Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Linguistik

Die Metaphorik des Geldes. Nicht für Geld und gute Worte

Titel: Die Metaphorik des Geldes. Nicht für Geld und gute Worte

Hausarbeit , 2018 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marie Sophie Jendrusch (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende linguistische Hausarbeit beschäftigt sich mit der Metaphorik des Geldes und der Fragestellung: Wie steht es um den Stellenwert unseres Geldes – und was verrät uns unsere Sprache darüber?

Im ersten Teil wird beschrieben, was Metaphorik an sich überhaupt ist. Seit der ersten Aristotelischen Definition hat sich eine fast 2500 Jahre anhaltende Debatte über dieses sprachliche Konzept entfaltet, die wohl nie ihren Endpunkt finden wird, da Sprache ohne Metaphern schlichtweg – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht denkbar ist. In der Schule lernen wir: Eine Metapher ist ein Vergleich, nur ohne das Wort ‚wie‛. Diese doch sehr vage Erklärung reduziert die Metapher auf eine reine rhetorische Stilfigur: Zwei Wörter werden durch eine bildliche Gleichsetzung aufeinander bezogen, vielleicht sogar tatsächlich miteinander gleichgesetzt. Dass allerdings Ausdrücke wie ‚Geld abheben‛, es ‚auf der Bank liegen lassen‛ oder andere Phrasen, die wir in unserer Alltagssprache benutzen, ebenfalls Metaphern sind, ist uns meist überhaupt nicht klar.

Sprache ist ein menschliches, kulturelles Phänomen und als solches durch unsere jeweilige Kultur geprägt. In der Betrachtung bestimmter sprachlicher Ausdrucksweisen kann also stets auch auf kulturelle Hintergründe, welche die Entwicklung dieser Ausdrücke begünstigt haben, geschlossen werden. Die Art, wie wir über Geld sprechen, gibt uns also ebenfalls Hinweise auf den gesellschaftlichen Stellenwert unseres Geldes.

Die zentrale Fragestellung der vorliegenden Hausarbeit lautet: Welche Metaphern benutzen wir im Zusammenhang mit dem Konzept ‚Geld‛ und was sagt dies über den Stellenwert, den wir damit unserem Geld beimessen, aus?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Metaphorik?

3. Die Metaphorik des Geldes und was sie uns über den Stellenwert unseres Geldes verrät

3.1 „[W]eil es nichts und alles ist“ – Geld als Metapher selbst

3.2 Der Groschen ist gefallen – Sprichwörter und Redewendungen

3.3 Geldgeile Geldsäcke – Die Geldmetaphorik der Alltagssprache

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Metaphorik des Geldes in der deutschen Sprache, um den gesellschaftlichen Stellenwert von Geld zu analysieren. Dabei wird erforscht, welche sprachlichen Konzepte wir nutzen, um das abstrakte Phänomen "Geld" greifbar zu machen und welche Rückschlüsse dies auf unser Verständnis von ökonomischen und sozialen Werten zulässt.

  • Grundlagen der Metapherntheorie (Substitutionstheorie und Interaktionstheorie)
  • Die begriffliche Konzeption von Geld als "nichts und alles"
  • Sprichwörter und Redewendungen als Träger wirtschaftlicher Werte
  • Die Rolle von Alltagssprache bei der Konkretisierung abstrakter Finanzkonzepte
  • Kulturelle Prägung und Wertung von Geldmetaphern

Auszug aus dem Buch

Die Metaphorik des Geldes und was sie uns über den Stellenwert unseres Geldes verrät

In diesem Kapitel soll Geldmetaphorik aus drei verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Im ersten Schritt soll Geld selbst als Metapher beleuchtet werden, woraufhin dann Sprichwörter und Redewendungen zum Thema Geld zum Gegenstand der Untersuchung werden. Abschließend soll die Metaphorik des Geldes in der Alltagssprache herauskristallisiert werden, da wir hier oft mit einer Art Metaphorik kommunizieren, die wir selbst gar nicht als Metaphorik wahrnehmen. Debatin (2005) nennt dies ‚tote‘ oder ‚erloschene‘ Metapher (In: Fischer (Hrsg.) 2005, 33). Dies wird im Folgenden detaillierter erläutert und untersucht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie durch die Analyse der Geldmetaphorik Rückschlüsse auf den gesellschaftlichen Stellenwert des Geldes gezogen werden können.

2. Was ist Metaphorik?: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen der Metapherntheorie, insbesondere die Substitutionstheorie und die Interaktionstheorie.

3. Die Metaphorik des Geldes und was sie uns über den Stellenwert unseres Geldes verrät: Das Kernkapitel beleuchtet Geld aus verschiedenen Blickwinkeln, von der Eigenschaft des Geldes als abstraktes Konzept bis hin zur alltäglichen Verwendung in Sprichwörtern und Redewendungen.

3.1 „[W]eil es nichts und alles ist“ – Geld als Metapher selbst: Hier wird diskutiert, dass Geld selbst als Metapher fungiert, da es ein komplexes, immaterielles Konzept ist, das erst durch gesellschaftliches Vertrauen Wert erhält.

3.2 Der Groschen ist gefallen – Sprichwörter und Redewendungen: Dieses Unterkapitel analysiert das Vorkommen von Geld in gängigen Sprichwörtern und zeigt auf, wie diese die Wertung von Quantität und Erfolg konzeptionell verarbeiten.

3.3 Geldgeile Geldsäcke – Die Geldmetaphorik der Alltagssprache: Das Kapitel untersucht, wie durch alltägliche Begriffe und industrielle oder landwirtschaftliche Metaphern das abstrakte Geldwesen in der Sprache konkretisiert wird.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass die Metaphorik des Geldes tief in unserer Kultur verwurzelt ist und als Indikator für unseren Umgang mit Werten dient.

5. Literaturverzeichnis: Hier werden alle in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Werke aufgelistet.

Schlüsselwörter

Geld, Metaphorik, Sprichwörter, Redewendungen, Alltagssprache, Substitutionstheorie, Interaktionstheorie, Stellenwert, Wertung, Kultur, Abstraktion, Konkretisierung, Finanzkonzept, Sprachgebrauch, Kognitive Metaphern

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die linguistische Metaphorik rund um das Thema Geld und analysiert, wie diese Sprachbilder unseren gesellschaftlichen und kulturellen Umgang mit dem Phänomen Geld sowie dessen Stellenwert widerspiegeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Definition von Metaphern, der Untersuchung von Redewendungen und Sprichwörtern im wirtschaftlichen Kontext sowie der Analyse alltagssprachlicher Ausdrücke für Geld.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzudecken, welche spezifischen Metaphern wir verwenden, um das abstrakte Konstrukt "Geld" zu verstehen, und was diese Metaphern über die Bedeutung aussagen, die wir unserem Geld zuschreiben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es erfolgt eine deskriptiv-analytische Untersuchung, bei der einschlägige Theorien der Metaphorik, wie die Substitutionstheorie und die Interaktionstheorie, auf Korpusbeispiele aus der Alltagssprache und gängige Sprichwörter angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Perspektiven: Geld als Metapher an sich, die Verwendung von Geld in Sprichwörtern und die explizite (oft abwertende) Metaphorik der Alltagssprache in Bezug auf den Erwerb und Besitz von Geld.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Geldmetaphorik, kulturelle Prägung, kognitive Modelle, Wertwahrnehmung und die alltägliche Konkretisierung abstrakter Konzepte.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen "toten" und aktiven Metaphern?

Die Arbeit folgt dem Ansatz, dass alltägliche, routinierte Ausdrücke wie "Geld anlegen" oder "jemandem Geld leihen" aufgrund ihrer hohen Konventionalisierung (tote Metaphern) oft nicht mehr bewusst als Metaphern wahrgenommen werden, im Gegensatz zu frischeren Bildschöpfungen.

Welche Rolle spielt die Quantität bei der Bewertung von Geldmetaphern?

Die Analyse zeigt, dass in der deutschen Sprache eine hohe Quantität von Geld fast ausnahmslos positiv bewertet wird, während der Mangel oder die Gier danach häufig negativ besetzt sind, was den Stellenwert von Reichtum als erstrebenswertes Ziel unterstreicht.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Metaphorik des Geldes. Nicht für Geld und gute Worte
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Germanistik)
Veranstaltung
Sprache und Geld
Note
1,0
Autor
Marie Sophie Jendrusch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V1236061
ISBN (PDF)
9783346658098
ISBN (Buch)
9783346658104
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geld Linguistik Pekunialinguistik Metaphorik Metapher Sprichwörter Redewendungen Alltagssprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie Sophie Jendrusch (Autor:in), 2018, Die Metaphorik des Geldes. Nicht für Geld und gute Worte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1236061
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum