Diese Hausarbeit untersucht die Grundlagen und Methodik der Balanced Scorecard. Unternehmen müssen sich in der komplexen, durch die Digitalisierung getriebenen Welt, strategisch gut ausrichten. Jede strategische Ausrichtung braucht konkret ausformulierte Ziele. Die Zusammenhänge dieser Ziele müssen deutlich sein und die zur Umsetzung nötigen Maßnahmen sollten daraus abgeleitet werden können. Das erfolgreiche Umsetzen einer Strategie setzt ein Strategieverständnis voraus. Das vollkommene Strategieverständnis fehlt jedoch häufig schon in der oberen Führungsebene. Kennen die Manager nicht einmal die strategische Ausrichtung des Unternehmens, so fehlt auch den Mitarbeitern die Vorstellung zur Umsetzung der Strategie. Geschäftspläne lassen sich jedoch nur verwirklichen, wenn die Mitarbeiter die Ausrichtung des Unternehmens vollständig verstehen und richtig interpretieren können.
Strukturelle fortlaufende Veränderungsprozesse stellen die Unternehmen vor die Herausforderung, die entwickelte Strategie ständig anzupassen. Ein Unternehmen sollte die Ausrichtung seiner Strategie regelmäßig prüfen und auf Veränderungen schnell und flexibel reagieren können. Noch immer stützen sich Manager auf finanzielle Kennzahlen wie Produktivität oder Rentabilität, um das Unternehmen zu steuern. Die Betrachtung allein von finanziellen Kennzahlen in der heutigen globalisierten und digitalisierten Welt ist jedoch nicht mehr ausreichend und oft wenig aussagekräftig. Unternehmen müssen weitere Kennzahlen hinzuziehen, um das gesamte Unternehmen beurteilen zu können und auf dem dynamischen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
2 Konzept und Methodik der Balanced Scorecard
2.1 Konzeptionelle Grundlagen der Balanced Scorecard
2.1.1 Abgrenzung zu traditionellen Kennzahlensystemen als Ausgangspunkt
2.1.2 Vom Kennzahlensystem zum strategischen Managementsystem
2.1.3 Verknüpfung der Balanced Scorecard mit der Unternehmensstrategie
2.1.3.1Ursache-Wirkungs-Beziehung
2.1.3.2Ergebnisse und Leistungstreiber
2.1.3.3Verknüpfung mit den Finanzen
2.1.4 Anwendung der Balanced Scorecard
2.1.4.1Verbreitung der Balanced Scorecard im deutschsprachigen Raum
2.1.4.2Anwendungstypen der Balanced Scorecard differenzieren
2.2 Methodik: Von der Vision zur Aktion
2.2.1 Strategie klären
2.2.2 Strategische Ziele ableiten
2.2.3 Strategy Map aufbauen
2.2.4 Messgrößen erarbeiten
2.2.5 Zielwerte festlegen
2.2.6 Strategische Aktionen bestimmen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Anwendung der Balanced Scorecard als strategisches Managementsystem, um Unternehmen in einem dynamischen, digitalisierten Marktumfeld besser steuerbar zu machen und strategische Ziele messbar umzusetzen.
- Methodische Grundlagen der Balanced Scorecard
- Verknüpfung von Unternehmensstrategie und operativen Kennzahlen
- Differenzierung zwischen Ergebniskennzahlen und Leistungstreibern
- Schritte von der Vision zur operativen Aktion
- Integration von Ursache-Wirkungs-Beziehungen in Strategy Maps
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Vom Kennzahlensystem zum strategischen Managementsystem
Anfangs wurde die Balanced Scorecard als fortschrittliches Kennzahlensystem entwickelt. Kaplan und Norton beschreiben das von ihnen konzipierte System zu Beginn als ein Maßnahmenbündel, das Managern einen schnellen, aber umfassenden Überblick über das Geschäft gibt. Dazu wurde auf Grundlage der Unternehmensstrategie eine Balanced Scorecard entwickelt, die traditionelle Finanzkennzahlen enthält und durch nicht finanzielle Kennzahlen drei weiterer Perspektiven ergänzt wurden. Den Rahmen für die Balanced Scorecard als Kennzahlensystem schaffen die Finanzperspektive, die Kundenperspektive, die Perspektive der internen Geschäftsprozesse sowie die Lern- und Entwicklungsperspektive (siehe Abbildung 1). Jede der Perspektive bildet einen Kernbereich der Strategie ab. Dadurch werden alle zentralen Bereiche eines Unternehmens in einem ausgewogenen Verhältnis betrachtet. „Es wirkt ausgleichend zwischen kurz und langfristigen Zielen, monetären und nicht monetären Kennzahlen, Spät- und Frühindikatoren sowie zwischen externen und internen Perspektiven.“
Die Finanzperspektive beinhaltet Ziele und Maßnahmen, die Auskunft über Erfolg und Misserfolg der Unternehmensstrategie geben. Insgesamt zeigen die finanziellen Kennzahlen, ob durch die Strategieumsetzung eine Ergebnisverbesserung vorliegt und machen dies messbar. Laut Kaplan und Norton „enthält [die Balanced Scorecard] eine finanzwirtschaftliche Perspektive, da klassische finanzielle Kennzahlen für einen Überblick über die wirtschaftlichen Konsequenzen früherer Aktionen wertvoll sind.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen für Unternehmen durch Digitalisierung und Globalisierung und zeigt die Grenzen rein finanzieller Kennzahlen auf.
2 Konzept und Methodik der Balanced Scorecard: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Konzepts, dessen Entwicklung zum Managementsystem und bietet eine detaillierte Anleitung zur methodischen Umsetzung von der Vision bis zur operativen Aktion.
Schlüsselwörter
Balanced Scorecard, strategische Unternehmenssteuerung, Finanzkennzahlen, Nicht-finanzielle Kennzahlen, Strategy Map, Ursache-Wirkungs-Beziehung, Leistungstreiber, Performance Measurement, Strategieumsetzung, Kundenperspektive, Prozessperspektive, Lern- und Entwicklungsperspektive, Zielwerte, Strategische Aktionen, Managementsystem
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Balanced Scorecard als Instrument zur strategischen Unternehmenssteuerung und deren Anwendung in einem volatilen Umfeld.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den konzeptionellen Grundlagen, der Verknüpfung von Strategie und operativen Zielen sowie der methodischen Ableitung messbare Kennzahlen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen mithilfe der Balanced Scorecard ihre Vision und Strategie in konkrete, messbare Aktionen übersetzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine fundierte Literaturanalyse durchgeführt, die theoretische Konzepte der Balanced Scorecard mit empirischen Forschungsergebnissen kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Ursache-Wirkungs-Logik von Kennzahlen und eine detaillierte, prozessorientierte Methodik zur Implementierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Balanced Scorecard, Strategische Ausrichtung, Kennzahlensysteme, Strategy Map und Performance Measurement.
Welchen Stellenwert haben Leistungstreiber gegenüber Ergebniskennzahlen?
Leistungstreiber dienen als Frühindikatoren für zukünftige Erfolge, während Ergebniskennzahlen als Spätindikatoren nur über bereits vergangene Leistungen berichten.
Wie unterscheidet sich die Strategy Map von herkömmlichen Instrumenten?
Die Strategy Map visualisiert nicht nur isolierte Kennzahlen, sondern stellt die logischen Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zwischen den Zielen der verschiedenen Perspektiven dar.
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- Anonym (Autor), 2020, Konzept und Methodik der Balanced Scorecard. Von der Vision zur Aktion, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1235003