Der Auszubildende soll nach dieser Unterweisung selbständig in der Lage sein, Widerstandswerte und Toleranzangaben anhand der aufgebrachten Farbkodierung nach DIN IEC 62 zu ermitteln.
Inhaltsverzeichnis der Unterweisung
Praktischer Teil der Prüfung zum Nachweis berufs- und arbeitspädagogischer Qualifikation
Situation
Lernziele
Einstufung in den Ausbildungsrahmenplan
Richtziel
Grobziel
Feinziel
Didaktik
Methodik
1. Stufe - Vorbereitung
2. Stufe – Vormachen und Erklären
Kodierung
Leserichtung
Vorgehen
3. Stufe – Nachmachen und erklären lassen
4. Stufe – Eigenständiges Üben
Übungsaufgaben
Farbkodierungstabelle
Lösungen der Übungsaufgabe
Zielsetzung & thematische Schwerpunkte
Das primäre Ziel dieser Unterweisung ist es, Auszubildenden zum Elektroniker die Kompetenz zu vermitteln, Widerstandswerte und Toleranzangaben von Bauteilen mittels der standardisierten Farbkodierung nach DIN IEC 62 selbstständig zu bestimmen.
- Grundlagen der Farbkodierung bei Widerständen (4-, 5- und 6-Ring-Systeme)
- Methodische Vorgehensweise zur korrekten Leserichtung bei Bauteilen
- Anwendung der 4-Stufen-Methode in der praktischen Ausbildung
- Systematische Dekodierung von Widerstandswerten
- Praktische Erfolgskontrolle durch Übungsaufgaben
Auszug aus dem Buch
Vorgehen
Was ist zu tun: Widerstand in Leseposition bringen. Wie wird es getan: Leserichtung feststellen und Widerstand dementsprechend ausrichten. Warum wird es so getan: Wir sind die Leserichtung von links nach rechts gewohnt. Entsprechend werden so mögliche Fehlerquellen minimiert.
Was ist zu tun: Anzahl der Ringe ermitteln. Wie wird es getan: Zählen. Warum wird es so getan: Je nachdem wie viele Ringe vorhanden sind, wird entsprechend umgewandelt. Nur so kommt man zum richtigen Wert.
Was ist zu tun: Farbkodierung in Zahlenwerte umwandeln. Wie wird es getan: Entsprechend der vorangegangenen Tabelle werden die Werte dekodiert. Warum wird es so getan: Die Farbkodierung ist genormt.
Was ist zu tun: Toleranzklasse ermitteln. Wie wird es getan: Entsprechend der vorangegangenen Tabelle werden die Werte dekodiert. Warum wird es so getan: Die Farbkodierung ist genormt.
Was ist zu tun: Ggf. Temperaturkoeffizient ermitteln. Wie wird es getan: Entsprechend der vorangegangenen Tabelle werden die Werte dekodiert. Warum wird es so getan: Die Farbkodierung ist genormt.
Zusammenfassung der Kapitel
Situation: Einführung in die Ausgangslage der Auszubildenden im 1. Ausbildungsjahr und Begründung der notwendigen Bauteilkenntnisse.
Lernziele: Definition der fachlichen Anforderungen im Rahmen des Ausbildungsrahmenplans inklusive Richt-, Grob- und Feinziele.
Didaktik: Empfehlungen zur Gestaltung des Unterweisungstempos, zur Interaktion mit den Teilnehmern und zur methodischen Pausengestaltung.
Methodik: Darstellung des Ablaufs der 4-Stufen-Methode zur praktischen Vermittlung der Farbkodierungs-Logik.
1. Stufe - Vorbereitung: Initialphase der Unterweisung inklusive Begrüßung, Motivation durch Musterbauteile und Lernzielvorstellung.
2. Stufe – Vormachen und Erklären: Fachliche Vermittlung der Kodierungssysteme, Leserichtungsbestimmung und das methodische Vorgehen bei der Widerstandsmessung.
3. Stufe – Nachmachen und erklären lassen: Aktive Anwendung durch den Auszubildenden unter didaktischer Begleitung und Fehlerkorrektur.
4. Stufe – Eigenständiges Üben: Vertiefung der erworbenen Fertigkeiten durch Aufgabenblätter und anschließende Erfolgskontrolle.
Übungsaufgaben: Zusammenstellung praktischer Übungen zur Bestimmung von Widerstandswerten bei verschiedenen Ring-Kombinationen.
Farbkodierungstabelle: Referenzmaterial für die Umrechnung von Farbringen in Ohm-Werte, Toleranzklassen und Temperaturkoeffizienten.
Lösungen der Übungsaufgabe: Abschließende Tabelle zur Kontrolle der erzielten Ergebnisse aus den Übungsaufgaben.
Schlüsselwörter
Widerstand, Farbkodierung, 4-Stufen-Methode, Elektroniker, DIN IEC 62, Ausbildungsunterweisung, Widerstandswert, Toleranzklasse, Temperaturkoeffizient, Lehrwerkstatt, Bauteilkennzeichnung, elektrische Grundgrößen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterweisung grundlegend?
Die Arbeit dient als praktischer Nachweis für die berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation und behandelt die korrekte Ermittlung von Widerstandswerten.
Welche Themenfelder stehen dabei im Mittelpunkt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Dekodierung von Farbmarkierungen an zylindrischen Widerständen sowie der korrekten Anwendung normierter Tabellenwerke.
Was ist das primäre Ziel der Lernveranstaltung?
Der Auszubildende soll nach der Unterweisung in der Lage sein, Widerstandswerte sowie die zugehörige Toleranzklasse eigenständig nach DIN IEC 62 zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Vermittlung eingesetzt?
Es wird die klassische 4-Stufen-Methode angewandt, die sich in Vorbereitung, Vormachen, Nachmachen und eigenständiges Üben unterteilt.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Unterweisung behandelt?
Der Hauptteil erläutert die technischen Kodierungssysteme mit 4, 5 oder 6 Ringen, die Bestimmung der Leserichtung und das methodische Vorgehen bei der Umrechnung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Widerstandsermittlung, Farbkodierung, DIN IEC 62 und Ausbildereignungsprüfung.
Wie unterscheidet sich die Leserichtung bei Widerständen?
Die Leserichtung wird entweder durch einen größeren Abstand zum letzten Ring oder durch die Platzierung der Ringe außerhalb der Mitte markiert.
Welche Rolle spielt der Temperaturkoeffizient in der Farbkodierung?
Bei Bauteilen mit 6 Ringen gibt der letzte Ring zusätzlich die Klassifizierung des Temperaturkoeffizienten an, um die thermische Stabilität des Widerstandes zu definieren.
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- Michael Maurer (Author), 2009, Widerstandsermittlung anhand der Farbkodierung (Unterweisung Industrieelektroniker / -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123630