In dieser Hausarbeit werden als Erstes wichtige Grundbegriffe erläutert, um diese in der weiteren Hausarbeit nutzen zu können. Im weiteren Verlauf wird eine Darstellung des Schriftspracherwerbs vorgenommen und die Entwicklungsstufen kurz aufgegriffen, weswegen die Definitionen nur kurz vorgestellt werden können. Zuletzt ist zu erwähnen, dass, aus Gründen der Lesbarkeit, in dieser Arbeit vorwiegend die männliche Form verwendet wird. Es sind dabei Männer, Frauen und Diverse in gleicher Weise angesprochen.
Schreiben ist ein wichtiger Bestandteil in der heutigen Gesellschaft. Die Fähigkeit schreiben zu können ist in unserem Alltag allgegenwärtig und nicht wegzudenken. Da die Fähigkeit nicht angeboren ist und jeder es selbst erlernen muss, beschäftigt sich die Wissenschaft schon seit Jahrzehnten damit. Was macht Schriftsprache eigentlich aus? Wie lernen Kinder theoretisch schreiben? Diese Fragen kursieren spätestens seit dem Jahr 2000, nach dem großen PISA-Schock, in Deutschland. Die Politik antwortete mit einer Umstellung der Lehrpläne. Es gelten seitdem Bildungsstandards anstatt Lernziele.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundbegriffe des Schriftspracherwerbs
2.1. Schriftsprache
2.2. Phoneme
2.3. Graphem
3. Schriftspracherwerb
3.1. Phonologische Bewusstheit beim Schriftspracherwerb
3.2. Schreibentwicklungsstufen des Schriftspracherwerbs
3.3. Schreibentwicklungsstufen nach Uta Frith
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Schriftspracherwerbs bei Kindern, beleuchtet die Rolle der phonologischen Bewusstheit und erläutert die wesentlichen Schreibentwicklungsstufen, um ein Verständnis für den komplexen Lernprozess des Schreibens zu vermitteln.
- Grundbegriffe der Sprachwissenschaft (Schriftsprache, Phoneme, Grapheme)
- Bedeutung der phonologischen Bewusstheit für den Schriftspracherwerb
- Phasenmodell der Schreibentwicklung nach Uta Frith
- Voraussetzungen und Bedingungen des Schreiblernprozesses
- Herausforderungen des deutschen Schriftsystems
Auszug aus dem Buch
3.3. Schreibentwicklungsstufen nach Uta Frith
Wie schon erwähnt teilt Uta Frith die Entwicklungsstufen in drei Stufen: die logographemische, alphabetische und die orthographische Stufe. Die Stufen geben zwar „einen Überblick über eine gewisse Chronologie des Schrifterwerbs, dürfen aber nicht als strikt nacheinander verlaufend verstanden werden“ (Dahmen & Weth, 2018, S. 160). Zu Beginn steht die logographemische oder logographische Stufe, in der sich die Kinder „ganze Wortbilder […] auswendig [einprägen]“ (Zitzlsperger, 2008, S. 119). Mit ganzen Wortbildern sind hier „optisch wahrnehmbare Gestaltmerkmale“ (Schründer-Lenzen, 2007, S. 30) gemeint, mit denen ein vertrautes Schriftzeichen in Verbindung steht. Demnach sind einem Kind die Marken „Vita Cola“ und „McDonalds“ bekannt und vertraut, wenn deren Familie viel „Vita Cola“ trinkt oder häufig bei „Mc Donalds“ isst. Uta Frith zeigt auf, dass die Kinder diese Schriftzüge erkennen und „richtig lesen“, jedoch ohne jegliche Buchstabenkenntnis (vgl. Schründer-Lenzen, 2007, S. 30). Der zweite Entwicklungsschritt beginnt mit dem Einstieg in die alphabetische Stufe. Nun ist das Kind in der Lage „Buchstaben und Laute […] als solche zu erkennen, entsprechend lesen und versuchsweise schreiben: sei es skelettartig oder zunehmend lauttreu“ (Zitzlsperger, 2008, S. 119).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Schreibens in der Gesellschaft ein und skizziert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Schriftspracherwerb sowie die Zielsetzung der Hausarbeit.
2. Theoretische Grundbegriffe des Schriftspracherwerbs: In diesem Kapitel werden grundlegende fachsprachliche Begriffe wie Schriftsprache, Phoneme und Grapheme definiert, die für das Verständnis der weiteren Arbeit erforderlich sind.
3. Schriftspracherwerb: Dieses Kapitel analysiert den Prozess des Schriftspracherwerbs, betrachtet die phonologische Bewusstheit als entscheidende Komponente und stellt die Entwicklungsstufen des Schreibens vor.
Schlüsselwörter
Schriftspracherwerb, Schreibenlernen, Phoneme, Grapheme, phonologische Bewusstheit, Uta Frith, Schreibentwicklungsstufen, Erstunterricht, Schriftsprache, Alphabetisierung, Sprachwissenschaft, Schriftzeichen, Lautsystem.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen und den Verlauf des Schriftspracherwerbs bei Kindern im Anfangsunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen sprachwissenschaftliche Definitionen, die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit sowie die Phasen der Schreibentwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den komplexen Prozess des Schreiblernens anhand von theoretischen Begriffen und etablierten Entwicklungsmodellen verständlich darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenfassung existierender Fachliteratur und wissenschaftlicher Modelle zum Schriftspracherwerb.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert zunächst theoretische Grundbegriffe, untersucht dann die Rolle der phonologischen Bewusstheit und beschreibt die Schreibentwicklungsstufen des Schriftspracherwerbs.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Schriftspracherwerb, phonologische Bewusstheit, Graphem-Phonem-Korrespondenz und Uta Friths Stufenmodell.
Warum ist das deutsche Schriftsystem für Kinder schwierig?
Weil das deutsche System nicht lautgetreu ist, stehen ca. 40 Phonemen weniger als 40 Grapheme gegenüber, was die direkte Zuordnung erschwert.
Was versteht man unter der "logographemischen Stufe"?
Dies ist die erste Stufe nach Frith, in der Kinder Wörter als optische Wortbilder (z. B. Logos) wiedererkennen, ohne jedoch die einzelnen Buchstaben benennen zu können.
- Arbeit zitieren
- Jennifer Kästner (Autor:in), 2021, Theorie des Schriftspracherwerbs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1234731