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Kognitive Interventionen bei Personen mit altersbedingter leichter kognitiver Störung (LKS) und leichtgradiger Alzheimer-Demenz (AD). Wirksamkeit und Vergleich

Titel: Kognitive Interventionen bei Personen mit altersbedingter leichter kognitiver Störung (LKS) und leichtgradiger Alzheimer-Demenz (AD). Wirksamkeit und Vergleich

Bachelorarbeit , 2020 , 74 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Priska Klinkenborg (Autor:in)

Psychologie - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Forschungsgebiet kognitiver Interventionen, die zur Behandlung leichter kognitiver Störungen (LKS) sowie bei Alzheimer-Demenzen (AD) eingesetzt werden und somit eine Alternative zur herkömmlichen Medikation darstellen. Da medikamentöse Behandlungsverfahren bis heute nur begrenzt Wirkung erzielen und zu keiner vollständigen Heilung der Erkrankung führen, genießen nichtmedikamentöse Trainingsprogramme mittlerweile einen hohen Stellenwert.

Aufgrund des zu erwartenden Phänomens der Überalterung sowie der kontinuierlich wachsenden Bevölkerung ist mit einem steigenden Anteil an älteren Personen zu rechnen, sodass präventive Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Selbstständigkeit nötig sind. Daher wird in dieser Publikation überprüft, ob und wie kognitive Interventionen Einfluss auf kognitive und nichtkognitive Leistungsfähigkeit bei LKS- und AD-Erkrankten nehmen und inwiefern diese zu einer Retardierung des Konversionszeitpunktes beitragen können.

Die Ausarbeitung ist ein Literaturreview. Dieser umfasst acht thematisch einschlägige Studien, deren Gegenstand kognitive Interventionen als Behandlungsmethode bei LKS- und AD-Erkrankungen sind. Dabei unterschieden sich die vorgestellten Studien in ihrer Stichprobe, der Dauer, der Kontroll- sowie der Behandlungsbedingungen. Methodisch wurden Gedächtnistrainings, physische und motorische Übungen, Entspannungsverfahren, Übungen zur Alltagsbewältigung sowie andere kognitive Trainingselemente angewandt.

Leseprobe


Inhaltsübersicht

1. Einleitung

1.1. Relevanz der Thematik und persönliche Motivation

1.2. Aufbau der Arbeit

2. Zielsetzung und Forschungsfrage

3. Leichte kognitive Störung und Alzheimer-Demenz

3.1. Definition der LKS und AD

3.2. Formen, Ursachen und Risikofaktoren der LKS und AD

3.2.1. Diagnostische Kriterien

3.2.2. Diagnose und Differenzialdiagnose

3.2.3. Epidemiologie und Ätiologie

3.2.4. Symptome und Verlauf

4. Interventionsmaßnahmen bei LKS und AD

4.1. Medikamentöse Behandlung/Therapie

4.2. Nichtmedikamentöse Behandlung/Therapie

5. Kognitive Interventionen

5.1. Kognitive Interventionsmaßnahmen

5.2. Grundlagen kognitiver Interventionen

5.3. Lerntechniken kognitiver Interventionen

6. Studien zu kognitiven Interventionen bei LKS und AD

6.1. Studie 1: Standardisiertes kognitives Interventionsprogramm

6.2. Studie 2: Follow-up-Studie

6.3. Studie 3: Kombiniert motorische kognitive Intervention

6.4. Studie 4: Multikomponente kognitive Intervention

6.5. Studie 5: Multikomponente kognitive Intervention

6.6. Studie 6: Kognitiv-motorisches Interventionsprogramm (CMI)

6.7. Studie 7: Computerbasierte kognitive rehabilitative Intervention

6.8. Studie 8: Gemeinschaftsbasierte Multidomänen Kognitionsintervention

7. Wirksamkeit kognitiver Interventionen und Vergleich der Studien

8. Diskussion und Schlussfolgerung

8.1. Kritische Literaturreflexionen

8.2. Empfehlungen für die Forschung

8.3. Empfehlungen für die Praxis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Wirksamkeitspotenzial kognitiver Interventionen als nichtmedikamentöse Therapiealternative bei altersbedingter leichter kognitiver Störung (LKS) und leichtgradiger Alzheimer-Demenz (AD), um kognitive Defizite abzumildern und den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen.

  • Grundlagen zur LKS und AD sowie deren klinische Abgrenzung
  • Darstellung medikamentöser und nichtmedikamentöser Behandlungsansätze
  • Kritische Analyse und Vergleich von acht einschlägigen wissenschaftlichen Studien
  • Berücksichtigung neurobiologischer und neuropsychologischer Wirkmechanismen
  • Ableitung von Empfehlungen für die zukünftige gerontopsychologische Forschung und klinische Praxis

Auszug aus dem Buch

6.1. Studie 1: Standardisiertes kognitives Interventionsprogramm

In der Pilotstudie von Buschert (2010) geht es um die Entwicklung eines standardisierten, effektiven kognitiven Interventionsprogramms für AD- und LKS-Patienten, das eine „Erhaltung, Reaktivierung und Förderung“ sowohl kognitiver als auch nichtkognitiver Funktionen anvisiert und zudem an die verschiedenen Erkrankungsstadien angepasst sein soll. Dabei beruht die Intervention auf der Theorie der kognitiven Reserve und der Retrogenese. Das Konzept beinhaltet Gedächtnistraining, Übungen zur Alltagsbewältigung, die Verbesserung der sozialen Interaktion und der Psychoedukation. Um das Gedächtnis zu trainieren, erhalten Probanden diverse Aufgaben, die die bestehenden kognitiven Funktionen stimulieren sollen. Außerdem lernen sie unterstützende Strategien kennen und die soziale Kommunikation wird innerhalb von Gesprächsrunden, durch Anregung der Kreativität, Entspannungsverfahren und psychomotorische Übungen gefördert. Zudem wird Wert auf metakognitive Wissensvermittlung gelegt, d. h. die Probanden eignen sich Kenntnisse über Gedächtnisprozesse, kognitionsbezogene Veränderungen im Alter sowie über die AD-Erkrankung an (Buschert, 2019).

Das Programm wurde anhand von Interventionsprotokollen durchgeführt. Die Abläufe waren manuell und an die verschiedenen Erkrankungsstadien angepasst. Dabei gab es ungefähr zwanzig Einheiten mit einer Länge von je 120 Minuten. Sie differenzierten sich in ihrem Schwerpunkt, der entweder auf der kognitiven Stimulation oder dem kognitiven Training lag, und wichen im Inhalt, Länge und Menge der Aufgaben sowie deren Schwere und Komplexität voneinander ab (siehe Tabelle 2). Insgesamt fand das Angebot innerhalb einer Gruppe mit einer Personengröße von 8–12 bei den LKS-Patienten und 6–10 bei den AD-Patienten statt (Buschert, 2010).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel sowie die Dringlichkeit, durch kognitive Interventionen den Krankheitsbeginn von Demenz zu verzögern.

2. Zielsetzung und Forschungsfrage: Dieses Kapitel definiert das Ziel der Arbeit, einen Überblick über Studien zu kognitiven Interventionen zu geben, um deren Wirkung auf kognitive Leistungen bei LKS- und AD-Betroffenen zu klären.

3. Leichte kognitive Störung und Alzheimer-Demenz: Hier werden Definitionen, Ursachen, Risikofaktoren, Diagnosekriterien und der Verlauf der LKS und AD ausführlich erläutert.

4. Interventionsmaßnahmen bei LKS und AD: Das Kapitel bietet einen Überblick über medikamentöse und verschiedene nichtmedikamentöse Therapieformen.

5. Kognitive Interventionen: Es werden die verschiedenen Ebenen (Rehabilitation, Stimulation, Training) sowie Lerntechniken wie Errorless Learning detailliert dargestellt.

6. Studien zu kognitiven Interventionen bei LKS und AD: Der Ergebnisteil analysiert acht ausgewählte Studien hinsichtlich Durchführung, Methodik und Resultaten.

7. Wirksamkeit kognitiver Interventionen und Vergleich der Studien: Die Studien werden miteinander verglichen, um Schlussfolgerungen zur Wirksamkeit bei verschiedenen Patientengruppen zu ziehen.

8. Diskussion und Schlussfolgerung: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert und Empfehlungen für die zukünftige Forschung und die klinische Praxis formuliert.

Schlüsselwörter

Leichte kognitive Störung, LKS, Alzheimer-Demenz, AD, kognitive Interventionen, Gedächtnistraining, kognitive Stimulation, Retrogenese, kognitive Reserve, Neuropsychologie, nichtmedikamentöse Therapie, Literaturreview, Lebensqualität, Demenzprävention, Interventionsstudien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht wissenschaftliche Studien zum Einsatz und zur Wirksamkeit kognitiver Interventionen bei Personen, die an einer leichten kognitiven Störung oder Alzheimer-Demenz leiden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den verschiedenen Arten kognitiver Trainingsmethoden, dem Vergleich der Wirksamkeit zwischen LKS- und AD-Patienten sowie der Bedeutung früher therapeutischer Maßnahmen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Klärung, wie sich kognitive Interventionen auf die kognitiven Leistungen Betroffener auswirken und inwiefern sie den Krankheitsverlauf oder eine Konversion zur Demenz beeinflussen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden in den untersuchten Studien verwendet?

Die Studien nutzen primär randomisierte kontrollierte Untersuchungen (RKS) und verschiedene neuropsychologische Messinstrumente wie MMSE, ADAS-cog oder RBANS zur Evaluation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung (Definitionen, Diagnose, Therapiemethoden) als auch die detaillierte Präsentation und Diskussion von acht spezifischen internationalen Interventionsstudien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind kognitive Interventionen, LKS, Alzheimer-Demenz, kognitive Reserve, Retrogenese, Lebensqualität und nichtmedikamentöse Therapiemethoden.

Was ist das zentrale Ergebnis der betrachteten Studien zur Retrogenese?

Die Theorie der Retrogenese stützt die Annahme, dass der kognitive Abbau in umgekehrter Reihenfolge zur kindlichen Entwicklung verläuft, was die Wahl stadiumgerechter Übungen maßgeblich beeinflusst.

Warum ist eine frühzeitige Intervention bei LKS-Patienten besonders wichtig?

Studien belegen, dass LKS-Patienten stärker von Interventionen profitieren als AD-Patienten, da diese Maßnahmen präventiv oder kompensatorisch wirken und den Konversionszeitpunkt zur Demenz hinauszögern können.

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Details

Titel
Kognitive Interventionen bei Personen mit altersbedingter leichter kognitiver Störung (LKS) und leichtgradiger Alzheimer-Demenz (AD). Wirksamkeit und Vergleich
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Note
1,3
Autor
Priska Klinkenborg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
74
Katalognummer
V1236994
ISBN (PDF)
9783346665836
ISBN (Buch)
9783346665843
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alzheimer Demenz leichte kognitive Störung kognitive Intervention
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Priska Klinkenborg (Autor:in), 2020, Kognitive Interventionen bei Personen mit altersbedingter leichter kognitiver Störung (LKS) und leichtgradiger Alzheimer-Demenz (AD). Wirksamkeit und Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1236994
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Leseprobe aus  74  Seiten
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