Umgang mit Heterogenität in der Erwachsenenbildung. Welche Methoden gibt es für die unterschiedlichen Lerntypen?


Hausarbeit, 2021

14 Seiten, Note: 3,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Unterscheidung zwischen Schule und Erwachsenenbildung
2.1 Lernfähigkeit und Bildungsbedürfnisse Erwachsener
2.2 Formen in der Erwachsenenbildung
2.3 Definition Aufstiegsfortbildung

3 Heterogenitätsmerkmale und Heterogenitätssensibilität
3.1 Definition Heterogenität
3.2 Geschlechtsbedingte Heterogenität
3.3 Kulturelle Heterogenität
3.4 Behinderungsbedingte Heterogenität

4 Auswahl geeigneter Lernmethoden
4.1 Definition Lernmethoden
4.2 Lernzielorientierung

5 Herausforderungen bei der Aufstiegsfortbildung
5.1 Gemeinsamkeiten und Differenzen erkennen
5.2 Zeitlichkeit
5.3 Gruppendynamik

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Lernen ist ein lebenslanger Prozess welcher in allen Lebensbereichen ständig stattfindet. Er beginnt bereits im Kindesalter und ist selbst im hohen

Erwachsenenalter noch präsent. „Das Konzept des ‚Lebenslanges Lernens’ ist eine tragende Säule der modernen Erwachsenenbildung und Bildungsberatung.“ (Rösen, 2018, S.155)

Beim Lernen unterscheidet man zwischen formalem, nonformalem und informellem Lernen.

Beim informellen Lernen handelt es sich um Lernen ohne Absicht, dies geschieht überwiegend im Alltag, in der Freizeit, am Arbeitsplatz oder zu Hause. (Bundesministerium Bildung, Wirtschaft und Forschung [BMBWF], o.J.)

„Nonformales Lernen ist meist nicht prüfungsorientiert und findet vor allem in Seminaren statt. Die Lerninhalte sind überwiegend teilnehmer- und erfahrungsorientiert. Im Vordergrund steht die Reflexion und das Verstehen des

Wissens.“ (Siebert, 2012, S. 22)

Formales Lernen hingegen findet in Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen wie Schulen, Berufsschulen oder Kursen statt und wird organisiert, angeleitet und beurteilt und hat schließlich das Ziel zu Qualifikationen und Abschlüssen zu führen.

(BMBWF, o.J.)

Formales Lernen findet im Erwachsenenalter aus unterschiedlichen Gründen und Bedarfen statt. In manchen Fällen ist es notwendig als Erwachsene/r Lernende/r nochmal eine Bildungseinrichtung zu besuchen. Beispielsweise in der Integrationsbildung oder aus betrieblich erforderlichen Gründen. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch die Möglichkeit sich aus eigenem Willen nochmal weiterzubilden in Form eines Studiums, einer Aus- oder Weiterbildung oder einer Aufstiegsfortbildung.

Ganz besonders in der Erwachsenenbildung spielt Heterogenität eine entscheidende Rolle in Bezug auf das Verhalten Lernender. Verschiedene Vorkenntnisse sowie unterschiedliche Berufs- und Lebenserfahrungen, welche auf das Alter und den Bildungsstand zurückzuführen sind, sind entscheidende Faktoren. Der Umgang mit Heterogenität ist daher ein zentrales Thema in der schulpädagogischen Diskussion in Deutschland (Òhidy, 2012, S.5).

Aufgrund der Heterogenität im Erwachsenenalter, ist nicht jede Methode des Lernens für alle gleich gut geeignet. So ist es sehr wichtig, auf die verschiedenen Lerntypen einzugehen und herauszufinden welche Lernmethoden für die Individuen in Frage kommen.

Daher stellt sich die Frage:„Wie kann mit Heterogenität in der Erwachsenenbildung – speziell im Bereich der Aufstiegsfortbildung aus eigenem Antrieb - umgegangen werden und welche Methoden gibt es für die unterschiedlichen Lerntypen?“

Um diese Frage beantworten zu können, habe ich mich mit Literatur zu den Themenbereichen der Grundlagen der Pädagogischen Psychologie sowie des Lernens und Lehrens – speziell der Heterogenität von Lernenden im Erwachsenenalter beschäftigt.

2 Unterscheidung zwischen Schule und Erwachsenenbildung

Um die Erwachsenenbildung genauer erklären zu können, ist es wichtig die Unterschiede zwischen der regulären Schule und der Erwachsenenbildung zu kennen. Hier gibt es mehrere grundlegende Unterscheidungen. Zum Einen ist es die Schulpflicht und die Freiwilligkeit, denn laut Siebert ist die Schulpflicht der Heranwachsenden gesetzlich geregelt. Eine Verpflichtung zur Weiterbildung hingegen gibt es so nicht, wobei von Freiwilligkeit in der Erwachsenenbildung auch nicht immer ausgegangen wird. (Siebert, 2012, S. 25) Dennoch lohnt es sich, über das Verhältnis von Schulpädagogik und Erwachsenenbildung nachzudenken, denn mehr als die Hälfte der Kursleiter/innen haben Lehramt studiert oder sind Lehrerinnen oder Lehrer, ebenso sind die Übergänge zwischen Schulsystem, Hochschule und Erwachsenenbildung fließend. (Siebert, 2012, S. 23) Siebert erinnert in diesem Zusammenhang auch in Stichworten an folgende gemeinsame pädagogische Fundamente von Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung:

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Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Umgang mit Heterogenität in der Erwachsenenbildung. Welche Methoden gibt es für die unterschiedlichen Lerntypen?
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
3,0
Autor
Jahr
2021
Seiten
14
Katalognummer
V1234981
ISBN (Buch)
9783346662613
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heterogenität, Erwachsenenbildung, Aufstiegsfortbildung, Lerntypen, Lernmethoden
Arbeit zitieren
Laura Schraml (Autor:in), 2021, Umgang mit Heterogenität in der Erwachsenenbildung. Welche Methoden gibt es für die unterschiedlichen Lerntypen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1234981

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