Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff der sozialen Ungleichheit und die damit verbundenen Dimensionen. Soziale Ungleichheit existiert in jedem Land auf der Welt. Auch Deutschland, eins der reichsten Länder der Welt, ist von sozialer Ungleichheit und Armut betroffen. Insbesondere in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten die Debatte um soziale Ungleichheit wieder in den Vordergrund getreten.
Ziel dieser Arbeit ist es, eine Aussage der Bundeskanzlerin zur Lage Deutschlands 2016 kritisch reflektiv zu kommentieren. Bevor dies überhaupt möglich ist, sollten einige Grundlagen aufgebaut werden, um die nötige Expertise, für solch eine Analyse, zu besitzen. Dazu beschäftigt sich diese Arbeit genauer mit dem Begriff der sozialen Ungleichheit. Im zweiten Kapitel werden die Grundlagen für diese Arbeit aufgebaut. Zuerst einmal wird der Begriff „Soziale Ungleichheit“ definiert. Anschließend werden die Dimensionen sozialer Ungleichheit vorgestellt. Im dritten Kapitel wird, mit Hilfe empirischer Daten, die Entwicklung der sozialen Ungleichheit in Deutschland in den letzten Jahrzehnten analysiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen zum Begriff „soziale Ungleichheit“
2.1. Definition des Begriffes „Soziale Ungleichheit“
2.2. Dimensionen sozialer Ungleichheit
3. Empirische Befunde
4. Resümee
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht kritisch die Behauptung, dass es den Menschen in Deutschland noch nie so gut wie gegenwärtig gehe. Ziel ist es, den komplexen Begriff der sozialen Ungleichheit theoretisch zu fundieren und anhand empirischer Daten zur Wohlstandsentwicklung einen differenzierten Blick auf die Verhältnisse in Deutschland zu werfen, wobei Durchschnittswerte einer kritischen Hinterfragung unterzogen werden.
- Theoretische Grundlagen und Definitionen sozialer Ungleichheit
- Die vier zentralen Dimensionen: Bildung, Wohlstand, Macht und Prestige
- Empirische Analyse der Wohlstandsentwicklung in Deutschland (1991–2017)
- Analyse der Einkommensverteilung und Armutsrisikoentwicklung
- Kritische Reflexion der Aussagekraft von Durchschnittswerten
Auszug aus dem Buch
Dimension Prestige
Prestige oder auch Ansehen ist im Leben jedes Gesellschaftsmitgliedes allgegenwärtig. So genießen bspw. ehrgeizigere Erwerbtätige oder höhere Bildungsgrade ein höheres Ansehen als andere (Bornschier 2005, S. 39ff.; Hradil 2001, S. 274).
Ebenfalls ist das Ziel vieler Menschen ihr Ansehen zu erhöhen und Ansehensverluste zu vermeiden. Vor allem Prestige ist sehr stark mit den anderen Dimensionen der Ungleichheit verflochten. So kann das Prestige einer Person vom Bildungsgrad, dem Einkommen und Vermögen und der Macht beeinflusst werden. Umgekehrt kann aber auch Prestige zu mehr Macht und Einkommen führen, was die unscharfe Trennung der Dimensionen noch einmal verdeutlicht (Bornschier 2005, S. 39ff.; Hradil 2001, S. 274).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Debatte über den Wohlstand in Deutschland ein und formuliert das Ziel, die Aussage der Bundeskanzlerin kritisch zu reflektieren.
2. Grundlagen zum Begriff „soziale Ungleichheit“: Hier werden theoretische Definitionen des Begriffs soziale Ungleichheit sowie die vier zentralen Dimensionen Bildung, Wohlstand, Macht und Prestige erläutert.
3. Empirische Befunde: Dieses Kapitel bildet das Herzstück der Arbeit und präsentiert empirische Daten zur Entwicklung von Bruttoinlandsprodukt, Einkommen, Vermögen und Armutsrisiko.
4. Resümee: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Aussage der Bundeskanzlerin aufgrund der ungleichen Verteilung innerhalb der Bevölkerung nicht pauschal bestätigt werden kann.
Schlüsselwörter
Soziale Ungleichheit, Gesellschaft, Wohlstand, Einkommensverteilung, Armutsrisikoquote, Gini-Koeffizient, Bildung, Macht, Prestige, Wirtschaftsleistung, BIP, Deutschland, Lebensstandard, Umverteilung, Statistik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert kritisch die Aussage, dass es den Menschen in Deutschland historisch betrachtet noch nie so gut ging wie aktuell, unter dem Fokus der sozialen Ungleichheit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die soziologische Definition von Ungleichheit, deren Dimensionen (Bildung, Wohlstand, Macht, Prestige) sowie die empirische Untersuchung der Wohlstandsentwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist ein kritisch-reflektives Kommentieren der Aussage der Bundeskanzlerin auf Basis soziologischer Begriffe und empirischer Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Definition sowie die Auswertung empirischer Sekundärstatistiken, um die Entwicklung sozialer Indikatoren wie Einkommen und Vermögen darzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Kapitel 2) und anschließend empirische Befunde, wie das BIP pro Kopf, die Vermögensbilanz und der Gini-Koeffizient, detailliert analysiert (Kapitel 3).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie soziale Ungleichheit, Wohlstand, Einkommensverteilung, Armutsrisikoquote, Gini-Koeffizient und kritische Reflexion von Durchschnittswerten charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Einschätzung bei Betrachtung von Durchschnittswerten?
Die Arbeit zeigt, dass während gesamtwirtschaftliche Durchschnittswerte (wie das BIP) steigen, die kleinteilige Betrachtung der unteren Einkommensgruppen eine abweichende soziale Realität aufzeigt.
Welche Bedeutung hat das Beispiel mit den acht Personen im Resümee?
Es dient dazu, die methodische Schwäche von Durchschnittswerten gegenüber dem Medianeinkommen zu demonstrieren, da Letzteres die reale Verteilung innerhalb einer Gruppe besser widerspiegelt.
- Arbeit zitieren
- Muath Ridha (Autor:in), 2018, Soziale Ungleichheit in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1236451