Das Internet: Wichtige Dienste und Bedeutung für die Fachinformation


Hausarbeit, 1997
21 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

INhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundprinzipien eines Netzwerkes

3. Kurze Geschichte des Internet

4. wichtige dienste für den informationsfluß im internet
4.1. Online Kommunikation
4.1.1 Talk
4.1.2 Internet Relay Chat (IRC)
4.2. Elektronische Post - E-Mail
4.3. Internet-News
4.4. Fernzugriff auf Fremdsysteme - Telnet
4.5. Übertragung von Dateien - File Transfer Protocol (FTP)
4.6. Informations- und Adressensuche 10
4.6.1. Suchen von Computer- und Personenadressen
4.6.2. Suchen von Dateien
4.6.3. Suchen von Dokumenten

5. Das World Wide Web - WWW

6. DIE BEDEUTUNG DES INTERNET FÜR DIE FACHINFORMATION 13

7. AUSBLICK

8. LITERATURVERZEICHNIS

9. ANHANG

1.Einleitung

Online-Kommunikation, Cyberspace, Internet: Schlagworte der neunziger Jahre, die aus keinem Massenmedium mehr wegzudenken sind. Kein Wunder, ist doch das Wachstum des Internet gerade in den letzten Jahren beispiellos. Die Teilnehmerzahl dieses Mediums hat sich innerhalb der letzten sechs Jahre alle neun Monate verdoppelt.[1] Damit verbreitet sich das Internet schneller als das Telefon und das Faxgerät.[2] Ein Grund für dieses starke Wachstum ist sicher die 1989 entwickelte Anwenderoberfläche World Wide Web (WWW). Mit dieser Benutzeroberfläche und dem dazu entwickelten Browser Mosaic, wurde es möglich, mit einem mit Windows vergleichbarem Komfort im Internet zu „surfen“. Inzwischen kommt es häufig vor, das Benutzer des WWW diese Applikation mit dem Internet gleichsetzen. Das ist wohl vor allem darauf zurückzuführen, daß alle herkömmlichen Dienste mittlerweile auch über das WWW verfügbar sind und sich die Grenzen in naher Zukunft wahrscheinlich so verwischen werden, daß das World Wide Web wirklich zum Internet wird. Dennoch erschien es mir wichtig, die einzelnen Dienste unabhängig vom World Wide Web vorzustellen, da ich selbst die Erfahrung gemacht habe, daß man beim einfachen „surfen“ im Web nicht auf die vielfältigen Möglichkeiten, die diese Dienste bieten, stößt, und sie somit auch nicht nutzen kann.

Auch auf dem World Wide Web soll ein Schwerpunkt dieser Arbeit liegen, es soll seine Bedeutung für die Fachinformation in der Bundesrepublik Deutschland gezeigt werden.

Zu Beginn dieser Arbeit werden allgemeine Begriffe erläutert, die wichtig sind, um den grundlegenden Aufbau eines Computernetzwerkes zu verstehen. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Geschichte des Internet, hier werden wesentliche Meilensteine der Entwicklung dargestellt. Es folgt die Vorstellung wichtiger Internetdienste , das fünfte Kapitel beschäftigt sich dann mit dem heute bedeutendsten Dienst, dem World Wide Web. Für genauere Ausführungen zur Benutzung der einzelnen Applikationen war in dieser Arbeit kein Platz. Bei Bedarf kann dazu in der von mir angegebenen Literatur nachgelesen werden. Besonders bei Kyas (1994) finden sich gut verständliche Erläuterungen. Im sechsten Kapitel möchte ich auf die Bedeutung des Internet für die Fachinformation eingehen, die Arbeit schließt mit einem Ausblick.

2. Grundprinzipien eines Netzwerkes

Ein Computer ist ein „Universell einsetzbares Gerät zur automatischen Verarbeitung von Daten“[3]. Er besteht aus einem oder mehreren Eingabegeräten (typisch sind Maus und Tastatur), einer Zentraleinheit und einem oder mehreren Ausgabegeräten (Bildschirm oder Drucker). Über die Eingabegeräte wird der Computer vom Benutzer mit Daten und Programmen versorgt. Die Zentraleinheit besteht aus einem oder mehreren Prozessoren, sowie dem sogenannten Arbeitsspeicher. In ihrem Inneren werden die Programme ausgeführt. Die Zentraleinheit wird in der Regel um externe Speicher (beispielsweise Festplatten oder CD-Roms) ergänzt. Über die Ausgabegeräte liefert der Rechner die gewünschten Resultate ab. Die bisher genannten Teile des Rechners werden zusammenfassend als Hardware bezeichnet. Alle Programme eines Computers werden unter dem Oberbegriff Software zusammengefaßt.[4]

Immer mehr Computer werden heute untereinander verbunden, miteinander vernetzt: in Firmen, in Universitäten, in Deutschland, und sogar weltweit. Die Vorteile dieser Vernetzung liegen auf der Hand: „Die Kommunikation der Benutzer verschiedener Rechner untereinander kann verbessert, der Datenaustausch vereinfacht und beschleunigt werden und teure `Ressourcen` wie beispielsweise Farblaserdrucker u.a. können von allen Berechtigten benutzt werden, als wären sie am eigenen Rechner angeschlossen.“[5] Von lokalen Netzen (Local Area Network: LAN) spricht man bei der „lokalen“ Vernetzung von Computern, zum Beispiel in Firmen oder Universitäten. Darüber hinaus gehende Netze heißen Weitverkehrsnetze (Wide Area Network: WAN). Alle Netze arbeiten nach dem selben Grundprinzip, auch wenn die technische Realisierung unterschiedlich ist. Es werden Leitungen benötigt, welche die einzelnen Rechner verbinden. Für den Anschluß der Computer an die Leitungen müssen diese mit Spezialsoftware (beim PC außerdem mit einer Netzwerkkarte) ausgestattet sein. Alle Rechner werden gleichrangig an die Leitungen angeschlossen und können somit jederzeit Signale („Datenpakete“) auf die Leitungen geben. Um festzulegen, in welcher Form und nach welchen Regeln die Daten auf die Leitungen gegeben werden, sind gewisse Vereinbarungen, sogenannte Protokolle nötig . Diese haben außerdem die Aufgabe, die Adressen der einzelnen Rechner im Netz zu definieren. Ein Protokoll wird realisiert, indem Programme die Computer und die Spezialsoftware genau so steuern, daß vereinbarte Regeln eingehalten werden und so eine fehlerfreie Kommunikation möglich wird. Im Internet wird das TCP/IP (Transmission Control Protocol/ Internet Protocol) benutzt.

Ein Vorteil der Computernetze besteht in der Bereitstellung zahlreicher Dienste für den Nutzer (z.B. FTP[6] ). Die meisten Dienste in Netzen sind nach dem Client/ Server Prinzip organisiert. Der Client (Kunde) fordert einen Dienst an und der Server bedient den Kunden, indem er den geforderten Dienst ausführt. In der Praxis des Internet sieht dieses Prinzip folgendermaßen aus: Ein Benutzer ruft auf seinem im Netz angeschlossenen Computer ein Programm auf (z.B. FTP). Dann gibt der Benutzer die Server-Adresse ein und anschließend stellt der Client übers Netz die Verbindung zum Server her. Jetzt kann der Benutzer per Befehl die Übertragung einer Datei anfordern. Nach erfolgter Weiterleitung dieses Befehls über das Netz zum Server, prüft dieser, ob die gewünschte Datei vorhanden ist und sendet sie oder gegebenenfalls eine Fehlermeldung an den Client zurück. Dieses Verfahren funktioniert natürlich auch umgekehrt, in diesem Fall fordert der Client den Server auf, eine Datei entgegenzunehmen und auf seiner Festplatte zu speichern. Jeder Rechner im Netz kann die Client- oder Serverfunktion übernehmen, sofern die entsprechende Client- beziehungsweise Serversoftware verfügbar ist.

Bei manchen Diensten oder Arbeiten werden auch die Begriffe local-host und remote-host gebraucht. Host ist eine andere Bezeichnung für Rechner, der local-host ist dann der Rechner, auf dem man selber arbeitet, der remote-host ist der Computer, der gegebenenfalls vom local-host angesprochen wird. Häufig entsprechen also die Begriffe local- beziehungsweise remote-host den Bezeichnungen Client und Server.

Ein Terminal ist über eine direkte Leitung mit einem Computer verbunden und besteht, vereinfacht ausgedrückt, aus Tastatur und Bildschirm. Es wird benutzt, um Befehle und Daten in den Computer einzugeben und umgekehrt, Ergebnisse und Meldungen zu empfangen. Zu mehr ist ein Terminal in der Regel nicht in der Lage. Heute werden allerdings auch häufig PC´s als Terminals benutzt. Ein PC-Programm, eine sogenannte Terminalemulation, tut hier so, als wäre der PC ein Terminal.

Computernetze können untereinander verknüpft werden. So können zum Beispiel einzelne Institutsnetze einer Universität miteinander verbunden werden, dieser Verbund kann an das Deutsche Wissenschaftsnetz WiN gekoppelt sein. Das WiN wiederum hat Übergänge zum Internet. Auf diese Weise vervielfältigen sich die Kommunikationsmöglichkeiten.[7]

Das größte Netzwerk der Welt ist das in diesem Kapitel schon häufiger erwähnte Internet.

3. Kurze Geschichte des Internet

Schon in den sechziger Jahren unterstützte das US-Verteidigungsministerium (Department of Defense - DoD) Experimente zur Vernetzung von Computern. Das Ministerium war stark daran interessiert, über ein Kommunikationsmedium zu verfügen, das selbst dann noch eine zuverlässige Datenübertragung gewährleisten sollte, wenn Teile des Netzes, etwa durch einen atomaren Angriff, zerstört werden.[8] 1969 nahm die dem Department of Defense unterstehende ARPA (Advanced Research Projects Agency, seit 1972 DARPA - Defense Advanced Research Projects Agency) das erste, diese Voraussetzungen erfüllende Netzwerk in Betrieb, das ARPANET. Dieses Netz bestand anfangs aus vier verbundenen Rechnern, aufgestellt an der University of California in Los Angeles, der University of California in Santa Barbara, der University of Utah und dem Menlo Park, Kalifornien. Noch im Jahr 1970 schlossen sich zwei weitere Eliteuniversitäten an das Netzwerk an und schon 1971 befanden sich mehr als dreißig Knoten im ARPANET.

[...]


[1] vgl. Rost (1996), S. 29

[2] vgl. Klau (1995), S. 12

[3] Meyers Lexikonredaktion (1991), S. 100

[4] vgl. ebd., S. 100ff

[5] Mönch und Haase (1995), S. 5

[6] FTP=Dienst, der das Übertragen von Dateien zwischen zwei Rechnern im Netzwerk ermöglicht.
Siehe dazu auch Kapitel 4.5.

[7] vgl. Mönch und Haase (1995), S. 5ff

[8] vgl. Scheller u.a. (1994), S. 5

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Das Internet: Wichtige Dienste und Bedeutung für die Fachinformation
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Bibliothekswissenschaft)
Veranstaltung
Funktion und Struktur der Fachinformation
Note
1,7
Autor
Jahr
1997
Seiten
21
Katalognummer
V12367
ISBN (eBook)
9783638182690
Dateigröße
530 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fachinformation, Geschichte des Internets
Arbeit zitieren
Juliane Barth (Autor), 1997, Das Internet: Wichtige Dienste und Bedeutung für die Fachinformation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12367

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Das Internet: Wichtige Dienste und Bedeutung für die Fachinformation


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden