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Der Entwurf zu einem Lieferkettengesetz von März 2020. Grundlagen, Bewertung und Auswirkungen

Eine wertende Studie

Titre: Der Entwurf zu einem Lieferkettengesetz von März 2020. Grundlagen, Bewertung und Auswirkungen

Dossier / Travail , 2021 , 21 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anne-Marie Hußnätter (Auteur)

Droit - Droit civil / Droit commercial, Droit des sociétés, Droit des cartels, Droit des affaires
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Die Arbeit untersucht den Fortschritt eines Lieferkettengesetzes in Deutschland. Am 24. April 2013 stürzte der Fabrikkomplex Rana Plaza in Bangladesch ein. Der Unfall kostete nicht nur 1136 Arbeiter*innen das Leben, sondern lenkte auch die globale Aufmerksamkeit auf die vorherrschenden Missstände und fehlenden Arbeitsschutzmaßnahmen in den Fabriken. Das Fehlen von existenzsichernden Löhnen, hoher Arbeitsdruck, sexuelle Belästigung und Missbrauch von Frauen sowie Kinderarbeit in den Fabriken sind nur einige wenige Beispiele, mit denen sich die prekäre Lage der Textilbranche in Asien beschreiben lassen.

In diesem Kontext richtete Bundeskanzlerin Angela Merkel die Aufmerksamkeit auf die Verantwortung globaler Liefer- und Wertschöpfungsketten und fordert effektive Maßnahmen für Prävention, Arbeits- und Menschenrechtsschutz. Gleichzeitig aber versteht sie nachhaltiges und sozialverantwortliches Handeln als Voraussetzung für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg.

Es drängt sich natürlich die Frage auf, was sich seit diesem Unglück und der aussichtsreichen Rede im Juli 2015 tatsächlich geändert hat. Ist es deutschen Unternehmen gelungen, den wirtschaftlichen Erfolg auf der einen Seite und die Wahrung von Menschenrechten auf der anderen Seite in Einklang zu bringen?

Schon die erste Annäherung an dieses Thema zeigt deutlich, wie spannungsgeladen die Diskussionen um ein deutsches Lieferkettengesetz sind, die seit Monaten zwischen Politik und Wirtschaft geführt werden. Die viel diskutierte Frage lautet dabei, ob ein solches Gesetz die Ausbeutung gegenüber den Produktionsmitarbeiter:innen überhaupt verhindern kann?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Der globale Welthandel im Spannungsfeld zwischen Gewinnstreben und sozialer Verantwortung

2. Grundlagen des Gesetzesentwurfes

2.1 Hintergrund und Entwicklung fundamentaler Menschenrechte

2.2 Internationale Gesetzgebung

2.3 Nationale Gesetzgebung

2.4 Eckpunkte des Gesetzesentwurfes

3. Bewertungen und Auswirkungen auf wirtschaftlicher und entwicklungspolitischer Ebene

3.1 Möglichkeiten

3.2 Grenzen aus Sicht der deutschen Wirtschaft und gegenüberstellende Betrachtung

4. Zusammenfassung und abschließende Bewertung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und die kontroversen Debatten um ein deutsches Lieferkettengesetz, das Unternehmen zu einer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht innerhalb ihrer globalen Wertschöpfungsketten verpflichten soll, um Ausbeutung entgegenzuwirken.

  • Analyse der globalen Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten.
  • Untersuchung der nationalen und internationalen gesetzlichen Rahmenbedingungen für unternehmerische Verantwortung.
  • Gegenüberstellung der ökonomischen Interessen deutscher Unternehmen und politischer Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit.
  • Bewertung der Wirksamkeit und der potenziellen Auswirkungen eines verbindlichen Lieferkettengesetzes.

Auszug aus dem Buch

2.1 Hintergrund und Entwicklung fundamentaler Menschenrechte

Während einerseits Armut, Hunger und Ungleichheit in den Entwicklungs- und Schwellenländern weltweit zunehmen, gibt es andererseits einflussreiche transnationale Unternehmen, die undefinierte und weite Handlungsspielräume zu ihren Gunsten ausnutzen und sich auf eine fehlende, verpflichtende Gesetzgebung zum Schutz der Menschen berufen.

Wie im Januar 2019 aus dem OXFAM-Bericht zur sozialen Ungleichheit hervorgeht, können sich immer weniger Menschen aus schwerwiegender Armut eigenständig befreien, während aber die Vermögenszuwächse der Reichsten weiterhin zunehmen. Gerade in den weniger entwickelten Ländern des globalen Südens fehlen Finanzierungshilfen und Investitionen, um soziale Ungleichheit und Armut zu verringern. Des Weiteren zeigt der Bericht auf, dass ein gebührenfreies öffentliches Bildungsangebot, medizinische Versorgung und soziale Sicherungsnetze die wichtigsten Ansatzpunkte im Kampf gegen soziale Ungleichheit darstellen.

Gleichzeitig aber nutzen transnationale Unternehmen die Vorteile der in den siebziger Jahren beschleunigten Politik zur Senkung von Zöllen und Handelsbarrieren aus und betätigen sich einer offensiven Steuervermeidungsstrategie. Zudem kommt es zu einer grenzenlosen Lohnkonkurrenz in den Produktionsländern, die nicht vor Zwangs- und Kinderarbeit zurückschreckt, wie beispielsweise auf Kakaoplantagen der Elfenbeinküste. Wie aus einem 2020 erschienenen Bericht der International Labour Organization (ILO) hervorgeht, müssen 152 Millionen Kinder derzeit unter unzureichenden Bedingungen arbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der globale Welthandel im Spannungsfeld zwischen Gewinnstreben und sozialer Verantwortung: Das Kapitel beleuchtet anhand des Fabrikeinsturzes Rana Plaza das Spannungsverhältnis zwischen wirtschaftlichem Gewinnstreben und der moralischen sowie rechtlichen Verantwortung für menschenwürdige Arbeitsbedingungen weltweit.

2. Grundlagen des Gesetzesentwurfes: Hier werden die menschenrechtlichen Defizite in der globalen Produktion sowie die bisherigen, teils gescheiterten Versuche nationaler und internationaler Regulierungen dargestellt, welche die Notwendigkeit für ein spezifisches deutsches Gesetz begründen.

3. Bewertungen und Auswirkungen auf wirtschaftlicher und entwicklungspolitischer Ebene: Dieser Abschnitt analysiert sowohl die Chancen eines regulatorischen Rahmens für fairen Wettbewerb ("Level playing field") als auch die spezifischen Sorgen der deutschen Wirtschaft bezüglich zivilrechtlicher Haftungsrisiken.

4. Zusammenfassung und abschließende Bewertung: Das abschließende Kapitel resümiert die Unausweichlichkeit einer gesetzlichen Regulierung und sieht in dem geplanten Lieferkettengesetz eine Chance, Ausbeutung entgegenzuwirken und international eine Vorbildrolle einzunehmen.

Schlüsselwörter

Lieferkettengesetz, Menschenrechte, Sorgfaltspflicht, Globalisierung, Unternehmensverantwortung, soziale Gerechtigkeit, Arbeitsbedingungen, Wertschöpfungskette, Wirtschaftspolitik, CSR, Nachhaltigkeit, Haftung, Welthandel, Rana Plaza, Arbeitnehmerschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das geplante deutsche Lieferkettengesetz, seine Entstehung und die damit verbundenen gesellschaftlichen und ökonomischen Herausforderungen zwischen Gewinnstreben und Menschenrechtsschutz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Wirtschaftsethik, menschenrechtliche Standards in Lieferketten, die Rolle multinationaler Unternehmen und die Wirksamkeit staatlicher Regulierungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum bisherige freiwillige Ansätze der Wirtschaft zur Sicherung von Menschenrechten nicht ausreichen und wie ein gesetzlicher Rahmen die Situation in den Produktionsländern verbessern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer wertenden Analyse von Fachberichten (z.B. OXFAM, ILO), politischer Reden, Regierungsentwürfen und einer Gegenüberstellung der Interessen von Wirtschaftsverbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen (internationale und nationale Gesetzgebung) sowie die kritische Bewertung der Chancen und Grenzen des Gesetzesentwurfs aus Sicht der deutschen Wirtschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Lieferkettengesetz, Sorgfaltspflicht, Menschenrechte und globale Wertschöpfungsketten.

Ab welcher Unternehmensgröße soll das geplante Gesetz nach aktuellem Stand gelten?

Der aktuelle Entwurf sieht vor, dass das Gesetz für in Deutschland ansässige Unternehmen regulierend ist, die mehr als 500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen.

Warum kritisieren Arbeitgeberverbände den Entwurf?

Die Verbände kritisieren vor allem die zivilrechtliche Haftung für Handlungen entlang der Lieferkette und befürchten eine Übertragung unverhältnismäßiger politischer Verantwortung auf Unternehmen, die komplexe Ketten nicht vollständig kontrollieren können.

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Résumé des informations

Titre
Der Entwurf zu einem Lieferkettengesetz von März 2020. Grundlagen, Bewertung und Auswirkungen
Sous-titre
Eine wertende Studie
Université
University of Applied Sciences Nuremberg  (Betriebswirtschaft)
Note
1,3
Auteur
Anne-Marie Hußnätter (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
21
N° de catalogue
V1234589
ISBN (PDF)
9783346662583
ISBN (Livre)
9783346662590
Langue
allemand
mots-clé
Lieferkettengesetz Entwicklungszusammenarbeit deutsche Wirtschaft Wirtschaft Nationale Gesetzgebung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anne-Marie Hußnätter (Auteur), 2021, Der Entwurf zu einem Lieferkettengesetz von März 2020. Grundlagen, Bewertung und Auswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1234589
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Extrait de  21  pages
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