Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Gewaltprävention bei Hooligans

Title: Gewaltprävention bei Hooligans

Term Paper , 2008 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Manuela Schimweg (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Ursprung der Bezeichnung Hooligan ist nicht genau eruierbar. Der Begriff wurde erstmals nachweisbar in einer englischen Tageszeitung im Jahre 1898 gebraucht. Damals stand er schon im Zusammenhang mit Alkohol und exzessiver Gewalt auf öffentlichen Plätzen.

Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten der Gewaltpräventation bei Hooligans. Dabei werden folgende Fragen gestellt: nach der Fankategorisierung, der sozialen Herkunft der Hooligans und der Aufbau einer Hooligangruppe; schließlich bisherige Präventationsmodelle ins Auge gefasst wie der Einsatz szenekundiger Beamter, Fanprojekte, Stadionverbote oder Ordnerdienste.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Definitionen

1.1 Definition: „Gewalt“

1.2 Definition: Hooligan

2. Fankategorisierung

3. Die soziale Herkunft der Hooligans

4. Aufbau einer Hooligangruppe:

5. Prävention

5.1 Szenekundige Beamte

5.2 Fanprojekte

5.2.1 Ziele der Fanprojekte

5.2.2 Reelle Wege an diese Ziele zu gelangen

5.3 Stadionverbote

5.4 Ordnerdienste

5.5 Der „gläserne“ Fan

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht das Phänomen des Hooliganismus im Kontext des Fußballs und analysiert verschiedene Strategien der Gewaltprävention. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sowohl repressive Maßnahmen als auch sozialpädagogische Ansätze dazu beitragen können, gewalttätiges Verhalten in der Fanszene einzudämmen oder präventiv zu beeinflussen.

  • Definition und Abgrenzung von Gewalt und Hooliganismus
  • Struktur und Hierarchie innerhalb von Hooligangruppen
  • Soziale Herkunft und Motivation von Hooligans
  • Präventionsstrategien der Polizei und Ordnungsbehörden
  • Die Rolle der Sozialarbeit durch Fanprojekte

Auszug aus dem Buch

4. Aufbau einer Hooligangruppe:

Eine Hooligangruppe besteht aus ungefähr dreißig, in der Regel männlichen Mitgliedern. Hinzu kommen fünfzig bis hundert Mitläufer. Die Alterspanne reicht von fünfzehn bis fünfundvierzig Jahren.

Zu den sogenannten „Harten Kern“ gehören vor allem die achtzehn bis dreiundzwanzig Jährigen. Kennzeichnend für sie ist die strafrechtliche Auffälligkeit, das Tragen von keiner oder wenig Fanbekleidung, der Verzicht auf Drogen vor, währen und direkt nach dem Spiel, sowie die Planung der Angriffe auf gegnerische Gruppierungen. Sie verstehen sich als wirkliche Kämpfer. Hierarchiebildendes Prinzip ist der Erfolg im Kampf und eng damit verknüpft eine entsprechende Szenekarriere. Oben steht, wer lange und erfolgreich dabei ist.

Um diesen Harten Kern scharen sich die „Inszenierer“. Überwiegen sind diese unter 20 Jahre alt und strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten. Im Kampf um Anerkennung in der Hooligangruppe sind sie oft die Ersten die Zuschlagen, denn sie sind noch nicht vollständig etabliert und müssen sich als Nachwuchs noch bewähren.

Eine weitere Gruppe bilden die „Mitläufer“. Sie unterstützen die Hooligangruppe verbal, vermeiden aber dir köperliche Auseinandersetzung. Die Mitläufer sind mehr von der Gefahr fasziniert als, als gewaltbereit anzusehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definitionen: Der Begriff Gewalt wird aus etymologischer und verhaltenswissenschaftlicher Sicht beleuchtet, während die Ursprünge und die historische Entwicklung des Begriffs Hooligan analysiert werden.

2. Fankategorisierung: Es erfolgt eine Unterteilung von Fußballzuschauern in konsumorientierte Fans, fußballzentrierte Fans und erlebnisorientierte Hooligans basierend auf dem Modell von Pilz.

3. Die soziale Herkunft der Hooligans: Dieses Kapitel zeigt auf, dass Hooligans aus verschiedensten sozialen Schichten und Bildungsniveaus stammen, oft jedoch eine klare Trennung zwischen ihrer bürgerlichen Identität und der gewaltbereiten Hooligan-Identität vollziehen.

4. Aufbau einer Hooligangruppe:: Die interne Struktur wird in den „harten Kern“, die „Inszenierer“ und „Mitläufer“ unterteilt, wobei der Erfolg im Kampf als hierarchiebildendes Merkmal dient.

5. Prävention: Es werden die verschiedenen Ebenen der Prävention vorgestellt, die von polizeilichen Repressionen über organisatorische Maßnahmen bis hin zu sozialpädagogischen Fanprojekten reichen.

5.1 Szenekundige Beamte: Die polizeiliche Präventionsarbeit durch Spezialisten, die durch ständige Kontakte Informationen sammeln und als Ansprechpartner fungieren, steht hier im Fokus.

5.2 Fanprojekte: Dieses Kapitel beschreibt die Rolle der Sozialarbeit als präventive Instanz, die darauf abzielt, Jugendliche aus dem Umfeld von Problemgruppen zu lösen und gewaltfreie Konfliktlösungen zu fördern.

5.2.1 Ziele der Fanprojekte: Hier werden die Kernziele definiert, darunter die Eindämmung von Gewalt, die Förderung von Selbstwertgefühl und die Reintegration Jugendlicher in ihre Vereine.

5.2.2 Reelle Wege an diese Ziele zu gelangen: Die praktischen Umsetzungsmethoden der Fanprojekte, wie Streetwork, Bildungsarbeit und die Gestaltung von Freizeitangeboten, werden detailliert aufgeführt.

5.3 Stadionverbote: Die Wirksamkeit von Stadionverboten als Mittel zur Abschreckung und zum Ausschluss gewaltbereiter Personen aus dem Stadionumfeld wird diskutiert.

5.4 Ordnerdienste: Die Sicherheitsaufgaben der Ordner in Stadien, deren Anzahl sich nach der Gefahrenträchtigkeit des Anlasses richtet, werden erläutert.

5.5 Der „gläserne“ Fan: Die kritische Auseinandersetzung mit modernen Zugangskontrollsystemen mittels Chipkarten und der damit verbundenen Datenerfassung bildet den Abschluss.

Schlüsselwörter

Hooliganismus, Gewaltprävention, Fanprojekte, Stadionverbot, Szenekundige Beamte, Fußballfans, Soziale Herkunft, Aggression, Faninitiativen, Sicherheitskonzept, Gewalt, Gruppenstruktur, Sozialpädagogik, Stadionordnung, Überwachung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung und Struktur von Hooligangruppen im Fußballkontext sowie den verschiedenen Ansätzen zu deren Prävention.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Gewalt, die Kategorisierung von Fangruppen, die soziale Herkunft von Hooligans und die verschiedenen Strategien zur Gewaltprävention.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Phänomen Hooliganismus zu schaffen und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Akteure – von Polizei bis Sozialarbeit – auf diese Herausforderung reagieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender soziologischer und pädagogischer Forschungsergebnisse sowie auf polizeiliche Berichte und Konzepte zum Sport und Sicherheit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die soziologische Einordnung von Hooligans, deren interne Gruppenhierarchien und eine detaillierte Analyse präventiver Maßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen Hooliganismus, Prävention, Fanprojekte, Stadionverbot, Gewalt und soziale Herkunft.

Was unterscheidet den „harten Kern“ von den „Mitläufern“?

Während der harte Kern durch aktive Teilnahme an Gewalt und Planung von Auseinandersetzungen definiert ist, unterstützen Mitläufer die Gruppe meist nur verbal und meiden körperliche Konfrontationen.

Warum kritisieren Datenschützer das System des „gläsernen“ Fans?

Die Kritik richtet sich gegen die totale Überwachung durch in Tickets eingearbeitete Chips, da hierbei sensible Daten gesammelt werden, die missbraucht werden könnten.

Welche Rolle spielen Fanprojekte konkret?

Sie dienen als Anlaufstelle für Jugendliche, um soziale Kompetenzen zu stärken, Gewalt abzubauen und durch Bildungs- und Freizeitangebote eine Alternative zum abweichenden Verhalten zu bieten.

Gibt es Prognosen für die zukünftige Entwicklung?

Experten erwarten eine Stagnation in den oberen Ligen, befürchten jedoch eine Verlagerung des Phänomens in untere Ligen, wo Sicherheits- und Präventionsstandards noch geringer ausgeprägt sind.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Gewaltprävention bei Hooligans
College
University of Vechta
Course
Prävention und Intervention
Grade
1,7
Author
Manuela Schimweg (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V123601
ISBN (eBook)
9783668711266
ISBN (Book)
9783668711273
Language
German
Tags
gewaltprävention hooligans
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuela Schimweg (Author), 2008, Gewaltprävention bei Hooligans, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123601
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint