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"Wo bleibt die Sexy-Boy Literatur?" Geschlechterbilder der deutschen Popliteratur

Eine Analyse des Werks "Regenroman" von Karen Duve

Título: "Wo bleibt die Sexy-Boy Literatur?" Geschlechterbilder der deutschen Popliteratur

Trabajo Escrito , 2021 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Sophia Schwarzmann (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Es soll in dieser Arbeit hauptsächlich darauf eingegangen werden, nach einer kurzen Erklärung des „Fräuleinwunder“-Begriffs, inwiefern das Geschlechterbild des „Fräuleinwunder“ auf die Romanautorin Karen Duve zutrifft. Duves eigenes Werk, Regenroman, beschäftigt sich ebenfalls mit der Problematik von Geschlechterbildern und soll auf diese analysiert werden, in Hinblick auf die Frage, ob die darin enthaltenen Figuren den für sie vorgefertigten Bildern wahrlich entsprechen.

„Ganz schön abgedreht.“. So betitelt der Literaturkritiker Volker Hage seinen 1999 im Spiegel erschienen Artikel, in welchem er das erneute Aufleben deutscher Literatur feiert, zustande gebracht durch die literarischen Erfolge einer Gruppe junger Autorinnen, welche sich nicht davor scheuen, den Leser mit schwerwiegenden Themen zu konfrontieren, wie der Titel des Artikels so plakativ zum Ausdruck bringt. Plakativ ist auch der Begriff, unter welchem Hage die Werkverfasserinnen ohne weiteren Gedanken zusammenfasst: „Literarisches Fräuleinwunder“.

Das von Hage eingeführte „literarische Fräuleinwunder“ ist in der modernen Literatur zu einem gängigen Begriff geworden, um deutsche Autorinnen zusammenzufassen, welche mit ihren Debutromanen um die Jahrhundertwende große Erfolge feiern konnten und können. Durch die Schaffung dieser Bezeichnung, findet die Erschaffung eines spezifischen Geschlechterbilds für eine Gruppe Frauen anhand ihrer literarischen Arbeiten statt. Die Problematik dieses Bildes zeigt sich, wenn man sich näher mit den einzelnen Werken beschäftigt, welche sich inhaltlich sowie stilistisch unterscheiden wie Tag und Nacht, ebenso wie deren Autorinnen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Das Fräuleinwunder als literarischer Neubeginn

2 Geschlechterbilder in der Literatur: Karen Duve und ihr Erfolgswerk Regenroman

3 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das literarische Phänomen des sogenannten „Fräuleinwunders“ und analysiert kritisch, inwiefern die damit verbundene Kategorisierung auf die Autorin Karen Duve und ihren Roman „Regenroman“ Anwendung finden kann. Dabei steht insbesondere die Dekonstruktion von traditionellen Geschlechterbildern im Mittelpunkt der Untersuchung.

  • Analyse des Begriffs „Fräuleinwunder“ im historischen Kontext
  • Kritische Auseinandersetzung mit literaturkritischer Kategorisierung nach Geschlecht
  • Dekonstruktion männlicher und weiblicher Rollenbilder in Duves „Regenroman“
  • Untersuchung von Identitätsbildung und Emanzipationsprozessen
  • Reflexion über die Angemessenheit von literarischen Etiketten

Auszug aus dem Buch

i. Karen Duve als „Fräuleinwunder“?

Das Fräuleinwunder zeichnet sich durch die verschiedensten inner- und außerliterarischen Kriterien aus. Bereits zuvor genannte Merkmale sind die äußerliche Attraktivität und Jugend seiner Autorinnen, sowie deren großer Erfolg mit ihren Erstlingswerken, mit welchen sie geradezu aus dem Nichts erschienen zu sein scheinen. Zu diesen außerliterarischen Kriterien kommen laut Hage gewisse innerliterarische Merkmale hinzu, welche die Romane der Autorinnen allesamt auszeichnen. Zunächst haben sie „Spaß an guten Geschichten- und keine Angst vor Klischees und großen Gefühlen“. Durch die Wiedergewinnung der verlorengegangenen Naivität beim Erzählen schaffen sie es, nach Hage, das Interesse an der deutschen Literatur wiederzuerwecken. Sie erzählen „raffiniert“, „lustvoll“ und „unbekümmert“. Zudem ist „die Grundmelodie“ dieser Bücher die der Erotik und Liebe, über welche „die jungen Autorinnen allesamt nüchtern und ohne Illusionen“ zu schreiben pflegen.

Nach der Aufzählung der Fräuleinwunder-Attribute stellt sich jetzt die Frage: Zeichnet Karen Duve sich durch eben jene Merkmale aus? Die Frage der Attraktivität einer Person ist stets abhängig vom Betrachter, weshalb eine allumfassend wahrheitsgetreue Aussage hierrüber kaum zu machen ist, allerdings entspricht Duve mit ihren blonden Haaren, den blauen Augen und der schlanken Figur wohl durchaus dem gängigen Schönheitsideal und kann somit objektiv betrachtet als attraktiv eingestuft werden. Es kann jedoch bereits beim zweiten Merkmal, der Jugend der Autorinnen bei der Veröffentlichung ihrer Debutroman, gesagt werden, dass sich Duve von den anderen Autorinnen abhebt. Während die meisten von ihnen sich Mitte 20 befinden, ist Duve, welche 1961 geboren wurde, 1999 bei der Veröffentlichung des Regenromans bereits 38 Jahre alt. Was sich nicht bestreiten lässt, ist der Erfolg, welchen der Debutroman der Autorin erzielte, dennoch kann auch hier gesagt werden, dass Duve zu diesem Zeitpunkt keinesfalls ein Neuling in der Literaturszene war. Verschiedenste Werke der Schriftstellerin, von Comicbüchern über Kurzgeschichten bis hin zu einem Tierlexikon, waren bereits vor dem einschlägigen Erfolg des Regenroman von Verlagen herausgegeben worden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Das Fräuleinwunder als literarischer Neubeginn: Dieses Kapitel führt in den Begriff des literarischen „Fräuleinwunders“ ein und erläutert dessen Entstehung sowie die damit verbundene Problematik der Kategorisierung junger Autorinnen.

2 Geschlechterbilder in der Literatur: Karen Duve und ihr Erfolgswerk Regenroman: Dieser Hauptteil analysiert Karen Duves Zugehörigkeit zu diesem Phänomen und untersucht die Dekonstruktion traditioneller männlicher sowie weiblicher Geschlechterbilder innerhalb ihres Romans.

3 Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Zuordnung zum „Fräuleinwunder“ der literarischen Qualität nicht gerecht wird, während die Analyse der Geschlechterbilder gesellschaftlichen Fortschritt aufzeigt.

Schlüsselwörter

Fräuleinwunder, Karen Duve, Regenroman, Geschlechterbilder, Popliteratur, Dekonstruktion, Männlichkeit, Weiblichkeit, Identität, Emanzipation, Literaturkritik, Rollenverteilung, Identitätsverlust, Gender, literarische Qualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem literaturkritischen Phänomen des sogenannten „Fräuleinwunders“ in der deutschen Popliteratur um die Jahrtausendwende und dessen Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Autorinnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Konstruktion von Geschlechterbildern, die Rolle der Kritik bei der Etikettierung von Literatur und die literarische Auseinandersetzung mit der Rollenverteilung von Mann und Frau.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob die Kategorisierung „Fräuleinwunder“ auf Karen Duve und ihren Roman „Regenroman“ zutrifft oder ob dies eine unangemessene Vereinfachung einer komplexen literarischen Leistung darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse, bei der sie den Begriff „Fräuleinwunder“ historisch herleitet und anschließend den Roman „Regenroman“ hinsichtlich seiner Figurenkonstellation und Thematisierung von Geschlechterrollen untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffserklärung des Fräuleinwunders und eine tiefgehende Analyse von Duves „Regenroman“, wobei insbesondere die „Dekonstruktion traditioneller Geschlechterbilder“ und die Entwicklung der Romanfiguren Leon und Martina im Fokus stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselwörter sind unter anderem Fräuleinwunder, Geschlechterbilder, Karen Duve, Regenroman, Emanzipation, Rollenverteilung und Identitätsbildung.

Wie unterscheidet sich Karen Duve von anderen „Fräuleinwunder“-Autorinnen?

Ein wesentlicher Unterschied ist ihr Alter bei der Erstveröffentlichung: Während viele Autorinnen dieses Phänomens Mitte 20 waren, war Duve bei ihrem Debüt 1999 bereits 38 Jahre alt und verfügte bereits über eine längere literarische Laufbahn.

Welche Rolle spielt das Motiv der „Bilder der Männlichkeit“ im Roman?

Das Motiv ist zentral, um zu zeigen, wie der Protagonist Leon an seinem eigenen, rigiden Anspruch an Männlichkeit scheitert und wie der Roman diesen männlichen Macho-Mythos im Handlungsverlauf systematisch demontiert.

Was bedeutet das Ende der Emanzipation für Martina im Roman?

Martinas Emanzipation kulminiert symbolisch darin, dass sie das Auto auf dem Schrottplatz ihres Vaters, welches sie als Mahnmal ihrer eigenen vermeintlichen Verdorbenheit empfindet, in Brand steckt, um sich von der patriarchalen Fremdbestimmung zu lösen.

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Detalles

Título
"Wo bleibt die Sexy-Boy Literatur?" Geschlechterbilder der deutschen Popliteratur
Subtítulo
Eine Analyse des Werks "Regenroman" von Karen Duve
Universidad
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Curso
Das Fräuleinwunder in der Popliteratur
Calificación
1,7
Autor
Sophia Schwarzmann (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
17
No. de catálogo
V1236987
ISBN (PDF)
9783346656247
ISBN (Libro)
9783346656254
Idioma
Alemán
Etiqueta
karen duve regenroman fräuleinwunder geschlechterbilder
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sophia Schwarzmann (Autor), 2021, "Wo bleibt die Sexy-Boy Literatur?" Geschlechterbilder der deutschen Popliteratur, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1236987
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