Diese Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit dem Thema Plastik und geht der Frage „Wie können wir nachhaltiger mit Plastik umgehen und dabei überflüssigen Müll vermeiden?“ nach. Da Plastik einen großen Einfluss auf unsere Umwelt, die Gesundheit und den Klimawandel hat, sollten die SchülerInnen schon frühzeitig mit den Folgen und daraus entstehende Probleme aufgeklärt werden.
Wenn wir das Wort Plastik hören, dann kann jeder damit etwas anfangen. Plastik ist ein ständiger Begleiter unseres Alltages und in vielen Bereichen gar nicht mehr wegzudenken. Plastik ist somit ein großer Bestandteil unseres Lebens, da es praktisch und vielseitig ist. Jeder kennt es, morgens auf dem Weg zur Arbeit noch einen Kaffee, in der Mittagspause schnell etwas zum Essen aus dem Lieblingsrestaurant und das Handy ständig am Körper, wir tragen Plastik also ständig mit uns herum. Aber so praktisch und vielseitig wie es uns auch erscheinen mag, stellt es für unsere Gesundheit und die Umwelt ein ziemliches Problem dar. Plastik ist ein schwer abbaubares Produkt, da es nicht wie andere Produkte verrottet und noch viele Jahre nach der Herstellung auf der Erde wiederzufinden ist.
Auch im Meer findet sich immer eine große Menge an Plastik wieder und stellt für die Lebewesen schlimme bis tödliche Folgen dar. Dadurch, dass die Lebewesen im Meer kleinste Plastikteilchen fressen und zu sich nehmen und diese durch die Nahrungskette dann in den menschlichen Körper gelangen, stellt Plastik somit für uns Menschen auch ein großes gesundheitliches Problem dar. Dabei ist es teilweise gar nicht so schwer, den eigenen Plastikkonsum zu reduzieren und auf nachhaltige und langwierige Alternativen umzusteigen. Zum Beispiel findet man auf der Seite des „World Wide Fund for Nature“ (kurz: WWF) viele verschiedene Tipps zum Vermeiden von Plastikmüll. Denn wenn jeder erst einmal bei sich selbst anfängt und versucht, seinen eigenen Konsum zu reduzieren, kann man der Welt und dem überflüssigen Plastikkonsum schon mal positiv entgegenwirken.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sachanalyse zur Urteilsfrage
2.1. Problem
2.2. Auseinandersetzung
2.3. Entscheidung
2.4. Reaktion bzw. Folge
2.5. Mögliche neue Probleme
3. Didaktisch-Methodische Erläuterungen zur Sequenzplanung
3.1 Bezug zum Rahmenlehrplan Berlin
3.2 Begründung der ausgewählten Methoden und Medien
4. Fazit
5. Quellenverzeichnis
5.1. Internetquellen
5.2. Literaturquellen
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, das komplexe Thema Plastikkonsum im Kontext einer Unterrichtseinheit didaktisch aufzubereiten, um bei Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für nachhaltigen Konsum und die ökologischen Folgen von Plastikmüll zu schaffen.
- Sachanalyse des Plastikproblems anhand des Politikzyklus
- Didaktische Begründung der Unterrichtssequenz und Methodenwahl
- Förderung der politischen Urteilskompetenz
- Reflexion über nachhaltige Alternativen und den eigenen Lebensalltag
Auszug aus dem Buch
2.1. Problem
In Deutschland produzieren wir jährlich über 6 Millionen Tonnen Plastikmüll und recyceln viel zu wenig. Pro Kopf verbraucht ein Mensch ca. 200 Kilogramm Plastik jährlich. Das liegt laut Politik weit über dem Normalwert des Plastikverbrauches pro Kopf und stellt am Ende sowohl für die Umwelt, die Meere als auch für uns eine große Bedrohung dar. (vgl. NABU, o.D.)
Es ist an der Zeit etwas zu ändern und nachhaltige Alternativen zu verwenden. Seit dem 3. Juli 2021 gilt ein deutschlandweites Einweg Plastikverbot. Das bedeutet, dass z.B. Plastikgeschirr, Wattestäbchen aus Kunststoff und Strohhalme nicht mehr hergestellt werden dürfen. Natürlich ist es bequem und praktisch, wenn man z.B. die Verpackungen nach dem Take away Essen wegschmeißen kann, jedoch verursachen wir dadurch zu viel Müll, welcher dann oftmals im Park oder am Strand liegen bleibt. Dieser muss dann extra beseitigt werden oder landet im schlimmsten Fall im Gewässer und stellt damit eine große Bedrohung für dort lebende Lebewesen dar. Umweltfreundlicher und nachhaltiger wäre es deshalb auf alle Fälle, wenn wir Produkte öfters verwenden, anstatt sie nach jedem Gebrauch im Müll zu entsorgen. (vgl. Die Bundesregierung, 04.Juli.2021)
Das würde nicht nur nachhaltiger sein und Müll einsparen, sondern auch einen enormen Einfluss auf die Umwelt haben. Schauen wir uns einmal unsere Meere an, diese leiden sichtbar unter der Belastung des Plastikmülls, denn ca.10 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jährlich im Meer. Dadurch das Plastik schwer zersetzt bar ist, kann es bis zu 450 Jahre dauern, bis sich das Plastik abgebaut hat. (vgl. NABU, 05/2021)
Die Überreste des Plastiks, welche ins Meer gelangen, stellen für die Lebewesen eine große Bedrohung dar. Mehrere Tausend Tiere verenden so qualvoll an den Überbleibseln des Plastiks oder verfangen sich in alten Netzen und verletzten oder sterben an den Folgen der Befreiung. (vgl. NABU, 05/2021)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit von Plastik sowie die damit verbundenen Umwelt- und Gesundheitsrisiken und begründet die Relevanz des Themas für den Schulunterricht.
2. Sachanalyse zur Urteilsfrage: Dieses Kapitel analysiert das Plastikproblem systematisch anhand der fünf Phasen des Politikzyklus, von der Problemidentifikation bis hin zu entstehenden Folgeproblemen durch alternative Lösungen.
3. Didaktisch-Methodische Erläuterungen zur Sequenzplanung: Hier wird der Bezug zum Berliner Rahmenlehrplan hergestellt und die Wahl spezifischer Unterrichtsmethoden wie Talkshows und Vision Boards zur Kompetenzförderung begründet.
4. Fazit: Das Fazit fasst die persönlichen Erkenntnisse der Autorin zusammen und betont die Notwendigkeit, bereits die junge Generation für einen nachhaltigeren Plastikumgang zu sensibilisieren.
5. Quellenverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Internet- und Literaturquellen zur Fundierung der Sachanalyse und didaktischen Arbeit.
Schlüsselwörter
Plastikmüll, Nachhaltigkeit, Umweltverschmutzung, Einweg-Plastikverbot, Politikzyklus, Unterrichtseinheit, Didaktik, Urteilskompetenz, Mikroplastik, Meere, Artensterben, ökologischer Fußabdruck, Konsumverhalten, Reflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Problemstellung, wie ein nachhaltigerer Umgang mit Plastik im Alltag und in der Gesellschaft gefördert werden kann, eingebettet in eine didaktische Konzeption für den Unterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Umweltauswirkungen von Plastik, die politische Auseinandersetzung mit Plastikverboten sowie die methodische Vermittlung dieser komplexen Inhalte an Schülerinnen und Schüler.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit zielt darauf ab, durch eine systemische Sachanalyse und einen zugehörigen Unterrichtsentwurf Antworten auf die Frage zu finden, wie Schülerinnen und Schüler für das Thema Plastikvermeidung sensibilisiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Zur Strukturierung der Sachanalyse wurde das methodische Verfahren des "Politikzyklus" genutzt, um die Problematik und die politischen Lösungsansätze systematisch zu beleuchten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Sachanalyse der Urteilsfrage anhand verschiedener politischer Kategorien sowie eine didaktische Herleitung des Unterrichtsentwurfs inklusive Verweisen auf den Berliner Rahmenlehrplan.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wichtige Schlagworte sind Plastikmüll, Nachhaltigkeit, politische Urteilskompetenz, Didaktik, Umwelt- und Meeresschutz sowie Konsumverhalten.
Warum spielt der Politikzyklus eine so zentrale Rolle für die Analyse?
Er dient als strukturelles Werkzeug, um das Plastikproblem nicht nur als Umweltaspekt, sondern als gesellschaftlich-politischen Entscheidungsprozess abzubilden, der Interessen von Herstellern, Konsumenten und der Politik vereint.
Welcher Stellenwert kommt den genannten Vision Boards im Unterrichtsentwurf zu?
Vision Boards dienen als kreative Anwendungsphase, in der die Schülerinnen und Schüler ihre erlernten Erkenntnisse und Lösungsansätze reflektieren, visualisieren und festigen können.
- Arbeit zitieren
- Patricia Schubert (Autor:in), 2022, Unterrichtseinheit zum Thema nachhaltiger Umgang mit Plastik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1236083