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Resilienzförderung in der stationären Jugendhilfe. Wie kann Heimerziehung die Resilienz von Kindern und Jugendlichen fördern?

Title: Resilienzförderung in der stationären Jugendhilfe. Wie kann Heimerziehung die Resilienz von Kindern und Jugendlichen fördern?

Term Paper , 2021 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nele-Marie Schrader (Author)

Social Work - Child and Youth Welfare
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Summary Excerpt Details

In meiner Arbeit möchte ich die Frage klären, ob und inwieweit die stationäre Jugendhilfe die Resilienzförderung von dort betreuten Kindern und Jugendlichen positiv unterstützen kann. Einleitend gebe ich einen kurzen Überblick über die Heimerziehung in ihrer gesetzlichen Grundlage und ihrer Zielgruppe. Anschließend möchte ich die Geschichte des Resilienzbegriffs aufgreifen. Weiterfolgend möchte ich kurz auf das Salutogenesekonzept von Antonovsky und des Weiteren auf die Resilienzmodelle eingehen und diese kurz beleuchten. Nach der Beschreibung der Kauai-Längsschnittstudie von Emmy E. Werner und der Mannheimer Risikostudie gehe ich auf die Schwerpunkte der Resilienzforschung ein. Darauf folgend gehe ich auf die Risiko- und Schutzfaktoren der Resilienz ein. Im vierten Abschnitt beziehe ich mich auf die Förderung von Resilienz in der stationären Jugendhilfe und wie diese umgesetzt werden kann. Ich beende die Hausarbeit mit einem Fazit, in dem ich die gesammelten Informationen zusammenfassen und meine Fragestellung implizit beantworten möchte.

Der Begriff und die Notwendigkeit von Resilienz erfährt im Bereich der Pädagogik, Sozialarbeit und der pädagogischen Psychologie heutzutage immer mehr Anerkennung. Es gibt Erwachsene, die ihre Kindheit trotz Gewalterfahrungen, wie Miss- brauch, Misshandlung, Vernachlässigung, Armut oder Traumata überlebt haben. Entgegen ungünstiger Umstände können sich Kinder und Jugendliche überraschend positiv, kompetent und gesund entwickeln. Dadurch wird die Frage aufgeworfen, wes- halb sie widerstandsfähiger trotz negativer Erfahrungen geworden sind. Kinder und Jugendliche, welche sich in stationären Hilfen zur Erziehung befinden zeigen oft Defizite in ihrer Entwicklung und Bindung auf, da diese bereits in einem jungen Alter unter schwierigen Bedingungen aufgewachsen sind. Voraussetzung für die Aufnahme in stationäre Kinder- und Jugendhilfeangebote sind zum einen die akute Gefährdung des Kindeswohls durch die Herkunftsfamilie, sowie die Eignung und Notwendigkeit der Heimunterbringung, wenn ambulante und teilstationäre Maßnahmen bereits ausgeschöpft worden sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stationäre Jugendhilfe

2.1 Begriffserklärung und gesetzlicher Rahmen

2.2 Zielgruppe der Heimerziehung

3. Resilienz

3.1 Begriffserklärung

3.2 Forschungsstand

3.3 Schwerpunkte der Resilienzforschung

3.4 Salutogonesekonzept nach Antonovsky

3.5 Resilienzmodelle

3.6 Risikofaktoren

3.7 Das Schutzfaktorenkonzept

4. Resilienzförderung in der Heimerziehung

4.1 Unterstützungsmöglichkeiten durch die Heimerziehung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die stationäre Jugendhilfe einen positiven Beitrag zur Resilienzförderung bei Kindern und Jugendlichen leisten kann, die in entsprechenden Einrichtungen untergebracht sind.

  • Grundlagen und Rahmenbedingungen der stationären Jugendhilfe
  • Theoretische Fundierung des Resilienzbegriffs und historischer Forschungsstand
  • Analyse von Schutz- und Risikofaktoren in der kindlichen Entwicklung
  • Bedeutung des Salutogenesekonzepts für pädagogische Kontexte
  • Praktische Möglichkeiten der Resilienzstärkung im Heimalltag

Auszug aus dem Buch

4.1 Unterstützungsmöglichkeiten durch die Heimerziehung

Resilienz beruht nach heutigem Wissensstand auf dem Zusammenspiel von individuellen Möglichkeiten und sozialen Angeboten. Stationäre Jugendhilfe soll Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten, die eigene Persönlichkeit zu stärken und geeignete Handlungskompetenzen zu entwickeln (vgl. Kormann, in Zander M., 2011, S. 482ff.).

Für viele Kinder und Jugendliche ist dabei die Beteiligung der Herkunftsfamilie in das Hilfeplanverfahren eine wichtige Komponente. Dadurch fühlen sie sich ernst genommener und verstanden (vgl. ebd. S. 494ff.). Weitergehend spielt emotional warmes und offenes Erziehungsverhalten eine wichtige Rolle zur Resilienzförderung in der Heimerziehung. Betrachtet man die eigene Biographie, war man in der eigenen Kindheit auf der Suche nach positiven Bindungsmustern, aus denen Wertschätzung und Anerkennung hervorgegangen sind. Viele der Adressat*innen sind hingegen aufgrund problembelasteter Familien oder einem negativen Umfeld in der stationären Jugendhilfe angesiedelt und haben negative Bindungsmuster erlebt. Aufgrund dessen haben sie selten Anerkennung oder Wertschätzung entgegengebracht bekommen, welches zu einem negativen Selbstbild führen kann. Aufgabe von Betreuer*innen in stationären Wohngruppen ist daher, die Kinder und Jugendlichen in ihrer Ganzheit anzunehmen, zu achten und zu respektieren. Gleichzeitig sollten Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen emotional verfügbar für Adressat*innen sein. Dadurch erleben die Adressat*innen sich akzeptiert und verstanden und können, falls dies in der Kindheit nicht erlebt wurde, erste positive Bindungserfahrungen sammeln (vgl. Kormann, in Zander M., 2011, S. 492ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Resilienz ein, erläutert die Ausgangslage in der stationären Jugendhilfe und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2. Stationäre Jugendhilfe: Dieses Kapitel definiert die gesetzlichen Grundlagen gemäß §34 SGB VIII sowie die Zielgruppen und Strukturen von Heimerziehungseinrichtungen.

3. Resilienz: Dieser theoretische Hauptteil umfasst die Begriffsbestimmung, den Forschungsstand, das Modell von Antonovsky sowie die detaillierte Darstellung von Resilienzmodellen, Risiko- und Schutzfaktoren.

4. Resilienzförderung in der Heimerziehung: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Resilienzkonzepte mit konkreten pädagogischen Handlungsmöglichkeiten im Alltag der stationären Jugendhilfe.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die eingangs gestellte Forschungsfrage im Hinblick auf das Potenzial der Heimerziehung.

Schlüsselwörter

Resilienz, Heimerziehung, stationäre Jugendhilfe, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Salutogenese, Kindeswohl, Pädagogik, Bindungstheorie, Ressourcenaktivierung, Resilienzförderung, Sozialarbeit, Entwicklungspsychologie, Hilfeplanverfahren, Selbstwirksamkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Kinder und Jugendliche, die in stationären Einrichtungen leben, in ihrer psychischen Widerstandsfähigkeit (Resilienz) unterstützt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Resilienz, die Analyse von Risikofaktoren, die Wirkungsweise von Schutzfaktoren und die praktischen Methoden der Jugendhilfe zur Förderung dieser Kompetenzen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, inwieweit die stationäre Erziehung durch pädagogische Interventionen die Resilienz der betreuten Adressaten positiv beeinflussen kann.

Welche wissenschaftlichen Grundlagen werden verwendet?

Die Autorin stützt sich auf Längsschnittstudien (wie die Kauai-Studie), Konzepte der klinischen Sozialarbeit, das Salutogenesekonzept nach Aaron Antonovsky und diverse Resilienzmodelle wie das Sieben-Säulen-Modell.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen zu Resilienz und Risikofaktoren geschaffen. Anschließend werden Möglichkeiten wie Partizipation, Beziehungsgestaltung und gezielte Freizeitangebote als konkrete Fördermaßnahmen dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Resilienz, Heimerziehung, Schutzfaktoren, Salutogenese, Ressourcenaktivierung und Bindungserfahrungen.

Welche Rolle spielt die Herkunftsfamilie bei der Resilienzförderung?

Die Beteiligung der Familie am Hilfeplanprozess wird als essenziell hervorgehoben, da sie dem Kind das Gefühl vermittelt, verstanden und beachtet zu werden, was die Akzeptanz der stationären Maßnahme erleichtert.

Wie wirken Humor und Sport als pädagogische Mittel?

Kreative und sportliche Angebote dienen nach Antonovskys Salutogenesekonzept als Mittel gegen Resignation und Stress, da sie Spannungen abbauen und ein positives Selbstkonzept fördern können.

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Details

Title
Resilienzförderung in der stationären Jugendhilfe. Wie kann Heimerziehung die Resilienz von Kindern und Jugendlichen fördern?
College
Cologne University of Applied Sciences
Course
Psychologie Vertiefung
Grade
1,0
Author
Nele-Marie Schrader (Author)
Publication Year
2021
Pages
17
Catalog Number
V1235909
ISBN (PDF)
9783346657183
ISBN (Book)
9783346657190
Language
German
Tags
resilienzförderung jugendhilfe heimerziehung resilienz kindern jugendlichen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nele-Marie Schrader (Author), 2021, Resilienzförderung in der stationären Jugendhilfe. Wie kann Heimerziehung die Resilienz von Kindern und Jugendlichen fördern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1235909
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