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Das Medienimperium des Silvio Berlusconi

Italienische Medien zwischen Autonomie und Diktatur

Titre: Das Medienimperium des Silvio Berlusconi

Dossier / Travail , 2005 , 20 Pages , Note: 3,0

Autor:in: BA Carolin Behrens (Auteur)

Romanistique - Philologie italienne et sarde
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Viele Länder dieser Welt stützen ihre Staatsgewalt auf die drei Säulen der Demokratie: gesetzgebende, ausführende und rechtsprechende Gewalt. In unserer modernen Gesellschaft scheint es aber noch eine vierte Staatsgewalt zu geben: die Medien, die eigenständig und unabhängig als Relativierungs- und Kontrollinstanz funktionieren, erlangen immer mehr Bedeutung – sie tragen zur Meinungsbildung bei, bestimmen die Wirklichkeitswahrnehmung der Konsumenten und bieten ihnen leicht erreichbare Informationsmöglichkeiten. Wir leben heute in einer Mediengesellschaft.
Soweit zur Theorie. Doch was passiert tatsächlich täglich vor unseren Augen und Ohren – was ist wirklich, was fiktiv? Können wir den Medien noch blind vertrauen? Passen sich die (Massen-)Medien an die Bedürfnisse der Menschen an oder manipulieren sie diese? Wovon und zu welchem Zweck werden Medien beeinflusst?
In dieser Hausarbeit zum Thema Das Medienimperium des Silvio Berlusconi - Die italienischen Medien zwischen Autonomie und Diktatur möchte ich im Folgenden auf diese brisanten Fragen anhand des Beispiels von Italien eingehen.

Zunächst möchte ich einführend auf das Phänomen der Telekratie zu sprechen kommen. Anschließend werde ich die zentrale Persönlichkeit Silvio Berlusconi von verschiedenen Standpunkten beleuchten, bevor ich dann dann die Konsequenzen des Machtmonopols Berlusconis in Politik und Medien aufzeige. Als zentrales Problem meiner Abhandlung stelle ich die Frage, ob unter den beschriebenen Umständen die Unabhängigkeit der italienischen Medien noch gegeben ist. Zum Abschluss meiner Arbeit resümiere ich meine Ergebnisse und gebe als Fazit meine persönliche Einschätzung zur zuvor geschilderten Sachlage.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Telekratie - warum ein italienisches Problem?

1.1 Was bedeutet Telekratie?

1.2 Italien - eine Fernsehnation

1.3 Konsequenz des italienischen Konsumverhaltens: Die Meinungsmacher

2 Die Erfolgsgeschichte des Bauunternehmers, der auszog, die Medien zu beherrschen

2.1 Die Jugend des Silvio B.

2.2 Sein unaufhaltsamer Aufstieg - Wege, Helfer und ungeklärte Geldquellen

2.2.1 Der Wegbereiter

2.2.2 Die Geheimloge P2

2.2.3 Der gute Freund Craxi

2.2.4 Fininvest und die Wahlen 1994 und 2001 - zwei hart erarbeitete Siege

2.2.5 Die Mafia - oder : Die unsichtbare helfende Hand

3 Wie kann ein Einzelner eine Mediendiktatur ausuben?

3.1 Das italienische Mediensystem

3.2 Berlusconi: vom Medienzar und zum Ministerpräsident

3.3 Politisierung der Medien - Mediatisierung der Politik

3.3.1 Die Vermarktung des Produkts Berlusconi

3.3.2 Der Weg zur maßgeschneiderten Justiz

4 Pressefreiheit contra Medienmonopol - die Zukunft der italienischen Medien

4.1 Das umstrittene Legge Gasparri

4.2 Die europäische Zukunft Itlaiens - ein potentielles Gegenmittel?

5 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des italienischen Medienmarktes unter dem Einfluss von Silvio Berlusconi, um zu ergründen, wie es in einer modernen Demokratie möglich ist, dass eine einzelne Person eine absolutistische Mediendiktatur ausüben kann, und welche Konsequenzen dies für Politik und Gesellschaft hat.

  • Das Konzept der "Telekratie" als spezifisch italienisches Problem.
  • Die Biografie und der machtpolitische Aufstieg Berlusconis.
  • Instrumentalisierung der Medien für den politischen Machterhalt.
  • Der Einfluss von Fininvest auf die italienische Medienlandschaft.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit Justizmanipulation und gesetzlichen Regelungen wie dem Legge Gasparri.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Die Vermarktung des Produkts Berlusconi

Im Wahlkampf war vor allem seine Werbeagentur Publitalia behilflich, das neue ”Produkt Berlusconi” zu vermarkten. Zum Einen bedienten sich die Meinungsforscher gezielt der Demoskopie, mit der die Wünsche und Ängste der Italiener genauestens erforscht wurden. So kam es, dass der Kandidat seinem Publikum immer genau das erzählen konnte, was es schon immer gerne hören wollte. Aber auch die Vermischung von Werbung, Public Relations und Programmteil in den drei Privatkanälen Berlusconis war Bestandteil der Werbemaschinerie-pro-Silvio. Die Zuschauer wurden versteckt oder offen mit dem erfolgreichen Selfmade-man Berlusconi bekannt und vertraut gemacht.

Der Mythos des Volkshelden wurde ausgebaut, der für seine Mitmenschen großzügige Wohnräume geschaffen hatte. Negative Aspekte wie etwa Misserfolge im Baugewerbe oder seine korrupten Verstrickungen wurden einfach ausgelassen. Ständig liefen die professionellen Werbespots der Forza Italia im TV, Talkshows und Expertenrunden priesen ihren Kandidaten an.

Italiener lieben Fußball, aber nicht die Politik - auch das machte sich Berlusconi zunutze: Seitdem er Besitzer des Fußballclubs AC Milan war, galt er auch im Sport als Erfolgsmensch. Als Kenner der Branche wusste er, was Fußballfans glücklich macht und welches Potenzial in ihnen steckt. Wie ein Netz verteilte der immer lächelnde Medienmann seine ”Wahlclubs” - ähnlich den Fußball-Fanclubs - über das Land und sammelte so die Begeisterten und zu Begeisternden unter dem Parteinamen Forza Italia, der zugleich den Slogan und den Schlachtruf seiner Anhänger darstellte.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der vierten Gewalt in der modernen Mediengesellschaft ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Möglichkeit einer Mediendiktatur im italienischen Kontext.

1 Telekratie - warum ein italienisches Problem?: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Telekratie und beleuchtet die Rolle des Fernsehens als primäres Informationsmedium und Instrument zur gesellschaftlichen Manipulation in Italien.

2 Die Erfolgsgeschichte des Bauunternehmers, der auszog, die Medien zu beherrschen: Hier wird der kometenhafte Aufstieg Silvio Berlusconis vom Unternehmer zum mächtigsten Mann Italiens unter Berücksichtigung fragwürdiger Netzwerke wie der Geheimloge P2 und Verbindungen zur Mafia analysiert.

3 Wie kann ein Einzelner eine Mediendiktatur ausuben?: Das Kapitel beschreibt das italienische Mediensystem sowie die direkte und indirekte Machtausübung Berlusconis, inklusive der politischen Mediatisierung und der Einflussnahme auf die Justiz.

4 Pressefreiheit contra Medienmonopol - die Zukunft der italienischen Medien: Die Analyse konzentriert sich auf die Auswirkungen politischer Gesetzgebungen wie das Legge Gasparri auf die Pressefreiheit und das Monopol von Mediaset sowie die Rolle europäischer Instanzen als Gegengewicht.

5 Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Beobachtungen über das Phänomen Berlusconi und mahnt ein aufmerksames, kritisches Publikum in der heutigen Mediengesellschaft an.

Schlüsselwörter

Silvio Berlusconi, Telekratie, Italien, Medienmonopol, Fininvest, Mediaset, politische Kommunikation, Forza Italia, Korruption, Justizmanipulation, Pressefreiheit, Legge Gasparri, öffentliche Meinung, Demokratie, Wahlkampf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Silvio Berlusconi durch die Kombination seiner wirtschaftlichen Medienmacht und politischer Ämter eine nahezu absolutistische Vormachtstellung im italienischen Staat erreichen konnte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Konzepte der Telekratie, die Struktur des italienischen Mediensystems, der Aufstieg Berlusconis, sowie das Spannungsfeld zwischen Medienpopulismus und demokratischen Kontrollmechanismen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht die Frage, wie es in einer modernen Demokratie möglich ist, dass eine Einzelperson eine derartige Mediendiktatur ausüben kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung, die auf einer umfassenden Literatur- und Quellenrecherche basiert, um politische, historische und medienwissenschaftliche Zusammenhänge zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung des Lebenswegs Berlusconis, die Analyse seiner Machtmittel wie Fininvest sowie die Darstellung seiner Einflussnahme auf Politik und Justiz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Mediendiktatur, Telekratie, Berlusconi, politische Instrumentalisierung und italienische Medienlandschaft beschreiben.

Welche Rolle spielte die Geheimloge P2 beim Aufstieg Berlusconis?

Laut der Arbeit profitierten die frühen Unternehmen Berlusconis von Krediten durch Banken, die von Mitgliedern der P2 kontrolliert wurden, was ihm einen unfairen Wettbewerbsvorteil verschaffte.

Wie beeinflusste das Legge Gasparri den italienischen Medienmarkt?

Das Gesetz sollte offiziell das digitale Fernsehen fördern, wird jedoch als eine Maßnahme kritisiert, die das bestehende Monopol von Mediaset festigte, statt zu einer echten Demokratisierung und Pluralität beizutragen.

Warum wird Berlusconi als "Meinungsmacher" bezeichnet?

Aufgrund seiner Kontrolle über einen Großteil der privaten Fernsehsender und der hohen Abhängigkeit der italienischen Bevölkerung vom Medium Fernsehen konnte Berlusconi maßgeblich die politische Meinungsbildung manipulieren.

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Résumé des informations

Titre
Das Medienimperium des Silvio Berlusconi
Sous-titre
Italienische Medien zwischen Autonomie und Diktatur
Université
Martin Luther University  (Institut für Romanistik)
Cours
Seminar: Italien verstehen
Note
3,0
Auteur
BA Carolin Behrens (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
20
N° de catalogue
V123444
ISBN (ebook)
9783640290437
Langue
allemand
mots-clé
Medienimperium Italien italienische Kulturwissenschaft Kulturwissenschaft Kulturpolitik Korruption Medienmacht Silvio Berlusconi Landeskunde Italianistik Medien Mafia
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
BA Carolin Behrens (Auteur), 2005, Das Medienimperium des Silvio Berlusconi, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123444
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Extrait de  20  pages
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