B2B Erfolg durch eMarkets


Hausarbeit, 2006

12 Seiten, Note: 2,3

Anonym


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Was ist eMarket? Definition

3. Was ist eProcurement? Definition

4. Entwicklung vom eProcurement zu eMarkets

5. Entstehungsmodelle von eMarkets
5.1 Drei Arten von eMarkets
5.1.1 Einkaufsplattformen
5.1.2 Marktplätze
5.1.3 Fachportale
5.2. Argumente für eMarkets
5.3. Argumente gegen eMarkets

6. Voraussetzungen für den Erfolg

7. Umsetzung von eMarket-Initiativen

8. Fazit

1.Einleitung

Wichtigstes Ziel eines Unternehmens ist es, die eigene Existenz auch für die Zukunft zu sichern. Durch die rasante Entwicklung der globalen Märkte wird von den Produktionsun- ternehmen verlangt, dass die Geschäfts- und Logistikprozesse optimal auf den Kunden abgestimmt sind. Durch das Aufkommen von neuen Internet-Technologien haben sich die Rahmenbedingungen für Unternehmen grundlegend verändert. Die Auswirkungen sind in allen Unternehmensbereichen spürbar. Internet erleichtert eine globale Kommunikation zwischen den Unternehmen. In der Beschaffung werden Einkaufsplattformen die Kosten senken. Elektronische Marktplätze führen zu einer globalen Vernetzung. Neuartige Fach- portale werden die Abatzkanäle und die Pflege von Kundenbeziehungen revolutionieren. Wer langfristig Erfolg haben will, muss sich differenzieren und frühzeitig ins internationale Geschäft einsteigen. Geschickte Kooperationen sind wichtig für einen schnellen Markter- folg.[1]

In dieser Arbeit wird gezeigt, wie der Business-to-Business Erfolg durch eMarkets beein- flusst wird. Dabei wird auf die Definition, die Entwicklung und die Entstehungsmodelle, sowie Argumente für und gegen eMarkets eingegangen. Außerdem werden die Voraus- setzungen und die richtige Umsetzung von eMarkets erläutert.

2. Was ist eMarket? Definition

„Unter elektronischen Märkten, kurz eMarkets, versteht man vom Marktbetreiber organi- sierte, virtuelle Handelsräume über das Internet. Im Kern unterstützen und koordinieren sie die Markttransaktionen während aller Handelsphasen (Information / Anbahnung, Ver- einbarung / Vertrag, Abwicklung / Leistung. Post-Sales).“[2] eMarkets sind virtuelle Plattformen, die von den verschiedensten Marktteilnehmern ge- nutzt werden können. Somit kann man zu jeder Zeit reagieren und agieren, um wettbe- werbsfähig zu sein. Der Zugang für eMarkets steht also für mehrere Käufer, Verkäufer und Dienstleister zur Verfügung. Es werden nicht nur der Informationsfluss und die Trans- aktionen positiv beeinträchtigt, sondern die gesamte Wertschöpfungskette wird durch e- Markets unterstützt. Durch die elektronischen Märkte ist ein Aufbau von Gemeinschaften gleicher Branchen entstanden. Dabei werden bestehende Geschäftsprozesse neu defi- niert und es entstehen neue Geschäftsmodelle. Weitere Beteiligte eines eMarkets sind zusätzliche Investoren (zum Beispiel Banken) und Partner (zum Beispiel Hardware- und Softwarehäuser).[3]

3. Was ist eProcurement? Definition

„Der Begriff Electronic Procurement bezeichnet die Unterstützung und Durchführung von Beschaffungsprozessen innerhalb der Supply Chain durch die Nutzung von inter- oder extranetbasierten Informations- und Kommunikationstechnologien.“[4]

Das eProcurement ist ein wichtiger Bestandteil der Wertschöpfungskette. Es werden von der Bedarfsplanung bis hin zur Bedarfserfassung sowie der eigentlichen Beschaffungs- durchführung alle Komponenten berücksichtigt.

Das bedeutet, dass der gesamte Beschaffungsprozess in den täglichen Arbeitsablauf in- tegriert wird, somit ist eProcurement mehr als eine reine Einkaufsabwicklung.

4. Entwicklung vom eProcurement zu eMarkets

eProcurement ist eine elektronische Unterstützung der Beschaffungsprozesse, eMarkets gehen darüber weit hinaus, denn eMarkets sind virtuelle Handelsräume, in denen der ge- samte Geschäftsprozess unterstützt wird. Ein Vorteil, der aus dieser Entwicklung resul- tiert, ist zum Beispiel, dass das Suchen und Bewerten von neuen Lieferanten zukünftig auch online möglich ist und deshalb der bisherige Aufwand minimiert wird. Bei großen Plattformen ist das Suchen von Lieferanten nicht mehr notwendig, da diese von den Platt- formen angezogen werden. Die Überprüfung der Lieferanten auf Qualität und Seriosität wird durch Online-Zertifizierungen und Online Bewertungen ersetzt. Durch eMarkets ent- stehen Netzwerkeffekte.[5] Virtuelle Plattformen bieten eine verbesserte Basis für die ge- samte eSupply Chain und die Kosten werden in den Bereichen Service und Transaktion, sowie beim Aufbau neuer eServices gespart. Ursache der Weiterentwicklung ist vor allem die Verbesserung des Services und die Abwicklung der Transaktionen.[6]

Die bisherige Entwicklung des B2B-E-Commerce verlief in 3 Stufen:

1. Stufe: der elektronische Datenaustausch (EDI)

Es werden Daten zwischen Unternehmen über Computer-Netzwerke übermittelt. Dieses Verfahren führt zu beschleunigten Prozessen, ist aber nur auf Großunternehmen umsetz- bar. Vor dem Auftreten des Internets war EDI die wichtigste Form des elektronischen Ge- schäftsverkehrs.

2. Stufe: Internet-Kataloge

Mit Auftreten des Internets kamen die Online-Kataloge, die Produkt- und Firmeninformati- onen elektronisch darstellten. Interessenten haben nun jederzeit Zugriff auf aktuelle Da- ten. Internet-Kataloge sind ein kostengünstigeres und effizienteres Medium als das Tele- fon, Fax oder der Brief.

3. Stufe: eMarkets

Die 3.Stufe der Entwicklung sind virtuelle Räume, die für mehrere Verkäufer und Kunden gleichzeitig verfügbar sind. Es besteht die Möglichkeit für Transaktionen und Informatio- nen, sowie die Unterstützung der Supply Chain durch Zusatzleistungen. Es soll eine Ge- meinschaft zwischen Unternehmen aufgebaut und virtuelle Systemköpfe ins Leben geru- fen werden.[7]

5. Entstehungsmodelle von eMarkets

Wo und warum bilden sich heutzutage eMarkets? In nahezu allen Stufen der Wertschöp- fungskette können sich aus unterschiedlichen Motivationen eMarkets bilden. eMarkets lassen sich sowohl in Dienstleistungsunternehmen als auch im produzierenden Gewerbe verwirklichen. Der größte Motivationsfaktor sind die Kosteneinsparungspotenziale im Pro- zesskostenbereich.

Die wichtigsten Faktoren, warum eMarkets sich bilden, sind zum Beispiel fragmentierte Industrien, die die Transparenz der Marktteilnehmer, der Produkte und Konditionen erhö- hen wollen. Auch dann, wenn sich die Informationen über Preise und Verfügbarkeit der Produkte häufig ändern, sind eMarkets sinnvoll, denn das jeweilige Unternehmen ist in der Lage die Daten einzusehen und gegebenenfalls zu ändern. Das Medium Internet kann zu Einsparungspotenzialen führen, wenn beispielsweise Bilder, Zeichnungen und Sound zur Produktbeschreibung notwendig sind.

Des Weiteren gibt es Bedarfssituationen, die sich nicht planen lassen, nicht vorhersehbar sind oder eine Bevorratung nicht sinnvoll ist, da es sich um verderbliche Güter handelt. Auch in diesen Fällen bieten eMarkets schnelle Reaktionsmöglichkeiten.[8]

5.1 Drei Arten von eMarkets

5.1.1 Einkaufsplattformen

Elektronische Einkaufsplattformen sind mehrseitige Transaktionssysteme, die eine Integ- ration mehrerer Teilnehmer ermöglicht. Während der gesamten Transaktion werden der Kunde und der Lieferant begleitet. Einkaufsplattformen unterstützen den gesamten Be- schaffungsprozess, senken die Kosten und verbessern die Qualität sowie die Geschwin- digkeit der Prozesse. Dies führt zu immer stärker vernetzten Wertschöpfungsketten, in denen die Geschäftsprozesse automatisiert werden. Zu den Funktionen zählen unter an- derem Katalogbestellungen, die Auftragsabwicklung, das Qualitätsmanagement und das Beschaffungscontrolling. Einkaufsplattformen sind weitgehend offen für Lieferanten.[9]

5.1.2 Marktplätze

Marktplätze sind neutrale Vermittler, die eine Vielzahl von Nachfragern und Anbietern zusammenbringen. Die Voraussetzung für einen erfolgreichen Aufbau ist schnelles Wachstum, wodurch dann Markttransparenz entsteht und einen hohen ökonomischen Nutzen für die Teilnehmer. Ziel der Marktplätze ist es die Transaktionskosten zu senken. Marktplätze übernehmen umfangreiche Funktionen, wie „Schwarze Bretter“, Kataloge, elektronische Börsen, Auktionen und „virtuelle Branchenbücher“. Bei vergleichsweise ge- ringem Kapitaleinsatz erzielen die Teilnehmer eine hohe Wertschaffung. Es werden mit wachsender Teilnehmerzahl die Netzwerkeffekte erhöht, da die Wahrscheinlichkeit den bestmöglichen Geschäftspartner zu finden, drastisch steigt. Es gibt eine vertikale und eine horizontale Ausrichtung, bei vertikalen Marktplätzen sind die Teilnehmer von einer Bran- che und der dazugehörigen Zielgruppe. Es wird eine tiefe Branchenkenntnis vorausge- setzt. Horizontale Marktplätze hingegen bieten Leistungen branchenübergreifend an, au- ßerdem sind sie leichter zu realisieren.[9]

5.1.3 Fachportale

Die innovativste Form der eMarkets sind die Fachportale, dort entstehen die Systemköpfe der Zukunft. Es werden alle Geschäftsfunktionen unterstützt, indem Fachportale integrier- te Marketing-, Vertriebs- und Serviceplattformen anbieten. Dem Kunden soll die Optimie- rung seiner Prozesse erleichtert werden. Kunden können dezentrale Absatzmittler oder lokale Betriebe sein. Der gesamte Bedarf einer solchen Kundengruppe wird gedeckt.

[...]


[1] Vgl. Dirk Schneider/Gerd Schnetkamp: E-Markets, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 2000, 1. Aufl., September 2000, S. 9-12

[2] Zit. M. Nenninger/O. Lawrenz, B2B-Erfolg durch eMarkets, 1.Aufl., Wiesbaden 2001, S. 17

[3] Vgl. M. Nenninger/O. Lawrenz, B2B-Erfolg durch eMarkets, 1.Aufl., Wiesbaden 2001, S.59

[4] Zit.O.Lawrenz/K.Hildebrand/M.Nenninger, Supply Chain Management, 1. Aufl.,Wiesbaden 2000, S.323

[5] Vgl. Fußnote 3, S.17

[6] Vgl Fußnote 4, S. 5

[7] Vgl. Dirk Schneider/Gerd Schnetkamp, a.a.O., S.20, 21

[8] Vgl. . M. Nenninger/O. Lawrenz, B2B-Erfolg durch eMarkets, S.20-22

[9] Vgl. Dirk Schneider/Gerd Schnetkamp, a.a.O., S. 55- 57

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
B2B Erfolg durch eMarkets
Hochschule
Berufsakademie Emsland in Lingen
Veranstaltung
eBusiness und Informationssysteme
Note
2,3
Jahr
2006
Seiten
12
Katalognummer
V123660
ISBN (eBook)
9783640413805
ISBN (Buch)
9783640411368
Dateigröße
385 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erfolg
Arbeit zitieren
Anonym, 2006, B2B Erfolg durch eMarkets, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123660

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