In dieser vorwissenschaftlichen Arbeit wird auf die Auswirkungen der Alkoholsucht der Eltern auf ihre Kinder eingegangen. Besonders der psychologische Aspekt wird neben den Basisfakten zur Alkoholsucht beleuchtet. Abschließend werden Hilfsangebote für Suchtkranke und deren Angehörige genannt.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. ALKOHOLSUCHT
2.1 Der Begriff Alkohol
2.2 Definition
2.2.1 Allgemeine Definition
2.2.2 Spezielle Definition von Alkoholismus
2.3 Suchttheorien
2.3.1 Biologische Theorien
2.3.1.1 Belohnungssysteme
2.3.1.2 Tiermodelle
2.3.2 Psychodynamische Theorie
2.3.2.1 Triebdynamik
2.3.2.2 Objektbeziehungen
2.3.3 Verhaltenstheorie
2.3.3.1 Soziale Lerntheorie
2.3.3.2 Sozialkognitive Lerntheorie von Marlatt
2.4 Typen der Alkoholsucht
2.4.1 Typologie nach Jellinek
2.4.2 Typologie nach Lesch
2.4.3 Typ I und Typ II nach Cloninger
2.4.4 Typ A und Typ B nach Babor
3. AUSWIRKUNGEN DER ALKOHOLSUCHT DER ELTERN AUF DEREN KINDER
3.1 Alkoholsucht der Eltern erkennen
3.1.1 Children of Alcoholics Screening Test (CAST)
3.1.2 CAST-6
3.1.3 Singel-item-Fragen
3.2 Beziehung zu alkoholsüchtigen Eltern
3.2.1 Co – Abhängigkeit
3.3 Beeinflussung des Verhaltens der Kinder
3.3.1 Unausgesprochene Regeln in der Familie
3.3.2 Rollenmodelle
3.3.2.1 Rollenmodell nach Wegscheider
3.3.2.2 Rollenmodell nach Black
3.3.2.3 Rollenmodell nach Ackerman
3.3.2.4 Rollenmodell nach Lambrou
3.3.2.5 Rollenmodell nach Jakob
3.3.3 Verhaltensstörungen
3.3.3.1 Selbstisolation der Kinder
4. HILFE FÜR ALKOHOLABHÄNGIGE UND ANGEHÖRIGE, INSBESONDERE KINDER
4.1 Beratungsstellen
4.1.1 Blaues Kreuz Wien und Wien-Umgebung
4.1.2 Rat auf Draht – 147
4.2 Selbsthilfegruppen
4.2.1 Anonyme Alkoholiker
4.2.2 SAM
4.3 Ergänzende Möglichkeiten
4.3.1 Psychotherapie
4.1.2 Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe Zollernalb e. V. – positive soziale Erfahrungen
5. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Auswirkungen, die die Alkoholsucht von Eltern auf ihre Kinder hat, wobei ein besonderer Fokus auf die veränderten Familienbeziehungen und Verhaltensstrukturen der Kinder gelegt wird.
- Psychologische Definition von Alkoholsucht und Suchttheorien
- Typologien von Alkoholkranken
- Einfluss der Alkoholsucht auf die Eltern-Kind-Beziehung und Co-Abhängigkeit
- Analyse von Familienregeln und Rollenmodellen von Kindern in Suchtfamilien
- Überblick über Hilfsangebote wie Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen
Auszug aus dem Buch
3.3.2 Rollenmodelle
Dieser Teil der Arbeit untersucht die verschiedenen Rollenmodelle, welche bei alkoholkranken Familien auftreten können. Allgemein lässt sich sagen, dass das Rollenmodell einen Bewältigungsmechanismus darstellt und dadurch als Schutz für das Kind dient.
Bei jedem Modell sind zwei bipolare Dimensionen erkennbar. Einerseits die Rollen, welche sich durch Überverantwortung und Aufmerksamkeitsgewinnung auszeichnen, andererseits die gegensätzlichen Rollen, welche sich durch Unterverantwortung und Aufmerksamkeitsvermeidung charakterisieren.
Trotz der verschieden Rollenbezeichnungen haben die Modelle ein ähnliches Kernkonstrukt gemein. Meistens zeigt das erste Kind eine Überverantwortung auf, das zweite Kind ist eher verantwortungslos, das dritte Kind versucht der Aufmerksamkeit zu entgehen, das vierte Kind sucht eher nach mehr Aufmerksamkeit, weitere Kinder vermitteln und beschwichtigen, haben keine klaren Konturen, sind betont erwachsen, distanziert oder problemfrei. Durch Studien wurden die Grundsätze der Modelle öfter bestätigt, allerdings ging auch hervor, dass meistens eine Durchmischung der Rollen vorliegt und keine klaren Grenzen gezogen werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die weltweite Problematik des Alkoholkonsums und Hinführung zur Fragestellung der Auswirkungen auf Kinder suchtkranker Eltern.
2. ALKOHOLSUCHT: Definition des Begriffs Alkohol, medizinische/psychologische Suchttheorien sowie die Darstellung verschiedener Suchttypologien.
3. AUSWIRKUNGEN DER ALKOHOLSUCHT DER ELTERN AUF DEREN KINDER: Analyse der Kind-Eltern-Beziehung, Identifizierung der Problematik, Familienregeln sowie detaillierte Untersuchung der Rollenmodelle bei Kindern.
4. HILFE FÜR ALKOHOLABHÄNGIGE UND ANGEHÖRIGE, INSBESONDERE KINDER: Vorstellung von Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und ergänzenden therapeutischen Möglichkeiten zur Unterstützung betroffener Familien.
5. FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse und Einordnung der Bedeutung von Hilfsangeboten für Angehörige.
Schlüsselwörter
Alkoholsucht, Kinder aus Suchtfamilien, Co-Abhängigkeit, Rollenmodelle, Familienregeln, Suchttheorien, Psychotherapie, Selbsthilfegruppen, Resilienz, Verhaltensstörungen, Suchtprävention, kindliches Wohlergehen, soziale Isolation, Persönlichkeitsentwicklung, Beratung
Häufig gestellte Fragen
Was ist der grundlegende Inhalt dieser Arbeit?
Die Arbeit beleuchtet die direkten und indirekten Auswirkungen der elterlichen Alkoholsucht auf die Entwicklung und das Wohlbefinden ihrer Kinder.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Neben der Definition und Theorie von Sucht stehen die Rollenmodelle der Kinder, das Familiensystem und existierende Hilfsangebote im Mittelpunkt.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Die Arbeit zielt darauf ab, die psychologischen Dynamiken hinter der Alkoholsucht der Eltern zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie diese das Leben der Kinder prägen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse sowie Experteninterviews mit Psychotherapeuten, um theoretische Konzepte mit praktischen Fallbeispielen zu verknüpfen.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil besonders im Fokus?
Besonderes Augenmerk liegt auf der Identifizierung der Sucht, der Veränderung der elterlichen Beziehung und den Überlebensstrategien (Rollenmodellen) der Kinder.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit zusammenfassen?
Schlüsselbegriffe sind Suchtfamilie, Co-Abhängigkeit, Rollenmodelle, Resilienz, Verhaltensauffälligkeiten und professionelle Hilfe.
Wie gehen Kinder laut den Rollenmodellen innerhalb der Familie mit der Sucht um?
Die Kinder übernehmen oft kompensatorische Funktionen wie den „Helden“, das „Sündenbock-Kind“ oder das „verlorene Kind“, um das Familiengleichgewicht (scheinbar) zu wahren.
Warum ist eine frühzeitige Identifizierung von Kindern aus Suchtfamilien so wichtig?
Da betroffene Kinder oft unter Verunsicherung und Isolation leiden, ist eine frühe Erkennung durch Pädagogen entscheidend, um den Zugang zu Beratungsstellen oder Therapien zu ermöglichen.
Welche Rolle spielt die Co-Abhängigkeit für das Kind?
Co-Abhängigkeit führt dazu, dass das Kind Verantwortung für den süchtigen Elternteil übernimmt und dessen Suchtverhalten verniedlicht, was seine eigene Entwicklung stark belastet.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Auswirkungen der Alkoholsucht von Eltern auf ihre Kinder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1234611