Zentraler Ausgangspunkt dieser Seminararbeit ist die Darstellung und der analytische Vergleich zweier Ansätze und die Ausarbeitung von Chancen und Schwächen der beiden Konzepte. Zu Beginn wird der Begriff des Shareholder Value Management eingeordnet und die Grundlagen des Ansatzes erklärt, welche abschließend mit einer kritischen Betrachtung endet. Dem gegenüber wird der Stakeholder Value Management Ansatz erklärt und differenziert betrachtet. Nachfolgend werden die Chancen und Schwächen in einer Gegenüberstellung dargestellt, woraufhin eine Bewertung der Diskussion und eine Handlungsempfehlung folgen. Die Arbeit endet mit einem kritischen Fazit und Ausblick, inwiefern welcher Managementansatz für Unternehmen als zukunftsweisend gilt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen des Shareholder Value Management
2.1 Grundlagen des Models
2.2 Kritische Betrachtung des Shareholder Value
3 Theoretische Grundlagen des Stakeholder Value Management
3.1 Grundlagen des Models
3.2 Kritische Betrachtung des Stakeholder Value
4 Chancen und Schwächen
4.1 Gegenüberstellung der zwei Ansätze
4.2 Bewertung und Handlungsempfehlung
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Managementansätze Shareholder Value und Stakeholder Value theoretisch darzustellen, kritisch zu beleuchten und anhand einer Gegenüberstellung ihre jeweiligen Chancen und Schwächen zu analysieren, um Handlungsempfehlungen für eine zukunftsorientierte Unternehmensführung abzuleiten.
- Grundlagen und theoretische Fundierung des Shareholder Value Management
- Kritische Analyse der Shareholder-Orientierung
- Grundlagen und theoretische Fundierung des Stakeholder Value Management
- Kritische Analyse der Stakeholder-Orientierung
- Vergleichende Bewertung beider Managementkonzepte im Hinblick auf Unternehmensführung
Auszug aus dem Buch
2.1 Grundlagen des Models
Die erste wissenschaftliche Grundlage zu diesem Ansatz lieferte Rappaport in seinem 1986 veröffentlichten Buch "Creating Shareholder Value" Dort beschreibt er, dass dieses Konzept als neuer Maßstab für Unternehmensleistungen zu betrachten sei. Die Begrifflichkeit des Shareholders lässt sich sinngemäß mit Anteilseigner übersetzen. Ziel des Shareholder Value Managements ist es den Wert des Eigenkapitals zu maximieren. Hinsichtlich dieser Betrachtungsweise kann der Shareholder Value allgemein auch als Marktwert in Aktien dargestellten Unternehmensvermögens gesehen werden. Somit dient das Konzept des Shareholder Value Managements zur Maximierung des Eigentümervermögens, welches durch Aktien widergespiegelt wird.
Durch Ihre Eigenkapitalgeber werden den Aktiengesellschaften monetäre Mittel zur Verfügung gestellt. Durch diese Investments sollen die wirtschaftlichen Prozesse des Unternehmens weiter aufrecht erhaltet werden. Diese Unternehmensführungsstrategie richtet sich ausschließlich an die ökonomischen Interessen der Shareholder. Das Ziel der Unternehmensstrategie ist also die Steigerung des eingesetzten Eigenkapitalwertes der Aktionäre. Die Bewertung des Shareholder Value lässt sich an den Interessen eines Aktionärs messen. Dieser bewertet eine Aktie am Stichtag und sieht anhand des Wertes einen aktuellen Stand der zukünftigen Einnahmen. Die Summe aus der ausgeschütteten Dividende einer Halteperiode und der am Ende einer Halteperiode generierten Verkaufserlöse, welche am Bewertungsstichtag abgezinst werden, bilden diesen Wert. Aus Sicht der Shareholder sind demnach zukünftig fließende Cashflows sowie risikoangepasste Renditeaussichten in Gestalt von Kapitalkosten die ausschlaggebenden Parameter des Unternehmenswertes und des Shareholder Value.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der strategischen Unternehmensführung ein und erläutert die Relevanz der Debatte zwischen Shareholder- und Stakeholder-Orientierung.
2 Theoretische Grundlagen des Shareholder Value Management: Dieses Kapitel erläutert die monetären Grundlagen des Shareholder-Konzepts und setzt sich kritisch mit dessen Fokus auf die Interessen der Anteilseigner und den methodischen Schwierigkeiten auseinander.
3 Theoretische Grundlagen des Stakeholder Value Management: Hier wird der Stakeholder-Ansatz thematisiert, der eine Zusammenführung verschiedener Interessengruppen anstrebt und die Komplexität sowie die Machtverhältnisse zwischen diesen Gruppen analysiert.
4 Chancen und Schwächen: Dieses Kapitel stellt beide Ansätze gegenüber, bewertet ihre praktischen Vor- und Nachteile und gibt Handlungsempfehlungen für ein modernes, ganzheitliches Management.
5 Fazit und Ausblick: Das Abschlusskapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer synergetischen Verbindung beider Ansätze für eine zukunftsorientierte Unternehmensführung.
Schlüsselwörter
Shareholder Value, Stakeholder Value, Unternehmensführung, Corporate Governance, Kapitalkosten, Discounted Cash Flow, Werttreiber, Eigenkapital, Interessenkonflikt, Unternehmenswert, Strategisches Management, Cashflow, Stakeholder-Mapping, Kapitalrendite, Nachhaltigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zwei dominierenden Managementstrategien in der Unternehmensführung: Shareholder Value Management und Stakeholder Value Management.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Es werden die theoretischen Grundlagen beider Modelle, ihre jeweilige kritische Würdigung, eine tabellarische Gegenüberstellung sowie abschließende Bewertungen und Handlungsempfehlungen für die Unternehmenspraxis behandelt.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist der analytische Vergleich beider Ansätze, um Stärken und Schwächen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Unternehmen in einem komplexen Umfeld erfolgreich und zukunftweisend navigieren können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und den theoretischen Vergleich, um die Konzepte zu durchdringen. Zudem werden betriebswirtschaftliche Bewertungsmethoden wie die DCF-Methode erläutert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte theoretische Erläuterung beider Modelle, deren kritische Reflexion hinsichtlich methodischer Herausforderungen und gesellschaftlicher Akzeptanz sowie den direkten Vergleich der Konzepte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Shareholder- und Stakeholder-Orientierung, Unternehmensbewertung, Kapitalmarkttheorie, Zielkonflikte und Strategieentwicklung.
Was unterscheidet den Shareholder Value vom Stakeholder Value bezüglich der Zielgruppe?
Der Shareholder Value richtet sich ausschließlich an die ökonomischen Interessen der Kapitaleigentümer, während der Stakeholder Value die Interessen aller am Unternehmen beteiligten Gruppen, wie Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten, zu integrieren versucht.
Warum wird im Kontext des Stakeholder Value von Machtstrukturen gesprochen?
Da Ressourcen begrenzt sind, ist ein Unternehmen gezwungen, Interessengruppen zu priorisieren. Dabei spielen Machtverhältnisse – wie Bindungs-, Retaliations- oder Substitutionsmacht – eine entscheidende Rolle für die Durchsetzung von Ansprüchen.
Welche Rolle spielt die Transparenz laut Autor für Unternehmen?
Transparenz wird als essenzieller Faktor für die gesellschaftliche Anerkennung und operative Stabilität eines Unternehmens hervorgehoben, was sich unter anderem in der Notwendigkeit einer guten Corporate Governance widerspiegelt.
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- Theeravat Jonigkeit (Author), 2022, Shareholder und Stakeholder Value Management. Chancen und Schwächen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1236439