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Die Ausgestaltung der Sozialen Marktwirtschaft in den 50er Jahren. Das Konzept und seine wirtschaftspolitische Umsetzung

Title: Die Ausgestaltung der Sozialen Marktwirtschaft in den 50er Jahren. Das Konzept und seine wirtschaftspolitische Umsetzung

Seminar Paper , 2000 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Schwießelmann (Author)

Politics - History of Political Systems
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Die Proseminararbeit beschäftigt sich mit dem Konzept und der wirtschaftspolitischen Umsetzung der Sozialen Marktwirtschaft. Dabei werden der Entstehungszusammenhang und die ordnungstheoretischen Grundlagen betrachtet werden. Die Darstellung konzentriert sich auf die Start- und Konsolidierungsphase des sogenannten Wirtschaftswunders. Die Soziale Marktwirtschaft entstand als Gegenkonzept zur Zentralverwaltungswirtschaft, die nach dem Zweiten Weltkrieg präferiert wurde. Ihr Konzept setzt auf freie Marktentfaltung und soziale Verantwortung von Unternehmerschaft und Gesellschaft. Die reale Wirtschaftordnung der Bundesrepublik hat sich durch die expansive Sozialstaatspolitik stark vom Ideal der Sozialen Marktwirtschaft entfernt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft

2. 1 Die Genese der Sozialen Marktwirtschaft

2. 2 Grundsätze und Ziele der Sozialen Marktwirtschaft

3. Die wirtschaftspolitische Umsetzung des Konzepts

3. 1 Die Startphase des Wirtschaftswunders 1948-1951

3. 2 Die Konsolidierungsphase des Wirtschaftswunders 1952-1960

4. Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Entstehung sowie der wirtschaftspolitischen Ausgestaltung der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland während der 1950er Jahre. Dabei wird analysiert, inwiefern das theoretische Konzept der Freiburger Schule unter praktischen Bedingungen der Nachkriegszeit umgesetzt werden konnte und welche Dynamiken sich in der Start- und Konsolidierungsphase des Wirtschaftswunders entwickelten.

  • Ideengeschichtliche Wurzeln und ordnungstheoretische Grundlagen des Konzepts.
  • Die wirtschaftliche Ausgangslage in Deutschland nach 1945 ("Stunde Null").
  • Die praktische Umsetzung durch Währungs- und Wirtschaftsreformen.
  • Zusammenhang zwischen demokratischer Ordnung und Wirtschaftsmodell.
  • Entwicklung und Herausforderungen in der Konsolidierungsphase bis 1960.

Auszug aus dem Buch

3. 2 Die Konsolidierungsphase des Wirtschaftswunders 1952-1960

Die Konsolidierungsphase 1952-1960 ist als die eigentliche Boom-Zeit der deutschen Wirtschaft zu bezeichnen, die mit hohem Wachstums- und Produktivitätsraten (Zuwachs des BSP im Jahresdurchschnitt 7,7 %), stabilen Preisen, sinkender Arbeitslosigkeit (von 8,5 % auf 1,3 %) und steigender Beschäftigung (ab 1959 Vollbeschäftigung) aufwartete und den Ruf des Wirtschaftswunders und seines Signums Made in Germany begründete (vgl. Schlecht 1997, S. 16).

Ein Blick auf die Gesetzgebung, deren Problemkreis sich in der Beseitigung der Kriegsfolgen, Behebung der Wohnungsnot, Neuordnung der Finanzen und Steuern, Reform des Renten- und Sozialsystems längst noch nicht erschöpfte, zeigt die Umsetzung des sozial-marktwirtschaftlichen Konzepts in der Sozial- und Wirtschaftspolitik der 50er Jahre. Das Bundesversorgungsgesetz von 1950 und das Lastenausgleichsgesetz von 1952 trug zur Bewältigung der Kriegslasten und damit „entscheidend zum sozialen Frieden bei“ (Birke 1989, S. 349). Ebenfalls 1950 verabschiedet wurde das Erste Wohnungsbaugesetz, das sozialen Wohnungsbau öffentlich förderte und 1956 durch das Zweite Wohnungsbaugesetz zur Förderung des Eigenheimbaus im Rahmen einer Politik der Eigentumsbildung ergänzt wurde. Demokratisierung und Mitbestimmung standen schon früh im Mittelpunkt der Sozialgesetzgebung. Ausdruck davon waren das 1951 erlassene Montan-Mitbestimmungsgesetz, das Betriebsverfassungsgesetz von 1952 und das Personalvertretungsgesetz aus dem Jahre 1955. Hinzu kamen 1951 das Kündigungsschutzgesetz, das Heimarbeitsschutzgesetz, 1952 das Mutterschutzgesetz und 1960 das Jugendarbeitsschutzgesetz.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die historische Ausgangslage nach 1945 und stellt das Ziel der Untersuchung der Sozialen Marktwirtschaft als ordnungspolitisches Leitbild dar.

2. Das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft: Das Kapitel erläutert die ideengeschichtlichen Wurzeln, insbesondere den Neoliberalismus, und definiert die Kernziele und Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft.

3. Die wirtschaftspolitische Umsetzung des Konzepts: Dieser Hauptteil analysiert die konkreten Maßnahmen in der Startphase (Währungsreform) sowie die wirtschaftlichen Entwicklungen der Konsolidierungsphase inklusive der sozialen Gesetzgebung.

4. Zusammenfassung und Diskussion: Das Fazit bewertet den Erfolg der Sozialen Marktwirtschaft im Kontext der Zeitgeschichte und reflektiert deren Entwicklung bis in die späten 90er Jahre.

Schlüsselwörter

Soziale Marktwirtschaft, Wirtschaftswunder, Ludwig Erhard, Ordnungspolitik, Neoliberalismus, Bundesrepublik Deutschland, Währungsreform, Nachkriegszeit, Freiburger Schule, Wirtschaftsordnung, Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik, Konsolidierungsphase, Wachstum, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und der wirtschaftspolitischen Praxis der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland während der 1950er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen (Freiburger Schule), die Währungsreform von 1948 und die gesetzliche Ausgestaltung der Wirtschafts- und Sozialordnung in den 50er Jahren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Transformationsprozess von der Zwangswirtschaft hin zur marktwirtschaftlich orientierten Ordnung in der ersten Dekade der Bundesrepublik nachzuzeichnen und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Konzepte mit historischen Fakten der deutschen Nachkriegsgeschichte in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Startphase des Wirtschaftswunders (1948-1951) und die anschließende Konsolidierungsphase (1952-1960) detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Wirtschaftswunder", "Soziale Marktwirtschaft", "Ludwig Erhard" und "Ordnungspolitik" charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Staates?

Der Autor zeigt auf, dass der Staat primär als Garant für Wettbewerbsregeln fungiert, in der Konsolidierungsphase jedoch zunehmend durch soziale Gesetzgebung intervenierte.

Welchen Stellenwert hat die Mitbestimmung in der 50er-Jahre-Gesetzgebung?

Die Arbeit unterstreicht, dass die Mitbestimmung, etwa durch das Montan-Mitbestimmungsgesetz, ein wesentlicher Bestandteil der sozialen flankierenden Gesetzgebung in dieser Ära war.

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Details

Title
Die Ausgestaltung der Sozialen Marktwirtschaft in den 50er Jahren. Das Konzept und seine wirtschaftspolitische Umsetzung
College
University of Rostock  (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften)
Course
Grundkurs: Von der Sozialen Marktwirtschaft zur Politik der Neuen Mitte. Staat und Wirtschaftspolitik in der Bundesrepublik Deutschland
Grade
1,0
Author
Christian Schwießelmann (Author)
Publication Year
2000
Pages
23
Catalog Number
V12355
ISBN (eBook)
9783638182638
ISBN (Book)
9783638698504
Language
German
Tags
Soziale Marktwirtschaft/50er Jahre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Schwießelmann (Author), 2000, Die Ausgestaltung der Sozialen Marktwirtschaft in den 50er Jahren. Das Konzept und seine wirtschaftspolitische Umsetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12355
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