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Adolf Hitler – eine religiöse Figur?

Über Religiöses Selbstbild und Fremdwahrnehmung Adolf Hitlers

Title: Adolf Hitler – eine religiöse Figur?

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mark Bothe (Author)

Theology - Miscellaneous
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Der folgende Text befasst sich mit dem religiösen Aspekt der Figur Adolf Hitlers, basierend auf der neuen Untersuchung von Thomas Schirrmacher „Hitlers Kriegsreligion“. Dabei werden Belege für die Selbstwahrnehmung des Diktators Belegen über die Wahrnehmung der Bevölkerung gegenübergestellt, um so einen umfassenden Antwortversuch zu ermöglichen. „Wir sind eine Gemeinschaft von Menschen, die erkennen, daß das höchste Gut des höchsten Einsatzes wert ist. Wir sind keine Partei fauler Spießbürger, keine Bewegung fauler Brüder, die sich begnügen an den Tatsachen des Tages und als Männer zu ihren Frauen sagen: Mein liebes Weib, der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen, der Wille des Herrn sei gelobt, und wenn es ihm gefällt, dann macht er uns wieder frei. Nein! Der Herr hat uns seinen Segen gegeben, weil wir ihn verdienten, er hat uns seinen Segen genommen, weil wir seiner nicht mehr würdig waren, der Herr wird uns seinen Segen wiedergeben, wenn er ein neues Volk vor sich hat.“
Mit diesen Worten begeisterte der spätere Führer des Dritten Reiches 1927 die Massen auf einer NSDAP-Versammlung. Es sollte nicht bei einem Ausspruch dieser Art bleiben. Es gibt hunderte von Belegen, in denen deutlich wird, dass er nicht nur eine politische Ideologie vertrat, sondern einen politischen Glauben verkünden wollte.
Welche Rolle Hitler innerhalb dieses Glaubens selber spielte, soll Gegenstand dieser Arbeit sein. Auf den folgenden Seiten gehe ich zunächst auf die Forschungsdiskussion über die Authentizität der Selbstaussagen Hitlers ein, um dann sein Weltbild und seine religiösen Vorstellungen zu beschreiben. In einem nächsten Schritt werde ich versuchen sein eigenes Rollenverständnis darzustellen um dann auf die Außensicht, also die Sicht des Volkes einzugehen.
Ich habe mich dabei im Wesentlichen auf das zweibändige Werk von Thomas Schirrmacher „Hitlers Kriegsreligion“ gestützt, welches sich nicht nur zu einem Großteil mit meinem Thema deckt, sondern in seinem zweiten Band eine vollständige Zitatsammlung religiöser Aussagen Hitlers zur Verfügung stellt.
Da sich gut begründete Aussagen über das Hitlerbild in Selbst- und Fremdwahrnehmung nur mit Textbelegen wagen lassen, ist diese Arbeit ungewohnt zitatlastig.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Die Authentizität der Aussagen Hitlers

2 Hitlers Weltbild

2.1 Hitlers geistige Herkunft

2.2 Hitlers Weltbild

2.2.1 Erste Säule: Krieg

2.2.2 Zweite Säule: Blut

2.2.3 Dritte Säule: Persönlichkeit

2.4 Hitlers Kriegsreligion

2.4.1 Hitlers Gottesvorstellung

2.4.2 Gott und Volk

2.4.3 Gott und Kampf/Krieg

3 Hitlers Selbstwahrnehmung – Prophet, Messias, Religionsstifter?

3.1 Hitler als Prophet

3.1.1 Exkurs: Der biblische Prophet

3.2 Hitler als Messias

3.2.1 Exkurs: Der biblische Messias

3.3 Hitler als Religionsstifter

3.4 Hitler als Christus?

4 Hitler – Rezeption im deutschen Volk

4.1 Zur Problematik der „Volksmeinung“

4.1.1 Quellenlage

4.1.2 Meinungsbildung

4.2 Das Bild Hitlers in der Bevölkerung

4.2.1 Die Umstände des Reiches vor der Machtergreifung

4.2.2 Hitler in der Sicht der breiten Masse - Arbeiter und Mittelstand

4.2.2.1 Hitler als Retter

4.2.2.2 Hitler als „Pater Patriae“

4.2.3 Die religiösen Aspekte des Hitlerbildes

4.3 Hitler-Jugend

4.4 Die Katholiken

5 Hitler als religiöse Figur – Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das religiöse Selbstbild Adolf Hitlers sowie dessen Fremdwahrnehmung durch die deutsche Bevölkerung, um zu ergründen, inwiefern Hitler als religiöse Figur wahrgenommen wurde und wie dies zum Verständnis des NS-Phänomens beitragen kann.

  • Analyse von Hitlers Weltbild basierend auf den Säulen Krieg, Blut und Persönlichkeit.
  • Untersuchung von Hitlers Rollenverständnis als Prophet, Messias und Religionsstifter.
  • Betrachtung der Rezeption Hitlers in verschiedenen Bevölkerungsschichten und Gruppen (Masse, Jugend, Katholiken).
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Authentizität der Selbstaussagen Hitlers.
  • Reflektion über die psychologische Wirksamkeit des Hitler-Mythos im "Dritten Reich".

Auszug aus dem Buch

3.1 Hitler als Prophet

Hitler beschrieb sich selbst häufig als Mann mit prophetischen Eigenschaften:

„Ich bin in meinem Leben schon oft Prophet gewesen und ihr habt mir nicht geglaubt, sondern mich verlacht und verspottet. Ich will wieder Prophet sein und euch sagen: ihr kehrt niemals zurück!“

Hier Hitlers Verständnis von einem Propheten deutlich: Erstens sagt er Dinge voraus, die niemand für möglich hält, zweitens wird er wegen seiner Ansichten ausgelacht und verfolgt. Hitler orientiert sich dabei am biblisch-christlichen Vorbild, wobei er die theologischen Aspekte des Prophetentums außer Acht lässt. Er hat ein sehr eigenes Bild des Propheten.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Einführung in das Thema, Vorstellung der Forschungsfrage und Erläuterung der methodischen Basis (Schirrmachers Werk "Hitlers Kriegsreligion").

1 Die Authentizität der Aussagen Hitlers: Diskussion der Forschungsdebatte zwischen intentionalistischer und funktionalistischer Sichtweise hinsichtlich der Echtheit von Hitlers Reden.

2 Hitlers Weltbild: Darstellung der ideologischen Grundlagen, bestehend aus den Säulen Krieg, Blut und Persönlichkeit sowie der spezifischen Gottesvorstellung Hitlers.

3 Hitlers Selbstwahrnehmung – Prophet, Messias, Religionsstifter?: Analyse des Rollenverständnisses Hitlers innerhalb eines religiösen Kontextes und dessen Distanzierung vom christlichen Bild.

4 Hitler – Rezeption im deutschen Volk: Untersuchung der Außensicht auf Hitler, problematisiert durch die Quellenlage und differenziert nach Bevölkerungsgruppen wie Jugend und Katholiken.

5 Hitler als religiöse Figur – Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach Hitler sich zwar nicht selbst als religiöse Figur sah, aber entsprechende Züge vereinte und im Volk als solche überhöht wurde.

Schlüsselwörter

Adolf Hitler, Kriegsreligion, Nationalsozialismus, Selbstbild, Fremdwahrnehmung, Prophet, Messias, Religionsstifter, Volksgemeinschaft, Weltbild, Ideologie, Kult, Mythos, Antisemitismus, Führerprinzip.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie Adolf Hitler als religiöse Figur wahrgenommen wurde, sowohl aus seinem eigenen Selbstverständnis heraus als auch aus der Perspektive der deutschen Bevölkerung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die religiösen Motive in Hitlers Weltbild, seine Selbststilisierung als Prophet oder Messias sowie die psychologischen Faktoren, die zur Verehrung Hitlers in verschiedenen Bevölkerungsschichten führten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Analyse von Textbelegen zu verstehen, inwiefern religiöse Begrifflichkeiten und Zuschreibungen zur Machtausübung und zur Bindung des Volkes an Hitler beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, insbesondere der Auswertung von Primärquellen und Zitaten Hitlers, gestützt auf das Standardwerk "Hitlers Kriegsreligion" von Thomas Schirrmacher.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Hitlers eigenen religiösen Vorstellungen (Weltbild, Selbstwahrnehmung) und die Analyse der Rezeption dieser Vorstellungen in der Bevölkerung unter Berücksichtigung von Propaganda und Mentalitätsgeschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Hitler, Kriegsreligion, Weltbild, Prophet, Messias, Volksgemeinschaft, Führer-Mythos und politische Religiosität.

Warum wird Hitler im Buch als „Anti-Prophet“ bezeichnet?

Anders als biblische Propheten, die eine Umkehr fordern, um Unheil abzuwenden, führte die Befolgung von Hitlers Anweisungen laut Autor zum Untergang des Volkes.

Wie unterschied Hitler sich von der Rolle des christlichen Messias?

Obwohl Hitler sich als Erlöserfigur sah, distanzierte er sich vom christlichen Messiasbild und konterkarierte dieses durch den Fokus auf Krieg und Kampf als Mittel der Erlösung.

Wie reagierten Katholiken auf Hitler?

Die offizielle Kirche und die katholische Bevölkerung reagierten unterschiedlich; während die Bevölkerung bei Konflikten mit dem Regime teilweise Widerstand leistete, wurde Hitler als Person oft von Kritik ausgenommen und als fehlerlos betrachtet.

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Details

Title
Adolf Hitler – eine religiöse Figur?
Subtitle
Über Religiöses Selbstbild und Fremdwahrnehmung Adolf Hitlers
College
University of Münster  (Seminar für allgemeine Religionswissenschaft)
Course
Politische Religionen
Grade
1,0
Author
Mark Bothe (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V123681
ISBN (eBook)
9783640291687
ISBN (Book)
9783640291748
Language
German
Tags
Hitler Religion im 3. Reich Religion Krieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mark Bothe (Author), 2008, Adolf Hitler – eine religiöse Figur?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/123681
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