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Didaktik in historischer Perspektive:

Eine Auseinandersetzung mit der Klassischen Deutschen Berufsbildungstheorie

Title: Didaktik in historischer Perspektive:

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Hdl. Erna Müller (Author)

Pedagogy - History of Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Georg Kerschensteiner und Eduard Spranger gehören zu den zentralen Gestalten der pädagogischen
Reformbewegung, die Anfang des 20. Jahrhunderts die pädagogische Praxis und
Theorie sowohl in Deutschland als auch weltweit nachhaltig umgestalteten.1 Aus der historischen
Notwendigkeit heraus reicht nach Georg Kerschensteiner das "Alte", d. h. die alte Bildung
nicht mehr aus, das Schulsystem des 19. Jahrhunderts muss reformiert werden. Die Geschichte
dieser reformpädagogischen Idee, d. h. die grundlegende Reformierung des beruflichen
Schulwesens, wird immer noch als eine lineare Erfolgsgeschichte angesehen, denn die
herausragenden Leistungen der beiden Pädagogen sind auch heute noch in der beruflichen
Bildung, besonders im dualen System zu erkennen. Damit etablierte sich die Berufsschule als
zweite Säule im dualen System der Berufsbildung und Georg Kerschensteiner ging als „Vater
der Berufsschule“2 in die Geschichte ein.
Die Aufgabe meiner Hausarbeit soll es nun sein, die Klassische Deutsche Berufbildungstheorie,
die auch als klassische Berufsbildungstheorie Kerschensteiner-Sprangerscher Prägung
bezeichnet wird3, vom historischen Kontext her zu betrachten. Zunächst sollen die Bildungssituation
und die Missstände, die vor der Reform Georg Kerschensteiners herrschen, beleuchtet
werden. Des Weiteren soll der Begriff der Klassischen Deutschen Berufsbildungstheorie erläutert
und die Ansichten der beiden Pädagogen Georg Kerschensteiner und Eduard Spranger
herausgearbeitet werden, um dann die Frage zu klären, ob die Ansätze dieser beiden Pädagogen
in die heutige Zeit übertragbar sind, ob diese in den beruflichen Schulen noch Anwendung
finden, bzw. inwiefern ihre entwickelte Berufsbildungstheorie darüber hinaus für die
heutige und zukünftige Berufs- und Wirtschaftspädagogik insgesamt noch von Bedeutung ist.
Damit soll in einem letzten Kapitel der Blick auf die heutige Situation an den berufsbildenden
Schulen fallen. Kurz zusammengefasst lautet die Frage: "Wie haben sich die Ideen Georg
Kerschensteiners und Eduard Sprangers entwickelt und gelten diese Ansätze heute noch?"

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Historischer Hintergrund

2.1 Bildungssituation im 19. Jahrhundert

2.2 Kritik an der allgemeine Fortbildungsschule

3. Die Klassische Deutsche Berufsbildungstheorie

3.1 Berufsbildungstheorie - Entstehungsvoraussetzungen und Grundzüge

3.2 Georg Kerschensteiner (1854 - 1932)

3.2.1 Biographie

3.2.2 Konzepte/Reformen Georg Kerschensteiners

3.2.2.1 "Staatsbürgerliche Erziehung der deutschen Jugend"

3.2.2.2 Kerschensteiners Theorie der Arbeitsschule

3.2.2.3 Berufsbildung oder Allgemeinbildung

3.3 Eduard Spranger (1882 - 1963)

3.3.1 Biographie

3.3.2 Berufsbildung und Allgemeinbildung

3.4 Kerschensteiner und Spranger im Vergleich

4. Die Klassische Deutsche Berufsbildungstheorie in heutigem Kontext

4.1 Aktuelle Diskussion der Berufsbildungstheorie

4.2 Umsetzung an Hand eines Beispiels in der beruflichen Schule

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die Relevanz der "Klassischen Deutschen Berufsbildungstheorie" nach Georg Kerschensteiner und Eduard Spranger für das moderne berufliche Schulwesen. Dabei wird analysiert, inwieweit deren Ansätze zur Integration von Allgemein- und Berufsbildung in das aktuelle, kompetenzorientierte Lernfeldkonzept übertragbar sind und welche Bedeutung sie für die Gestaltung zukunftsorientierter Bildungswege im dualen System haben.

  • Historische Genese und gesellschaftlicher Kontext der Berufsbildungstheorie.
  • Pädagogische Ansätze und Reformkonzepte von Kerschensteiner und Spranger.
  • Vergleich der theoretischen Positionen und deren Einfluss auf die Berufsschulentwicklung.
  • Analyse der Übertragbarkeit klassischer Konzepte in den heutigen, handlungsorientierten Lehrplan.
  • Diskussion aktueller bildungspolitischer Herausforderungen im dualen System.

Auszug aus dem Buch

3.2.2.1 "Staatsbürgerliche Erziehung der deutschen Jugend"

„Nicht die Schule allein, sondern Teilnahme an den Angelegenheiten des Ganzen ist der sicherste Weg zur Vollendung der geistigen und sittlichen Entwicklung eines Volkes.“ (Karl von Stein)30

Die Grundzüge der staatsbürgerlichen Erziehung können nur durch eine Schulreform gesichert werden.31 Dabei soll natürlich Wissen vermittelt werden, welches auch Gesetzeskunde, Bürgerkunde, Volkswirtschaftslehre, Verfassungskunde, die Lehre von Rechten und Pflichten des Bürgers und vor allem die Lehre von den Aufgaben und Einrichtungen des Staates mit einschließt.32 „Staatsbürgerliche Erziehung ist Charaktererziehung, und zwar eine Charaktererziehung, die den Menschen in den gewollten Dienst der Gemeinschaft stellt. Und dieser Dienst soll von dem Streben geleitet sein, die Entwicklung des gegebenen Staates dahin zu führen, daß seine Machtbefugnisse nicht immer mehr und immer notwendiger, sondern immer überflüssiger werden. Ohne eine gründliche Reform unserer Schulen in der Richtung von Institutionen für systematische Charakterbildung werden unsere Maßnahmen für staatsbürgerliche Erziehung von durchaus kümmerlichem Erfolge begleitet sein“.33 Somit bildet die Schrift Georg Kerschensteiners zur "Staatsbürgerlichen Erziehung" das Gründungsdokument der obligatorischen Fortbildungsschule.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einleitung in die Bedeutung der pädagogischen Reformbewegung um 1900 und die zentrale Fragestellung nach der Aktualität von Kerschensteiners und Sprangers Ansätzen.

2. Historischer Hintergrund: Darstellung der Bildungssituation im 19. Jahrhundert, geprägt durch den Gegensatz von Allgemein- und Berufsbildung sowie die Unzulänglichkeit der damaligen Fortbildungsschulen.

3. Die Klassische Deutsche Berufsbildungstheorie: Systematische Aufarbeitung der Entstehung und der wesentlichen Konzepte von Georg Kerschensteiner und Eduard Spranger.

4. Die Klassische Deutsche Berufsbildungstheorie in heutigem Kontext: Untersuchung der Übertragbarkeit klassischer Bildungsideale auf moderne Konzepte wie das Lernfeldkonzept in der heutigen Berufsschulpraxis.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der dauerhaften Bedeutung der Konzepte und Reflexion über zukünftige Herausforderungen im beruflichen Bildungswesen.

Schlüsselwörter

Berufsbildungstheorie, Georg Kerschensteiner, Eduard Spranger, Berufsschule, duales System, Reformpädagogik, Staatsbürgerliche Erziehung, Arbeitsschule, Allgemeinbildung, Lernfeldkonzept, Handlungsorientierung, Berufsfachliche Kompetenz, berufliche Bildung, Bildungstheorie, Selbstorganisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entstehung und die inhaltliche Ausgestaltung der „Klassischen Deutschen Berufsbildungstheorie“ anhand der einflussreichen Pädagogen Georg Kerschensteiner und Eduard Spranger.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des Berufsschulwesens, die Verzahnung von Allgemein- und Berufsbildung, die Konzepte der „Arbeitsschule“ sowie deren Auswirkungen auf heutige Lehrpläne.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu ergründen, wie sich die Ideen von Kerschensteiner und Spranger entwickelt haben und ob diese klassischen Ansätze im Kontext aktueller Reformen der beruflichen Bildung noch Gültigkeit besitzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte, theoretisch-analytische Methode, um historische bildungspädagogische Quellen auszuwerten und auf moderne Anwendungskontexte in der Schule zu übertragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Anfänge, eine vertiefte Darstellung der Theorien Kerschensteiners und Sprangers sowie eine Untersuchung aktueller Bildungspläne (Lernfeldkonzept).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Berufsbildungstheorie, duales System, Arbeitsschule, Handlungsorientierung, Allgemeinbildung und Kompetenzentwicklung sind zentrale Begriffe.

Warum wird Kerschensteiner als „Vater der Berufsschule“ bezeichnet?

Er hat durch seine Reformen die damals unzureichende Fortbildungsschule in eine didaktisch fundierte Pflichtschule transformiert, die berufliche Erziehung mit staatsbürgerlicher Bildung verband.

Inwiefern unterscheidet sich Sprangers Ansatz von dem Kerschensteiners?

Während Kerschensteiner die berufliche Bildung als direkten Zugang zur Allgemeinbildung wertete, betrachtete Spranger die Berufsbildung eher als notwendige Entwicklungsphase innerhalb eines dreistufigen Bildungsprozesses.

Wie findet das Lernfeldkonzept heute Anwendung?

Moderne Lehrpläne nutzen das Lernfeldkonzept, um fachliche, methodische und soziale Kompetenzen anhand realer betrieblicher Handlungssituationen zu vermitteln, anstatt nur nach Fächern zu unterrichten.

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Details

Title
Didaktik in historischer Perspektive:
Subtitle
Eine Auseinandersetzung mit der Klassischen Deutschen Berufsbildungstheorie
College
University of Constance
Course
Hauptseminar: „Didaktische Konzepte und Theorien“
Grade
1,3
Author
Dipl.-Hdl. Erna Müller (Author)
Publication Year
2007
Pages
27
Catalog Number
V123625
ISBN (eBook)
9783640281541
ISBN (Book)
9783640284436
Language
German
Tags
Didaktik Perspektive Hauptseminar Konzepte Theorien“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Hdl. Erna Müller (Author), 2007, Didaktik in historischer Perspektive:, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123625
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