Religionskritik in den Kurzgeschichten der frühen Nachkriegsliteratur von Wolfgang Borchert und Heinrich Böll


Bachelorarbeit, 2019

42 Seiten, Note: 2,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 (K)Eine Glaubensfrage: Religionskritik im Fokus
2.1 Zur Begrifflichkeit von ‚Religion‘ und ‚Religionskritik‘
2.2 Leid und Gott – Die Theodizee-Frage
2.3 Theorie der Kirchenkritik
2.4 Kirche im Nationalsozialismus und in der frühen Nachkriegszeit

3 Die Kurzgeschichte8
3.1 Einblicke in die Gattung
3.2 „Wir brauchen keine Dichter mit guter Grammatik“ – Die Kurzgeschichte bei Wolfgang Borchert
3.3 "[Sie] ist immernoch meine Lieblingsform" – Die Kurzgeschichte bei Heinrich Böll

4 Religionskritik bei Wolfgang Borchert
4.1 Kurzer Exkurs zu Wolfgang Borchert und seiner Trümmerliteratur
4.2 Die Gottesfrage
4.2.1 Die Verborgenheit Gottes
4.2.2 Infragestellung der Allmacht Gottes
4.3 Zwischenfazit

5 Religionskritik bei Heinrich Böll
5.1 Kurzer Exkurs zum Katholiken Heinrich Böll
5.2 Glaubensbekenntnisse
5.3 Kirchenkritik
5.4 Ansätze einer Theodizee-Frage
5.5 Zwischenfazit

6 Vergleichende Schlussbetrachtungen

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Religionskritik in den Kurzgeschichten der frühen Nachkriegsliteratur Wolfgang Borcherts und Heinrich Bölls. Die Grausamkeit des Zweiten Weltkrieges hat alle Betroffenen dieser Katastrophe und damit auch die jungen Schriftsteller dieser Zeit nachhaltig beeinflusst. Hungers- und Wohnungsnot, zerrissene Familien, gestorbene Angehörige, mangelnde soziale Reintegration und traumatisierte Soldaten gehören zum traurigen Alltag der Nachkriegszeit. In dieser Arbeit soll unter anderem untersucht werden, wie Borchert und Böll in ihren Kurzgeschichten mit dem Glauben, angesichts des offenkundigen Leidens in der Welt, umgegangen sind. Hierbei soll zum einen die Frage nach der Beeinflussung des eigenen Glaubens der Autoren auf ihre geäußerte Religionskritik in den Kurzgeschichten betrachtet werden. Zum anderen soll die Frage nach den verschiedenen Äußerungsformen der Religionskritik, von der Kritik an Glaubensinhalten bis hin zur Kritisierung der Institution ‚Kirche‘, eine Rolle spielen. Bereits seit dem Erdbeben von Lissabon setzt sich die Literatur mit der Frage nach Gott und dem Leid auseinander.1Die Untersuchung der frühen Nachkriegsliteratur ist durch die einschneidenden Erlebnisse des Krieges allerdings eine besonders interessante Untersuchungsgrundlage.

Methodisch geht dieser Arbeit eine Betrachtung der Gesamtheit der von Borchert und Böll veröffentlichten Kurzgeschichte und Erzählungen voraus. Nach der quantitativen Erfassung der Kurzgeschichten, in denen Religionskritik geäußert wird, erscheint eine Analyse, die sich an Gemeinsamkeiten zwischen den Kurzgeschichten orientiert am sinnvollsten. Demzufolge werden in dieser Arbeit keine Einzelanalysen ausgewählter Kurzgeschichten mit entsprechender Interpretation vorgestellt. Vielmehr geht die Analyse aspektorientiert vor. Dennoch wird der Inhaltskontext, in dem Kritik geäußert wird, nicht außer Acht gelassen, auch wenn diese nur auf scheinbar kleinem Raum vorbereitet wird. Hierbei wird jedoch bei jeder Kurzgeschichte individuell entschieden, inwieweit die Kritik in ihren Bezugsrahmen eingebracht werden muss.

Zunächst soll ein theoretischer Teil eine Basis für die Analyse der Kurzgeschichten der beiden Autoren schaffen. Da es sich um eine interdisziplinäre Thematik handelt, sollen sowohl Begrifflichkeiten als auch Theorien rund um Religionskritik, die für die nachfolgenden Betrachtungen relevant sind, geklärt werden. An erster Stelle stehen die Begriffe ‚Religion‘ und ‚Religionskritik‘, die für diese Arbeit näher bestimmt werden sollen. Darauf folgt ein theoretischer Blick auf die Theodizee-Frage. Diese Kapitel soll unter anderem Aufschluss darüber geben, was mit Theodizee gemeint ist und was diese Arbeit darunter versteht. Entsprechend wird mit der Theorie der Kirchenkritik verfahren, die im dritten Unterpunkt des ersten Theoriekapitels näher betrachtet wird. Darauf folgt eine Einordnung der Rolle der Kirche im Nationalsozialismus und in der frühen Nachkriegszeit, um kirchenkritische Aspekte mit Hintergrundwissen in der Analyse fundiert wiedergeben zu können. Im nachfolgenden zweiten Teil der Theorie widmet sich der Fokus dem zweiten Untersuchungsgegenstand der Arbeit: der Kurzgeschichte. Eine theoretische Einleitung in die Gattung und ihre Rolle in der frühen Nachkriegsliteratur begründet an dieser Stelle der Arbeit die Entscheidung für diese Literaturgattung. Danach folgt die Untersuchung der Gattung der Kurzgeschichte bei Wolfgang Borchert, unter dem Leitsatz: „Wir brauchen keine Dichter mit guter Grammatik“. In welcher Art und Weise dieser mit der Kurzgeschichte zusammenhängt und was genau Borchert damit meint, klärt sich im entsprechenden Kapitel dieser Arbeit. Entsprechend wird mit der Rolle der Kurzgeschichte bei Heinrich Böll verfahren, ganz nach der leitenden Aussage: „[Sie] ist immernoch meine Lieblingsform“. Auf diesen ersten Theorieteil folgt die eigentliche Untersuchung der Kurzgeschichten der frühen Nachkriegsliteratur der beiden Autoren hinsichtlich der von ihnen angebrachten Religionskritik. Wie oben bereits erwähnt, geht die Analyse aspektorientiert vor. Das heißt, dass nach einem kurzen Exkurs zum Autor Wolfgang Borchert und seiner Trümmerliteratur die Frage nach Gott im Mittelpunkt der Untersuchung steht. Diese gliedert sich wiederum in die Verborgenheit Gottes und die Infragestellung seiner Allmacht. Diesen beiden Möglichkeiten der Beantwortung der Theodizee-Frage werden die entsprechenden Kurzgeschichten Borcherts zugeordnet und anschließend ausführlich begutachtet und interpretiert. Die Analyse der Kurzgeschichten Heinrich Bölls widmet sich hingegen nicht der Frage nach Gott, sondern vordergründig der von ihm geäußerten Kirchenkritik. Ein Fundament schaffen hierfür sowohl ein Eingangsexkurs zum Katholiken Heinrich Böll, als auch der Einblick in den geschilderten Glauben, der in den Kurzgeschichten und Erzählungen Bölls vor allem in Alltagsbeschreibungen auftritt. Außerdem wird sich die Analyse und Interpretation der Religionskritik Bölls Ansätzen einer Theodizee widmen, die allerdings nicht mit einer Glaubenskritik verwechselt werden dürfen. Auf das Zwischenfazit zur Religionskritik bei Heinrich Böll folgen vergleichende Schlussbetrachtungen, welche die Ergebnisse dieser Arbeit nochmal zusammenfassen und die genannten Leitfragen beantworten.

2 (K)Eine Glaubensfrage: Religionskritik im Fokus

2.1 Zur Begrifflichkeit von ‚Religion‘ und ‚Religionskritik‘

Werden epische Texte in Bezug auf Religion und Religionskritik aus der Perspektive der Literaturwissenschaft untersucht, ist es angebracht zunächst zu klären, was theoretisch unter diesen Begrifflichkeiten zu verstehen ist.

‚Religion‘ zu definieren ist nicht einfach.2Über die Eigenart der ‚Religion‘ muss je nach historischen Rahmenbedingungen, dem Verständnis von Menschen- und Weltbild und deren Verhältnis zueinander individuell entschieden werden.3Dazu kommen verschiedene außereuropäische Religionen, wie zum Beispiel Formen des Pantheismus, die in einer allgemeinen Definition einbezogen werden müssen.4Vereinfacht wird unter dem Begriff ‚Religion‘ aber „jede Form der Verehrung transzendenter Mächte oder Personen […] und […] jede Lehre vom Göttlichen“5verstanden.

Religionskritik existiert schon so lange, wie es die Religionen selbst gibt.6Sie begleitet die Religion durch ihre gesamte Geschichte hindurch. Der Terminus ‚Religionskritik‘ selbst geht allerdings auf die kritische Philosophie Immanuel Kants zurück und infolgedessen auf die Forderung die Religion unter Zuhilfenahme der Vernunft kritisch zu überprüfen.7Der Begriff hat zwar seinen Ursprung in der Aufklärung, wird aber heute auch auf beurteilende Erwägungen vor der Zeit Kants angewandt.8Eine Definition von ‚Religionskritik‘ ist weniger problematisch und bezeichnet heute in der Regel „alle kritischen Auseinandersetzungen mit den Religionen oder einigen Religionen (wie z. B. den Monotheistischen: Judentum, Christentum, Islam)“9. Religionskritik stellt also Religionen und Religiosität im Allgemeinen infrage. Demzufolge kann Religionskritik die Kirche als Institution in Form einer Kirchenkritik in Zweifel ziehen oder aber gleichermaßen den monotheistischen Glauben.10Rational oder ethisch kritisiert werden können dementsprechend sowohl Institutionen und verschiedene Gestaltungs- oder Praktizierungsformen des Glaubens als auch Glaubensinhalte, Ideen und Konzepte. Wird von solch einer umfangreichen Auffassung der Religionskritik ausgegangen, ist diese nicht mit dem Atheismus gleichzusetzen.11Vielmehr gehört zu einem religiösen Bewusstsein immer auch ein reflexiv-kritischer Impuls im Sinne eines modernen Selbstverständnisses.12

2.2 Leid und Gott – Die Theodizee-Frage

„Mit Theodizee ist eine Rechtfertigung des Glaubens an einen guten, allmächtigen und allwissenden Gott angesichts offenkundig sinnlosen Leidens in der Welt gemeint“13. Dabei leitet sich der Terminus ‚Theodizee‘ von den griechischen Begriffentheosunddikeab, die mit ‚Gott‘ und ‚Gerechtigkeit‘ übersetzt werden können.14Allerdings geht es nicht um die Legitimation Gottes selbst, sondern vielmehr um die Rechtfertigung des Glaubens der Menschen an Gott.15Das Theodizee-Problem entwickelt sich aus Diskrepanz zwischen den Eigenschaften Gottes, der allwissend, allmächtig und allgütig ist und dem sinnlosen Leiden in der Welt.16Die Theodizee-Frage ist eine religionskritische Frage, die aber nicht zwangsläufig auf einen Beweis gegen Gott oder die Religion hinausläuft, vielmehr geht es um die Unstimmigkeit zwischen Gott und dem Leid und dessen Unerklärbarkeit. Lösungsansätze sind sowohl in Richtung einer Kritik am Glauben als auch in Richtung einer Festigung des Glaubens denkbar.

Jeder Mensch macht Leiderfahrungen in seinem Leben. Allerdings muss in diesem Zusammenhang zwischen sinnlosem und sinnhaftem Leiden unterschieden werden. Sinnhaftes Leiden endet mit einer Belohnung beziehungsweise mit einer persönlichen Weiterentwicklung. Dies kann zum Beispiel der Lauf eines Marathons sein, der mit einem Glücksgefühl beim Zieleinlauf und einem sportlichen Erfolg endet. Bei einem sinnlosen Leiden ist kein unmittelbarer Wert erkennbar, aus diesem Grund bildet es die Basis für die Frage der Theodizee. Außerdem ist das Gute nur in der Gegenüberstellung mit dem Bösen für den Menschen erkennbar.

Sei es das Sterben von Kindern an Krebs oder die Grausamkeit des Zweiten Weltkrieges: Diese Erfahrungen werfen Fragen bei Gläubigen auf. Wie kann Gott das Leid in der Welt zulassen? „Ist er allmächtig, aber nicht gut – oder umgekehrt? Denn wenn Gott allmächtig ist und gut, darf er kein Leid zulassen. Wenn er gut ist, aber nicht allmächtig, ist er nicht Gott (Epikur)“17. Kann es auch sein, dass Liebe und Leid von Gott kommen oder ist er abwesend und kann die Katastrophen nicht wahrnehmen?18

Die Theodizee-Frage kommt bereits in der Bibel, im Fall Hiob, auf. Hiob leidet, obwohl er anstandsfrei gelebt hat und „unterwirft sich [dennoch] dem rätselhaften Tun Gottes“19. Der Glaube Hiobs wird auf die Probe gestellt, ist aber stark genug. In diesem Fall muss Hiob allerdings nur leiden und nicht sterben.20Hinzu kommt, dass ihm später alle Güter, die er verloren hat, wieder ersetzt werden.21

Seit Gottfried Wilhelm Leibniz, der von 1646 bis 1716 gelebt hat, werden drei Arten des Übels unterschieden: „das metaphysische Übel (malum metaphysicum), das natürliche Übel (malum physicum) und das moralische Übel (malum morale)“22. Mit dem metaphysischen Übel ist die menschliche Unvollkommenheit gemeint.23Sie ist allerdings notwendig um eine Unterschiedlichkeit der Schöpfung und damit eine Eigenständigkeit vor Gott zu gewährleisten.24Aus diesem Grund bildet das metaphysische Übel nicht die Untersuchungsgrundlage der Theodizee-Frage. Dagegen widmet sie sich dem moralischen Übel, dem Leid, das mit Absicht vom Menschen verursacht wird und dem natürlichen Übel, das auf Naturgesetze zurückzuführen ist.25Damit entstehen zwei Probleme: Zum einen die Frage, warum Gott in seiner Schöpfung das durch die Natur verursachte Leid zulässt und zum anderen, warum er die Verfehlungen der Menschen zulässt.26Im Fall des Zweiten Weltkriegs handelt es sich demzufolge um einmalum morale, da das verursachte Leid auf den falschen Umgang der Menschen mit ihrer Freiheit und nicht auf die Natur als Verursacher zurückzuführen ist.

2.3 Theorie der Kirchenkritik

Kirchenkritik meint die Kritik an den „großen christlichen Glaubensinstitutionen“27. Damit ist sie zwar nicht so grundsätzlich wie Religionskritik, die auf die Kritisierung von Glaubensinhalten abzielt, kann allerdings in einigen Punkten ebenfalls komplex werden und begleitet Kirche und Gesellschaft ebenfalls über 2000 Jahre.28Bei den Begriffen ‚Religionskritik‘ und ‚Kirchenkritik‘ kommt es in der Sekundärliteratur immer wieder zu synonymen Verwendungen; diese Arbeit versteht Kirchenkritik allerdings als Teil der Religionskritik. Unter anderem geraten bei der Kritisierung der Kirche die Beeinflussung der Menschen zum Nutzen der Institution und die egoistische Interessenverfolgung von Führungspersonen immer wieder in Verruf. So ist es der Kirche beispielsweise gelungen, aufgrund ihrer gesellschaftlich starken Position und einer über sechzig Jahre andauernden taktischen Verdrängungsarbeit, „ihre fundamentale Verstrickung in die welthistorisch moralische Katastrophe des Holocaust der Allgemeinheit weitgehend vorzuenthalten – obwohl sie historisch bestens erforscht ist“29. Nicht nur in diesem Fall ist die Kirche kein Unschuldslamm, auch sonst verbergen sich einige Leichen in ihrem Keller.30Aktuell etwa haben einige Begutachtungen erschreckende Ergebnisse zu Fällen des sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester ans Licht gebracht.31Doch auch in der frühen Nachkriegsliteratur treten vor allem bei Heinrich Böll kirchenkritische Ansätze auf.

2.4 Kirche im Nationalsozialismus und in der frühen Nachkriegszeit

Kerngedanke der nationalsozialistischen Ideologie ist „sein rassisch motivierter Judenhass“32. Dieser ergänzt sich mit der allgemeinen Judenfeindschaft der evangelischen und katholische Kirche, die theologisch, kulturell und traditionell begründet und abgemildert als ‚Antijudaismus‘ bezeichnet wird.33Der Judenhass ist neben der ablehnenden Haltung gegenüber der Weimarer Demokratie und der Wirtschafts- und Staatskrise eine der entscheidenden Voraussetzungen für die Machtergreifung und -erhaltung der Nationalsozialisten gewesen.34Die Kirchen haben viel zur Festigung und zum Bestand des terroristischen Systems beigetragen, indem einige bekannte Theologen die Zusammenarbeit von Kirche und Nationalsozialismus unterstützt haben.35Zunächst hat die katholische Führung vor 1933 den Nationalsozialismus aufgrund seiner Ideologie abgelehnt.36Durch die zunehmende Einflussnahme während der Machtergreifung hat sie sich aber dennoch „dem neuen starken Wind“37angepasst. Letztendlich haben beide Konfessionen der christlichen Kirche Hitlers Außenpolitik und damit seine Kriege unterstützt,38„bei denen die Soldaten ein ‚Gott mit uns‘ auf dem Koppelschloss trugen“39. Die Befürwortung des Krieges von Seiten der Kirchen zeigt sich ebenfalls in der Erklärung des Krieges zu einem ‚gerechten Krieg‘ und den zahlreich dokumentierten Kriegspredigten.40Selbst als der Krieg schon so gut wie verloren war, „formulierten Bischöfe Durchhalteappelle“41.

Die Kooperation zwischen den Nationalsozialisten und der katholischen Kirche ist über den Zweiten Weltkrieg hinaus erhalten geblieben.42Dies betrifft vor allem die organisierte kirchliche Fluchthilfe der Kriegsverbrecher.43Dennoch hat sich das ‚große Verschweigen‘ nach dem Zweiten Weltkrieg auch in die Kirchen hineingezogen, welche „die Themen ‚christliche Judenfeindschaft‘ und ‚Kirchen und Nationalsozialismus‘ […] ebenso systematisch wie erfolgreich vom Bewusstsein der Öffentlichkeit ferngehalten“44haben. Doch nicht nur die Taten wurden verschleiert, geleugnet und in die Vergangenheit verbannt auch vor Lügen ist die Kirche nicht zurückgeschreckt. Noch heute akzeptiert die katholische Kirche lediglich die Schuld einzelner Katholiken und weist jeden Vorwurf der Mitschuldigkeit von sich.45

3 Zur Kurzgeschichte

3.1 Einblicke in die Gattung

In der deutschsprachigen Literatur bildet die Kurzgeschichte eine der jüngsten Gattungen, bringt ein hohes Innovationspotential mit und ist auch in der Gegenwartsliteratur noch eine äußerst lebendige Form der Kurzprosa.46Die Gattung der Kurzgeschichte kann durchaus auf Vorläufer in der deutschsprachigen Literaturgeschichte, wie Beispiele Hoffmanns in der Romantik, zurückblicken, erlebt aber in der Nachkriegsliteratur ihren eigentlichen Durchbruch.47Damit ist sie allerdings nicht, wie wiederholt angenommen wird, „ein Produkt des 20. Jahrhunderts, das von Amerika ausging und die ganze Welt eroberte“48. Unter anderem leitet sich aber ihr Name von der US-amerikanischenshort storyab, die im englischsprachigen Raum jede epische Kurzform, wie zum Beispiel Novellen, Märchen, Kurzgeschichten und viele mehr, gattungstypologisch einfasst.49Unter ‚Kurzgeschichte‘ wird im deutschsprachigen Raum dagegen „eine epische Form verstanden, die sich durch ihre – im Vergleich etwa zu Romanen, Erzählungen und Novellen – geringe Länge und durch die Konzentration u. a. von Handlung, Figurenarsenal, Zeit und durch die Vermeidung von Ortswechseln auszeichnet“50. Außerdem wird sie durch eine „nur scheinbar einfache Ausdrucksweise […], die aber bei näherem Hinsehen hochkomplex und bedeutungsvoll ist“51, charakterisiert. Damit ist die Gattungsbezeichnung im Deutschen wesentlich deutlicher und präziser.52Jedoch bleibt die Definition der Gattung ‚Kurzgeschichte‘ in einigen Fällen immens umstritten und ausgesprochen problematisch.53

Von der Erzählung unterscheidet sich die Kurzgeschichte, indem der Handlungsverlauf verdichteter komponiert ist und grundsätzlich nicht auf einen spannungslösenden Ausgang zuläuft.54Es ist nicht immer leicht eine Trennung zwischen Erzählung und Kurzgeschichte vorzunehmen, obwohl es formbestimmende Elemente gibt55und so soll die Frage nach der Gattung auch für diese Arbeit keine vordergründige Rolle spielen. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung soll vielmehr die inhaltliche Ebene und weniger die Komposition der Kurzgeschichten (und teilweise auch Erzählungen) stehen.

In ihrer komprimierten Form, ihrer zurückgestellten Emotionalität und ihrer scheinbaren Kunstlosigkeit ist die Kurzgeschichte eine besonders geeignete Gattung, um die grausamen, von Chaos, Hunger und Kälte geprägten Jahre nach dem Kriegsende sowie auch die traumatischen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs selbst, darzustellen.56Zunächst hat es unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg keine literarische Tradition gegeben, an welche die jungen Autorinnen und Autoren anknüpfen konnten oder wollten.57Die Kurzgeschichte hat ihnen die Möglichkeit gegeben an die künstlerische Moderne anzuschließen58, „von der sie durch die repressive nationalsozialistische Kulturpolitik ausgeschlossen waren“59. Aufgabe der Literatur war es nun den Erfahrungen von Krieg und Zerstörung sowie den geistigen und materiellen Ruinen einen angemessenen Ausdruck zu geben.60Nicht zuletzt ist die Kurzgeschichte und der Prozess der Literarisierung auch eine Art Selbsttherapie, in der die jungen Autorinnen und Autoren ihre Kriegserfahrungen verarbeitet haben.61Durch den Einsatz von Dialogen und einer gehobenen Umgangssprache werden in der Kurzgeschichte Unmittelbarkeit und Wirklichkeitsnähe suggeriert.62Alles in allem ist die Kurzgeschichte als Gattung ausgesprochen geeignet um Heimatlosigkeit, Kriegstraumata und Sinnverlust darzustellen.63Damit ist die Gattung geradezu prädestiniert, um als Untersuchungsgrundlage für die Religionskritik und die Infragestellung des Glaubens in der Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg zu dienen.

3.2 „Wir brauchen keine Dichter mit guter Grammatik“: Die Kurzgeschichte bei Wolfgang Borchert

Wolfgang Borcherts Kurzgeschichten sind erst durch das direkte Kriegserlebnis zu ihrer eigentlichen Modernität gekommen.64Obwohl die Hinwendung Borcherts zur Prosa plötzlich erfolgt ist,65finden sich in seinen Kurzgeschichten und Manifesten einige theoretisch-kritische Überlegungen zur Gattung in der Nachkriegszeit und deren Nachwirken. In seiner Kurzgeschichte „Im Mai, im Mai schrie der Kuckuck“66reflektiert Borchert die „Unmöglichkeit der Literarisierung des Krieges“67:

„[…] uns fehlen die Vokabeln, um nur eine Sekunde von [dem Krieg] […] wiederzugeben, nur eine Sekunde, und wir sagen einfach wieder: Oh ja, so war es. Denn alles andere ist nur Geschwätz, denn es gibt keine Vokabeln, keinen Reim und kein Versmaß für ihn und keine Ode und kein Drama und keinen psychologischen Roman, die ihn ertragen, die nicht platzen vor seinem zinnoberroten Gebrüll.“ (S. 283f., Im Mai, im Mai schrie der Kuckuck).

Es lassen sich nicht die richtigen Worte, angemessene Sätze und erst recht nicht die korrekte Rhythmisierung von Sprache68finden, die den Krieg und die Erlebnisse der Nachkriegszeit wiedergeben können. Es bleibt lediglich die Möglichkeit die Dinge so zu benennen, wie sie sind, da keine Gattung eine adäquate Form bietet. Gleichzeitig formuliert Borchert in „Das ist unser Manifest“ ein „gefühlsgestütztes, poetisches Unmittelbarkeitsverlangen“69nach einer Literarisierung des Krieges und seinen Nachwirkungen, welche die Dinge direkt benennt70und somit die Erlebnisse oder zumindest deren Wahrnehmungen suggeriert ungefiltert wiedergibt:

„Wir brauchen keine Dichter mit guter Grammatik. Zu guter Grammatik fehlt uns Geduld. Wir brauchen die mit dem heißen heiser geschluchzten Gefühl. Die zu Baum Baum und zu Weib Weib sagen und ja sagen und nein sagen: laut und deutlich und dreifach und ohne Konjunktiv.“ (S. 519, Das ist unser Manifest).

Die Literatur bedarf „keiner zusätzlichen sprachlichen Verrätselung“71, womit „die Zuordnung von Begriff und Bedeutung innerhalb des semiotischen Dreiecks (noch) eindeutig ist und von den Rezipienten auf der Basis ihres Weltwissens krisenlos geleistet werden kann“72. Damit setzt Borchert seinen Schwerpunkt auf den inhaltlichen Ausdruck und nicht auf die formale Gestaltung.73Der kritische Umgang mit tradierten Formen, die Suche nach dem Neuen und dem Eigenen ist nicht nur für die Gattungsfrage bei Borchert kennzeichnend, sondern auch für seine Auseinandersetzung mit dem Glauben.

Trotz der herausfordernden Literarisierung, in der Borchert vor allem die Direktbenennung und Unmittelbarkeit fordert, ist es seine Absicht, die Erlebnisse des Zweiten Weltkriegs für die Nachwelt festzuhalten, damit diese nicht in Vergessenheit geraten:

„Noch sind die Wunden der jüngsten Vergangenheit weit offen und die Schreie der Opfer und die Flüche ihrer Henker noch nicht verhallt. […] Aber morgen werden wir vielleicht die Bücher hersuchen und fragen: Wie war es noch? Ja so war es! Und wir wollen es nicht vergessen! (S. 494f., Bücher für morgen).

Borchert bezeichnet die Zeit des Nationalsozialismus in seiner Kurzgeschichte „Kartoffelpuffer, Gott und Stacheldraht“ als das dunkelste Kapitel der Geschichte und betont die Gesetzlosigkeit dieser Herrschaft, die aufgeschrieben werden muss „zur Warnung und Mahnung, für die Toten und die Lebenden“ (S. 504).

Borcherts erzählender Stil zeichnet sich durch eine betonte Mündlichkeit und durch einen parataktischen Satzbau aus,74die Unmittelbarkeit suggerieren. Dabei verselbstständigen sich sowohl Nebensätze als auch adverbiale Bestimmungen und Adjektive, die beim Lesen zu einer drängenden und fast schon gejagten Dynamik gelangen.75Seine Syntax wirkt erkaltet und spiegelt die Trümmer der Zeit wider.76Durch Wiederholungen und Neuzusammensetzungen einzelner Satzfragmente bildet sich der ganz eigene Schreibstil Wolfgang Borcherts.77

3.3 „[Sie] ist immernoch meine Lieblingsform“: Die Kurzgeschichte bei Heinrich Böll

Heinrich Böll hat sich nicht nur einmal positiv zur Prosaform der Kurzgeschichte geäußert78: „Die Kurzgeschichte ist immernoch meine Lieblingsform. Ich schreibe auch immernoch welche“79. Allerdings hat er nie davon gesprochen, was genau er als Kurzgeschichte definiert und ist einer Eindeutigkeit diesbezüglich bewusst aus dem Weg gegangen.80Dennoch ist seine außerordentliche Hochachtung dieser Form nicht zu verkennen,81„die für ihn von einer Komplexität ist, die nichts mit ihrem Umfang zu tun hat, und unter diesem Aspekt jeder anderen literarischen Gattung strukturell gleichzusetzen ist“82. Zwar ist das literarische Schaffen Bölls kurz nach dem Zweiten Weltkrieg von Vorliebe für die Kurzgeschichte bestimmt, die Erkundung der Romanform sowie des Essays sind stets parallel verlaufen.

[...]


1Benedict, Hans-Jürgen: Vorwort, in: Ders. (Hrsg.): „Wär ich allmächtig, ich würde retten, retten.“. Aufsätze zur Gottesfrage in der deutschen Literatur, Stuttgart 2019a, S. 7, 8, hier: S. 7.

2Vgl. Rohrmoser, Günter: Die Religionskritik des 19. Jahrhunderts und ihre Überwindung im Denken Martin Heideggers, in: Herbert Breit/Klaus-Dieter Nörenberg (Hrsg.): Religionskritik als theologische Herausforderung, München 1972 (Theologische Existenz heute, Bd. 170), S. 57–87, hier S. 57.

3Vgl. ebd.

4Vgl. Kellerwessel, Wulf: Religionskritik in der Perspektive theoretischer Philosophie. Einführung – Überblick – Diskussionen, Berlin 2017 (Lehr- und Studienbücher zur Philosophie, Bd. 2), S. 9.

5Ebd.

6Vgl. G. Rohrmoser 1972, S. 57.

7Vgl. W. Kellerwessel 2017, S. 11.

8Vgl. ebd.

9Ebd.

10Vgl. Mohn, Jürgen: Religionskritik als Religionsbegründung: Das funktionale Religionskonzept in Jean Jacques RousseausContract socialzwischen Christentumskritik und Apologie derReligion civile, in: Ulrich Berner/Johannes Quack (Hrsg.): Religion und Kritik in der Moderne, Berlin/Münster 2012 (Religionen in der pluralen Welt, Bd. 9), S. 221–242, hier S. 224.

11Vgl. Cancik-Lindemaier, Hildegard: Gottlosigkeit im Altertum. Materialismus - Pantheismus - Religionskritik – Atheismus, in: Richard Faber (Hrsg): Atheismus. Ideologie, Philosophie oder Mentalität?, Würzburg 2006, S. 16. Damit widerspreche ich G. Rohrmoser 1972, S. 15–34, hier S. 57.

12Vgl. Hoff, Gregor Maria: Religionskritik, in: Peter Eicher (Hrsg.): Neues Handbuch theologischer Grundbegriffe, Bd. 4, München 2005, S. 40–51, hier S. 40.

13Stosch, Klaus von: Theodizee, Paderborn 22018 (UTB, Bd. 3867), S. 7.

14Vgl. ebd.

15Vgl. ebd.

16Vgl. ebd.

17Berger, Klaus: Wie kann Gott Leid und Katastrophen zulassen?, Stuttgart 1996, S. 14.

18Vgl. ebd.

19Ebd., S. 17f.

20Vgl. ebd., S. 18.

21Vgl. ebd.

22K. Stosch 2018, S. 8.

23Vgl. ebd.

24Vgl. ebd.

25Vgl. ebd.

26Vgl. K. Stosch 2018, S. 8.

27Czermak, Gerhard: Problemfall Religion. Ein Kompendium der Religions- und Kirchenkritik, Marburg 2014, S. 20.

28Vgl. ebd.

29Ebd.

30Vgl. ebd.

31Vgl. Vögele, Wolfgang: Kirchenkritik. Beiträge zu Kirchentheorie, praktischer und ökumenischer Theologie, Berlin 2019 (KirchenZukunft konkret, Bd. 12), S. 13.

32G. Czermak 2014, S. 209.

33Vgl. ebd.

34Vgl. ebd.

35Vgl. ebd., S. 211.

36Vgl. ebd.

37Ebd.

38Vgl. ebd., S. 213.

39Ebd.

40Vgl. ebd.

41Ebd.

42Vgl. ebd., S. 214.

43Vgl. ebd. Einen wesentlichen Betrag zur Fluchthilfe für Verbrecher des Nationalsozialismus hat unter anderem das Zusammenspiel des Vatikans und der ODESSA geleistet, wodurch sich mehrere Hundert Naziverbrecher in sichere Länder begeben haben (vgl. G. Czermak 2014, S. 216).

44G. Czermak 2014, S. 217f.

45Vgl. Kühner, Hans: Der Antisemitismus der Kirche. Genese, Geschichte und Gefahr (Essenz + Evidenz), Zürich 1976, S. 13. Tatsächlich neigen einige gebildete Protestanten zu größerer Ehrlichkeit, wobei auch hier nicht von einer allgemeinen Tatsachenbekenntnis gesprochen werden kann (vgl. G. Czermak 2014, S. 218).

46Vgl. Meyer, Anne-Rose: Die deutschsprachige Kurzgeschichte. Eine Einführung, Berlin 2014 (Grundlagen der Germanistik, Bd. 54), S. 9f.

47Vgl. ebd., S. 102.

48Kilchenmann, Ruth J.: Die Kurzgeschichte. Formen und Entwicklung, Stuttgart u. a. 1967 (Sprache und Literatur, Bd. 37), S. 186.

49Vgl. A.-R. Meyer 2014, S. 16.

50Ebd.

51Ebd.

52Vgl. A.-R. Meyer 2014, S. 16.

53Vgl. ebd., S. 9.

54Vgl. Marx, Leonie: Die deutsche Kurzgeschichte, Stuttgart 21997 (Sammlung Metzler, Bd. 216), S. 83.

55Vgl. R. J. Kilchenmann 1967, S. 18.

56Vgl. A.-R. Meyer 2014, S. 135.

57Vgl. R. J. Kilchenmann, S. 140.

58Vgl. A.-R. Meyer 2014, S. 194.

59Ebd.

60Vgl. R. J. Kilchmann, S. 140f.

61Vgl. Durzak, Manfred: Die deutsche Kurzgeschichte der Gegenwart. Autorenporträts, Werkstattgespräche, Interpretationen, Würzburg 32002, S. 311.

62Vgl. A.-R. Meyer 2014, S. 18.

63Vgl. ebd., S. 194.

64Vgl. Kaszyński, Stefan H.: Typologie und Deutung der Kurzgeschichten von Wolfgang Borchert, Poznań 1970 (Seria Filologia Germańska, Bd. 8), S. 20.

65Vgl. ebd.

66Hier und im Folgenden werden die Kurzgeschichten Wolfgang Borcherts zitiert aus: Borchert, Wolfgang: Das Gesamtwerk, hrsg. von Michael Töteberg u. M. von Irmgard Schindler, Hamburg 52017. Die entsprechende Angabe der Seite(n) erfolgt dabei im Text.

67Möller Osmani, Kerstin: In einem anderen Land: Ernest Hemingway und die „Junge Generation“. Möglichkeiten und Grenzen der Rezeption eines amerikanischen Autors in der frühen westdeutschen Nachkriegsliteratur, Würzburg 1996 (Kieler Beiträge zur Anglistik und Amerikanistik, Bd. 13), S. 10.

68Ebenfalls in „Im Mai, im Mai schrie der Kuckuck“ gebietet Borchert den Dichtern zu Schweigen, da es kein geeignetes Versmaß für Taten (Vergewaltigungen), Geräusche (Maschinengewehre) und Eindrücke des Krieges gebe (vgl. S. 269f.).

69Krohn, Claus Dieter/Lühne, Irmela von der: Einleitung, in: Dies. (Hrsg.): Fremdes Heimatland. Remigration und literarisches Leben nach 1945, Göttingen 2005, S. 7–16, hier S. 14.

70In „Kartoffelpuffer, Gott und Stacheldraht“ wird Borchert noch konkreter: „Die Versuche, die in dichterischer Form an das KZ-Erlebnis herangehen, bleiben jedenfalls noch so sehr im Ansatz stecken, daß man die andere mögliche Form der Überlieferung, den sachlichen journalistischen Bericht, eine unpersönliche Chronik, unbedingt vorziehen möchte“ (S. 498). Für die Direktbenennung der Dinge schlägt Borchert hier die Gattung des sachlichen Berichts vor und lehnt die gebundene, dichterische Sprache explizit ab. Er wendet sich damit „gegen alles Artistische und Kalligraphische“ (M. Durzak 2002, S. 116).

71Reiner, Moritz: Hier schreib' ich und ich kann nicht anders. Vom Umgang der Literatur mit Grammatiknormen, in: Marek Konopka/Bruno Stecker (Hrsg.): Deutsche Grammatik – Regeln, Normen, Sprachgebrauch, Berlin/New York 2009 (Institut für deutsche Sprache, Jahrbuch 2008), S. 102–116, hier S. 106.

72Brenner, Beate: „Als der Krieg aus war…“ Annäherungen an deutsche Befindlichkeit nach Kriegsende 1945. Fächerübergreifende, kontextuell angelegte Unterrichtsmodelle zu ausgewählten epischen Texten, München 1998, S. 49.

73Vgl. M. Durzak 2002, S. 116.

74Vgl. Freydank, Konrad: Das Prosawerk Borcherts: Zur Problematik der Kurzgeschichte in Deutschland, Marburg 1964, S. 93.

75Vgl. ebd., S. 93f. Freydank spricht hier ebenfalls von einer melodischen und rhythmischen Qualität der Prosawerke Borcherts beim lauten Lesen.

76Vgl. ebd., S. 94.

77Vgl. ebd., S. 96.

78Vgl. M. Durzak 2002, S. 124.

79Böll, Heinrich: Gespräch mit Ekkehart Rudolph, in: Ekkehart Rudolph (Hrsg.): Protokoll zur Person: Autoren über sich und ihr Werk, München 1971, S. 27–43, hier: S. 30.

80Vgl. M. Durzak 2002, S. 124f.

81Vgl. ebd., S. 125.

82Ebd.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten

Details

Titel
Religionskritik in den Kurzgeschichten der frühen Nachkriegsliteratur von Wolfgang Borchert und Heinrich Böll
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
2,7
Jahr
2019
Seiten
42
Katalognummer
V1234626
ISBN (Buch)
9783346654274
Sprache
Deutsch
Schlagworte
religionskritik, kurzgeschichten, nachkriegsliteratur, wolfgang, borchert, heinrich, böll
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Religionskritik in den Kurzgeschichten der frühen Nachkriegsliteratur von Wolfgang Borchert und Heinrich Böll, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1234626

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