Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Behandlung literarischer Texte in der Kameruner Sekundarschule, in der Deutsch als Fremdsprache gelehrt wird. Das Studium wird in der Abschlussklasse von einigen Schulen in Maroua und Umgebung durchgeführt. Hinsichtlich der zentralen Stellung, die Texte in dem Lehr- und Lernprozess einer Fremdsprache haben, wird im Rahmen dieser Studie gefragt, ob die aktuelle Art und Weise, wie Texte von den Lehrenden behandelt werden, die Entwicklung literarischer Handlungskompetenzen fördern. Mithilfe von der Triangulation werden Daten erhoben und bewertet.
Inhaltsverzeichnis
0. EINFÜHRUNG
0.1. Motivation/Forschungsgegenstand
0.2. Problemstellung
0.3. Forschungsstand
0.4. Fragestellung
0.5. Forschungshypothesen
0.6. Ziele und Relevanz der Untersuchung
0.7. Vorgehensweise
0.8. Arbeitsgliederung
1. BEGRIFFSBESTIMMUNG
1.1. Literatur
1.2. Literaturwissenschaft
1.3. Literaturdidaktik
1.3.1. Zu einer Definition
1.3.2. Die Funktionen der Literaturdidaktik
1.3.3. Der Bezug zur Literaturwissenschaft
1.4. Der Literaturunterricht
1.4.1. Bedeutung des Literaturunterrichts
1.4.2. Widerstand gegen den Literaturunterricht
1.4.3. Zum Begriff ‚Literaturunterricht‘ im Kameruner DaF-Unterricht
1.5. Literarische Handlungskompetenz
2. GRUNDZÜGE UND FUNKTIONEN DES LITERARISCHEN TEXTES
2.1. Was ist ein literarischer Text?
2.1.1. Bestimmungskriterien
2.1.2. ‚literarisch‘: Ein nuanciertes Adjektiv
2.2. Literarische Gattungen
2.2.1. Lyrische Texte
2.2.1.1. Zum Begriff ‚Lyrik‘
2.2.1.2. Bausteine und Formen der Lyrik
2.2.2. Dramentexte
2.2.2.1. Definition und Probleme des Dramas
2.2.2.2. Bauelemente und Grundformen des Dramas
2.2.3. Erzähltexte
2.2.3.1. Zeit und Raum
2.2.3.2. Figuren und Handlung
2.2.3.3. Die erzählende Instanz
2.2.3.4. Realität und Fiktion
2.3. Funktionen literarischer Texte
2.3.1. Die Werteerziehung
2.3.2. Das Fremd- und Selbstverstehen
2.3.3. Die Freisetzung der Einbildungskraft
2.3.4. Die Entwicklung von sprachlichen Fertigkeiten
3. LITERARISCHER KOMPETENZBEGRIFF
3.1. Zum Begriff ‚Kompetenz‘
3.1.1. Kompetenz: Versuch einer Definition
3.1.2. Kompetenzarten und -bereiche
3.1.3. Kompetenzstufen und -raster
3.2. Die Handlungs- und Kompetenzorientierung
3.2.1. Die Handlungsorientierung
3.2.2. Die Kompetenzorientierung
3.3. Zur Beurteilung literarischer Kompetenzen
3.3.2. Spinners Vorschlag zur Leistungsmessung
3.3.3. Das Bochumer Modell literarischen Verstehens
3.3.4. Zum jetzigen Stand im Kameruner DaF-Unterricht
4. METHODISCHE GRUNDLAGE UND FORSCHUNGSMETHODOLOGIE
4.1. Methodologische Grundlage
4.1.1. Die Rezeptionsästhetik
4.1.1.1. Geschichtlicher Hintergrund
4.1.1.2. Isers Auffassung
4.1.2. Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
4.1.2.1. Produktiver Umgang nach Waldmann
4.1.2.2. Spinners Auffassung
4.1.2.3. Eine Schreibdidaktik
4.2. Forschungsmethodologie
4.2.1. Datenerhebung
4.2.1.1. Die Dokumentenanalyse
4.2.1.2. Die offene schriftliche Befragung
4.2.1.3. Der Unterrichtsversuch
4.2.2. Die Datenauswertung
4.2.2.1. Die Nominalskalierung
4.2.2.2. Die qualitative Inhaltsanalyse
4.2.2.3. Die Ordinalskalierung und Diagramme.
4.2.3. Das Forschungsdesign
4.2.3.1. Der Triangulationsanasatz
4.2.3.2. Mehrwert der Triangulation
5. ZUM LEHRWERK ‚IHR UND WIR PLUS‘, BAND 4
5.1. Überblick über das Lehrwerk
5.1.1. Technische Qualitäten des Lehrwerks
5.1.2. Inhalte/Landeskunde vom ‚Ihr und Wir plus, Band 4‘
5.2. Literaturvermittlung in ‚Ihr und Wir plus, Band 4‘
5.2.1. Lesetexte im ‚Ihr und Wir plus, Band 4‘
5.2.2. Literarische Texte im ‚Ihr und Wir plus, Band 4‘
5.2.3. Literarische Übungen und Aufgaben in ‚Ihr und Wir plus, Band 4‘
5.2.4. Vergleich mit dem ‚Ihr und Wir, Band 4‘
6. DURCHFÜHRUNG DER FELDUNTERSUCHUNG
6.1. Ausnutzung der schulinternen Jahrespläne
6.1.1. Auswahl und Anzahl der schulinternen Jahrespläne
6.1.2. Analyse der schulinternen Jahrespläne
6.2. Klassenbesuche und Fragebogen an die Lehrenden
6.2.1. Die Klassenbesuche
6.2.2. Der Fragebogen an die Lehrenden
6.2.2.1. Konzeption und Austragung des Fragebogens
6.2.2.2. Analyse des Fragebogens und Vergleich
6.3. Die Unterrichtsversuche
6.3.1. Darstellung der teilnehmenden Schüler*innen
6.3.2. Vorbereitung und Durchführung der Unterrichtsstunden
6.3.3. Die Bewertung literarischer Produktionen der Schüler*innen
6.4. Interpretation der Ergebnisse und Ausblicke
6.4.1. Interpretation der Ergebnisse
6.4.2. Ausblicke
Zielsetzung & Themenschwerpunkte
Die Forschungsarbeit untersucht die aktuelle Praxis der Textbehandlung im Kameruner Deutschunterricht, insbesondere im Hinblick auf literarische Texte, und analysiert, ob diese den Erwerb literarischer Handlungskompetenzen fördert, wobei ein besonderer Beitrag zur Qualitätssicherung der Literaturvermittlung angestrebt wird.
- Aktuelle Lehrpraxis und Textbehandlungsmethoden in Kamerun
- Stellenwert und didaktisches Potenzial literarischer Texte
- Analyse des Lehrwerks ‚Ihr und Wir plus, Band 4‘
- Entwicklung und Förderung literarischer Schreibkompetenzen
- Bedeutung der Kompetenz- und Handlungsorientierung im Fremdsprachunterricht
Auszug aus dem Buch
0.1. Motivation/Forschungsgegenstand
Das vorliegende Forschungsprojekt rückt die Textbehandlung in der Sekundarschule in den Mittelpunkt. Meine erworbenen Erkenntnisse im Rahmen der Vorlesung zur Literaturdidaktik haben meine Aufmerksamkeit auf die unentbehrliche Stelle der Textbehandlung gelenkt. Aus der Unterrichtspraxis ist festzustellen, dass viele sprachliche Teilbereiche (wie zum Beispiel Grammatik, Wortschatz, Übersetzung) und Fertigkeiten auf dem Text basieren.
Boelmann (2017:289) bestimmt den Bereich ‚Lesen – Umgang mit Texten und Medien‘ als „zentraler Gegenstandsbereich des Deutschunterrichts“. Die Textbehandlung gehört zum Unterrichtsalltag. Texte werden gelesen und gehört, darüber wird auch geschrieben. Für die Ausspracheschulung kann ebenfalls von dem Text ausgegangen sein. Vor und nach einer Textarbeit gibt es viele Möglichkeiten eine Gruppendiskussion zu veranstalten das heißt der Text gibt ebenfalls Anlass zum Sprechen. Im alltäglichen Lehr- und Lernprozess im schulischen Raum hat der Umgang mit Texten sowohl in der Grundschule als auch in der Sekundarschule eine unterstützende zentrale Stellung.
Zusammenfassung der Kapitel
0. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung stellt die Motivation für das Projekt dar und beschreibt das Forschungsproblem sowie die Hypothesen und die methodische Vorgehensweise.
1. BEGRIFFSBESTIMMUNG: Es werden grundlegende Begriffe wie Literatur, Literaturwissenschaft, Literaturdidaktik, Literaturunterricht und literarische Handlungskompetenz definiert und in ihren Zusammenhängen geklärt.
2. GRUNDZÜGE UND FUNKTIONEN DES LITERARISCHEN TEXTES: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten literarischer Texte, analysiert verschiedene Gattungen und hebt deren Bildungsfunktionen hervor.
3. LITERARISCHER KOMPETENZBEGRIFF: Der Autor erörtert Begrifflichkeiten von Kompetenzen, deren Modellierung und Problematiken, sowie die Bedeutung der Handlungs- und Kompetenzorientierung für den Unterricht.
4. METHODISCHE GRUNDLAGE UND FORSCHUNGSMETHODOLOGIE: Es werden die theoretischen Ansätze der Rezeptionsästhetik und des produktionsorientierten Literaturunterrichts sowie das methodische Forschungsdesign dargelegt.
5. ZUM LEHRWERK ‚IHR UND WIR PLUS‘, BAND 4: Das Lehrwerk wird in technischer und inhaltlicher Hinsicht analysiert, mit Fokus auf dem Literaturangebot und dessen Vergleich mit dem Vorgängerband.
6. DURCHFÜHRUNG DER FELDUNTERSUCHUNG: Dieses Kapitel dokumentiert die praktische Durchführung der empirischen Studie, von der Analyse der Jahrespläne über Klassenbesuche bis hin zu den Unterrichtsversuchen und deren Auswertung.
Schlüsselwörter
Literaturdidaktik, Literaturunterricht, Textbehandlung, DaF-Unterricht, literarische Handlungskompetenz, Kompetenzorientierung, Handlungs- und Produktionsorientierung, Schreibkompetenz, Rezeptionsästhetik, Lehrwerkanalyse, Kamerun, Fiktionalität, Interpretation, Schülerproduktion, empirische Studie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Forschungsarbeit?
Die Arbeit untersucht, wie literarische Texte im Kameruner Deutschunterricht (DaF) behandelt werden und ob diese Behandlung die literarischen Handlungskompetenzen der Schüler effektiv fördert.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Neben der aktuellen fachdidaktischen Theorie zu Literatur und Kompetenz vermittelt die Arbeit Einblicke in die Lehrwerkanalyse und die Praxis der Textbehandlung in kamerunischen Abschlussklassen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel liegt in der Qualitätssicherung der Literaturvermittlung durch die Förderung eines handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts, um die Schreibkreativität der Lernenden zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Studie nutzt einen empirischen Triangulationsansatz, bestehend aus Dokumentenanalyse (Jahrespläne, Klassenlogbücher), einer offenen Lehrerbefragung und einem praktischen Unterrichtsversuch mit literarischem Schreibtest.
Was deckt der Hauptteil ab?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine Gattungsanalyse, die Erörterung des Kompetenzbegriffs sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Feldstudie.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Literaturdidaktik, DaF-Unterricht, literarische Handlungskompetenz und handlungs- und produktionsorientierter Unterricht beschreiben.
Wie werden die Ergebnisse der Schüler bewertet?
Die Bewertung erfolgte kriteriengeleitet, wobei Aspekte wie Texttyp, Figurendarstellung, logische Handlungskohärenz und sprachliche Korrektheit bei der literarischen Produktion als objektive Maßstäbe dienten.
Welche Mängel identifiziert der Autor am untersuchten Lehrwerk?
Der Autor bemängelt unter anderem die geringe Zahl an literarischen Texten, das Fehlen von Hörtexten und Begleit-CDs sowie eine starke Prüfungsorientierung, die wenig Raum für freie Schreibprojekte lässt.
Was empfiehlt der Autor für die Lehrerausbildung?
Es wird eine stärkere Gewichtung der Didaktik in der Ausbildung an der École Normale Supérieure und ein Ausbau von Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte im Hinterland gefordert.
Welchen Einfluss hat die „Prüfungsorientiertheit“ auf den Unterricht?
Sie führt dazu, dass Lehrkräfte Texte oft monoton nach einem festen Verständnismodell abarbeiten, um Prüfungsrelevanz zu sichern, wobei das Potenzial für kreative, literarische Lernprozesse häufig ungenutzt bleibt.
- Arbeit zitieren
- Godefroy Ngagnong Kouo (Autor:in), 2021, Textbehandlung und Entwicklung literarischer Handlungskompetenzen im Kameruner DaF-Unterricht. Eine empirische Studie in Sekundarschulen in Maroua, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1236509