsystems langfristig zu gefährden.

  • Historische Entwicklung und Definition des "Too big to fail"-Konzepts
  • Analyse staatlicher Rettungsmaßnahmen im Kontext der US-Subprime-Krise
  • Gegenüberstellung von Insolvenz- und Rettungsszenarien am Beispiel von Bear Stearns und Lehman Brothers
  • Diskussion der Vor- und Nachteile von staatlichen Eingriffen und deren Auswirkungen auf das Moral-Hazard-Problem

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition

Der besonders im Bankensektor gebräuchliche Begriff „too big to fail“ (TBTF) besagt, dass die Regierung eingreifen wird, um den Konkurs von großen Institutionen zu verhindern. In den USA wird die TBTF-Doktrin definiert als der Schutz unversicherter Einleger beim Konkurs großer Banken, um negative Auswirkungen auf das Finanzsystem zu vermeiden.

Dieser in der Bankenliteratur verwendete Begriff ist jedoch nicht eindeutig definiert. Mit dem Begriff „too big“ kann sowohl die absolute Größe als auch die Größe relativ zu einer objektiven Norm oder zu anderen Firmen gemeint sein. Die notwendige Quantifizierung der Größe kann z.B. über die Summe an Vermögensgegenständen oder auch über die Anzahl von Arbeitsplätzen erfolgen. Allerdings kann der Begriff auch unabhängig von der Größe, sondern auch in Bezug auf die Rolle des Unternehmens in der Wirtschaft oder die systemische Bedeutung gesehen werden. Im Bankensektor ist diese mittlerweile ausschlaggebend.

Auch der Begriff „to fail“ wird im Zusammenhang mit TBTF unterschiedlich ausgelegt. Es ergeben sich Unterschiede bei den durch einen Konkurs betroffenen Personengruppen. Bei einer Liquidation nach Kapitel sieben des US-Insolvenzgesetzes ist das Unternehmen entweder überschuldet oder so schwach, dass es keine Überlebenschance hat. Daraufhin wird es aufgelöst und seine Vermögenswerte werden verkauft. Diese Erlöse gehen entsprechend der Insolvenzquote an die Gläubiger, die somit einen anteiligen Verlust realisieren. Die Aktionäre erleiden hingegen einen Totalverlust, während Manager und Angestellte ihren Arbeitsplatz verlieren. Im Rahmen von TBTF hingegen werden Firmen bzw. Banken als zu groß angesehen, um ihren Gläubigern bzw. Einlegern Verluste zuzumuten. Bei der Rekapitalisierung insolventer Banken werden häufig weder die Einleger, noch die Aktionären oder Managern Verlusten ausgesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung führt in die Subprime-Krise ein und erläutert die Problematik der staatlichen Rolle als "Lender of Last Resort" bei systemrelevanten Banken.

2 FINANZKRISEN UND INTERVENTIONSMÖGLICHKEITEN: Dieses Kapitel definiert Finanzkrisen und stellt verschiedene reaktive Interventionsinstrumente des Staates und der Notenbanken zur Krisenbewältigung vor.

3 TOO BIG TO FAIL: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des TBTF-Konzepts, seiner Entstehung, seiner Folgen sowie der zugrunde liegenden Motive zur Vermeidung systemischer Risiken.

4 US-INVESTMENTBANKEN WÄHREND DER SUBPRIME-KRISE: Anhand konkreter Fallbeispiele wie Bear Stearns, Lehman Brothers und Merrill Lynch wird das tatsächliche Vorgehen der US-Regierung analysiert und kritisch gewürdigt.

5 THESENFÖRMIGE ZUSAMMENFASSUNG: Das Kapitel bietet eine prägnante Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Lehren aus den untersuchten Rettungsaktionen.

Schlüsselwörter

Too big to fail, Subprime-Krise, Finanzkrise, staatliche Rettungsaktion, systemisches Risiko, Moral Hazard, Lehman Brothers, Bear Stearns, US-Notenbank, Bankeninsolvenz, Fiskalhilfen, Einlagensicherung, Liquiditätsmangel, Finanzregulierung, Investmentbanking

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die staatliche Praxis der Rettung großer Kreditinstitute während der US-Subprime-Krise unter besonderer Berücksichtigung der "Too big to fail"-Doktrin.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Neben der Definition systemischer Risiken stehen staatliche Interventionsmöglichkeiten, die konkreten Krisenverläufe der großen US-Investmentbanken sowie die ethischen und wirtschaftlichen Folgen staatlicher Rettungen im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Würdigung der staatlichen Rettungspolitik, um aufzuzeigen, wie staatliche Maßnahmen einerseits Systemzusammenbrüche verhindern, andererseits aber schädliche Anreize für das Risikomanagement der Banken schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Seminararbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie der fallbezogenen Analyse aktueller Ereignisse der Finanzkrise 2008 basiert.

Welche Inhalte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des TBTF-Konzepts und die detaillierte fallbasierte Analyse der US-Bankenrettungen, gefolgt von einer kritischen Reflexion der Vorgehensweisen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Too big to fail", Moral Hazard, systemisches Risiko, Subprime-Krise und staatliche Intervention.

Warum wurde die Rettung von Lehman Brothers verweigert?

Die US-Regierung stufte das systemische Risiko damals als tragbar ein und wollte vermeiden, den Staat als automatischen Retter in letzter Instanz zu etablieren, um das Moral-Hazard-Problem einzudämmen.

Welche Rolle spielt das Moral-Hazard-Problem in der Analyse?

Moral Hazard wird als zentrales Defizit staatlicher Rettungen identifiziert, da es bei Banken zu einer erhöhten Risikobereitschaft führt, im Vertrauen darauf, bei einer Krise durch den Steuerzahler gerettet zu werden.

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Details

Title
Too Big To Fail
Subtitle
Kritische Würdigung staatlich initiierter Rettungsaktionen betroffener Kreditinstitute
College
University of Cologne  (Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und für Wirtschaftsprüfung)
Course
Hauptseminar "Die Subprime-Krise"
Grade
1,7
Author
Christina Beier (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V123392
ISBN (eBook)
9783640281084
ISBN (Book)
9783640371464
Language
German
Tags
Fail Hauptseminar Subprime-Krise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Beier (Author), 2008, Too Big To Fail, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123392
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